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  • Tiefseebergbau: Keine Lösung für Rohstoffhunger (bub2022)
    Ein geheimnisvoller Ort ist in Gefahr: Die Tiefsee und ihr einzigartiges Ökosystem. Riesige Maschinen sollen am Meeresboden mineralische Rohstoffe abbauen. Doch es gibt Widerstand im Pazifik und Weltweit. Wir habe die Chance dies zu stoppen, bevor es beginnt. Statt neuen Bergbausektoren brauchen wir eine Rohstoffwende.
    Die voranschreitende Digitalisierung unsere Gesellschaft und vor allem Industrie geht einher mit einem erhöhten Bedarf an Rohstoffen. Dieser gestiegene Bedarf führt aber nicht zu einem verstärkten Recycling von Grundstoffen oder der Entwicklung marktfähiger Alternativprodukte, welche weniger Rohstoffe benötigen. Getrieben durch Weiterentwicklungen in Unterwassertechnologien hat sie stattdessen zu einer Goldgräber-Stimmung in den Weltmeeren und vor allem im Pazifik beigetragen. Bergbauunternehmen wollen dort mit riesigen Maschinen am Meeresboden der Tiefsee mineralische Rohstoffe abbauen.
    Die Tiefsee ist aber keine Mondlandschaft ohne Leben sondern ein ganz besonderer Lebensraum, über den wir immer noch sehr wenig wissen. Wissenschaftler*innen warnen vor irreparabler Zerstörung von Ökosystemen, bevor wir diese überhaupt verstanden haben. Vor allem auch die Zivilgesellschaft im Pazifik stemmt sich gegen den Tiefseebergbau. Die Menschen dort haben eine enge kulturelle Bindung zum Ozean und sehen das Meer als Teil ihrer spirituellen Identität. Zudem hat der Zugriff des globalen Nordens auf Ressourcen im Pazifik und in anderen Weltregionen eine lange Tradition der Ausbeutung. Tiefseebergbau wird ein weiterer Teil dieses postkolonialen Systems sein.
    2023 wird für Tiefseebergbau ein entscheidendes Jahr. Bei der Internationalen Meeresbodenbehörde werden derzeit Regeln für den Abbau verhandelt, die trotz des unzureichenden Wissens über dessen Auswirkungen im nächsten Jahr abgeschlossen werden könnten. Weltweit organisiert sich Protest gegen Tiefseebergbau. Es bietet sich die in der Menschheitsgeschichte einmalige Möglichkeit etwas zu verhindern, bevor es überhaupt beginnt.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/DS33YG/
    57 min
  • A collective effort: The CODES Action Plan for a Sustainable Planet in the Digital Age (EN) (bub2022)
    Die transnationale Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) hat für den UN-Generalsekretär einen Action Plan mit Umsetzungsinitiativen für #digitalsustainability kokreativ erarbeitet. Und 2023 soll ein UN Global Digital Compact verabschiedet werden. Was sind die wichtigen Hebel & Foren um Digitalisierung global als positive Kraft für die Nachhaltigkeitstransformation zu gestalten
    The transnational Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) has co-created an action plan with Impact Initiatives for #digitalsustainability for the UN Secretary-General. And a UN Global Digital Compact is to be adopted in 2023. What are the important levers & forums to shape digitization globally as a positive force for sustainability transformation?
    (Re)directing digital change towards our sustainability goals needs collective action by a broad range of state & non-state actor coalitions worldwide. The multi-stakeholder Coalition for Digital Environmental Sustainability (CODES) uses its mandate by the UN secretary general to call for three urgent shifts: 1) to enable alignment of digitalization with sustainable development, 2) to mitigate negative impacts with sustainable digitalization and 3) to accelerate (digital) innovations for our sustainability goals. With 9 impact initiatives, CODES tries to stimulate concrete catalytic change and to increase awareness towards the 2023 UN Global Digital Compact.
