Der Märchendoktor

Der Märchendoktor

Download on the App Store

Der Märchendoktor episodes

  • Der Holzfäller und die Schicksalsfrau
    Das zypriotische Märchen gehört zum internationalen Aarne-Thompson-Uther-Index ATU 563-(einer wissenschaftlichen Klassifikation von Volksmärchen) „Die wunderbaren Knaben“ bzw. „Die Geschenke des kleinen Volkes“.

    In der bekanntesten deutschen Fassung der Brüder Grimm heißt diese Erzählung „Tischchen deck dich, Goldesel und Knüppel aus dem Sack“.

    Die obige Version wurde für Zypern lokalisiert: das klassische „Tischlein“ wurde durch eine typisch zyprische Tonschale ersetzt, die anstelle von deutschem Braten traditionelle Spezialitäten wie Kleftiko und Halloumi zaubert. Der „Knüppel aus dem Sack“ wurde hier zu einem magischen Windstoß aus einer Glasflasche, und anstelle von Feen oder Zwergen tritt eine Moira (eine Schicksalsfrau der griechisch-zyprischen Mythologie) auf.Ein einheitlicher, fester Titel für diese spezifisch zyprische Variante existiert in gedruckten Märchensammlungen selten.

    Oft wird sie schlicht unter Titeln wie „Die Geschenke der Moira“ oder „Der Holzfäller und die Schicksalsfrau“ geführt.

    Da der Märchentyp ATU 563 auf der ganzen Welt verbreitet ist, gibt es faszinierende Adaptionen aus verschiedenen Kulturkreisen.

    Eine besonders schöne und direkte asiatische Variante ist das chinesische Märchen „Der magische Topf“ (oft auch als „Der unerschöpfliche Ostertopf“ oder „Das Geschenk des Drachenkönigs“ bekannt).
    13 min
  • Das Geschenk des Drachenkönigs
    Jahrhundertelang wurden im chinesischen Teehaus Märchen erzählt, und auch in den abgelegensten Siedlungen war der Märchenerzähler stets willkommen. 

    Die Märchen jedes Volkes spiegeln dessen Lebensweise wider, so der Kampf gegen die Naturgewalten in den bäuerlichen Märchen.

    Das Geschenk des Drachenkönigs ist ein bekanntes koreanisches Volksmärchen, das Märchen ist auch als  „Der magische Topf“ oder als „Der unerschöpfliche Ostertopf“ bekannt.Es erzählt die Geschichte von Shim Cheong, einer treuen Tochter, die sich opfert, um das Augenlicht ihres blinden Vaters wiederherzustellen, und dafür vom Drachenkönig des Meeres belohnt wird.Hier sind die klassischen Elemente – passend zum asiatischen Kulturkreis – völlig neu besetzt: anstelle eines Holzfällers und einer Moira trifft man hier oft auf einen armen, ehrlichen Bauern oder Fischer namens Gopy (oder in anderen Versionen Wang). 

    Statt der Schicksalsfrau tritt hier ein gütiger Wassergeist, ein barmherziger Mönch oder der Drachenkönig des Meeres auf, der die Tugend des Mannes belohnt.Der Mann erhält einen einfachen Tontopf, wenn man etwas hineinlegt – und sei es nur ein einziges Reiskorn oder eine Kupfermünze –, multipliziert der Topf diesen Inhalt unendlich oft, sodass der Bauer und sein Dorf niemals wieder Hunger oder Armut leiden müssen.

    Der reiche, unbarmherzige Mandarin (ein kaiserlicher Beamter) oder ein gieriger Grundbesitzer erfährt von dem Wunder. Er beschuldigt den Bauern des Betrugs und konfisziert den magischen Topf, um sich selbst unermesslichen Reichtum zu verschaffen.

    Als der gierige Mandarin den Topf ausprobiert, passiert in vielen Versionen ein Missgeschick: der gierige Beamte fällt vor lauter Neugier selbst in den riesigen Topf hinein. Der magische Topf tut, was er tun muss – er vervielfältigt den Mandarin. 

    Das Chaos im Palast ist perfekt, und der gierige Beamte ist durch seine eigene Habgier gestraft.Josef Guter (* 07.09.1929 - † 16.06.2014) war ein deutscher Buchautor. Komet Verlag, ISBN 978-3898366076
    8 min
  • Tams Reise durch die jüdische Märchenwelt
    Ab 1901 entstand eine Blütezeit der deutsch-jüdischen Kinderbücher, mit wunderbaren Zeichnungen ausgestattet vermitteln diese Bücher dem jüdischen Kind Geschichten, die es nachvollziehen kann. 

