
Sign up to save your podcasts
Or


Marc Lilienthal ist Programm-Manager Digital Commerce bei tonies, dem Unternehmen hinter der Toniebox, die Kindern Geschichten vorspielt, sobald sie eine Figur auf die Box stellen. Dort hat er den kompletten Commerce-Stack mit aufgebaut und verantwortet die Trilogie aus E-Commerce, Web Analytics und CRM technisch. Aus diesen Learnings heraus hat er mit seinem Team eine kleine Data Activation Plattform gegründet, die auf Echtzeit und KPI-getriebene Aktivierung setzt. Nebenbei gibt er Seminare zu User Experience.
Braucht echte Personalisierung eine teure CDP? Marc sagt klar: nein. Mit Host Dimitrios Haratsis blickt er zurück auf den Aufbau des Tech-Stacks bei tonies. Die Basis bilden ein Data Warehouse, schlanke Microservices und eine Marketing-Automation-Plattform als Activation Layer. Die beiden sprechen über deterministische Identity Resolution und darüber, warum nicht jeder Pageview ins CRM gehört. Es geht außerdem um die Frage, wann Echtzeit wirklich zählt. Zum Schluss nimmt Marc das Versprechen vollautomatisierter Agenten kritisch unter die Lupe und zeigt, wie Decisioning auf Basis eigener KPIs funktioniert.
💡 Themen der Folge:
➡️ Kundenidentität kommt zuerst: Ohne sauberes ID-Stitching bringen die schönsten Events und Kampagnen nichts. Tonies arbeitet rein deterministisch und legt fest, welches System die ID führt.
➡️ Eine CDP ist kein Muss: Viele Unternehmen bezahlen 100 % Funktionsumfang und nutzen am Ende 10 %. Tonies bildet klassische CDP-Aufgaben mit Microservices und einer eigenen Middleware ab, und das Investment hat sich schnell amortisiert.
➡️ Events statt Pageviews: Ein Button-Klick im Kontext eines Seitenpfads sagt mehr als ein reiner Seitenaufruf. Eine Nomenklatur nah am Tech-Stack macht Tracking für alle Beteiligten lesbar und spart bares Geld.
➡️ Echtzeit und Decisioning mit Augenmaß: Echtzeit zählt dort, wo Nutzer*innen sie spüren, nämlich bei eingelösten Voucher-Codes oder beim Habit-Building. Beim Decisioning setzt Marc auf klare Core-KPIs, damit die Maschine in Echtzeit erkennt, wann ein Trigger zur Reaktivierung sinnvoll ist.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, warum Kundenidentität die Grundlage jeder Personalisierung ist und wie tonies KPIs direkt in die Aktivierung bringt.
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?
Das Buch: https://www.r-commerce.de/
🎧 Customer Love Folge #56: AI blind vertrauen? Wenn Künstliche Intelligenz unsere Entscheidungen kapert
In dieser Folge begrüßt Host Dimitrios Haratsis zwei ausgewiesene Expert*innen für Behavioral Design: Dr. Astrid Junghans, Director und Behavior Strategy Expert bei elaboratum, sowie Philipp Spreer, Group CPMO bei der Finanzen.net Group. Beide bringen langjährige gemeinsame Erfahrung aus ihrer Zusammenarbeit bei elaboratum mit und verbinden heute zwei Perspektiven: die der Verhaltenswissenschaftlerin und die des Produktverantwortlichen eines Finanzportals mit Millionen Nutzer*innen.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie AI Kaufentscheidungen und Vertrauen verändert. Dimitrios, Astrid und Philipp diskutieren, ob Unsicherheit in Entscheidungsprozessen durch AI tatsächlich sinkt oder sich nur verlagert, warum Reasoning-Modelle zunehmend zur Blackbox werden und welche Kontrolle Unternehmen an LLM-Plattformen verlieren, sobald Kaufprozesse über Agenten laufen. Sie sprechen darüber, warum Behavioral Design künftig nicht mehr nur für Menschen, sondern auch für AI-Systeme gestaltet werden muss, wie Finanzen.net mit eigenen Content-Angeboten und Tools wie der AI-Aktienanalyse dem Traffic-Verlust an AI-Overviews begegnet, und wo die Grenzen von Hyperpersonalisierung liegen.
