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Verkleiden macht Spaß, doch was bedeutet es, stets eine Maske aufsetzen zu müssen, um wenigstens nach außen hin nicht aus der Reihe zu tanzen?
Zur Autorin:
Das Buch:
Stefan Cernohuby, geboren 1982 in Wien, studierte Elektronik und ist nach einigen Jahren im Ausland wieder in seiner Heimat ansässig. Er ist verheiratet, Vater zweier Kinder und hauptberuflich im Softwarequalitätsmanagment tätig. Zahlreiche seiner Kurzgeschichten und Gedichte sind in unterschiedlichen Werken veröffentlicht worden. Er ist zudem Herausgeber von mittlerweile zehn Anthologien, von denen mehrere für Genrepreise nominiert wurden, genauso wie einige der enthaltenen Kurzgeschichten. Zuletzt erschienen mehrere Heftromane, ein Science-Fiction-Roman in der Reihe „Die neunte Expansion“ und die Anthologie „Wundersame Haustiere und wie man sie überlebt“. Aktuell arbeitet er an zwei Romanen, von denen einer in Kooperation mit einer österreichischen Autorin entsteht.
Neben seinen literarischen Aktivitäten war und ist er für unterschiedliche Medien als (Chef-)Redakteur tätig. Darüber hinaus ist er zweiter Vorstand des Phantastik-Autoren-Netzwerks e.v. (PAN).
Homepage: www.cernohuby.com
Ingrid Pointecker ist Kleinverlegerin aus Leidenschaft und betreibt den Verlag ohneohren seit 2013. Eigentlich ist sie Linguistin, hat aber bereits in vielen verschiedenen Tätigkeitsfeldern gearbeitet. Neben Büchern, Kaffee und Katze begeistert sie sich für Death Metal, italienisches Essen und das Nähen und Stricken von allerlei Kleidung.
Homepage: www.ohneohren.com
Das Buch: Facetten der Zukunft, Stefan Cernohuby (Hrsg.), ohneohren, 2022
Im von ihnen herausgegebenen Band "Vagabondage" (Sonderzahl 2022) nehmen Eva Schörkhuber und Andreas Pavlic historische und zeitgenössische Facetten des Vagabundierens ins Visier.
Mehr über die Herausgeber:
Eva Schörkhuber, 1982 in St. Pölten geboren, aufgewachsen in Oberösterreich. exil-literaturpreis 2012, Theodor-Körner-Preis 2013, Buchprämie der Stadt Wien 2015, author@musil in Klagenfurt 2020. Literaturwissenschaftliche Promotion über Archiv- und Gedächtnistheorien. Lebt und arbeitet in Wien. Konzeption und Durchführung der Wiener Soundspaziergänge. Redaktionsmitglied bei PS – Politisch Schreiben und Mitglied im Papiertheaterkollektiv Zunder.
https://www.eva-schoerkhuber.com
Andreas Pavlic, 1974 in Innsbruck geboren, lebt in Wien. Spediteur, Lagerarbeiter, Konflikt- und Gemeinwesenarbeiter, Studium der Politikwissenschaft und der Sozialen Arbeit. Forscht zu sozialen und alternativen Bewegungen. Seit 2008 Veröffentlichungen von Lyrik und Prosa in Literaturzeitschriften und Anthologien. Mitglied im Papiertheaterkollektiv Zunder. Zuletzt: (gem. mit A. Leder, M. Memoli): »Die Rätebewegung in Österreich. Von sozialer Notwehr zur konkreten Utopie« (Mandelbaum Verlag).
Die nächste Veranstaltung:
Vagabondage – eine soziale Bewegung aus Not, eine grenzüberschreitende Suche nach Freiheit oder ein Konzept, das die Kunst wie die Theorie beflügelt: Im eben erschienenen Band Vagabondage werden all diese historischen und zeitgenössischen Facetten des Vagabundierens in Wien beleuchtet. Von den Vagabund:innenkongressen in den 1920er Jahren geht es über nomadisierende Philosophie bis hin zu aktuellen Fragen zu Wohnungslosigkeit und Migration sowie zu gegenwärtigen Ausdrucksformen in Straßenmusik und Straßenzeitung.
Die Herausgeber:innen Andreas Pavlic und Eva Schörkhuber stellen an diesem Abend das Buch vor und sprechen mit Beiträger:innen über ihre Perspektiven auf die Vagabondage:
Mit Lisa Bolyos (Straßenzeitung Augustin), Ljubomir Bratić (Mit-Initiator des Migrationsmuseums Wien), Enesi M. (Performerin und Aktivistin bei AFRO-Rainbow Austria), Alexander Machatschke (Geschäftsführer der BAWO, der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe), Elena Messner (Mit-Initiatorin des Migrationsmuseums Wien)
Die Veranstaltung findet am 23.3.2023 um 19:00 im Depot – Kunst und Diskussion, 1070 Wien, Breite Gasse 3 bei freiem Eintritt statt.
Als die Buchhandlung Löwenherz 1993 gegründet wurde, geschah dies aus revolutionärem Veränderungswillen. Staat, Gesellschaft, lesbisch-schwule Szene und nicht zuletzt der Buchhandel sahen damals völlig anders aus.
Im Interview erzählt Veit Schmidt, was sich in den letzten Jahren verändert hat und warum die besten Buchtipps manchmal von den Kund*innen kommen. Außerdem verrät er uns auch, was es mit dem Namen Löwenherz auf sich hat.
