Chaos Computer Club - archive feed

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Chaos Computer Club - archive feed episodes

  • Motivational Appeals to Overcome Biases in Technology Design (EN) (bub2022)
    Artificial Intelligence is present in our everyday life. AI programmers indirectly shape our opportunities and transfer their worldview into their algorithms and technology designs. They also create robots & AIChatbots to their image or idealized others- mostly portrayed as White, threatening a post-racial future that erases PoC. What interventions are effective to increase their awareness?
    Biases in the development of artificial intelligence (AI) have recently received increased attention. Specifically, biases relating to gender and race are frequently programmed in technology design, in many cases allegedly due to individual programmers who, consciously or unconsciously, replicate existing biases in their work. Past research has neglected to empirically investigate the role of individual programmers in overcoming biases, especially the question of how they can be motivated to engage in bias detection and affirmative action. The authors develop and test a conceptual framework on the effectiveness of motivational appeals directed at programmers, outlining the role of framing, the message speaker’s race and gender, and receivers’ individual differences in terms of social dominance orientation-egalitarianism (SDO-E) for the effectiveness of such appeals in driving stereotype activation and implicit (i.e., ability to detect potential biases, e.g., an AI chatbot portrayed as a white male) affirmative action outcomes. The framework proposes that a problem framing (i.e., “you are part of the problem”) will be more effective than a solution framing (i.e., “you are part of the solution”) if the speaker is white and male (instead of black and female) and vice versa. Regarding individual differences, the authors propose that these results will only occur for respondents with low levels of SDO-E and be reversed for respondents with high levels due to the pursuit of egalitarian values, which automatically inhibits stereotype activation. The authors recruited 590 real US programmers via Prolific to participate in a 2x2 experiment measuring their ability to detect bias.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/GUWHRK/
    23 min
  • Innovation Framework for Sustainable Product & Venture Building (EN) (bub2022)
    Reinventing its own business should be of strategic relevance for every corporation. For both the design of sustainable products and the development of new business models, the innovation process needs to consider sustainability evaluations and metrics at various stages in the process. We will present a framework for innovating in a sustainable way.
    A lot of companies have an innovation process in work. Usually, it includes design thinking elements at the beginning for the idea researching and idea validation (e.g. the double diamond method), and is followed by the lean start up method which helps to incrementally improve the previously validated product or venture idea. As sustainability becomes a major driver for our parent Viessmann and us, we integrated sustainability measures into each stage of the innovation process. On all process steps, sustainability criteria can be applied.
    We present what we learned along the way and make it feasible with real life project examples. For idea researching, we will demonstrate how the boundaries of idea identification can be adapted to comply to sustainability. For idea validation, we will not only present how the desirability, viability & feasibility of an idea can be addressed, but also demonstrate how sustainability can and should be a major decision driver to continue with a product or venture idea or not. Finally, also software development itself includes multiple ways to make products more sustainable, ranging from the design choices, infrastructure provider choices & tracking scope.
    As the innovation process (double diamond & lean start up) is best practice among innovation units among different industries, and all of want to make an impact on respectfully treating our planet, Bits & Bäume’s audience will gain inspiration on how we can make sustainable innovation work. With our roots from Viessmann, which has an upright agenda to scale heat pump and solar infrastructure implementation, wattx also brings along the required authenticity to present this approach.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/JKYURU/
    39 min
  • Neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung (bub2022)
    Der Mensch ist ein „homo narrans“: Geschichten bestimmen unsere Vorstellungen von der Zukunft. Doch wie erzählen wir Nachhaltigkeit? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung? Und wie können wir neue Narrative schaffen, die beides zusammendenken? Jan Doria stellt sein Promotionsprojekt am Institut für Digitale Ethik (IDE) der HdM Stuttgart in Kooperation mit der Uni Passau vor.
    Fragt man Menschen nach ihren Vorstellungen von der Zukunft, dann antworten sie nicht mit trockenen Zahlen, sondern mit lebendigen Geschichten. Diese können als Narrative analysiert werden, die subjektive Wertvorstellungen transportieren und so beeinflussen, welche Zukunft wir gestalten. Die Methode der narrativen Ethik macht sich das zu Nutze.