💡 Themen der Folge:
➡️ Plausibel statt richtig: LLM-Antworten wirken überzeugend, weil sie plausibel klingen, nicht weil sie stimmen. Das verschiebt, wie Nutzer*innen Vertrauen in Kaufentscheidungen aufbauen und wann sie Systemen blind folgen.
➡️ Kontrollverlust an der Kundenschnittstelle: Läuft der Kaufprozess künftig über MCP-Zugänge oder Agenten, geben Unternehmen ihren direkten Draht zur Kundschaft ab. Philipp erklärt, warum das für Finanzen.net eine strategische Kernfrage ist.
➡️ Zwei Zielgruppen für Behavioral Design: Websites und Produktseiten müssen künftig sowohl für Menschen als auch für AI-Systeme verständlich und vertrauenswürdig gestaltet sein. Astrid zeigt, welche neuen Kriterien dafür entscheidend werden.
➡️ Die Gefahr der Durchschnittlichkeit: Hyperpersonalisierung und AI-Optimierung schneiden Ausreißer und Überraschungen ab und ziehen Angebote zur Mitte. Das Gegenmittel liegt in echter Differenzierung durch Content, Community und Beziehungsaufbau.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, warum AI-Vertrauen zur strategischen Frage wird und wie Unternehmen ihre Kundenbeziehung auch im Zeitalter der Agenten behalten.
Dr. Astrid Jungshans bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/astridjunghans/
Dr. Philipp Spreer bei LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/spreer/
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?
Das Buch: https://www.r-commerce.de/
Norman Nielsen ist Growth Evangelist bei Idealo. Sein erstes Online-Marketing-Praktikum absolvierte er 2006 bei markt.de, seitdem prägt er als Internetpionier die deutsche E-Commerce-Szene mit, unter anderem in seiner Zeit bei Zalando. Seit 2011 steht er zusätzlich als professioneller Speaker auf Bühnen. Mit allseven.de hat er außerdem eine Longevity-Plattform für geprüfte Supplements mitgegründet.
Wer die saubersten Daten liefert, gewinnt das Vertrauen der Agenten und damit der Kundschaft. Dimitrios Haratsis und Norman Nielsen sprechen über die unausweichliche Wachstumsmaxime Kundenbindung und darüber, wie Agentic Commerce die Kundenschnittstelle ab 2027 neu verteilt. Norman Nielsen beschreibt die Customer Journey als endloses Möbius-Band aus Scrollen, Chatten und Kaufen, weit entfernt vom klassischen linearen Funnel. Beide ordnen ein, warum GEO als eigenständige Disziplin neben SEO an Bedeutung gewinnt und wieso Daten der entscheidende Rohstoff für Wachstum im Agentenzeitalter sind.
💡 Themen der Folge:
➡️ Kundenbindung als ultimative Wachstumsmaxime: Wachstum verschiebt sich weiter von der Neukundengewinnung zur Pflege der Bestandskund*innen. Persönlichere Ansprache durch AI-Funktionen in Marketing-Tools macht diese Kunden zum günstigsten und wertvollsten Wachstumstreiber.
➡️ Agentic Commerce ab 2027: Aktuell nutzen nur wenige Menschen Einkaufsagenten, doch die technischen Grundlagen wie die Protokolle MCP und UCP stehen 2027 bereit. Wer schon jetzt Feeds und Prozesse vorbereitet, sichert sich früh die Kundenschnittstelle in der neuen Agentenwelt.
➡️ GEO als eigenständige Disziplin: GEO teilt sich technische Grundlagen mit SEO, etwa strukturierte Daten, bringt aber eigene Themen wie Feed-Optimierung mit. Wer schnell vorankommen will, gibt GEO ein eigenes Team, statt es SEO unterzuordnen.
