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Vor einem Jahr hat Celine „Better than the Movies" von Lynn Painter auf Englisch gelesen und sich eine deutsche Übersetzung gewünscht. Jetzt ist sie endlich da!
Liz träumt vom perfekten Prom-Date, doch dafür braucht sie die Hilfe von Wes, dem beliebten Bad Boy. Michael, ihr Kindheits-Crush, sieht in ihr nämlich immer noch die kleine Liz von früher. Wes hilft Liz und Michael zusammenzufinden, doch dabei kommen auch Wes und Liz sich näher.
Lynn Painter hat einen einzigartig lockeren und humorvollen Schreibstil, den Celine sehr schätzt. Vor kurzem durfte sie die Autorin bei einer Lesung im Dussmann treffen, wo sie viele interessante Fragen zu ihren Büchern beantwortete, die ihr in dieser Folge hören könnt.
Das Bücherjahr feiert Halbzeit, die Sommer-Lektüre wartet und die Verlage verkünden bereits, was im Herbst und Winter so alles geht. Eine gute Gelegenheit für einen gemeinsamen Talk beider „Buch zur Woche“-Hosts. Celine Leonoara und Daniel Koch sprechen über aktuelle Lieblingsbücher, Summer Reads, Leseflauten, Lese-Enttäuschungen und Neuerscheinungen, auf die man sich schon jetzt freuen kann.
Jede:r Leser:in, der oder die gerade zwischen 20 bis 30 Jahren alt ist, hat bestimmt in den 2010er Jahren diese eine Liebe zur Dystopie gefunden. Sei es durch „The Hunger Games", „Divergent" oder „Maze Runner". Und ich sage euch, „Ophelia Scale - Die Welt wird brennen" hätte sich prima bei diesen Büchern eingereiht. Uns erwartet hier eine Widerstandskämpferin, die feststellen muss, dass es keine ausschließlich gute oder böse Seite gibt, vor allem nicht, wenn es zusätzlich um romantische Gefühle geht. Aber worum geht es in dieser Trilogie überhaupt und warum ist es eine Dystopie? Das und viel mehr wird in der neuesten Folge besprochen. Viel Spaß!
In dieser Interviewfolge geht es um das Buch In dieser Interviewfolge geht es um das Buch „Row Zero - Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie“ von Lena Kampf und Daniel Drepper. Da Daniel Drepper am Tag der Aufnahme erkrankt ist, stellt sich Lena Kampf gute eine Stunde lang den Fragen unseres Daniels. von Lena Kampf und Daniel Drepper. Das ist in der letzten Woche im Eichborn Verlag erschienen und sorgt bereits in der Musikbranche für wichtige Diskussionen. Da Daniel Drepper am Tag der Aufnahme erkrankt ist, stellt sich Lena Kampf gute eine Stunde lang den Fragen unseres Daniels.
„Row Zero“ liefert genau das, was der Titel verspricht: Das Buch nimmt das „Groupie-Casting“-System von Rammstein und die Berichterstattung darüber als Ausgangspunkt, um kritisch auf das System hinter der Musikindustrie zu schauen. Das eben an vielen Stellen von Gewalt und Missbrauch geprägt ist – die teilweise sogar als „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ zelebriert oder zumindest verklärt werden.
Lena Kampf und Daniel Drepper waren Teil der Berichterstattung über die Vorwürfe gegen Rammstein und Till Lindemann – unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Vor allem die Art und Weise, wie die Musikindustrie und das Publikum darauf reagierten, weckte ihr journalistisches Interesse.
Für „Row Zero - Gewalt und Machtmissbrauch in der Musikindustrie“ sprachen die beiden mit über 200 Menschen und näherten sich dieser Branche mit den Mitteln des Investigativ-Journalismus. Als Lesender stellt man dabei schnell fest: Diese Branche, von der auch wir als DIFFUS Teil sind, hat viele Problemfelder. Deshalb hoffen wir, dass viele Kolleginnen und Kollegen das Buch lesen oder dieses Interview hören werden. Auch, wenn ihr unbedingt in dieser Branche arbeiten wollt, ist dieses Buch unserer Meinung nach Pflichtlektüre.
In dieser Folge spricht Daniel mit der Schweizer Autorin und Lyrikerin Michelle Steinbeck. Sie ist 1990 in Lenzburg geboren, wuchs in Zürich auf, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und wohnt mittlerweile in Basel. Schon ihr Debütroman schlug 2016 gehörig ein – und bescherte ihr Nominierungen für den Deutschen und den Schweizer Literaturpreis. Das Buch trug den griffigen Titel: „Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch.“ Eine surreale, wilde Geschichte, die Elke Heidenreich im Schweizer Fernsehen damals dermaßen in Wallung brachte, dass die vermeintlich große Literaturkritikerin sämtliche Contenance verlor.