    At Bits & Bäume 2022 we want to contribute to an urgent dialogue on the global levers & fora for change. In an introductory part we introduce the CODES Action Plan and the international momentum of the Global Digital Compact. Then we start a conversation on implementation, strengthening the global-local connection and civil society engagement. We integrate a small set of speakers from CODES, GIZ and UBA with an international perspective to get the discussion started.
    - Together for a Sustainable Planet in the Digital Age: the CODES Endeavour and its Ambition (Marcel Dorsch, CODES)
    - Digital Transformation and Climate – Enabling a Twin Transition: International Activities of GIZ Sector Programme „Digital Development“ (Bjorn-Soren Gigler, GIZ – Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit)
    - UBA’s Contributions for a Sustainable Planet in the Digital Age (Christian Löwe, UBA - German Environmental Agency)
    CODES is an open community of around 1000 individuals and organizations. It is co-organized by Future Earth, the German Environment Agency (UBA), the International Science Council, the Kenyan Environmental Ministry, UNDP, UNEP and Sustainability in the Digital Age. The CODES Action Plan for a Sustainable Planet in the Digital Age was developed in a co-creative process and officially presented at Stockholm+50 in June 2022. You can join here: www.sparkblue.org/CODES
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/N7B3AH/
    39 min
  • Künstliche Intelligenz stoppt den Klimawandel – oder etwa nicht? (bub2022)
    Die Menschheit steuert auf eine Klimakatastrophe zu, die für Milliarden Menschen eine weitere Verelendung bedeuten wird. Die bisherigen Gegenmaßnahmen der Politik reichen nicht aus, um die Katastrophe aufzuhalten. Kann ein technologischer Schub die Rettung bringen? Kann der von der Künstlichen Intelligenz kommen? Eine kritische Sicht auf Stand und Potenzial der Wissenschaft spricht dagegen.
    Um eine lebenswerte Welt für die gesamte Menschheit zu erreichen und auf Dauer zu bewahren, bedarf es einer nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensweise im globalen Maßstab. Die Realität deutet eher in die entgegengesetzte Richtung. Der Erdüberlastungstag eines Jahres liegt in dessen Mitte. Der weitgehend ungebremste CO2-Ausstoß und die damit verbundene Erderwärmung wird zu Trockenperioden, Überschwemmungen, Fluchtbewegungen und Kämpfe um Nahrung und Wasser ungeahnten Ausmaßes mit Milliarden Leidtragenden führen. Die bisher von der Weltgemeinschaft vereinbarten Gegenmaßnahmen reichen bei weitem nicht, zumal sie vielfach aus leeren Versprechen bestehen. Können Digitalisierung und speziell Künstliche Intelligenz (KI) die Rettung bringen? Weltweit wird KI von Politik und Wirtschaft für die Technologie gehalten, die zukünftige Wertschöpfung garantiert. Aber trotz einiger bemerkenswerter Erfolge der KI in den letzten 20 Jahren, scheinen allzu hoch gesteckte Erwartungen verfehlt:
    1. KI ist keine homogene Technologie, sondern eher ein Gemischtwarenladen vieler Methoden und Konzepte.
    2. Signifikante Anwendungen der KI sind extrem aufwändig.
    3. KI-Systeme sind oft undurchschaubar und schwer zu beherrschen, ihr Einsatz ist oft riskant.
    Noch entscheidender aber ist, dass die Nutzung von Technologie vom heute herrschenden System bestimmt wird, also von der Ausbeutung von Natur und Mensch, von Profitgier, vom Machtstreben der Mächtigen, von der sozialen Überwachung im Kleinen und im Großen.
    Erst ein Umdenken und ein Umlenken in der Gesellschaft kann daran etwas ändern und dazu führen, dass Technologien wie die KI ausschließlich zum Wohle der Menschheit genutzt werden.
    Bild: CC BY [Mike MacKenzie](https://www.vpnsrus.com)
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/TJKPDP/
    43 min
  • 🌟 B&B Panel: Transformative Business Models and the Socio-Ecological Transformation (EN) (bub2022)
    What kind of digital and sustainable business models are out there? What challenges do they face and how could their concepts be scaled for the whole society? At this B&B stage Christian Kroll (founder of Ecosia) will share with us practical experience before a panel will critically examine the role of economic actors in socio-ecological Transformation.
