Chaos Computer Club - archive feed

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Chaos Computer Club - archive feed episodes

  • Die Nicht-Nachhaltigkeit von Blockchain & Web3 (bub2022)
    Blockchain und Web3 werden gefeiert als revolutionäre neue Techniken, die die Wirtschaft und Gesellschaft dezentralisieren und demokratisieren werden – so wie seinerzeit das Aufkommen des Internets. Eine Welt der individuellen Kontrolle ohne Machtzentren soll möglich sein, egal es ums digitale Geldsystem oder um Lieferkettennachverfolgung geht. Aber stimmt das? Dieser Talk erklärt die Grundlagen für eine kritische Analyse.
    Sie wird gefeiert als revolutionäre neue Technik, die die Wirtschaft und Gesellschaft umkrempeln wird so wie seinerzeit das Aufkommen des Internets. Ein Leben fast ohne Machtzentren und Hierarchien soll möglich sein, egal es ums digitale Geldsystem oder um globale Lieferkettennachverfolgung geht. Endlich muss dann mächtigen Institutionen wie Banken nicht mehr vertraut werden, denn Interaktionen laufen direkt zwischen den Beteiligten ab und die Nachhaltigkeit wird auch sichergestellt. Emanzipation des Individuums und Selbstbestimmung von Organisationen in der analogen und digitalen Welt sollen damit möglich sein.
    So ungefähr sahen die Versprechungen einer nicht mehr ganz so neuen Technik aus, die längst auch von großen Firmen wie IBM oder Tesla und diversen Regierungen als zukunftsweisend bewertet wird: Die Blockchain. Nun jedoch, nach 10 Jahren Verbreitung und gesellschaftlicher Diskussion ist es an der Zeit, ein Fazit ziehen und zu reflektieren, was bei ernster Analyse von den Verheißungen der Blockchain tatsächlich übrig geblieben ist und warum sie die Probleme, die sie lösen will, gar nicht lösen kann.
    Der Vortrag ist für einen Einstieg geeignet und wird die grundsätzliche Blockchain-Idee beschreiben, deren technischen Grundzüge umreißen, die bisherigen Einsatzszenarien bewerten und dann eine kritische Gesamtanayse und gesellschaftliche Kontextualisierung vornehmen. Am Ende folgt eine Diskussion.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/XD3CVF/
    54 min
  • 🌟 B&B Panel: Towards Post-Capitalism in the Information Age (EN) (bub2022)
    What policies do we need to break market power in the platform economy? How can we ensure that our digital futures are centered around the common good, and not profit? And what could post-capitalism in the information age look like?
    Shopping at Amazon or instant messaging via Twitter - digital platforms shape our societies. Not only since the Corona pandemic - but surely encouraged by it - we can witness the concentration of capital, data, and therewith power in the hand of few platform corporations. This dominance of ‘big tech’ in the information age is problematic: on one hand, it creates quasi-monopolies which stifle true innovation and limit consumer choice. The result: non-commercial alternatives (among them FabCities/Maker Spaces and Free & Open Source communities such as OpenStreetMap) largely remain trapped in the niche. On the other hand, these corporations create new dependencies between platforms and users, turn citizens into mere consumers and wield great political influence – without a shred of democratic legitimacy. This is not how we envisioned the socio-ecological transformation in the digital economy. What to do then? With the Digital Markets Act, the EU has made a first attempt to impose obligations on the most powerful "gatekeeper" platforms. The stated aim: to enable fairer competition. But whether competition policy can fundamentally alter the power structures in the platform economy remains to be seen however. This is why we want to discuss: What policies do we need to break market power? How can we ensure that our digital futures are centered around the common good, and not profit? And what could post-capitalism in the information age look like?
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/TVHGYV/
    1 hr 25 min
  • OSS-Maturität in Unternehmen (bub2022)
    Was macht dein Unternehmen mit Open-Source Software: ignorieren, nutzen oder gar mitwirken?
    Wir steigen ein mit einem leichtgewichtigen Maturitätsmodell zur eigenen Standortbestimmung; diskutieren dann individuelle Vor- und Nachbedingungen sowie Empfehlungen für das erfolgreiche Beschreiten dieses, nach unserem Verständnis, unausweichlichen Weges für moderne Unternehmen im digitalen Zeitalter.
    Abgerundet wird der Vortrag durch eine ganze Reihe von Erfahrungen, Referenzen und weiterführenden Informationen aus verschiedenen Unternehmen und Wirtschaftszweigen.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/BWSLF3/
    42 min
  • Orte des digitalen Empowerments (bub2022)
    Wie sehen Orte des digitalen Empowerments aus und wie werden sie zu festen Bestandteilen öffentlicher Infrastruktur?
    Der digitale Raum als Ort der sozialen Vernetzung und des grenzenlosen Wissensaustausches entwickelte sich in wenigen Jahren unter der weitreichenden Einflussnahme großer Technologie-Monopole zu einem Ort der umfassenden Vermessung jeder Lebensregung.