    Für eine sozial-ökologische Vision von Digitalisierung, die alle Menschen mitnimmt, sind Narrative also von höchster Bedeutung. Von der Forschung werden sie jedoch bisher noch nicht im gleichen Ausmaß berücksichtigt. Mein Vortrag entwickelt daher die Umrisse einer „narrativen Digitalen Ethik der Klimakrise“, die an jede Rede von der Zukunft die Anforderung stellt, eine Antwort auf das Problem der Klimakrise geben zu müssen. Ich hinterfrage kritisch, inwiefern derzeit dominierende Digitalisierungsnarrative diese Anforderung bereits erfüllen, und zeige anhand von ausgewählten Medienprodukten (zum Beispiel Dave Egger’s Roman „Every“ oder Bill Gates‘ Sachbuch „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“) auf, warum digitale Utopien für effektiven Klimaschutz gefährlicher sein können als digitale Dystopien. Im Anschluss daran entwickle ich auf der Grundlage von Martha Nussbaums Capability Approach erste Ansätze dafür, welche Fähigkeiten wir brauchen, um eine solche Vision zu erreichen. Dafür ist die Entwicklung einer umfassenden digitalethischen Haltung durch Wertebildung notwendig. Der Vortrag mündet in eine gemeinsame Diskussion darüber, wie „neue Narrative für eine nachhaltige Digitalisierung“ aussehen könnten. Denn wer die Welt verändern möchte, muss die Art und Weise verändern, wie wir uns die Welt erzählen.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CLCWWN/
    45 min
  • Die "Freies Lastenrad"-Bewegung: Sharing, Commons und hyperlokale Marken (bub2022)
    Das "Commons Cargobike" Netzwerk ist ein Zusammenschluss von über 150 Graswurzelintiativen,die mehr als 450 angebotenen Lastenräder der größte Lastenrad-Sharing Anbieter in Deutschland geworden sind. Wie konnte ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen mithilfe von digitalen Commons sich deartig schnell entwickeln? Welche Rolle spielt dabei die Dezentralisierung und Regionalisierung der Projekte?
    "Commons Cargobike/Freies Lastenrad" ist ein Netzwerk von über 150 Graswurzelintiativen, die Lastenräder auf Spendenbasis mit ihrer lokalen Gemeinschaft teilen. Die Bewegung wurde 2013 von der gemmeinnützigen Organisation "wielebenwir" in Köln ins Leben gerufen und breitete sich von da aus rasant aus.
    Die Initiativen teilen nicht Lastenräder und das Ziel, die Verkehrswende voranzubringen, sondern auch eigens entwickelte digitale Werkzeuge und Wissen und Know-How: Das Open-Source Buchungssystem "CommonsBooking" dient zur Buchungsabwicklung, das umfangreiches Online-WIKI sammelt alle Informationen zum Start und Betrieb eines Projektes.
    Derzeit werden mehr als 500 Lastenräder von Initiativen in Österreich, Deutschland, Ungarn, dem Vereinigten Königreich und Schweden angeboten. In Deutschland sind die meisten Lastenräder, die von der breiten Öffentlichkeit ausgeliehen werden können, freie Lastenräder.
    In unserem Vortrag möchten wir speziell die dezentralisierte Natur der Bewegung beleuchten, die sich in unabhängigen Marken, Buchungsportalen und Organisationsstrukturen wiederspiegelt – wie kann ein Netzwerk aus unabhängigen Initiativen zum größten Sharing-Anbieter von Lastenrädern werden?
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/E7W7SN/
    26 min
  • Pödelwitz - ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung (bub2022)
    Pödelwitz will ein Modellprojekt zur praktischen Umsetzung einer klimagerechten Digitalisierung auf kommunaler Ebene im Kontext der sozial-ökologischen Transformation werden. Dafür wurden in den Jahren des Widerstands gegen die physische Zerstörung fruchtbare Grundlagen geschaffen und die entwickelten Visionen und Konzepte sollen nun in Kooperation mit anderen Organisationen realisiert werden.
    Nach dem erfolgreichen Widerstand gegen die physische Zerstörung durch den Abbau von Braunkohle zur Energiegewinnung will das Dorf Pödelwitz bei Leipzig nun ein Modellprojekt für den Strukturwandel in der Region mit einer globalen sozial- und klimagerechten Perspektive werden. Ziel ist ein solidarisches und zukunftsfähiges Zivilisations- und Gesellschaftsmodell, das dringliche Themen wie Ernährungssouveränität, soziale und globale Gerechtigkeit und für alle verfügbaren Wohnraum ausprobiert, erlernt, umsetzt und vermittelt. Im Bündnis „Pödelwitz hat Zukunft“ haben sich in Pödelwitz Lebende und Unterstützende mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammengeschlossen, die dies in Pödelwitz als Teil dieser sozial-ökologischen Transformation gestalten und umsetzen wollen.