    B&B Panel for the Track "Digital and Sustainable - Transformative Business Models". Firstly, Ecosia founder, Christian Kroll, will tell us about sustainable practices at Ecosia and their potential challenges. Afterward, a panel discussion with Prof. Dr. Henning Breuer, Dr. Iana Nesterova, and Laura Niessen will critically examine the role of economic actors for the
    Socio-Ecological Transformation.
    The aim of the ‘Transformative Business Models’ Track at Bits & Bäume is to elaborate on the role of economic actors for the Socio-Ecological Transformation. The focus will be on the potentials and limitations of entrepreneurial action for an economic transformation, as well as its embedding in political framework conditions. We will shed light on whether shorter working hours, women's quotas, or cooperative work are sufficient or even relevant in the social struggle for a sustainable economy. Moreover, the big question is how the transition to a zero-emissions economy can be supported by digital business models and applications.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/Y8ELH3/
    1 hr 24 min
  • Mit suffizienter Digitalisierung die Heizenergie von Mietshäusern reduzieren (bub2022)
    Wie können wir signifikante Heizenergieeinsparungen mit minimalem Digitalisierungsaufwand erzielen?
    Bereits mit wenigen zusätzlichen Messwerten am Heizungssystem können Energieeinsparpotenziale von durchschnittlich zehn Prozent ausgeschöpft werden, wenn Wohnungsunternehmen, Messdienstleister, Wartungsdienste und Mieter:innen daran mitwirken. Das hat eine Auswertung im Rahmen des Forschungsprojektes "Detective" auf Basis von umgesetzten Mess- und Optimierungsmaßnahmen des Förderprogramms "Einsparzähler" in Mehrfmilienhäusern ergeben. Nach einer kurzen Präsentation der Ergebnisse soll disutiert werden, wie die breite Ausschöpfung dieser Potenziale organisiert, reguliert und / oder gefördert werden kann.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/FLYJBH/
    45 min
  • 🌟 B&B Panel: Squaring the Circle: On the Road towards a Digital Circular Economy (EN) (bub2022)
    Does social prosperity always have to be linked to resource consumption? Digitalisation holds the promise of being able to break such a link and lead to a genuine circular economy. At the same time, digitalisation itself eats up vast amounts of resources. Which economic models will lead us into the circular economy?
    Does social prosperity always have to be linked to resource consumption? Digitalisation holds the promise of being able to break such a link and lead to a genuine circular economy. The sharing economy offers interesting approaches here in the areas of reusing, repairing and recycling. At the same time, digitalisation itself eats up vast amounts of resources. Market concentrations fuelled by digitalisation damage regional economic cycles and socio-ecological innovations. With the Circular Economy Action Plan (CEAP), the EU Commission has presented a package of measures that is to be concretised and implemented in the coming years. How can it strengthen a digital circular economy and lead digitalisation itself into the circular economy? This section also asks the big economic questions: Which economic models will lead us into the circular economy? Which economic sectors will have to shrink, which ones might have to grow? Representatives from theory and practice will discuss these questions.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LNED8A/
    1 hr 28 min
  • Von der Wiege bis zur Bahre: Wie das DRK digitale Teilhabe gestaltet (bub2022)
    Trotz ihrem sozialpolitischen Stellenwert bleibt die Wohlfahrt im digitalen Wandel gesamtgesellschaftlich wenig sichtbar. Dabei entfalten Verbände wie das Deutsche Rote Kreuz durch Innovationen in ihrer Dienstleistungspraxis hohe Wirkung für gesellschaftliche und digitale Teilhabeprozesse. Was das DRK macht, wohin es geht und was es dafür braucht erfahrt ihr in diesem Beitrag.
