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Diesmal ist Produzent Quirin Berg zu Gast bei Susanne Bormann. Mit seiner Firma LEONINE zählt er zu den erfolgreichsten Produzent:innen Deutschlands. Im Gespräch, das im November 2025 aufgezeichnet wurde, erläutert er, wie er ohne eigenes Kapital, dafür aber mit viel Unterstützung und dem Gefühl, alles schaffen zu können, ins Berufsleben gestartet ist. Es geht um die langjährige Freundschaft und Partnerschaft mit Max Wiedemann, gemeinsame Kinoerfolge, die Zusammenarbeit mit Regisseur:innen und die Frage, was es neben Glück und dem richtigen Zeitpunkt braucht, um Ideen erfolgreich umzusetzen.
Außerdem sprechen die beiden darüber, was Zuschauer:innen heute dazu bewegt, sich für einen Kinobesuch zu entscheiden – und welche Rolle dabei die Verschränkung von Relevanz und Unterhaltung spielt.
Ein Podcast der Deutschen Filmakademie.
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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Gordon Muehle
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. · Jule Bartram, Sarah Hoffmann
00:00:00 Zusammenfassung und Gretchenfrage
00:04:35 Freundschaft und geteilte Leidenschaft für Film mit Max Wiedenmann seit der Schulzeit, Initialzündung in Cannes
00:10:00 über Zettel am schwarzen Brett der HFF zum Regie-Praktikum bei Bernd Eichinger
00:17:35 Erfolgsrezept Dialektik und Dialog: Ein Gespür dafür entwickeln, wann man eingreift und wann man die kreativen Partner machen lässt
00:31:38 Keimzelle HFF und die Arbeitsbeziehung zum Florian Henkel von Donnersmark
00:38:09 inhaltliche Ausrichtung der Firma und die Zusammenarbeit mit Simon Verhoefen
00:50:08 was braucht es, um die Zuschauer:innen ins Kino zu ziehen / Filme von Alireza Golefshan
01:00:11 Welchen Mehrwert kann und muss Kino gegenüber dem Streaming bieten?
01:08:36 Zeitmanagement und die Frage, wie man es schafft, unter Zeitdruck kreativ zu sein
01:19:13 Intension und Management von Leonine Studios Teil 1
01:23:28 In wieweit hat die Filmbranche eine gesellschaftliche Verantwortung?
01:29:04 Leonine Studios Teil 2 und Umgang mit KI
01:38:54 was wünscht Du jungen Filmemacher:innen und was dem deutschen Kino?
Susanne Bormann trifft Gerrit Hermans, der seit vielen Jahren als Kinoautor tätig ist und sich im Verband der Autor:innen für die Belange seines Berufsstandes engagiert. Das Gespräch fand im Juli 2025 statt.
Im Mittelpunkt steht die Situation von Drehbuchautor:innen in Deutschland: Was hat sich in den vergangenen Jahren bereits verändert und wo liegt Entwicklungspotenzial, um gute Bedingungen für die Entstehung ausgereifter Drehbücher zu schaffen? Außerdem geht es darum, warum es für Autor:innen wichtig ist, sich zusammenzuschließen, sich auszutauschen und gemeinsam für die Belange ihres Gewerkes einzustehen – damit es auch in Zukunft attraktiv bleibt, für das Kino zu schreiben, und der Berufsstand weniger von Selbstausbeutung geprägt ist.
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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Ben Wolf
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. · Jule Bartram, Sarah Hoffmann
00:00:00 Thematischer Überblick und kurze Einführung in den Arbeitsalltag
00:07:30 Gretchenfrage und Biografisches anhand der Entwicklung der allgemeinen Lage für Autor:innen in Deutschland in den letzten Jahrzehnten
00:19:58 Resilienz und Krisenmanagement / Entstehung von Kontrakt 18
00:31:42 Was hat sich durch Kontrakt 18 verändert?
00:38:25 Missverständnisse und Kontroversen um Kontrakt 18
00:41:02 Veränderungen und positive Entwicklungen durch Kontrakt 18, Teil 2
00:49:40 Tradition des Autorenkinos in Deutschland
00:59:51 Lebensrealität von Kinoautor:innen in Deutschland – wie attraktiv beziehungsweise unattraktiv ist dieser Beruf?
