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Reduziert in Schwarz-Weiß und trotzdem vielstimmig erzählt eine neue Graphic Novel vom Leben des Dramatikers Ödön von Horvath.
Geschrieben hat es Dieter Kirsch, die Zeichnungen stammten von Laura Stadtegger. Außerdem: 35 Jahre lang hat Moritz von Uslar als Journalist und Roman-Autor gearbeitet. Nun wechselte aus dem Print, aus den gern so genannten "Holzmedien", ins holzfällende Gewerbe. Weil er aber nicht einfach das Schreiben sein lassen konnte, schrieb er weiter: Ein "Internet-Tagebuch", das jetzt als Buch erschienen ist. "Meldungen aus dem Wald". Außerdem: Leh-Wei Liao und ihr Roman "Glaszeit", nominiert für den Bayerischen Buchpreis. / "Nach der Sonne schauen" - Der neue Roman von Martina Hefter, der Buchpreisträgerin 2026. / Adania Shibli gilt als eine der wichtigen Stimmen der palästinensischen Literatur. Ihr neuer Roman hat den Titel "Die Täuschung" und erzählt vom israelisch-palästinensischen Konflikt.
Autor/in: Christop Leibold
Moderator/in: Christoph Leibold
Ein Büchermagazin mit Aras, Loris und Sittichen: "Papageien" beschreibt die neue Büchner-Preisträgerin Christine Wunnicke in einem Band der Reihe "Naturkunden".
Dazu in dieser Folge eine Begegnung mit der taiwanischen Autorin Yang Shuang-zi, die den Man Booker International Prize bekam und ihren Roman „Das Taiwan Tagebuch“ nach Taiwanischen Speisen in Kapitel aufteilt. Wir lassen uns von US- Schriftsteller Richard Ford erklären, wie er trotz Leseschwäche Erfolgsautor wurde („In einfachen Worten“). Wir lesen „Bleiben und Blicken“ von Botho Strauß. Und dann verspricht der tschechische Schriftsteller Jáchym Topol im Titel seines neuen Romans: „Die Hölle gibt es nicht“ - möglicherweise zuviel versprochen.
Autorin: Judith Heitkamp.
In wenigen Tagen wird er 90 Jahre alt, der Dichter und Liedermacher Wolf Biermann.
Aus diesem Anlass hat er eine Auswahl seiner Tagebücher aus den Jahren 1961 bis 1990 zusammenstellen lassen: "Ihr löscht das Feuer mit Benzin. Tagebücher. Über Verbot, Ausbürgerung und Mauerfall" (Penguin). Ein Gespräch mit dem Autor auf der Frankfurter Buchmesse. Von Knut Cordsen / "Das Mosaik der Frauen" (Hanser): Der große Geschichtenerzähler Rafik Schami hat noch einmal einen Roman geschrieben - vielleicht seinen letzten. Ein Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse. Von Niels Beintker / "Von Fitness zu Faschismus. Gefahren extremen Männlichkeit" (Suhrkamp): Die Radikalisierungsforscherin Julia Ebner erkundet die finstere Welt der Manosphere und eines über die Stränge schlagenden Maskulinismus. Ein Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse. Von Judith Heitkamp / Das literarische Rätsel. Von Thomas Kastura.
Autor: Knut Cordsen
Pedanten gelten nicht erst seit Wilhelm Buschs Lehrer Lämpel als Spottfiguren.
Schon die italienische commedia pedantesca lachte über jene Gestalten, die es allzu genau, peinlich genau nehmen. Der Basler Medienwissenschaftler Markus Krajewski hat eine Geschichte und Verteidigung des Pedanten geschrieben, ein Lob der Akribie gerade in Zeiten von Deepfakes und KI-Slop: "Pedanten. Die ungeliebten Meister der Akribie" (zu Klampen). Ein Gespräch mit dem Autor / "Das tickende Herz" (Suhrkamp): Lutz Seiler, Träger des Deutschen Buchpreises, legt nach "Kruso" und "Stern 111" einen weiteren Roman mit seinem literarischen alter ego Carl Bischoff vor. Eine Kritik / "Der Krieg ist anderswo" (Hanser): Die norwegische Autorin Åsne Seierstad liefert eine literarische Reportage über "Russland von innen". Eine Rezension / Evan Gershkovich: "Dieses verfluchte wunderschöne Land. 491 Tage in russischer Haft: Meine Geschichte" (DVA): Die Memoiren des amerikanischen Moskau-Korrespondenten, dessen Recherchen ihn ins Gefängnis brachten. Kritik im Gespräch / Das literarische Rätsel
Autor/in: Knut Cordsen
Moderator/in: Knut Cordsen
Als Journalist war Rudolf Augstein eine Jahrhundertgestalt. Der Gründer des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" führte es bis zu seinem Tod 2002 als gefürchteter Herausgeber.
Aber er war auch Politiker und ein verhinderter Schriftsteller, der allerdings schon 1941 wusste: „Ein Dichter wird so leicht nicht Millionär.“ Der einstige stellvertretende Chefredakteur des SPIEGEL, Martin Doerry, hatte zusammen mit dem ehemaligen SPIEGEL-Dokumentar Hauke Janssen erstmals uneingeschränkten Zugang zum Rudolf-Augstein-Archiv und konnte zahlreiche bis dato unbekannte Zeugnisse dieses Lebens auswerten. Entstanden ist so die fulminante kritische Biografie: „Augstein Ein deutsches Leben“ (C.H. Beck). Ein Gespräch mit Martin Doerry / „Die Regierung der Maschinen. Aufstieg und Fall des Künstlichen Staates“ (C.H. Beck): Die amerikanische Historikerin Jill Lepore sorgt sich um die Demokratie in Zeiten von KI und Algorithmen, die die gesellschaftliche Diskussion bestimmen. Kritik im Gespräch / „Von Vulkanen und Gebirgen“ sowie „Von Strömen und Ozeanen“: Die Kleineren Schriften des großen Forschungsreisenden Alexander von Humboldt sind viele Jahre nach dem neuedierten „Kosmos“ in bibliophiler Ausstattung in einem Doppel-Band erschienen (Klett-Cotta). Ein Gespräch mit dem Mitherausgeber, dem Berner Germanisten Thomas Nehrlich / Das literarische Rätsel
Autor/in: Knut Cordsen
Moderator/in: Knut Cordsen
"Annie Robot" sei Science Fiction, dachte die Autorin Sierra Greer beim Schreiben - aber nach den jüngsten Warnungen der Tech-Bosse vor den Risiken Künstlicher Intelligenz könnte das überholt sein.