    Daraus ergibt sich inhaltlich eine große Übereinstimmung mit den Zielen der Bits & Bäume-Bewegung und dadurch eine solide Basis für nachhaltige Kooperationen, was wir mit unserem Beitrag thematisieren wollen. Nach einer kurzen Projektvorstellung und Darstellung des momentanen Stands freuen wir uns auf eine konstruktive Diskussion zur weiteren Entwicklung des Projekts.
    Pödelwitz kann ein Ort werden, wo im Kontext der Bewegung entwickelte Digitalisierungs-Konzepte im kleinen Rahmen praktisch umgesetzt und ausprobiert werden können. Dabei sind viele Aspekte der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und Digitalisierung relevant und konkrete personen- und gruppenindividuelle Handlungsoptionen in nahezu allen Bereichen unseres Lebens können durch die im Aufbau befindliche heterogene Gemeinschaft unter Einbezug vieler Perspektiven entwickelt und in ihrer realen Auswirkung analysiert werden.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/EJ3QL7/
    45 min
  • Energieverbrauch von Software - Eine Anleitung zum Selbermessen (bub2022)
    Es ist die Software, die für den Stromverbrauch von Hardware verantwortlich ist. Denn kein Computer und kein Rechenzentrum würde betrieben werden, wenn nicht Software darin Aufgaben verrichten würde. Mein Programmbeitrag ist als Do-it-yourself-Workshop gestaltet. Wie kann ich den Stromverbrauch von Software mit einfachen Mitteln selbst messen und anschließend Softwarecode effizienter machen?
    In dem Forschungsprojekt "Entwicklung und Anwendung von Bewertungsgrundlagen für ressourceneffiziente Software unter Berücksichtigung bestehender Methodik" (https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwicklung-anwendung-von-bewertungsgrundlagen-fuer) haben das Öko-Institut zusammen mit der Hochschule Trier und der Uni Zürich bereits im Jahr 2018 festgestellt, dass sich Software mit vergleichbarer Aufgabe erheblich in deren Energie- und Ressourcenverbrauch unterscheidet. Trotzdem hat sich in der Software-Entwickler-Szene noch keine gute Praxis etabliert, Software so zu optimieren, dass sie besonders ressourcen- und damit umweltschonend arbeitet. Ich möchte zeigen, dass es auch ohne teures Messequipment möglich ist, den Energieverbrauch von Software abzuschätzen. Hierzu führe ich konkrete Messungen an einem mitgebrachten Mini-Server durch und demonstriere, wie sich verschiedene Webseiten in ihrem Stromverbrauch unterscheiden, wie sich unterschiedliche Algorithmen für die gleiche Rechenaufgabe auf die CPU-Beanspruchung auswirken und wie die Energiemessung in die Software-Entwicklung als Standardprozedur integriert werden kann. Ganz bewusst wählt meine Präsentation dabei einen niederschwelligen Ansatz, sodass jede und jeder mit ein wenig Technikbegeisterung zuhause am eigenen Computer weiter experimentieren kann. In folgendem Blog-Artikel habe ich das Wichtigste dazu zusammen gefasst: https://blog.oeko.de/energieverbrauch-von-software-eine-anleitung-zum-selbermessen/
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7BK9WL/
    21 min
  • 🌟 B&B Panel: Digitalisierung und Klimaschutz (DE/EN) (bub2022)
    Was hat die Klimakrise mit Digitalisierung zu tun? Und was muss die Politik jetzt tun, damit eine klimaneutrale Digitalisierung möglich wird, die zugleich dem Klimaschutz dient? In diesem Format stellt Bits & Bäume seine Forderungen vor und geht in den direkten Austausch mit Politiker*innen.