01:11:50 Warum der Beruf als Autor:in im jetzigen System zur Selbstausbeutung verleitet und wie viel man unentgeltlich in Vorleistung geht
01:22:38 Herausforderungen im Entstehungsprozess der Bücher und im Umgang mit Kritik
01:28:53 Wie finanziert man die Buchentwicklung und bis zu welchem Zeitpunkt sieht man meist noch kein Geld?
01:33:35 Der Zwiespalt, dass man als Autor:in einerseits ein ganz dickes Fell und parallel dazu ein Höchstmaß an Sensibilität braucht, und die Frage, wie man Kritik konstruktiver gestalten könnte
01:43:02 Was ändert die Filmförderreform an der Situation der Autor:innen?
01:51:11 Entwicklungspotenzial und Anregungen zur Verbesserung
02:02:08 Was wird sich durch KI verändern?
Susanne Bormann trifft Dirk Beinhold, Geschäftsführer der Firma Akkord Film, die sich erfolgreich dem Kinderanimationsfilm verschrieben hat. Im Gespräch geht es um die Stoffentwicklungsabteilung als Kernkompetenz des Unternehmens, darum, warum im Animationsfilm die netteren Menschen arbeiten und was ihm sein Studium sowie sein Arbeitsaufenthalt in den USA für das Produzieren in Deutschland gebracht haben – zum Beispiel die Erkenntnis, dramaturgische Entwicklung und Marketing miteinander zu verknüpfen.
Außerdem geht es um filmpolitische Themen, etwa um das Missverhältnis zwischen der Bedeutung von Kinderfilmen für Gesellschaft und Demokratiebildung und den Geldern, die dem Kinderfilm zur Verfügung stehen. So werden beispielsweise beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen nur zwei Prozent der Mittel für Kinderformate ausgegeben, obwohl Kinder zwölf Prozent der Bevölkerung ausmachen und Medieninhalte sie stark und nachhaltig prägen.
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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Akkord Film
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. · Jule Bartram, Sarah Hoffmann
00:00:00 Biographie und Vorstellung
00:05:49 Gretchenfrage
00:10:17 Benefit von den Arbeitsjahren in den USA im Bezug auf Stoffentwicklung
00:19:25 Kernkompetenz der Akkordfilm: Die Dramaturgie- und Stoffentwicklungsabteilung
00:24:59 Unterschiede in der Herstellung im Vergleich zum Realfilm
00:32:08 Wie entsteht die künstlerisch-kreative Welt im Animationsfilm
00:43:32 Die Höhen und Tiefen der Firma
00:51:12 Selbstfürsorge und Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie in der Firmenstruktur und im Arbeitsklima
00:55:50 Das Reizvolle und die Besonderheiten am Kinderfilm
01:00:29 Möglichkeiten und Verantwortung vom Kinderfilm für die Gesellschaft und die Demokratieförderung
01:10:29 Auch Streamer investieren nicht in deutsche Animation, obwohl das mit die erfolgreichsten Produkte sind
01:16:35 Ausbildung im Bereich Animation
01:21:11 Die wichtigsten Partner und Wegbegleiter
01:24:48 Was möchtest du jungen Filmemachern mitgeben? Über den Vorteil, nicht zu ehrfürchtig zu sein
„Das Vicky“ nannte Simone Bär ihren damaligen Schützling, weil sich die Schauspielerin Vicky Krieps auch schon in ihren Anfangsjahre jeglicher Zuschreibung entzog. Susanne Bormann spricht mit der Präsidentin der Deutschen Filmakademie über die Suche nach Wahrhaftigkeit in der Glamour-Scheinwelt des Filmes, wie sich ihre internationale Karriere entwickelt hat und sie eines Tages mit Paul Thomas Anderson und Daniel Day Lewis am Set von „Der Seidene Faden“ stand.
Es geht um Aufrichtigkeit im Spiel, das „nicht reagieren müssen“ und aushalten von Stille aber auch um Rollenbilder von Frauen im Film und der Gesellschaft.