Michelles zweiter Roman „Favorita“ (gerade bei Park x Ullstein veröffentlicht) ist nun ein mitreißender Roadtrip von der Schweiz nach Italien. Oder etwas griffiger formuliert: Wer schon immer mal eine Mischung aus „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante, „Die Roten Stellen“ von Maggie Nelson, einem feministischen Actionfilm und einer Bibel-Lektüre auf Pilzen lesen wollte – dem sei „Favorita“ wärmstens empfohlen.
Wir folgen im Buch der Ich-Erzählerin Fila, die gleich am Anfang des Buches erfährt, dass ihre abwesende Mutter in Italien gestorben sei. Offiziell heißt es, sie habe sich zu Tode gesoffen und sei an einer Leberzirrhose verendet. Der Anruf einer Ärztin bei Fila weckt aber deutliche Zweifel an dieser Darstellung. Also macht sich Fila, die bei ihrer Großmutter in der Schweiz aufwuchs, auf den Weg nach Italien – trifft Kommunistinnen, Faschisten, revolutionäre Sex-Workerinnen und den Geist einer jungen Frau namens Sisina. Die wurde Opfer eines Femizids in der Nachkriegszeit – und hat sogar ein reales Vorbild.
Im Interview geht es um diesen Femizid, die Möglichkeit von Geistern, Irmgard Keun, Elena Ferrante, das Zusammenspiel von Lyrik und Prosa und die Frage, wie es sich eigentlich anfühlt, wenn man schon nach dem Debütroman als „wilde Skandalautorin“ geframet wird.
Paula Irmschler, die 1989 in Dresden geboren wurde, ist vor allem als Autorin, Satirikerin und Journalistin bekannt. Sie schreibt und schrieb für Intro, den Musikexpress, für das Missy Magazin und für Neues Deutschland. Sie war Redakteurin bei der Titanic und schreibt gerade für das ZDF Magazin Royale von Jan Böhmermann. Sie stand mit Christiane Rösinger, Stefanie Sargnagel und anderen auf der Bühne bei dem Theaterstück „Die große Klassenrevue“. Aber Paula ist vor allem „Spiegel Bestseller-Autorin“: Ihr Roman „Superbusen“ ist einer der besten deutschen Musik-Romane der letzten Jahre und war ein großer Erfolg.
Nun ist also ihr zweiter Roman draußen – und geht in eine etwas andere Richtung: „Alles Immer wegen damals“ (gerade erschienen im DTV-Verlag) ist ein moderner, lustiger, bisweilen sehr zärtlicher Familienroman. Im Mittelpunkt stehen die 30jährige Karla und ihre Mutter Gerda, die sie und drei weitere Geschwister allein in den letzten Jahren der DDR und um die Wende herum großgezogen hat. Karla wohnt in Köln, Gerda in Leipzig – und die beiden haben aus Gründen ein paar Jahre nicht mehr miteinander geredet. Das will Karlas Schwester Mascha ändern: Sie überredet die beiden, gemeinsam nach Hamburg zu reisen. Zwei Nächte inklusive „König der Löwen“-Besuch und ein Gang ins Beatles-Museum.
Wir sprechen mit Paula Irmschler über ihren Roman, Familiendynamiken, Parallelen in die eigene Kindheit, das Leben der „DDR-Mütter“, stabile Sachsen und Sächsinnen, das Schreiben und Verkneifen von Pointen und Klassenunterschiede, die es zu überwinden gilt.
Paula Irmschler muss man aber vor allem live erleben. Deshalb ist sie auch mit ihrem zweiten Roman auf einer langen Lesetour. Hier sind die noch ausstehenden Daten:
23.05.24 Bremen - Schlachthof
„Auf allen vieren“ (KiWi Verlag) ist der zweite Roman der Künstlerin, Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Miranda July. Sie war vor einigen Jahren auf irgendwie unangenehme Weise der Star eines jeden mittelalten Feuilletonisten. Ihre Filme „Me and You and Everyone We Know“ aus dem Jahr 2005 und „The Future“ aus dem Jahr 2011 machten sie in den Augen vieler Kultur-Männer zu einer Art intellektuellem „Manic Pixie Dream Girl“ und das war, nun ja, weird und unangenehm. Neben ihren Arbeiten als bildende Künstlerin, schrieb Miranda July danach den tollen Kurzgeschichtenband „Es findet dich“, bevor dann 2015 ihr Romandebüt „Der erste fiese Typ“ folgte. Sehr empfehlenswert ist auch ihr letzter Film „Kajillionaire“, bei dem sie Regie führte und das Drehbuch schrieb: Evan Rachel Wood spielt darin die kleptomanische Tochter einer Familie voller Kreinkrimineller.