➡️ Daten als USP der Zukunft: Wer eigenständige Daten besitzt, etwa durch die Registrierung von Nutzer*innen, eigene Reviews oder aggregierte Datenpunkte über mehrere Händler hinweg, sichert sich den Wettbewerbsvorteil von morgen. Auch das Vertrauen der Einkaufsagenten hängt zunehmend von der Datenqualität ab, weniger von der Marke allein.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, warum Daten die neue Währung des Vertrauens sind und wie ihr euch auf Agentic Commerce vorbereitet.
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce? Das Buch: https://www.r-commerce.de/
🎧 Customer Love Folge #54 Agentic Commerce und die Zukunft der Kundenschnittstelle im Handel
Ruppert Bodmeier ist CEO von Disrooptive und berät Handelsunternehmen zu AI-gestützter Personalisierung, Agentic Commerce und Customer Centricity. Als Keynote-Speaker, unter anderem auf der K5, zählt er zu den profiliertesten Stimmen zur Zukunft der Kundenschnittstelle im E-Commerce.
ChatGPT und Claude verändern das Verhalten von Kund*innen radikaler, als Bodmeier es in 25 Jahren E-Commerce erlebt hat. Handelsunternehmen drohen zu reinen Zulieferern dieser Plattformen zu werden. Warum der Kampf um die Kundenschnittstelle trotzdem nicht verloren ist, erklärt er im Gespräch mit Host Dimitrios Haratsis. Er zeigt, wem ein AI-Agent wirklich dient, warum Agentic Commerce weit mehr bedeutet als die Einkaufsagenten fremder Plattformen und wie der Einstieg gelingt.
💡 Themen der Folge:
➡️ Zulieferer oder Kundenschnittstelle: die strategische Weichenstellung
Fulfillment-Anbieter für ChatGPT und Claude oder direkter Zugang zu den eigenen Kund*innen? Wiederkehrende Kund*innen sind die profitabelsten und günstigsten, sie zu verlieren schwächt jedes Geschäftsmodell.
➡️ Agentic Commerce bedeutet mehr als fremde EinkaufsagentenJedes Unternehmen kann eigene agentische Services anbieten, etwa ein Lebensmittelhändler, der Einkaufslisten aus dem Kühlschrankinhalt plant. Entscheidend ist die Relevanz.
➡️ Wessen Interessen verfolgt der Agent wirklich?Ein Agent von ChatGPT oder Claude arbeitet zuerst im Interesse seiner Plattform. Preise und Empfehlungen richten sich nach Gerätetyp und vermuteter Kaufkraft. Handelsunternehmen sind dort nur Gast.
➡️ Tempo statt Perfektion: der methodische FahrplanDer AI-Nordstern liefert das Zielbild für zwei bis drei Jahre, Prototypen entstehen in Minuten statt Wochen. Der stärkste Hebel liegt in der Suchergebnisseite, personalisiert wird in kleinen Schritten mit sofortigem Mehrwert statt über eine Registrierungswand.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, warum Handelsunternehmen ihre Kundenschnittstelle im Zeitalter von Agentic Commerce aktiv verteidigen müssen und wie das in der Praxis gelingt.
Lust auf mehr zum Thema R(elationship)-Commerce?
Das Buch: https://www.r-commerce.de/
Zu Gast ist Dr. Julia Skrobek, Director Marketing BTC (Business Travel Club) bei der HRS Group. Sie bringt über 15 Jahre Erfahrung im E-Commerce und CRM mit, unter anderem aus ihrer Zeit bei Zalando, und lebt datenbasiertes CRM, Kundenintelligenz und First-Party-Datenstrategie mit spürbarer Leidenschaft.