Es geht um einen Trad-Wife-Androiden, der dazu lernt und deshalb irgendwann das Patriarchat durchschaut - und unterläuft (Liebeskind). Musen beschäftigen uns im Gespräch mit Elisa von Hof, die energisch angetreten ist, unsichtbare Musen der Kunstgeschichte, meistens Frauen, wieder in die Sichtbarkeit zu holen - auch wenn es auf Kosten der Idee geht, ein genialer Mann hätte alles allein geschaffen (Klett-Cotta). Und wir stellen den Essay „Opfer - über Verwundbarkeit als Selbstbild“ von Maria Sibylla Lotter vor (Hanser) und Dörte Hansens neuen Roman Broder (Penguin).
Autor/in: Judith Heitkamp
Ingo Schulze gehört zu den Stammgästen auf den Longlists und Shortlists des deutschen Buchpreises. Auch dieses Jahr war er dort zu finden, mit seinem Roman "Das Wasser im August".
/ Viele kennen sie als Autorin von tollen Jugendbüchern. Aber Susan Kreller schreibt auch wirklich sehr besondere Bücher für Erwachsene - wie ihren neuen Roman über einen Mann, der vier Jahre in Haft gelebt hat und dann wieder frei ist: Ein Gespräch über "Licht nach oben". / In diesem Jahr ist Tschechien Ehrengast auf der Buchmesse Frankfurt und neben bereits bekannten Autorinnen und Autoren wird auch Alice Horácková zu Gast sein, mit ihrem neuen Roman "Geteiltes Haus". / Der internationale Booker Preis ging 2025 an die indische Autorin und Aktivistin Banu Mushtaq - und seitdem freut sich die internationale Literaturwelt, diese Autorin endlich wirklich kennenzulernen. Auch ins Deutsche wurde ihr Geschichtenband mittlerweile übersetzt: "Meistens bleibt ja die Frau zu Hause". / Lösen Sie unser literarisches Rätsel?
Autorin: Marie Schoeß
Wir schauen uns Monchis Buch "Jenseits der Brandmauer" an, über das Leben in der Provinz in Mecklenburg-Vorpommern mit AFD-Mehrheiten und der Frage 'Gehen oder Bleiben?‘.
Bleiben, sagt der linke Punkrocker. Außerdem: ein Gespräch mit Eva Menasse über Szenen mit Fledermäusen, Schreiben auf Reisen und ihren Roman "Alleinruhelage". Eine Besprechung zu "Anton und Alma" von Dana Vowinckel, ein Roman, der eine Geschichte von Liebe in Zeiten des Hasses erzählt. Und wir beschäftigen uns mit "Staatsräson nach Gaza. Das deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht", so heißt nämlich das Sachbuch des Göttinger Völkerrechtlers Kai Ambos. Am Mikrofon Judith Heitkamp.
Autor/in: Judith Heitkamp
"Die Lücken", so heißt Shida Bazyars neuer Roman, der schon vor dem Erscheinen diese Woche auf der Long List des Deutschen Buchpreises steht und migrantische Perspektiven und deutsche Geschichte verbindet.
Außerdem in diesem Büchermagazin: Neues von der koreanischen Nobelpreisträgerin Han Kang, ein schmales, persönliches Bändchen mit dem Titel "Der goldene Faden". Und ein Poet*innenfest-Gespräch mit Miriam Carbe über "Unerwünschte Töchter". Zum Schluss gehen wir wandern, zusammen mit dem Schriftsteller Norbert Scheuer. In seinem Roman "Holunderholz" spielen neben der Bewegung an frischer Luft alte Tonbandschnipsel und die Explosion eines Munitionslagers wichtige Rollen. Lauter Bücher, die unsere Gegenwart mit ihren widersprüchlichen, schockierenden und verblüffenden Vorgeschichten verbinden.
Autorin: Judith Heitkamp.
31 Jahre jung und die derzeit erfolgreichste deutschsprachige Autorin: Caroline Wahl, die Verfasserin der Bestseller "22 Bahnen", "Windstärke 17" sowie "Die Assistentin", legt Jahr für Jahr einen neuen Roman vor.
Nun erscheint ihr vierter: "1999 Meter über dem Meer" (Rowohlt). Eine road novel, eine Hochstapler-Geschichte, in deren Zentrum einmal mehr eine selbstbestimmte junge Frau mit einem gnadenlosen Blick auf ihre Umwelt steht. Ein Gespräch mit der Schriftstellerin über ihr neues Buch / "Orca" (Kein & Aber): Die Augsburger Autorin Franziska Gänsler erzählt in ihrem auf der Longlist des Deutschen Buchpreises stehenden Roman von Klimaaktivistinnen. Eine Rezension / "Mein privates Glück" (Hanser): Der Österreicher Michael Köhlmeier literarisiert erstmals seine eigene Familiengeschichte. Eine Kritik / Das literarische Rätsel.
Autor: Knut Cordsen
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