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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Florian Liedel
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram
Technische Umsetzung: Sarah Hoffmann
00:09:02 Filmfestspiele in Venedig mit Jim Jarmuschs Film „Father Mother Sister Brother“
00:15:36 Biografie
00:21:10 Die Rolle kommt und lädt mich ein auf dieses Treffen - Auswahl an Rollen
00:28:42 Gretchenfrage
00:35:50 Die Suche nach Wahrhaftigkeit und einem leeren freien Raum
00:42:30 Mutter sein und drehen, gleich zu Beginn der Karriere
00:51:35 Der Weg zum internationalen Durchbruch mit Daniel Day Lewis in „Der Seidene Faden“ von Paul Thomas Anderson
01:05:48 Der Dreh mit Daniel Day Lewis, dem Angstgegner vieler Schauspielkolleg:innen
01:19:10 Familien-Background
01:29:34 Unterschiede zwischen internationalen und deutschen Produktionen in der Arbeitsweise
01:36:43 Das Aneignen von Figuren und über das „nicht reagieren müssen“ und Aushalten von Stille
01:45:42 Erwartungen an die Rolle als Frau, Schauspielerin und Mutter
01:57:54 Der Spagat zwischen Ehrlichkeit, unangepasster Frau und Pressearbeit
Bevor der Regisseur İlker Çatak seinen durchschlagenden Erfolg mit dem Oscar-nominierten und vielfach ausgezeichneten Film „Das Lehrerzimmer“ feierte, erfuhr er neben einigen kleineren Erfolgen auch Ablehnung auf seinem Werdegang zu einem der gefeiertsten Regietalente Deutschlands.
In den zwei „Welten“ von Istanbul und Berlin aufgewachsen, ist für İlker Çatak Ambivalenz das wichtigste Kriterium für den Kinofilm und er sieht sich in der Verantwortung, den Zuschauenden keine Meinung vorzuschreiben. Mit Christian Schwochow spricht er darüber, wie Ablehnung auch ein Motor sein kann, über Selbstzweifel als ein ständiger Begleiter, Rassismuserfahrungen im Zusammenhang mit der Pressearbeit zu „Das Lehrerzimmer“, darüber wie konstante Beziehungen diese von Unvorhersehbarkeiten geprägte Arbeit erleichtern und warum es dennoch wichtig bleibt, sich auch mit neuen Partner:innen immer wieder neu zu erfinden.
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Schnitt: Rainer Schwochow
Aufnahme: Sonnenstudio
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Florian Mag, Mattia Tezzele
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens
Technische Umsetzung: Sophie Niethe
00:00:00 Intro
00:01:14 Gretchenfrage und Kindheit im Wedding in den Achtzigern
00:08:29 Kulturschock und Desillusionierung mit dem Umzug nach Istanbul
00:20:07 Zurück nach Berlin – Zum Zivildienst, um dem türkischen Militär zu entgehen
00:28:23 Erste Gehversuche beim Film
00:38:26 Nach Studienabbruch zahlreiche vergebliche Versuche an Filmhochschulen genommen zu werden
00:45:55 Hamburg Media School
00:55:54 Wie die harte Schule der zahlreichen Ablehnungen zu enormer Gewissenhaftigkeit bei den Hochschul-Filmen führte
01:00:45 Auserwählt für das Auslandsprojekt der Hamburg Media School mit dem Film „Sadakat" in Istanbul
01:11:29 Die Vor- und Nachteile immer wieder mit denselben Leuten zu arbeiten und wie wichtig neue Impulse sind, um nicht stehen zu bleiben
01:25:55 Erfolg und Misserfolg
01:44:02 Handwerkliche und inhaltliche Arbeit mit Kamerafrau Judith Kaufmann
01:55:10 Die Angst, nicht gut genug zu sein und irgendwann „aufzufliegen“ / Kino vs. Fernsehen
02:01:37 Das Lehrerzimmer: später, kometenhafter Erfolg und Rassismus-Erfahrungen im Zuge der Pressearbeit
02:15:20 Zusammenarbeit und Zusammenwachsen mit dem Produzenten Ingo Fliess von if Productions