    Einige versuchten, die Schwierigkeiten, Herausforderungen, aber auch Freuden, mit denen ein jüdisches Kind konfrontiert war, zu thematisieren. 

    Heute erzähle ich Euch eine Geschichte aus dem Buch von Siegfried Abeles

    „Tams Reise durch die jüdische Märchenwelt.“ 

    Über den österreichischen Kinderbuchautor Siegfried Abeles (1884 – 1937) ist nicht viel bekannt. Er wuchs als Kind in Nikolsburg (heute: Mikulow, Tschechische Republik) auf

    Er war Pädagoge, Primaschullehrer, arbeitete während des Ersten Weltkriegs für die jüdische Kriegsblindenfürsorge und beschäftigte sich mit der Blindenschrift für die jiddische und hebräische Sprache. 

    Seine Leidenschaft galt der Arbeit mit den Kindern der jüdischen Gemeinde Wiens, die er beim Lernen unterstützte und mit ihren jüdischen Wurzeln verband. 

    Mit diesem und zwei weiteren Büchern trug er dazu bei, jüdische Kindermärchen als literarische Gattung zu etablieren.

    Er war mit Sabine Abeles verheiratet, sein 1923 geborener Sohn Norbert wurde 1938 mit einem Kindertransport nach England gerettet.

    Sabine Abeles wurde 1943 nach Minsk deportiert und Opfer des Holocaust. 

    Abeles starb 1937 im Alter von nur 53 Jahren, nach Angaben seines Sohnes Norbert beging er im Juni 1937 aus Geldmangel mit einem Sprung in den Donaukanal Selbstmord

    „Wir gedenken des Autors Siegfried Abeles, dessen Worte und Gedanken ein bleibendes Vermächtnis für uns sind. Zichrono livracha – sein Andenken sei uns zum Segen.“

    Das wunderbare Büchlein  enthält 25 Kindermärchen nach jüdisch-volkstümlichen Motiven und von Victor Kosak illustriert

    Herausgeber: Gans Verlag Berlin 2022.151 Seiten, kartoniert, Paperback, Euro 20,60.-

    20 min
  • Jiddische Geschichten - Teil II
    Ab 1901 entstand eine Blütezeit der deutsch-jüdischen Kinderbücher, mit wunderbaren Zeichnungen ausgestattet vermitteln diese Bücher dem jüdischen Kind Geschichten, die es nachvollziehen kann. Einige versuchten, die Schwierigkeiten, Herausforderungen, aber auch Freuden, mit denen ein jüdisches Kind konfrontiert war, zu thematisieren. 

    Über den österreichischen Kinderbuchautor Siegfried Abeles (1884 – 1937) ist nicht viel bekannt. Er war Pädagoge, Primaschullehrer, arbeitete während des Ersten Weltkriegs für die jüdische Kriegsblindenfürsorge und beschäftigte sich mit der Blindenschrift für die jiddische und hebräische Sprache. 

    Abeles war als Inspektor von Kindergärten und Heimen des Vereins der jüdischen Kinderfreunde tätig. Seine Leidenschaft galt der Arbeit mit den Kindern der jüdischen Gemeinde Wiens, die er beim Lernen unterstützte und mit ihren jüdischen Wurzeln verband. (Quelle: Taschenbuch - Gansverlag.de).

    Ich erzähl Euch heute „gezund und munter und a maise bunter“- also a` Geschicht rund um das Buch „Tams Reise durch die jüdische Märchenwelt“ und erkläre einige jüdische Begriffe.

    Danach erzähl ich Euch vom „Schofar Macher“ Aron Feitwel, er fertigt traditionell aus dem Horn eines Widders das Blasinstrument, das vor allem zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana und zum Versöhnungstag Jom Kippur geblasen wird.

    Rosch ha-Schana beginnt heuer am Freitag, den 11. September, bei Sonnenuntergang und endet am Sonntag, den 13. September, nach Einbruch der Dunkelheit, es ist der Beginn des jüdischen Jahres 5787.Die Jahreszählung beginnt traditionell mit der Schöpfung der Welt. Das gregorianische Jahr 2026 fällt größtenteils mit dem jüdischen Jahr 5786 zusammen.