Miranda Julys neuer Roman ist nach eigener Aussage sehr autobiografisch gefärbt und sei „close to the bone“, wie sie in einem Interview sagte. Die Ich-Erzählerin will eigentlich einen Roadtrip von Kalifornien nach New York machen und ihr nonbinäres Kind und ihren Mann für zwei Wochen allein lassen. Sie schafft es dann aber nur einen Ort weiter, wo sie einen jungen Mann namens Davey kennenlernt, der ungeahnte Gelüste in ihr weckt. „Auf allen Vieren“ ist aber nicht bloß die Geschichte einer Affäre zwischen einer Frau kurz vor den Wechseljahren und einem jungen schönen Mann, der gerne tanzt. Dieses Buch ist viel mehr als das: Miranda July geht darin auf der ihr eigenen Weise Gefühlen und Erlebnissen nach, die ihr eigenes Leben prägen. Das Buch ist bei aller Tiefe aber auch höllisch witzig. Man ist dieser suchenden, zweifelnden, liebenden, masturbierenden Erzählerin dermaßen ausgeliefert, dass man das Buch einfach nicht weglegen kann …
Endlich mal wieder ein kleiner Ritt durch aktuelle Musikbücher. Eric Pfeil findet in „Ciao Amore, Ciao“ (KiWi Verlag) noch mehr Geschichten aus der bunten Welt des Italo-Pop – die hier bisweilen sehr melancholisch wirkt. „Oh Oh Mythomanie – Erlebtes, Erinnertes & Erlogenes“ von Françoise Cactus aus dem Ventil Verlag lässt uns die Stereo-Total-Sängerin noch viel mehr vermissen und „Listen: On Music, Sound and Us“ (Hanover Press) von „Under The Skin“-Autor Michel Faber hält nicht ganz, was er im Vorwort verspricht, aber hat ein paar geniale Momente.
Ein Thriller, der euch aus der Leseflaute holt und mit viel Spannung überzeugt. In „Wenn sie wüsste" auf Englisch bekannt als „The Housemaid" geht es um Millie, die sich als Haushälterin bei einer wohlhabenden Familie auf Long Island bewirbt. Doch auf den zweiten Blick wirkt die Familie, die aus Andrew und Nina Winchester und deren Tochter Cecilia besteht, doch nicht mehr so perfekt.
Schon bald sieht sich Millie einem nervenaufreibenden Job gegenüber, der von den Anwandlungen einer Verrückten erschwert wird. Etwas scheint mit der Familie nicht zu stimmen, vom gruseligen Schlafplatz im Dachgeschoss bis hin zu den Warnungen des Gärtners hat Millie ein seltsames Gefühl. Aber was auf sie zukommt, damit hätte keiner gerechnet.
Lasst euch von dem Bestseller packen und viel Spaß beim Hören!
Krimis kommen in Bücher-Podcasts und im Feuilleton irgendwie immer ein wenig zu kurz. Das mag daran liegen, dass es in diesem Genre wirkliche dutzende Veröffentlichungen gibt und einige davon eher, nun ja, funktionaler Natur sind. Aber es gibt eben auch einige Autorinnen und Autoren, die das Genre sehr literarisch angehen und außerhalb der Krimibestenlisten einen Platz haben sollten.
Ein solcher Autor ist der Amerikaner S. A. Cosby, der 2023 mit „All The Sinners Bleed“ einen der besten Krimis des Jahres veröffentlicht hat – das findet zum Beispiel auch der große Stephen King und schrieb das ungefähr so im New York Times Book Review. In deutscher Übersetzung heißt das Buch nun eben „Der letzte Wolf“ (erschienen bei Ars Vivendi), was ein irgendwie lamer Titel ist. Vor allem, weil ihm die alttestamentarische Wucht abgeht, die dieses „All The Sinners Bleed“ in sich trägt. Die wirklich düsteren Parts der Bibel spielen nämlich auch eine Rolle in dieser Geschichte um den ersten schwarzen Sheriff in einem Südstaatenkaff und den brutalen, rassistischen Morden, die er aufklären muss.
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