Mehr über die Buchhandlung Löwenherz findet ihr hier: https://www.loewenherz.at
Mit ihrem neuesten Projekt, "Erzählen gegen Armut" möchte Lisa Höllebauer ihre Liebe zur Literatur dafür einsetzen, Gutes zu tun. Aus dem Wunsch, die Leidenschaft für deutschsprachige Gegenwartsliteratur mit einem guten Zweck zu verbinden, entstand die Idee, mit Hilfe eines Erzählbandes Spenden für geflüchtete Menschen zu sammeln.
Mario Schlembach, geboren 1985, aufgewachsen als Bauernsohn neben dem Lagerfriedhof Sommerein. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Philosophie und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien. Im Studienjahr 2020/21 absolvierte er die Schule Friedl Kubelka für unabhängigen Film. Schlembach lebt als Schriftsteller und Totengräber in Wien und Niederösterreich. Seine beiden ersten Romane „Dichtersgattin“ (2017) und „Nebel“ (2018) erschienen im Otto Müller Verlag und erhielten zahlreiche Auszeichnungen. www.bauernerde.at
Tanja Raich wurde 1986 in Meran (Italien) geboren und lebt als Lektorin und Autorin in Wien. Ihr Debütroman Jesolo ist im März 2019 erschienen und wurde für den Österreichischen Buchpreis Debüt 2019 sowie für den Alpha Literaturpreis 2019 nominiert.
Tanja Raich (Hrs.) Das Paradies ist weiblich. 20 Einladungen in eine Welt, in der Frauen das Sagen haben. Kein & Aber 2022.
Bettina Balàka ist in Salzburg geboren und schreibt seit rund 30 Jahren Bücher über Geschichte, Tiere und die Natur. Anfang der 1980er Jahre sah sie in Kanada zum ersten Mal Biber und ihre mächtigen Bauten. Der in den Donauauen seit 1863 ausgerottete Biber wurde da gerade erst wieder angesiedelt. Mit ihrem Hund Bubi streift Bettina Balàka fast täglich durch die Wildnis und freut sich an den Spuren – und manchmal am Anblick – der nun wieder heimischen Biber.
**Weiterführende Links
Die Munitionsfabrik im österreichischen Hirtenberg war der größte Patronenlieferant der Nationalsozialisten. Vor allem Frauen arbeiteten hier. Didi Drobna hat ihnen in ihrem neuesten Roman ein Denkmal gesetzt. In Was bei uns bleibt schildert sie die Geschehnisse aus der Sicht von Klara, die die Erlebnisse von damals auch heute noch beschäftigen. Im Interview erzählt die Autorin, wie sie auf die Geschichte von Hirtenberg stieß, auf welche Quellen sie zurückgreifen konnte und welche Zeitzeug:innenberichte sie am meisten beeindruckt haben.
Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava geboren und lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Germanistik an der Universität Wien, außerdem Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Ihre literarische Arbeit wurde mit mehreren Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet. Daneben war sie auch als Jurorin für Literaturpreise und -stipendien tätig, ab 2018 lehrt sie an der Universität für angewandte Kunst. Didi Drobna arbeitet seit Jahren hauptberuflich in der IT-Branche und leitet derzeit die Kommunikation & Presse für ein IT-Forschungszentrum. 2018 erschien ihr Roman „Als die Kirche den Fluss überquerte“.
**mehr Informationen
Am 1. November wären Ilse Aichinger und ihre identische Zwillingsschwester Helga 100 Jahr alt geworden. Aus diesem Anlass nähert sich diese Podcast-Folge von Das Litrophon in einem Aichinger Spezial der großen österreichischen Autorin nun aus literaturwissenwissenschaftlicher Perspektive.
Im Interview betont die Germanistin und Komparatistin Christine Ivanovic die große Bedeutung von Ilse Aichinger, zum einen als wichtige Repräsentantin der österreichischen Nachkriegsliteratur, zum anderen als Vertreterin des sogenannten "linguistic turns".
Christine Ivanovic ist Germanistin und Komparatistin und war Professorin für deutschsprachige Literatur an der Universität Tokio. Aktuell lehrt sie am Institut für Europäische und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien. Zuletzt erschienen u.a.: »Die Lücke im Sinn. Vergleichende Studien zu Yoko Tawada« (Mithrsg., 2014); »Darstellung als Umweg. Essays und Materialien zu (Krieg und Welt) von Peter Waterhouse« (Hg., 2020).
Das grüne Märchenbuch aus Linz: Ilse Aichinger (1921–2016)
Ausstellung im Stifterhaus, Adalbert-Stifter-Platz 1
4020 Linz
20. Oktober 2021 - 3. Mai 2022
Der Vater war ein im Linzer Kulturleben überaus aktiver Lehrer und Schriftsteller, die Mutter engagierte sich als erste Jugendamtsärztin der Stadt für die gesundheitliche Aufklärung vor allem von Mädchen und Frauen. Erinnerungen an ihre frühe Kindheit in Linz publiziert Ilse Aichinger erst in ihren späten Jahren. Aber als ihr Hauptwerk entsteht, zwischen 1952 und 1981, ist sie mit ihren Texten in fast 20 Jahrgängen des Literarischen Jahrbuchs der Stadt präsent. Die Ausstellung zeigt Ilse Aichinger aus dem ungewohnten Blickwinkel ihrer Beziehung zu Linz und seinen Autoren – an deren erster Stelle Adalbert Stifter steht.
**Online Ausstellungen zu Ilse Aichinger:
LeMO Lebendiges Museum Online
**Weitere Informationen über Veranstaltungen:
**Ilse Aichingers Werkverzeichnis:
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