    Trotz ihrer großen zivilgesellschaftlichen Gestaltungskraft, bleibt die Freie Wohlfahrtspflege im Debattenkontext der Digitalen Gesellschaft noch immer wenig sichtbar. Dies ist bedauerlich, da gerade auch unsere Zielgruppen ihr gesellschaftliches Teilhabepotenzial durch mehr digitale Teilhabe enorm verbessern können. Als Repräsentant:innen der Freien Wohlfahrt möchten wir daher mit unserem Beitrag den Fokus auf die Partizipationschancen durch die Digitalisierung unserer Angebote lenken. Gleichzeitig geht es uns um eine Sensibilisierung für die Herausforderungen, vor denen Wohlfahrtsorganisationen stehen, wenn sie sich digital transformieren.
    Am Beispiel „DRK-Elterncampus“ möchten wir ein partizipatives und nachhaltiges Vorgehen für Digitalisierungsprojekte in Wohlfahrtskontext vorstellen. Es dient auch als Szenario für die Einführung und Verbreitung einer zentralen Plattform in einer föderalistischen Verbandsstruktur. Besonders innovativ ist die nutzerzentrierte Entwicklung und Begleitung der Mitarbeitenden beim Erwerb neuer Anwendungskompetenzen. Hervorzuheben ist auch die fortlaufende Reflexion darüber welche Angebotsformen als geeignet erscheinen, um digitale Teilhabe zu fördern.
    Im zweiten Teil unserer Projektpräsentation stellen wir politische Forderungen der Wohlfahrt zur Digitalen und Sozialen Teilhabe vor. Wir laden zum Austausch mit dem DRK als gemeinnützige Organisation ein und stehen für mögliche Allianzen mit den Teilnehmenden und Organisatoren von Bits und Bäume bereit.
    Weitere Informationen unter: https://drk-wohlfahrt.de/unsere-themen/soziale-innovation-digitalisierung/
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/D9JWNM/
    44 min
  • Kostet die Digitalisierung die Welt? Zum Strom- und Ressourcenbedarf der Digitalisierung (bub2022)
    Zu welchen gefährlichen Lock-In-Effekten führt der Ausbau digitaler Infrastrukturen? Welche Herausforderungen ergeben sich für Klima-, Ressourcen- und Umweltschutz? Was muss die Politik jetzt tun, damit die Digitalisierung klimaneutral und zukunftsfähig wird?
    Digitalisierung wird häufig als Ermöglicherin für Klima- und Ressourcenschutz verstanden. Weniger im Fokus ist, dass digitale Infrastrukturen den Ausstoß von Klimagasen verursachen und Unmengen an Ressourcen verschlingen. Ein künstliches neuronales Netzwerk zur Spracherkennung verursacht in einer Trainingsperiode in etwa so viel CO2 wie ein Flug von Berlin nach Madrid und zurück. Zurzeit laufen wir Gefahr, dass der Ausbau der digitalen Infrastrukturen zu Lock-in-Effekten führt, die mit Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft nicht vereinbar sind.
    Doch Digitalisierung hat keine Zukunft ohne Klima- und Ressourcenschutz. In diesem Workshop fragen wir, welche politischen Weichen die Politik jetzt stellen muss. Ziel ist es, NGO-Mitarbeiter:innen aus der Digitalisierungs- und Techszene dafür zu sensibilisieren, dass die momentane Digitalisierung unsere Lebensgrundlagen gefährdet und daher dringend reguliert werden muss.
    Expert:innen stellen die Herausforderungen in kurzen Inputs aus Umwelt- und Tech-Perspektive dar. Sie beziehen sich konkret auf die Forderungen des B&B-Trägerkreises. Danach nehmen die Workshop-Teilnehmenden Stellung zu vorbereiteten Zitaten/Thesen. Ziel ist es, mögliche Zielkonflikte aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Zur Einbindung der Teilnehmenden werden auch interaktive Tools wie Menti-Abstimmungen genutzt.