Den strikt getrennten Business- und Freizeitreisenden gibt es so nicht mehr. Hinter beidem steckt dieselbe Person, mal gebunden an Corporate-Richtlinien, mal frei in der Wahl. Julia zeigt, wie sich Business und Leisure zu einem neuen Reiseverhalten vermischen und weshalb der Preis auch im Zeitalter von Boutique-Hotels das erste Entscheidungskriterium bleibt. Gleichzeitig steigt die Erwartung der Kund*innen: Wer schon lange bucht, will endlich auch richtig verstanden werden. Genau hier beginnt der Seiltanz zwischen relevanter Personalisierung und dem Risiko, aus Nutzer*innen gläserne Kund*innen zu machen.
💡 Themen der Folge:
➡️ North Star Metric: der aktive Bestandskunde. Julia zentriert alles auf eine Kennzahl und zeigt den kausalen Zusammenhang zum Customer Lifetime Value als Financial Metric. Neukund*innengewinnung, Reaktivierung und höhere Warenkörbe zahlen am Ende alle auf diese eine Metrik ein.
➡️ Business trifft Leisure. Geschäftsreisen werden mit Urlaub verlängert, Notebook inklusive. Wer diese Muster in den Daten erkennt, spricht Kund*innen als ganze Persönlichkeit an und schöpft Upsell-Potenzial über die reine Übernachtung hinaus aus.
➡️ Personalisierung trifft Vertrauen. First-Party-Daten aus Kaufhistorie, Suchabbrüchen und Favoritenlisten machen Ansprache relevant. Julia benennt klar die Diskretionsgrenze: Zu offensive Personalisierung erschreckt und zerstört genau das Vertrauen, auf dem gute Datenarbeit aufbaut.
➡️ Die Wachstumsformel: Reichweite zuerst. Gesunde Reichweite auf Basis erlaubter Daten schafft die Grundlage, um Kund*innen ohne Extra-Budget über Newsletter und Push zu erreichen. Erst darauf folgen aufgeräumte Dateninfrastruktur, Kontextualisierung und AI.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, wie du mit sauberer Datenarbeit und echter Reichweite Muster erkennst und Kund*innen langfristig bindest.
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?
Das Buch: https://www.r-commerce.de/
Mehr über Daten und Personalisierung?
https://www.elaboratum.com/leistungen/crm-data-driven-marketing/
Julia auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/dr-julia-skrobek-crm-beratung/
Dimi auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/dimitrios-haratsis-a9a26027/
🎧 AI First, Kundenbindung und der Blick nach China: Wohin geht E-Commerce?
Jochen Krisch ist Gründer von Exciting Commerce, dem Branchenblog für die E-Commerce-Branche, und Initiator der K5-Konferenz. Als unabhängiger Analyst und Investor blickt er seit Jahren auf den Handel. Operative Professionalisierung und Datenstrategie, Agentic AI und Consumer Agents sowie internationale E-Commerce-Trends zählen zu seiner Expertise.
"Wer sein operatives Geschäft nicht im Griff hat, dem schadet jede Krise." Mit dieser klaren Ansage steigt Jochen Krisch bei Host Dimitrios Haratsis ein, und von dort aus wird es grundsätzlich. Die beiden sprechen darüber, was ein Unternehmen wirklich AI first macht, warum die Frage „Wem gehören die Agenten?" über die künftige Datenhoheit im Handel entscheidet und weshalb steigende Akquisitionskosten die Kundenbindung wieder zur Pflichtaufgabe machen. Dazu wagt Krisch den Blick nach China: Live-Shopping, Fabrikverkauf ohne Zwischenhändler und der Aufstieg chinesischer Marken zeigen, wie schnell sich das Spielfeld E-Commerce verschiebt.
💡 Themen der Folge:
➡️ AI First heißt Agenten-Denken, nicht Tool-Nutzung: Für Krisch ist ein Unternehmen erst dann wirklich AI first, wenn es sich konsequent auf eine Welt einstellt, in der Agenten Kaufentscheidungen mitgestalten, statt KI nur zusätzlich einzusetzen. Deutsche Beispiele dafür fallen ihm kaum ein, Startups tun sich naturgemäß leichter.
➡️ Wem gehören die Agenten?: Wenn Consumer Agents künftig Produkte finden, empfehlen und kaufen, entscheidet die eigene Datenbasis über Unabhängigkeit. Händler müssen ihre Kund*innendaten gezielt anreichern, um gegenüber großen Tech-Playern nicht die Datenhoheit zu verlieren.