02:27:11 Warum İlker sich zumeist für weibliche Hauptfiguren entscheidet
02:32:58 Arbeit mit den Schauspielenden – Der Raum, den es braucht um sich fallen zu lassen und sich wirklich zu öffnen
02:43:30 Outro
Gemeinsam mit seinem Bruder Jonas führt Jakob die noch recht junge Produktionsfirma Weydemann Brothers, deren Filme, z.B. „Systemsprenger“, zahlreiche internationale Preise gewonnen haben. Auch die Beziehungen zu den Talenten denken die Weydemanns langfristig und familiär – Vertrauen und gemeinsames Wachsen sehen sie als Basis für das Entfalten von kreativem Potential. Susanne Bormann spricht mit Jakob Weydemann über die Suche nach noch nicht gesehenen Geschichten und nicht gehörten Perspektiven, darüber, wie die benötigten Konsensentscheidungen zu vieler Fördertöpfe kreative und außergewöhnliche Stoffe hemmt und warum es sich trotzdem lohnt, Stoffe fürs Kino zu entwickeln, obwohl die Streamer unkomplizierter und schneller die Gelder zur Verfügung stellen. Jakob hat sich in den vergangen Jahren intensiv für eine grundlegende Reform der Förderstrukturen in Deutschland eingesetzt und hat uns die anstehende Filmförderreform im Detail erläutert und verständlich gemacht, welche positiven Änderungen uns hoffentlich erwarten – auch wenn wenige Woche nach dem Gespräch durch die politischen Ereignisse nun wieder alles offen ist.
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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Jakob Weydemann
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens
Technische Umsetzung: Sophie Niethe
00:00:00 Erste Filmbegeisterung bei der Hamburger Sneak-Preview und Produktionserfahrungen im Schultheater
00:11:14 Gretchenfrage und die Magie ein Projekt von der ersten Idee bis zum Ende zu begleiten
00:18:55 Internationales Studium in Barcelona und USA – erste Kurzfilme: mit viel Risiko und Neugier hinaus in die Welt
00:30:30 Erster Langfilm mit Damian John Harper „Los Angeles“ – ein Projekt entgegen aller Wahrscheinlichkeiten
00:39:21 Bewusstes gestalten der eigenen Firmenphilosophie und des Familiengedankens
00:46:21 Durchbruch und Überraschungserfolg mit „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt
00:56:20 Weitere waghalsige Projekte, z.B. „Niemand ist bei den Kälbern“ während der Corona-Zeit
00:05:19 Neue Perspektiven: „Ivie wie Iwie“ von Sarah Blaßkiewitz
01:16:21 Flexible Verleihstrategie für „kleinere“ Filme am Beispiel von „Ivie wie Ivie“ ohne großes Marketing-Budget
01:19:40 Für und Wider von Sperrfristen, vor allem in Bezug auf Arthouse-Produktionen
01:34:20 Widerstände im Entwicklungsprozess für mutige, ungewöhnliche Themen – der nötige Konsens der vielen Fördertöpfe
01:41:29 Unterschiede im kreativen Prozess bei einem unabhängigen Kinofilm und einer Streamer-Auftragsproduktion
01:50:22 Die anstehende Reform der Filmförderung: Steueranreizmodell und Investitionsverpflichtungen von Streamern
02:03:11 Filmfördergesetz – was soll sich im Detail ändern?
02:08:39 Was bedeuten die Änderung insbesondere für den Arthouse-Film?
02:17:07 Den Prozess familiär denken – Arbeiten mit dem Bruder, Arbeitsbeziehungen langfristig als Film-Familie denken
02:25:03 Familienfreundliches Produzieren
Immer wieder sind der Einstieg in den Beruf und die entscheidenden Schritte am Anfang einer Karriere Thema bei uns im Podcast. Im Fall von Julia von Heinz ist der Start in die berufliche Laufbahn umso spannender, da sie keinen klassischen Hochschulweg gegangen ist und sich bereits mit zwei kleinen Kindern im Gepäck ihren Weg ins Filmgeschäft sehr hart erkämpft hat.