    Bei Topio finden wir, dass eine digital vernetzte Gesellschaft mehr sein kann als ein privatisierter und kommerzialisierter Überwachungsapparat. Kompetenzen und Bildung im Umgang mit Medien sind ein wichtiger Baustein einer lebendigen, nachhaltigen und von Meinungsvielfalt geprägten Demokratie.
    Seit Juni 2022 betreibt Topio den ersten public space for privacy in der historischen Arminiusmarkthalle in Berlin Moabit. Mit Beratungs- und Supportworkshops bauen wir einen Ort der digitalen Selbstbestimmung. Mit verschiedenen Veranstaltungsformate entsteht so ein realer Anlaufpunkt sich mit Fragen einer zunehmend digitalen Zukunft auseinanderzusetzen.
    Nach einer kurze Projektpräsentation laden wir zu einer gemeinsamen Austausch zu folgenden Fragen ein: Wie sehen Orte des digitalen Empowerments aus und wie werden sie zu festen Bestandteilen öffentlicher Infrastruktur?
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/VFTXXQ/
    38 min
  • Handy-Apps – die unsichtbaren Stromfresser (bub2022)
    Wie viel Strom verbraucht meine App? Für Nutzer*innen ist das kaum zu erkennen, denn der größte Energieverbrauch fällt bei der Datenübertragung und im Rechenzentrum an. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, Apps auch ressourcenschonend zu programmieren. Wir stellen ein Tool vor, das nicht nur den Stromverbrauch von Apps sichtbar macht, sondern auch anzeigt, welcher Teil davon gar nicht nötig wäre.
    Eine Studie im Auftrag der Grünen Fraktion im Europäische Parlament kam im letzten Jahr zum Ergebnis, dass allein der Datenverkehr von Werbe- und Tracking Aktivitäten in Europa 5 - 14 Mt CO₂-Äquivalente pro Jahr in den Telekommunikationsnetzen und Rechenzentren verursacht. Dazu kommt noch der Verbrauch, den Apps durch den Datenverkehr verursachen, der für die eigentliche Funktion notwendig ist – und in der Regel noch wesentlich größer ist. Dieser Energieverbrauch ist für Nutzer*innen unsichtbar – er taucht weder beim eigenen Akkuverbrauch noch auf der Stromrechnung auf. Umso wichtiger ist es, auch diesen Aspekt der Digitalisierung frühzeitig und verständlich zu kommunizieren. Denn zu vielen Apps und Diensten gibt es Alternativen, die weniger Ressourcen in Rechenzentren und Übertragungsinfrastruktur benötigen. Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten für App-Entwickler*innen, den Ressourcenverbrauch ihrer Produkte zu senken, indem Datensparsamkeit bei der Entwicklung mitgedacht wird. Um hier einen Anreiz zu schaffen, ist es notwendig, diese Energieverbräuche genau zu erfassen und sichtbar zu machen.
    In unserem Programmbeitrag stellen wir das Projekt „Mobile Apps – die unerkannten Klimakiller“ vor. Im Rahmen des Projektes wurde ein Testsystem entwickelt, mit dem der Stromverbrauch von mobilen Apps – und speziell der Werbe- und Trackingaktivitäten – gemessen werden kann. Interessierte können das quelloffene Tool nutzen und damit eigene Messungen durchführen. Präsentieren werden Miriam Ruhenstroth und Florian Petri vom ITUJ e.V., die jeweils ihre Perspektiven aus Technikjournalismus und Umweltökonomie einfließen lassen.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/WGYAJP/
    45 min
  • Digitalität Tanzen! (bub2022)
    ‚Digitalität tanzen‘ ist wortwörtlich zu nehmen, wie etwa Tarantella, Cancan oder Techno tanzen. Doch während letztere als Tanz- und Musikstile etabliert und mit entsprechenden Aufwand von Menschen geübt und gelernt, werden können, ist Digitalität kein Tanz, sondern eine Zumutung. Was können wir tun?
    ‚Digitalität tanzen‘ ist wortwörtlich zu nehmen, wie etwa Tarantella, Cancan oder Techno tanzen. Doch während letztere als Tanz- und Musikstile etabliert und mit ent­sprechenden Aufwand von Menschen geübt und gelernt, werden können, ist Digitalität kein Tanz, sondern, eine Zumutung und ein sich ständig ändernder Zustand, der vor allem durch unmen­sch­liche, digitale Medien- und Infor­mations­technologien bedingt und gezeitigt wird. ‚Digitalität tanzen‘ ist folglich ein verrückter, närrischer Wunsch diese Zumutung zu verarbeiten und gemein­schaft­lich-selbst­be­stimmt gestal­ten zu können. Aus der Zumutung soll eine Anmutung werden, und so handelt dieses Buch vom Trans­for­ma­tions­po­ten­tial dieses Wun­sches. „Digitalität tanzen“ rückt die Koopera­tivität digitaler Techno­lo­gien als dyna­misches En­sem­ble raum­zeit­licher Aktuali­sie­rung, Entfaltung, Artiku­lation, und als inte­gratives, immer wiederkehrendes Tanzen im Geflecht multi­skalarer Körper-Um­welt-Medien-Techno­logien – von den Mikroben bis ins Weltall – in den Blick und macht sich damit selbst erst als Modus Operandi eines alter­nativen Wegs am Horizont der Möglich­keiten sichtbar.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/NENDAM/
    23 min
  • Device Neutrality: a sustainable way to safeguard control over digital devices (EN) (bub2022)
    The number of devices on which we cannot run Free Software is exponentially
    increasing. We are loosing control over technology. This is bad not only for digital sovereignty but also for the environment.