➡️ Bestandskunden als unterschätzter Hebel: Weil Akquisitionskosten branchenübergreifend steigen, rückt für Krisch die Kundenbindung wieder in den Mittelpunkt. Wer Bestellzyklen und Reaktivierung datenseitig nicht im Griff hat, lässt aus seiner Sicht den größten Hebel im Handel liegen.
➡️ China als Frühwarnsystem: Live-Shopping, Direktverkauf aus der Fabrik und aufstrebende chinesische Marken zeigen, wie schnell sich Geschäftsmodelle verändern können. Krisch rät dazu, genau hinzuschauen, nicht um zu kopieren, sondern um die Dynamik zu verstehen.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, wie AI First, Kundenbindung und der Blick nach China die Zukunft des E-Commerce prägen.
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?
Das Buch: https://www.r-commerce.de/
Jochen Krisch auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/jochen-krisch/
Ihr braucht Unterstützung bei der Implementierung von Agentic Workflows in euerm Business? Schaut hier vorbei: https://www.elaboratum.com/leistungen/generative-conversational-ai/agentic-ai-agentic-workflows/
🎧 Vertrauen als Währung: Kommunikationsprinzipien für Moderation und Digital Business
Jessica Schöne, bekannt als Jess, ist TV-Moderatorin (ZDF, KiKA, SUPER RTL) und Buchautorin. Mit knapp 14 Jahren beim Kinderkanal und Erfahrung auf großen Live-Bühnen zählt sie zu den profiliertesten Moderatorinnen Deutschlands.
Wer im Digital Business über Vertrauen spricht, meint meistens Daten und Touchpoints. Jess denkt es anders: Vertrauen entsteht vor der Kamera und vor dem Gespräch. Sie spricht mit Host Dimitrios Haratsis über das, was echte Kommunikation von Performance unterscheidet, nämlich zuhören statt inszenieren, Haltung statt Reichweite, und warum das für Marken genauso gilt wie für Menschen.
💡 Themen der Folge:
➡️ Was Moderation wirklich ausmacht Empathie und aktives Zuhören sind keine Soft Skills, sie sind das Handwerk. Jess erklärt, warum Moderator*innen mit echter Neugier Gespräche entstehen lassen, die niemand geplant hat.
➡️ Authentizität vs. Selbstinszenierung Social-Media-Reichweite ist heute eine Währung. Wer sich verbiegt, verliert langfristig. Jess beschreibt ihr eigenes Dilemma und warum sie trotzdem bei sich bleibt.
➡️ Positionierung schafft Vertrauen Ob Moderatorin oder Marke: Wer nicht weiß, wofür er steht, kann kein Vertrauen aufbauen. Klare Positionierung ist kein Luxus, sie ist die Voraussetzung für jede erfolgreiche Kommunikation.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, wie Vertrauen in der Kommunikation wirklich entsteht und was Marken von guten Moderatorinnen lernen können.
Mehr über Jessica Schöne erfahren: https://www.linkedin.com/in/jessica-schöne-a5796b1b7/
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?Das Buch: https://www.r-commerce.de/
Ihr braucht Unterstützung bei einer kundenzentrierten Digitalstrategie? Schaut hier vorbei: https://www.elaboratum.com/leistungen/digitalstrategie/
Schluss mit Daten-Chaos: Wie Kühne + Nagel MarTech in der globalen Logistik nutzt!
In dieser Folge begrüßt Host Dimitrios Haratsis Dmytro Taran, den Center of Excellence Manager und Global Lead for MarTech bei Kühne + Nagel. Dmytro ist ein ausgewiesener Experte für MarTech-Strategie, Customer Experience (CX) und globale Daten-Architektur. Mit über zwölf Jahren Erfahrung beim Weltmarktführer in der Logistik treibt er die digitale Transformation voran und sorgt dafür, dass komplexe technologische Infrastrukturen am Ende ein klares Ziel verfolgen: eine herausragende Customer Experience.
