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Digitale Zwillinge sind ein digitales Abbild aller Objekte der realen Welt, mit denen wir uns umgeben. Die Idee eines baugleichen Modells entstand in der Raumfahrt: Bei Mondmissionen sollte sich ein identisches Raumschiff für Tests und Fehleranalysen auf der Erde befinden. Digitale Zwillinge sind ein nächster Schritt: Sie bilden das Produkt nicht mehr physisch, sondern digital von der Konstruktion bis zur Nutzung ab.
Doch digitale Zwillinge können noch viel mehr: Sie stellen nicht nur Daten aus der realen Welt zur Verfügung (z.B. Routen, Ladezyklen u.ä. bei einem E-Auto), sondern ermöglichen bidirektionale Kommunikation. So können sie Aktionen in der realen Welt anstoßen.
In diesem Video der »Data Researchers«-Reihe erläutert Boris Otto, was digitale Zwillinge in smarten Datenökosystemen der Zukunft leisten: Sie schaffen Transparenz über den Zustand der Welt und ermöglichen Simulationen bei Veränderungen in der Realwelt (z.B. bei einer Veränderung der Medikation eines Patienten). Dadurch können Digitale Zwillinge Vorschläge machen oder warnen, wenn Probleme drohen. Neu ist, dass sie auch autonom anstelle realer Objekte Entscheidungen für die reale Welt treffen. Sie verschmelzen in smarten Datenökosystemen mit KI-Agenten. Daraus ergeben sich spannende Forschungsfragen: Wie vertraue ich den Entscheidungen digitaler Zwillinge? Wie vertraue ich ihren Datenquellen? Wie fließen ihre Daten in (dezentrale) KI-Modelle ein?
00:00 Einführung & Bedeutung digitaler Zwillinge
00:29 Smart Data Ecosystems – Grundidee
02:01 Was ist ein digitaler Zwilling und woher kommt die Idee?
04:03 Zentrale Eigenschaft: Bidirektionale Kommunikation
05:20 Praxisbeispiel Logistik
07:35 Anwendung im Gesundheitsbereich
08:29 Funktionen digitaler Zwillinge & Rolle von KI
11:32 Herausforderungen: Vertrauen, Daten & Systeme