    Man wünscht sich gegenseitig „Schana towa u'metuka“- („Ein gutes und süßes Jahr!“) – passend zu dem Brauch, Äpfel in Honig zu tunken.

    Runde Challa: Das festliche Brot ist rund geformt, um den Kreislauf des Jahres zu symbolisieren.

    Taschlich: Sünden werden symbolisch bei einem Spaziergang an fließendem Wasser durch das Auswerfen von Brotstückchen abgeworfen.
    17 min
  • Märchen aus der Schweiz
    «Die drei Raben» ist ein bekanntes Volksmärchen, das in einer Schweizer Fassung sowie in der Urfassung der Brüder Grimm (1812) überliefert ist. Eine Mutter verflucht ihre drei Söhne im Zorn (oder in einer anderen Version der Vater), weil diese sonntags während der Kirche Karten gespielt haben. Die Söhne werden sofort in kohlschwarze Raben verwandelt. Das treue Schwesterchen vermisst seine Brüder. Es macht sich ganz allein auf eine lange, beschwerliche Reise, um sie zu erlösen. Unterwegs trifft das Mädchen auf eine gute Fee, die ihm den Weg zu den verzauberten Brüdern zeigt.

    «Goldig Betheli und Harzebabi» ist ebenfalls ein berühmte Schweizer Volksmärchen - die traditionelle Schweizer Variante zum Märchen „Frau Holle“ der Gebrüder Grimm.Das Märchen folgt dem klassischen Motiv der ungleichen Schwestern: das Betheli (Elisabeth) ist das fleißige, brave, aber vernachlässigte Stiefkind, das in Lumpen gehen und ununterbrochen spinnen muss.

    Das Babi (Barbara) ist das leibliche, faule und verwöhnte Kind der bösen Stiefmutter. Als Betheli seine Spindel (sein Wirtli) verliert, muss es in einen tiefen Brunnen steigen. Dort gelangt es in eine magische Welt. Weil das Mädchen zu den sprechenden Hunden und wunderbaren Kindern auf seinem Weg freundlich und bescheiden ist, wird es reich belohnt – es kehrt übersät mit reinem Gold zurück und wird fortan nur noch das „goldig Betheli“ genannt.Das Harzebabi: als die neidische Stiefmutter ihre faule Tochter Babi hinterherschickt, verhält sich diese den Wesen gegenüber hochmütig und egoistisch. Zur Strafe wird sie komplett mit klebrigem Tannenharz überzogen (daher „Harzebabi“), in anderen Versionen fällt ihr schlicht ein saftiger Kuhfladen auf den Kopf.

    Quelle: Otto Sutermeister, Kinder- und Hausmärchen aus der Schweiz. Aarau 1873. Nr. 6 und Nr.2.(Willisau, Kt. Luzern). 
    19 min
  • Kurzgeschichten aus der Cholmer Weisheitstradition
    Ich hatte die große Freude als Internist und Kardiologe im 2. Wiener Bezirk auch viele Juden betreuen zu dürfen. Von Ihnen stammt so manche hübsche Geschichte! 

    Jiddische Märchen und jüdische Volkserzählungen verbinden osteuropäischen Humor, Weisheit und religiöse Überlieferungen. Sie handeln oft von armen, gottesfürchtigen Menschen, klugen Rabbinern, Engeln, Dämonen oder sprechenden Tieren und spiegeln die Lebenswelt der aschkenasischen Juden wider.

    Viele Geschichten vermitteln ethische Lehren aus der jüdischen Tradition (Tora, Talmud und Chassidismus). Sie nutzen oft feinen Witz und Selbstironie, um Armut und schwere Zeiten zu ertragen. 

    Der Schlimazel (vom hebräischen masel für Glück und schlim für schlecht) ist ein chronischer Pechvogel, während der Schlemiel der ungeschickte Tollpatsch ist. Berühmte literarische Beispiele verbinden dieses Pech oft mit tiefem jüdischem Humor und Lebensweisheit.

    In der jiddischen Folklore ist Cholm das fiktive Dorf der Toren und Schlemiels. Die Weisheit dieser Geschichten liegt darin, dass die Dorfbewohner ihre Probleme mit absurder Logik lösen (z. B. versuchen, das Sonnenlicht in Säcken einzufangen, um das Rathaus zu erhellen)..

    Der Schlemiel (Der ungeschickte Akteur) ist ein gutmütiger, aber extrem ungeschickter Tollpatsch.  Er stolpert über seine eigenen Füße, lässt Dinge fallen oder trifft falsche Entscheidungen. Er ist aktiv für das Chaos verantwortlich.