    Device Neutrality aims to empower users to regaining control over devices by protecting them from discriminatory practices from manufacturers, services providers and internet platforms.
    While the use of digital devices is increasing and its dependence is growing, control
    over the hardware and access to the software layer is increasingly being limited by
    gatekeepers which grant access and control over devices in a discriminatory fashion.
    Device neutrality is the policy concept that users should have the right of non-
    discrimination of the services and software they use, based on platform control by
    hardware vendors, manufacturers and service providers. It is a concept that involves the
    fair and non-discriminatory use of Free Software in application and operating system
    layers of devices.
    The talk will contextualize Device Neutrality from the digital sustainability perspective. The focus will be the argument on how safeguarding neutrality over devices can produce benefits for the environment by fostering re-use of software and hardware, mitigating e-waste and, maybe most importantly, mitigating social injustices by empowering end-users to regain control over their own devices.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/HWE8DJ/
    25 min
  • Datenschutz vs. Datenmarkt - Über ein nachhaltiges Datenrecht abseits der Verwertungslogik (bub2022)
    Wirtschaftswachstum bleibt das erklärte Ziel der Politik. Wirtschaftswachstum heißt aber auch Mehrverbrauch an Ressourcen und in der Datenökonomien ein Mehr an Daten für den Datenmarkt. Damit geraten Datenmarkt und -schutz sowie Nachhaltigkeit unweigerlich in Konflikt. Dieser Vortrag erklärt diesen - schon in der DSGVO angelegten - Widerspruch und eventuelle Auswege aus rechtlicher Sicht.
    Der Vortrag wird aus juristischer Perspektive anhand aktueller datenschutzrechtlicher Streitfragen und aktueller europäischer Regulierungsvorhaben zeigen, warum Datenschutz nur gleichzeitig mit Datenmarktbegrenzung denkbar ist. Denn der Datenmarkt ist als Treiber des Wirtschaftswachstum auch verantwortlich für Mehrverbrauch, so dass es sowohl aus Datenschutz- wie aus Nachhaltigkeitsperspektive Ansätze braucht, die Natur sowie Grundrechte zu schonen. Der Vortrag setzt kein juristisches Fachwissen voraus, wird sich aber innerhalb juristischer und teilweise ökonomischer Begrifflichkeiten bewegen. Stilistisch bietet der Vortrag klassischen Frontalinput mit anschließender Diskussion.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/DNMEUL/
    43 min
  • Was Freie Software und Freies Saatgut gemeinsam haben (bub2022)
    Software und Saatgut scheinen im ersten Augenblick wenig miteinander gemein zu haben. Ersteres ist erst seit wenigen Jahrzehnten Bestandteil unser Lebensrealität, Saatgut dagegen könnte man fast als anthropologische Konstante ansehen. Dieser Vortrag widmet sich den neuesten kulturellen Phänomen von Freier-Software und Freiem-Saatgut und beleuchtet Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Sphären.
    In dem zweiteiligen Vortrag werden im ersten Teil die Wesensmerkmale von Software und Saatgut im allgemein dargestellt sowie problematische Resultate die sich aus proprietären Eigentumsverhältnissen heraus ergeben. Im zweiten Teil des Vortrags werden einige konkrete und strukturelle Gemeinsamkeiten vorgestellt, die zwischen Freier-Software und Freiem-Saatgut existieren. Abschließend werden einige Designprinzipien vorgestellt, die ein langfristiges Bestehen solcher Objekte gewährleisten können.
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/S3B39P/
    18 min
  • Why we need to redesign Internet to make it sustainable (EN) (bub2022)
    The digital environmental footprint grows in an unsustainable way because of the business models of the dominant players , i.e. the GAFAMS/BATX and their derivatives (Netflix, TikTok etc..). Making digital sustainable again is not compatible with digital superpowers and calls for a transition to alternate business models designed for sustainability.
    Presentation and discussion of the main results of a study to be published in Q4 2022 that should lead to redefining the terms of the debate about digital sustainability.
    This study shows that more than 50% of the growth of the digital affluence is due to a very small number of companies and this leads to two conclusions which should help reposition the debate on digital sustainability:
    - it is key to focus public policies on these companies to have them change their business models and to prevent those to become the norm in a fast digitalizing economy,
    - doing this will give space for a redesign of the digital ecosytem for sustainability
    about this event: https://fahrplan22.bits-und-baeume.org/bitsundbaeume/talk/CCK9CY/
    1 hr

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