Ihr Debütfilm „Was am Ende zählt“ fand erst zwei Jahre nach Fertigstellung einen Verleih und wurde dann aber schlussendlich mit der Lola in Gold prämiert. Heute betreibt die gefeierte Regisseurin gemeinsam mit dem Produzenten Fabian Gasmia und den Regiekollegen David Wnendt und Erik Schmitt die Produktionsfirma Seven Elephants.
Mit Christian Schwochow spricht Julia von Heinz darüber, wie entscheidend es für den Verlauf einer Karriere sein kann, Menschen um sich zu haben, die an einen glauben. Sie schildert das Privileg, von einer Ikone wie Rosa von Praunheim in den Beruf eingeführt worden zu sein, und wie es ist, seit vielen Jahren mit ihrem Mann und Drehbuchautoren John Quester zusammenzuarbeiten. Außerdem thematisieren die beiden, wie viel besser junge Leute heutzutage in der Selbstfürsorge sind und wie selbstverständlich man sich früher auch selbst ausgebeutet hat. Sie gehen der Frage nach, ob es ein „Zuviel“ an Arbeit gibt, selbst wenn man diese über alles liebt und wie es sich anfühlt, wenn einem der eigene Film aus den Händen genommen wird, wie bei „Ich bin dann mal weg“.
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Schnitt: Rainer Schwochow
Aufnahme: Sonnenstudio
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Peter Hartwig
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens
Technische Umsetzung: Sophie Niethe
00:00:00 Intro
00:00:40 Biografie, die Abwesenheit von Film bis zu einem recht späten Zeitpunkt und die Liebe zu Literatur
00:10:00 Zeit bei der Antifa
00:19:55 Über die Ausbildung beim WDR: Endlich der Weg zum Film
00:30:30 Die ersten eigenen Kurzfilme und die gescheiterten Versuche an der Filmhochschulen
00:41:33 Der essenziell wichtige Kontakt zu Rosa von Praunheim über Cooky Ziesche
00:53:57 Drehbucharbeit mit Lebenspartner John Quester
01:03:30 Mit zwei kleinen Kindern Drehbuch für den ersten Langspielfilm schreiben und Drehen
01:18:42 Arbeit als Heimat und die Frage ob man zu viel arbeiten kann, selbst wenn es einen sehr erfüllt
01:25:20 Wenn man leer ist und irgendwann keine Ideen mehr hat
01:31:58 Verwundbar durch die Presse - die Scham, wenn man „enttarnt“ wird
01:42:51 Umgang mit Kritik am Beispiel von „Ich bin dann mal weg“
01:55:49 Gründung der Produktionsfirma Seven Elephants
01:59:55 Der aktuelle Film „Treasure“ nach einer Romanvorlage von Lily Brett
02:21:16 Wegbegleiterin seit der ersten Stunde: die Kamerafrau Daniela Knapp
02:28:32 Was ist das Besondere am persönlichen Erzählen und wie drückt es sich aus?
02:33:07 Die Dreherfahrung in Polen - wie mit viel Professionalität und großen Stolz gegenüber dem eigenen Gewerk hohe Qualität erreicht wird
02:36:55 Outro
Susanne Bormann spricht mit Hansjörg Weißbrich – dem Editor, von dem man sicherlich mit Fug und Recht behaupten kann, dass es niemanden in unserer Branche gibt, der ihn nicht kennt. Langjährige treue Zusammenarbeit mit Regiegrößen wie Hans-Christian Schmid, Maria Schrader oder Florian Gallenberger wechseln sich in seiner Laufbahn mit neuen fruchtbaren Begegnungen – wie zuletzt mit Margarete von Trotta oder bei Tim Fehlbaums „September 5” – ab. Hansjörg beschreibt seine Arbeit vom „Groben ins Feine“. Im Gespräch erklärt er, warum seine Rohschnitte immer möglichst kurz sind, wie er es schafft den Schauspielenden im Schnitt so nahe zu kommen, dass man sich als Zuschauer:in dem Sog der Geschichte nicht mehr entziehen kann, wie er es erreicht, dass seine Filme so organisch und rund wirken und warum es wichtig ist, den Film zwischendurch immer wieder als Ganzes anzuschauen.