    Beispiel: Der Schlemiel ist der Kellner, der im Restaurant stolpert und eine heiße Suppe verschüttet.Herkunft von Schlemiel- ist historisch nicht absolut eindeutig geklärt, aber es gibt zwei sehr starke, anerkannte Theorien:

    a)     Die biblische Theorie: Iin der Tora wird ein Stammesfürst namens Schlumiel ben Zurischaddai erwähnt. Laut jüdischer Midrasch (Überlieferung) war er der Einzige, der bei einer Schlacht beinahe ohne Grund oder durch unglückliche Umstände das Leben verlor, während alle anderen gerettet wurden. 

    b)     Die hebräische Wortspiel-Theorie): manche Sprachwissenschaftler führen das Wort auf die hebräische Phrase sche-lo-mo'il  zurück. Das bedeutet übersetzt „der, der zu nichts nütze ist“, daraus entwickelte sich im Jiddischen der sympathische, aber unfähige Tollpatsch.

    Das reale Chełm liegt im Osten Polens und war jahrhundertelang ein bedeutendes Zentrum jüdischen Lebens und osteuropäischer Gelehrsamkeit.

    Da die Stadt für ihre Talmud-Gelehrten und tiefgründigen Logiker bekannt war, entstand im 19. Jahrhundert der humorvolle Mythos. 

    Die Geschichten parodieren liebevoll die typisch talmudische Haarspaltung, bei der logische Argumente soweit auf die Spitze getrieben werden, bis sie jeglichen gesunden Menschenverstand verlieren.
    17 min
  • D’ Sago vom klonno Hirtobüble und am Butz und das Büable und das Meiggele
    Als Vorarlberger erzähle ich Euch heute „a kleale  eppas„- etwas über unsere Dialekte. Sie gehören zum alemannischen Sprachraum (ähnlich wie Schweizerdeutsch oder Schwäbisch) und sie unterscheidet sich stark von den bairischen Dialekten im restlichen Österreich.

    Die Ursprünge unserer Sprache gehen auf die germanische Besiedlung im frühen Mittelalter zurück.
    Statt des im Hochdeutschen üblichen Wortes „war“ sagt man meist „bin gsi“ (gewesen). Das brachte den Vorarlbergern den scherzhaften Spitznamen Gsi-Berger ein.Fehlende Doppellaute: Aus „Haus“ wird Hus, aus „Kreuz“ wird Krüz und aus „sein“ wird si. Es gibt auch keinen Genetiv, auch das Wort „gi“ findet im Hochdeutschen kein Pendant: „Er goht gi schaffa“ – also „Er geht arbeiten“.

    Klassische Volksmärchen werden in Vorarlberg meist in regionaler Mundart (z.B. Bregenzerwälderisch oder Montafonerisch) erzählt, wobei jedes Tal eigene Laute hat.

    Bregenzer Dialekt: alemannischer Ursprung, keine bairische, sondern westlich geprägt mit Wurzeln im Frühmittelalter. Klangfarbe: weiche Vokale und markante Laute, die sich oft von Dorf zu Dorf hörbar unterscheiden.

    Bregenzerwald ("Wälderisch"): sehr markant, starkes Hochalemannisch, extrem eigenständig; unterscheidet sich stark von Ort zu Ort (z. B. das Wort für Stein wandelt sich von „Schtui“ im vorderen zu „Schtua“ im hinteren Wald).
    Lechtal / Tannberg (Warth-Schröcken): altwalserische Mundarten.

    Lustenau: extrem eigenständiger Ortsdialek, sehr markanter, in der Aussprache stark ausgeprägter niederrheinisch/alemannischer Ortsdialekt.

    Montafon: Eigene Kosenamen und Ausdrücke wie Ahna (Großmutter), gehört zum Höchstalemannischen; enthält durch die historische Besiedlung rund 200 rätoromanische Reliktwörter und spezielle Bergnamen.

    Rheintal (Bregenz, Dornbirn, Feldkirch): Bodenseealemannisch bzw. osthochalemannisch geprägte Stadt- und Flachlandmundarten.

    Walsertal: in den ehemaligen Walser Siedlungen (wie im Großes Walsertal, Kleinwalsertal oder Brandnertal) klingen die Mundarten teils deutlich hoch- bis höchstalemannisch.
    13 min
  • Sfurtuna - Pech
    Sizilianische Geschichten vereinen griechische, arabische, spanische und normannische Einflüsse. Oft treten kluge Frauen, verwunschene Prinzen, mutige Bauern und magische Wesen wie Feen oder Hexen auf.