    In zwei kurzen Inputs zeigen Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) und Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) die Dringlichkeit der Klimakrise auf und erläutern, warum es wichtig ist, Digitalisierung in diesem Kontext mitzudenken. Daraufhin diskutieren zwei Vertreter*innen des B&B-Trägerkreises - Friederike Rohde (IÖW) und Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - mit politischen Vertreter*innen, was jetzt geschehen muss, damit eine klimaneutrale Digitalisierung umgesetzt werden kann, die zugleich dem Klimaschutz dient. Weiterhin werden wir in diesem Kontext auch die politischen Forderungen der Bits & Bäume 2022 diskutieren. Auf dem Podium sind Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf und Thomas Heilmann vertreten. Die richtigen Fragen stellt hier: Geraldine de Bastion. Der Beitrag endet mit einem kurzen Appell von Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), der ganz gewiss dazu anregt, alle Kräfte für eine sozial ökologische Transformation und zukunftsfähige Digitalisierung zu mobilisieren.
    In two short inputs, Patsy Islam-Parsons (Fridays for Future) and Bernd Hirschl (IÖW/ BTU) will highlight the urgency of the climate crisis and explain why it is important to think about digitalisation in this context. Afterwards, two representatives of the Bits & Bäume board of trustees - Friederike Rohde (IÖW) and Hendrik Zimmermann (Germanwatch) - will discuss with political representatives what needs to happen now in order to implement climate-neutral digitalisation that also serves climate protection. In this context, we will also discuss the political demands of Bits & Bäume 2022. Anke Domscheit-Berg, Maik Außendorf and Thomas Heilmann will be on the panel. The right questions will be asked by Geraldine de Bastion. The session will end with a short appeal by Tilman Santarius (ECDF/ TU Berlin), certainly inspiring to mobilise for a social and ecological transformation and sustainable digitalisation.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/NUUYQC/
    1 hr 23 min
  • Pitch & Thrive for Sustainability - SO/B (bub2022)
    „Pitch & Thrive for Sustainability“ unser diesjähriges Sonderformat à la „Shark Tank“ in grün aka „Die Höhle der Löwen“, aber in nachhaltig. Aufgeteilt auf 3-4 Sessions werden jeweils 4 unternehmerische Ansätze zur Bewältigung der sozial-ökologischen Transformation vorgestellt und von unseren ausgewählten Juror*innen auf Herz und Nieren geprüft.
    Nachhaltige Start-Ups und KMUs können hier ihre Projektideen und Geschäftsmodelle präsentieren. Im Anschluss gibt es wertvolles Feedback zur Nachhaltigkeit, der potentiellen Wirtschaftlichkeit und der technischen Umsetzung der Geschäftsidee. Die Bewertung erfolgt von einer Expert*innen-Jury und dem Publikum.
    Unsere Jury:
    - Dr. Felicitas Breitenbach, Strategy Consultant, Sustainability Strategy (Accenture)
    - Frank Karlitschek, Gründer u. CEO (Nextcloud)
    - Yvonne Zwick, Vorsitzende (B.A.U.M. e.V.)
    Die Pitches:
    1) Backdigital GmbH - Vom Mehl zum Brot: Nachhaltig
    1,7 Millionen Tonnen Backwaren landen jährlich im Müll. Wir gehen das an. Das Ergebnis: die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, geringere Kosten für backende Betriebe und folglich geringere Preise für die Kund*innen. Nachhaltig. Digital. Engagiert.
    2) Circonomit GmbH - Encourage environmental based decision making
    Unsere Mission: Verknüpfung von Finanzprognosen mit der Optimierung von Umweltauswirkungen in einem mehrdimensionalen Optimierungsmodell, das eine nachhaltige, datengestützte Entscheidungsfindung in täglichen Geschäftsprozessen in Echtzeit ermöglicht.
    3) Netiket
    Netiket is an enterprise SaaS service, 100% open source, launching at the end of 2022. Its main focus is on domain-specific middle-sized systems for the sustainable and creative sectors.
    4) Timeprints - Evident Transparent and Sustainable Tracing of Electronic Signals
    Whether computing is done on the cloud or on small devices, it leaves traces (Timeprints) from which responsibility and accountability for the consequences of the decisions/operations done and the energy consumed can be transparently assigned.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/7XST3D/
    1 hr 5 min
  • Gemeinsamkeiten systematisch erschließen: Muster des Commoning (bub2022)
    Wie finden wir die Gemeinsamkeiten von GNU/Linux und einer Solidarischen Landwirtschaft? Die jüngst verstorbene und die dem Bits- und Bäume stark verbundene Commons-Forscherin Silke Helfrich, würde sagen: Indem wir die dahinterstehenden Muster betrachten. Ein reich bebilderter Vortrag mit Workshop zu Silkes Lebenswerk.