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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Florian Liedel
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram, Inga Goossens
Technische Umsetzung: Sophie Niethe
00:00:00 Intro
00:00:55 Gretchenfrage und Biografisches
00:10:08 Fügung für wichtige Zusammenarbeiten, z.B. mit Hans-Christian Schmid, Margarete von Trotta und Maria Schrader
00:21:26 Schnitt ist wie Bildhauerei, man arbeitet vom Groben ins Feinere
00:35:52 Abstimmungsprozesse und Zusammenarbeit mit der Regie im Schnittprozess
00:46:51 Wann folgt man der eigenen Intuition und wann den Anweisungen der Regie?
00:54:34 Den Figuren mit dem Schnitt in der größtmöglichen Intensität folgen – Wie geht das?
01:02:24 Den Film immer als Ganzes betrachten – von einem verdichteten, kurzen Rohschnitt hin zu einzelnen Ergänzungen
01:08:20 Wie entsteht und gestaltet man den Schnittrhythmus im Film?
01:23:21 Wie hilft Musikalität und in Hansjörgs Fall sein Musikstudium beim Schnittprozess?
01:33:12 Einen Schnittprozess abgeben oder den Schnitt von einer anderen Produktion übernehmen und fertigstellen
01:47:03 Wie wichtig es ist, in der Ton-Mischung und in der Endfertigung dabei zu sein
01:51:16 Outro
Wie kann man über Musik reden? Wie lassen sich Worte finden, um eine Melodie zu beschreiben? Wie lässt sich eine gemeinsame Idee für einen Score entwickeln? Christian Schwochow spricht mit dem Ausnahmetalent Dascha Dauenhauer über das angstfreie und wertfreie Ausprobieren bei schwer zu beschreibenden künstlerischen Prozessen. Das Ego darf laut Dascha beim Film jedenfalls keine Rolle spielen. Als neunjährige studiert sie bereits Komposition und ihr erstes Werk wird in der Philharmonie uraufgeführt als sie 15 Jahre alt ist.
Mit Christian Schwochow spricht sie darüber, wie Oscar-Gewinner:innen sie auf Instagram anschreiben, um sie zu engagieren, wie sehr sie es liebt, eigene Sounds zu kreieren, über Arbeitssucht und darüber, wie wichtig diese eine Person ist, die sagt: Ich gebe dir 'ne Chance, selbst wenn es viele Gegenstimmen gibt. Für Dascha war diese Person Burhan Qurbani, der ihr noch als Studierende sein riesiges Vertrauen geschenkt und sie für „Berlin Alexanderplatz“ engagiert hat und damit ihre aussergewöhnliche Karriere ins Rollen brachte.
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Schnitt: Rainer Schwochow
Aufnahme: Sonnenstudio
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Marcus Höhn
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram
Technische Umsetzung: Sophie Niethe
00:00:00 Intro
00:00:15 Aufwachsen in Moskau und musikalische Förderung ab dem Alter von 5 Jahren
00:10:44 Harter Aufschlag beim Umzug nach Berlin-Lichtenberg und Kompositionsunterricht ab 9 Jahren
00:19:45 Konzertreisen als Kind und Lampenfieber
00:32:20 Von der Komposition zur Filmmusik und der Filmuniversität Babelsberg
00:41:30 Die Arbeit im Team als Filmkomponistin
00:47:52 „Angst“ vor Musik und Musik als Mittel der Manipulation
00:49:55 Filme von Henrika Kull- wie ein Score entsteht (Jibril, Glück)
00:56:04 Wie schwer es ist Worte und eine gemeinsame Sprache für Musik zu finden und wie wichtig das Ausprobieren - ohne Angst zu scheitern - ist
01:10:23 „Berlin Alexanderplatz“ mit Burhan Qurbani - direkt vom Studium in diese aufwendige Produktion
01:20:50 Über Depressionen und Selbstzweifel in der Arbeit - und was dann hilft