Dimi und Dmytro sprechen über die gewaltige Herausforderung, in einem globalen Logistikunternehmen Ordnung in das „Daten-Chaos“ zu bringen. Sie diskutieren, warum das Marketing bei MarTech immer an erster Stelle stehen muss („Marketing first, then technology“), wie ein Center of Excellence als Brücke zwischen den Abteilungen fungiert und welche Rolle eine Customer Data Platform (CDP) bei der Zusammenführung von Kundenprofilen spielt. Dabei räumt Dmytro mit dem Mythos auf, dass Technologie allein Probleme löst, am Ende zählen der Mensch und die klare Vision eines vereinten Ökosystems.
💡 Themen der Folge:
➡️ MarTech statt TechMar
Technologie darf niemals zum Selbstzweck werden. Erst kommt die Marketing-Strategie und das Verständnis für Kund*innenbedürfnisse, dann folgt das passende technologische Werkzeug, um diese Ziele effizient zu erreichen.
➡️ CoE als Brücke gegen das Silo-Denken
In globalen Organisationen fungiert das Center of Excellence als Filter und Standardisierungs-Instanz. Es harmonisiert KPIs und Taxonomien, damit alle Abteilungen dieselbe Sprache sprechen und an einem Strang ziehen.
➡️ Daten-Stitching als strategische Basis
Die Zusammenführung von CRM-Daten und Onsite-Verhalten ist essenziell für personalisierte Erlebnisse. Ob über eine CDP oder individuelle Architekturen – das „Connecting the Dots“ ist die Voraussetzung für moderne Customer Journeys.
➡️ Der Human-Faktor in der Transformation
Trotz AI und Automatisierung bleibt der Faktor Mensch entscheidend. Nur wenn Teams die Vision der Kundenzentrierung adaptieren, kann Technologie ihre volle Wirkung entfalten und echte Mehrwerte schaffen.
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?
Das Buch: https://www.r-commerce.de/
Ihr braucht Unterstützung beim Thema Marketing-Technologie? Dann schaut hier vorbei: https://www.elaboratum.com/leistungen/businessprozesse-technologie/
In dieser Folge begrüßt Host Dimitrios Haratsis Birgit Rohn, die CEO von TeeGschwendner. Birgit ist seit über 30 Jahren im Unternehmen und hat dessen Transformation vom spezialisierten Fachhändler zum modernen Marktführer maßgeblich mitgestaltet. Als Expertin für Teekultur und Premium-Einzelhandel verbindet sie tiefes Produktwissen mit strategischem Omnichannel-Marketing und einer klaren Vision für die Markenschärfung im Franchising.
Dimi und Birgit sprechen über den Wandel des Teemarktes: weg vom angestaubten Image hin zum modernen Lifestyle-Thema Achtsamkeit und Genuss. Birgit erläutert, wie TeeGschwendner durch konsequente Spezialisierung Vertrauen aufbaut und warum das stationäre Fachgeschäft als Touchpoint das Herzstück der Kundenbeziehung bleibt. Zudem geben sie wertvolle Einblicke, wie Hybrid-Kunden durch die geschickte Verzahnung von Onlineshop, Payback-Daten und persönlicher Beratung langfristig gebunden werden.
💡 Themen der Folge:
➡️ Markenschärfung durch Fokus
TeeGschwendner hat den Tee aus der „staubigen Ecke“ geholt und die Marke durch die Konzentration auf Premium-Qualität und den Verzicht auf artfremde Sortimente modernisiert.
➡️ Die Symbiose von Online und Offline
Während digitale Kanäle die Aufmerksamkeit neuer Zielgruppen gewinnen, sorgt das stationäre Erlebnis für die tiefe emotionale Bindung und eine unersetzbare Fachberatung.
➡️ Personalisierung auf Basis von Daten
Durch die Nutzung von Payback-Insights und digitalen Beratungstools gelingt es, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und personalisierte Relevanz kanalübergreifend auszuspielen.