    ,,Commons als ein soziales Muster zu beschreiben – als »Commoning« – unterscheidet sich von jenen Denkansätzen, in denen es vorwiegend um (Gemein-)Güter und deren Verwaltung geht. Commoning ist eine Notwendigkeit, eine Haltung und eine Ethik, und es stiftet Zufriedenheit. Commoning verkörpert also eine Art zu sein, deren Keimzelle tief in uns Menschen angelegt ist. An uns liegt es, sie zur Entfaltung zu bringen. Wir können uns für Commons-Projekte entscheiden, können uns in Commoning üben und die damit einhergehenden Veränderungen in uns und um uns herum reflektieren. Je bewusster Commoning als Lebensform in der Welt ist, umso besser." (aus Silke Helfrich und David Bollier: Die Welt der Commons - Muster gemeinsamen Handelns)
    Silke Helfrich, in ihrer Zusammenarbeit mit David Bollier, sah die Gemeinsamkeiten verschiedenartigster, auf Transformation abzielender Projektformen, wie kaum eine Zweite. In ihren Büchern behandelte sie Freie Software-Communities nie getrennt von Umweltaktivismus und schenkte, wie selbstverständlich, die 33 unter ihrer Anleitung entdeckten 'Muster des Commonings' unter einer Creative Commons-Lizenz der Welt. Diese Muster sind wertvolle Werkzeuge, um die Gemeinsamkeiten verschiedenster Projekte herauszustellen, aber auch, um diese Projekte immer fairer, freier und lebendiger gestalten zu können.
    Der Vortrag entstand in gemeinsamer Arbeit mit Silke, ein halbes Jahr vor ihrem plötzlich Unglück im November '21. Im Vortrag wird versucht, ihre Herangehensweise möglichst visuell und greifbar zu vermitteln, um sich anschließend, in einem gemeinsamen Workshop, selbst daran zu versuchen.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/ZHHMAY/
    28 min
  • Ein digitales Ökosystem für die Lebensmittelindustrie (bub2022)
    Unser Lebensmittelkonsum hat große Auswirkungen auf den Planeten und uns selbst:
    70 % des Biodiversitätsverlusts an Land und 26 % der globalen Treibhausgasemissionen resultieren aus der Landwirtschaft bzw. der Art und Weise der Lebensmittelproduktion.
    Der Wechsel zu nachhaltigeren Ernährungssystemen ist dringend erforderlich.
    Doch weder Produzent:innen noch Konsument:innen kennen den Klimaimpact ihrer Nahrungsmittel.
    Kann Technologie hier helfen, wenn überall Daten und Informationen fehlen?
    Wie könnte ein digitales Ökosystem aussehen, daß nachhaltige gesellschaftliche Veränderung initiieren oder beschleunigen könnte?
    Fest steht: Wenn sich Ernährungsweisen und die Art und Weise der Nahrungsmittelproduktion und -distribution weiter so entwickeln wie in der Vergangenheit, werden sämtliche internationalen Klima- und Biodiversitätsziele in den nächsten Jahrzehnten verfehlt, selbst wenn in anderen Klimarelevanten Sektoren eine signifikante Veränderung erreicht werden können.
    Wie kann Technologie bei dem notwendigen Wandel helfen, wenn die Daten- und Informations-Realität in der Nahrungsmittelindustrie mehr als begrenzt ist und eher einer digitalen Wüste gleicht?
    Wie könnte ein digitales Ökosystem, wie etwa im Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gefordert, aussehen, das einen nachhaltigen Wandel in Produktion und Konsumtion initiieren und beschleunigen kann?
    Der Vortrag soll einen Ein- und Überblick über die Klima-Auswirkungen der Nahrungsmittelindustrie geben, Ansatzpunkte und potenzielle Akteur:innen benennen, die in der Lage wären, den bisherigen Zustand aufzuheben. Und gemeinsam mit Euch der Frage nachgehen, ob und wie die Vorzüge von Technologie (Schnelligkeit, Skalierbarkeit, Transparenz) genutzt werden können, um das notwendige Momentum für die nötige Transformation zu erreichen.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/KWDNQ3/
    44 min

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