01:32:14 Der Durchbruch und die internationalen Chancen danach, z.B. bei „Golda - Israels Eiserne Lady“ von Guy Nattiv mit Helen Mirren
01:43:22 Wie wichtig es ist, von Anfang an deutlich zu machen, was man will, um negative Erfahrungen zu vermeiden
01:51:23 Musik Libraries vs. Eigene Sounds kreieren
02:01:56 Outro
Wie kaum ein anderer Regisseur verbindet Andreas Dresen in seinen zutiefst menschlichen Geschichten Humor mit Tiefgang. Er schafft es, dass wir den Blick in Abgründe wagen, vor denen wir gemeinhin zurückschrecken und erzählt mit großer Liebe über das Scheitern. Und das wieder Aufstehen. All das tut er gemeinsam mit jahrelangen Vertrauten, quasi seiner Filmfamilie. Mit Susanne Bormann spricht er über die Bedeutung von Geschichten für uns Menschen und beschreibt, wie seine Filme von der Idee bis hin zum fertigen Ergebnis in gemeinschaftlicher Arbeit reifen und entstehen, und bisweilen ein Eigenleben entwickeln. Wir sprechen über seinen äußerst bewegenden aktuellen Kinofilm „In Liebe, Eure Hilde“, über Risikobereitschaft, die Balance aus Zusammenhalt und künstlerischer Reibung, den angstfreien Raum als Nährboden für Kreativität, die Besonderheiten des Improvisationsfilms und vor allem über die Arbeit mit den Schauspieler:innen.
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Aufnahme & Schnitt: Nicolai Ziel
Musik: Martin Todsharow
Fotos: Mattia Tezzele, Florian Liedel
Produktion: Deutsche Filmakademie e.V. / Jule Bartram
Technische Umsetzung: Sophie Niethe
00:00:00 Intro
00:00:58 Gretchenfrage und: Was Filme Menschen bedeuten
00:06:50 Ist der Beruf des Regisseurs ein einsamer?
00:12:12 Kindheit in einer Theaterfamilie in Schwerin
00:19:20 Erste Inszenierungen als Kind, unter dem kritischen Blick zweier Väter, die echte Koryphäen sind
00:26:13 Erste Amateurfilme auf der AK8 Kamera und Zeltplatzkino mit der „DREFA“
00:37:55 Die Jahre bei der Armeezeit in der DDR mit Andreas Höfer
00:39:26 Der umständliche Weg zum Studium an der Konrad Wolf in Babelsberg
00:46:00 Lehrreiches Praktikum als Tontechniker am Schweriner Theater - Wartezeit aufs Studium
00:50:40 Studium in Zeiten des Umbruchs, während der Vor-Wendezeit
01:05:39 Die letzten Monate der DDR, Studienabschluss während der Wende und erste berufliche Schritte im neuen System
01:10:45 Frustration und Limitierung der eigenen Kreativität durch „braves“ Handwerk, gelangweilt sein von der eigenen Arbeit Anfang der 90er
01:20:08 Kreativer Befreiungsschlag durch „Nachtgestalten“ und das Theater, finanziell am Abgrund
01:35:48 Ohne Risiko läuft nichts beim Film
01:40:25 Wie entstehen die Ideen und Themen zu den Dresen-Filmen
01:53:56 „Halt auf freier Strecke“
02:04:50 Wie schütze ich mich als Schauspieler:in in emotionalen Extremsituationen der Figur
02:21:17 Wechselspiel Schauspiel/Regie: Spielen, ohne das Gefühl scheitern zu können
02:30:47 Die Probensituation
02:44:02 Wie kann man als Regie den Schauspielenden in emotionalen Szenen helfen?
02:55:50 wie hilfreich Subtexte sind und die Herausforderung beim Improfilm Subtexte zu entwickeln
03:03:33 Vorbereitung für einen Improvisationsfilm am Beispiel von „Halbe Treppe“
03:09:00 Umgang mit Angst, Verantwortung und Druck
03:18:38 Anspruch und die Verantwortung das Publikum nicht zu enttäuschen
03:23:22 Outro
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