➡️ Radikale Transparenz schafft Vertrauen
Ein eigenes Labor und die lückenlose Kontrolle der Lieferkette sind essenzielle Pfeiler, um das Vertrauen der Kund*innen in die Reinheit und Qualität des Produkts zu sichern.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, wie TeeGschwendner die Brücke zwischen traditionellem Handwerk und moderner Customer Journey schlägt.
Ihr braucht Unterstützung beim Thema Datenstrategie und Omnichannel? Schaut hier vorbei: https://www.elaboratum.com/leistungen/crm-data-driven-marketing/
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?
Hier geht’s zum Buch: https://www.r-commerce.de/
Mehr Brancheninsights erhalten?Hier geht’s zum Newsletter von elaboratum: https://www.elaboratum.com/news/#elab-news
Lust auf Tee?
Hier geht’s zum Onlinshop von TeeGschwendner: https://www.teegschwendner.de/
Spenden statt Sales: Warum Profit nicht alles ist
In dieser Folge begrüßt Host Dimitrios Haratsis Michael Fritz, den Co-Founder und „konzeptionellen Aktivisten“ von Viva con Agua. Michael ist ein Vorreiter im Bereich Social Entrepreneurship und nutzt seine Expertise in Purpose Branding und Community Building, um die Vision von sauberem Trinkwasser für alle Menschen weltweit voranzutreiben. Dabei versteht er sich selbst weniger als klassischer Manager, sondern als Impulsgeber für eine Wirtschaft, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Dimi und Michael verlassen in diesem Gespräch den klassischen E-Commerce-Korridor und werfen einen kritischen Blick auf die Mechanismen der Marketing-Bubble. Sie diskutieren, warum „Trust“ in Corporate-Kontexten oft nur ein leeres Schlagwort ist, wie Viva con Agua den Spendenmarkt für junge Zielgruppen revolutioniert hat und warum Wachstum im sozialen Kontext eine völlig neue Bedeutung bekommt. Ein erfrischend ehrlicher Austausch über Kapitalismus, echten Impact und die Notwendigkeit, Marketing neu zu lernen, um die Welt nachhaltig zu verbessern.💡
Themen der Folge:
➡️ Marketing als Hebel für das GuteMichael stellt die provokante These auf, dass vor allem Produkte, die die Welt nicht besser machen, auf klassisches Marketing angewiesen sind. Dennoch müssen soziale Organisationen professionelles Marketing lernen, um gegen „asoziale“ Wettbewerber zu bestehen und ihren gesellschaftlichen Impact zu skalieren.
➡️ Ehrlichkeit statt hohler Trust-VersprechenVertrauen lässt sich nicht durch Kampagnen kaufen. Wirkliche Glaubwürdigkeit entsteht erst durch radikale Transparenz – über Produktionsbedingungen, Margen und die ehrliche Beantwortung der Frage, warum ein Produkt überhaupt existiert und wem der Profit am Ende wirklich dient.
➡️ Innovation braucht den geschützten RaumEchte Entwicklung findet außerhalb bekannter Muster statt. Für wahre Innovation müssen Unternehmen Räume schaffen, in denen „dumme Fragen“ erlaubt sind und in denen kritische Worst-Case-Analysen erst dann stattfinden, wenn das freie, visionäre Denken abgeschlossen ist.
➡️ Purpose Economy in der PraxisViva con Agua zeigt, wie Business-Strukturen der Gemeinnützigkeit dienen können. Ob Wasser, Klopapier oder Hotels – Kommerz wird hier zum Werkzeug, um das Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser weltweit zu sichern, statt private Vermögen anzuhäufen.
🎧 Jetzt reinhören und erfahren, wie wir Marketing und Unternehmertum radikal menschlicher, ehrlicher und sinnhafter gestalten können und dabei gleichzeitig echtes Relationship-Commerce betreiben.
Lust auf mehr zu dem Thema R(elationship)-Commerce?
Das Buch: https://www.r-commerce.de/
From the publisher's feed