Trinkgeld. Jeder gibt es. Kaum jemand spricht offen darüber.
Dabei steckt hinter diesen paar Münzen – oder dem Tipp am Kartenlesegerät – eine Welt voller ungelöster Fragen. Rechtlicher Graubereiche. Unfairer Verteilung. Psychologischer Manipulation. Und einer Branche, die das Thema seit Jahrzehnten lieber unter den Tisch kehrt.
In der neuesten Episode von «Der letzte Schluck zum Feierabend» sprechen Ljubo Vuljaj und Michael Gehring genau darüber. Ungeschminkt. Mit Zahlen, die überraschen. Und Thesen, die provozieren.
Einige Fakten vorab:
→ Über eine Milliarde Franken fliessen jährlich als Trinkgeld durch die Schweizer Gastronomie – grösstenteils unversteuert.
→ 43 % der Gäste geben mehr Trinkgeld, wenn sie bar bezahlen.
→ In Österreich gilt ab 2026 erstmals eine bundeseinheitliche Regelung – ein echter Meilenstein.
→ Und: Das Kartenlesegerät, das dir 10, 15 oder 20 % vorschlägt? Das ist kein Zufall. Das ist Psychologie.
Wir reden über faire und unfaire Verteilungsmodelle, über Köche und Techniker, die leer ausgehen, über die Frage, ob Trinkgeld Lohnersatz oder echte Wertschätzung ist – und warum die Digitalisierung ein System unter Druck setzt, das auf Diskretion gebaut war.
Die Frage, die uns durch die ganze Episode begleitet:
«Welche Werte vermitteln wir, wenn wir Trinkgeld empfangen, verwalten und verteilen – und wem gehört es wirklich?»
Diese Episode ist für alle, die in der Hospitality arbeiten oder sie lieben. Für Führungskräfte, die faire Strukturen bauen wollen. Und für alle, die das nächste Mal am Terminal stehen und bewusst entscheiden möchten.
«Der letzte Schluck zum Feierabend» – Hospitality. Klartext. Mit Herz.
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