    Durch Germanwatch und das FIfF ist die Verschränkung der klima-/umwelt- mit der kritisch-technischen Perspektive schon in der Workshops-Planung angelegt.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HS3TCJ/
    1 hr 31 min
  • Digitaler CO2-Fußabdruck (bub2022)
    In der Studie "Digitaler Fußabdruck" für den BUND e.V. hat das Öko-Institut 2020 die Datengrundlage dafür zu geschaffen, den ökologischen Fußabdruck durch die Nutzung von digitalen Geräten berechnen zu können. In diesem Vortrag wird die Methodik und als ein neues Ergebnis ein CO2-Rechner des digitalen Fußabdrucks vorgestellt, der zum Mitmachen einlädt.
    Mithilfe des Rechners des digitalen Fußabdrucks lässt sich sehr einfach und interaktiv abschätzen, wie sich die Art und das Ausmaß des digitalen Lebensstils auf Emissionen auswirken. Obwohl CO2-Rechner auch von neoliberalen Akteuren genutzt werden, um Verantwortlichkeiten zu individualisieren, werfen CO2-Rechner auch die Frage auf, welche Infrastrukturen wie und in welchem Ausmaß mit planetaren Grenzen vereinbar sind. Die Datenbasis über die Klimawirkung digitaler Geräte und das Verständnis ihrer Entstehung bilden die Grundlage des politischen Diskurses um Suffizienz und Degrowth. Politische Forderungen, wie z.B. das Recht auf Reparatur und Mindestlebensdauer sowie Ökodesign-Anforderungen, sind teilweise direkt aus den Ergebnissen der Studie ableitbar. Der interaktive Rechner ist dabei ein niederschwelliges Angebot zur Verbreitung des Diskurses.
    Das Öko-Institut ist eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft. Das Öko-Institut ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein. Wir finanzieren unsere Arbeit in erster Linie durch projektbezogene Mittel von öffentlichen und privaten Auftraggebern. Mitgliedsbeiträge und Spenden ermöglichen uns die Umsetzung von Projekten, die wir für gesellschaftlich besonders wichtig erachten, jedoch nicht vollständig durch Aufträge und Zuwendungen realisieren können.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/LS9YDF/
    17 min
  • Kollektives Kapital: Die Potenziale von Platform Coops (bub2022)
    Ela Kagel stellt interessante Neugründungen und Geschäftskonzepte aus der kooperativen, digitalen Ökonomie in Berlin vor. Dabei geht es um die Frage, warum Platform Coops heute relevant sind, worin ihre Besonderheiten liegen und welche Rahmenbedingungen diese kollektive Unternehmensform in der Zukunft braucht.
    Plattform-Kooperativen, also auf digitale Plattformen aufbauende Genossenschaften, sind im Besitz ihrer Mitglieder und werden von diesen geleitet. Sie sind Stakeholder- und nicht Aktionärsorientierte Unternehmen, die sich auf demokratische Kontrolle, gemeinsames Eigentum und ein nachhaltiges Verhältnis zwischen sozialem Zweck und Rentabilität konzentrieren.
    Ziel von Platform Coops ist es, Alternativen zu den Monopolen der globalen Plattform-Ökonomie zu entwickeln. Berlin ist innerhalb Europas eines der Zentren für diese neue Wirtschaftsform und hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von kooperativen, digitalen Start-ups hervorgebracht, die elementare Bereiche unseres Lebens auf eine kooperative Weise neu denken. Einige dieser Unternehmen wird Ela Kagel vorstellen.
    In diesem Vortrag soll es außerdem um die demokratische Gestaltung digitaler Infrastrukturen gehen. Wir werden dabei auch auf aktuelle politische Entwicklungen und Fragen eingehen, wie etwa die Twitter-Kaufabsichten von Elon Musk abgleichen mit der Kampagne #LetsBuyTwitter, die sich für eine Kollektivierung der Plattform einsetzt.
    Schließlich wird es um Rahmenbedingungen für Platform Coops gehen: Was brauchen diese Projekte, um sich nachhaltig zu etablieren? Was ist ihr Potenzial für eine digitale Ökonomie, die an den Bedürfnissen von Mensch und Natur ausgerichtet ist?
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/PXP3RQ/
    49 min

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