    Laura Gonzenbach hat die mündlichen Überlieferungen im 19. Jahrhundert auf Sizilien gesammelt.„Sfortuna“ (auf Deutsch „Pech“ oder „Unglück“) ist ein bekanntes sizilianisches Volksmärchen. Es erzählt die Geschichte eines Königskinds, das vom harten Schicksal geprüft wird. 

    Nach einem verlorenen Krieg verliert die Königsfamilie ihre Macht, und die Königin bleibt mit ihren sieben Töchtern allein zurück.

    Die jüngste Tochter trägt den Namen Sfortuna (das Unglücklkind). Sie muss das Elternhaus verlassen, da ihr Leben von Prüfungen und scheinbarem Pech begleitet wird. Erst als das Mädchen ihr schweres Los annimmt und ihm mit Liebe begegnet, wendet sich das Blatt und sie findet ihr großes Glück.

    Das Märchen gilt volkskundlich als klassische Reifeprüfung einer jungen Frau.

    Die britische Komponistin Judith Weir (*11.05.1954 in Cambridge) nutzte das Stück als direkte Vorlage für ihre Oper Miss Fortune (deutsch Achterbahn), die im Juli 2011 bei den Bregenzer Festspielen uraufgeführt wurde.

    Danke für Eure Zeit!

    „Che la fortuna sia con te“, oder zumindest  „Fortuna nella sfortuna“ , also Glück im Unglück!

    Euer

    Joachim

    www.märchendoktor.at
    17 min
  • Peterchens Mondfahrt
    Peterchens Mondfahrt ist ein Märchen für Kinder von Gerdt Bernhard von Bassewitz- Er war, ein deutscher Schriftsteller und Schauspieler, geb.: 1878, verst.: 1923. Sein Vater, Eberhard von Bassewitz war früh als Johanniter-Ritter in Kriegs-Lazaretten tätig.

    Peterchens Mondfahrt handelt von den Abenteuern des Maikäfers Herrn Sumsemann, der zusammen mit den Menschenkindern Peter und Anneliese zum Mond fliegt, um von dort sein verlorengegangenes sechstes Beinchen zu holen.

    Am 7. Dezember 1912 wurde Peterchens Mondfahrt als Märchenspiel in sechs Bildern mit Musik von Josef Achtélik und „in Scene gesetzt“ von Paul Prina im Alten Theater Leipzig uraufgeführt. 
    1915 wurde das Märchen dann als Buch mit Illustrationen von Hans Baluschek veröffentlicht. Es gilt heute als ein Klassiker der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.

    Als Vorbild für die Geschwister Peter und Anneliese sollen die gleichnamigen Kinder des Ärzteehepaars Eva und Oskar Kohnstamm gedient haben, in deren Sanatorium sich Bassewitz im Jahre 1911 zur Kur aufhielt.
    22 min
  • Das hässliche Entlein
    Das Kunstmärchen „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen  wurde am 11. November 1843. Eine Entenmutter brütet sechs Enten aus. Das siebte Ei ist jedoch größer, weshalb es länger dauert, bis das Entlein ausschlüpft. Die anderen sechs Küken waren alle gelb ,das siebte Küken hingegen war grau. Der Nachzügler wirkt tollpatschig und unbeholfen und wird deshalb von den Tieren verspottet und drangsaliert.Weil Alle so bös zu ihm sind, läuft das kleine Entlein traurig davon und überlebt einen harten Winter.Im Frühling bemerkt es im Wasser, dass es kein hässliches Entlein ist, sondern ein wunderschöner Schwan wurde. Das Märchen vermittelt die Hoffnung, dass auch in schwierigen Zeiten ein glückliches Ende möglich ist und dass wahre Schönheit von innen kommt und Geduld erfordert.1869 schrieb Andersen in einem Brief an Georg Brandes, dies Märchen sei eine „Abspielung“ seines eigenen Lebens. Andersen selbst war zeit seines Lebens ein Außenseiter und wurde wegen seines Aussehens häufig abfällig beschrieben. So schrieb Friedrich Hebbel: „Andersen- eine lange, schlottrige, lemurenhafte-eingeknickte Gestalt mit einem ausnehmend hässlichen Gesicht“.
    25 min

About Der Märchendoktor

From the publisher's feed

Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen?