Der Märchendoktor

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Der Märchendoktor episodes

  • 3 Geschichten von den Wichtelmännern
    Ein Wichtelmännchen (oder Wichtel) ist eine menschenähnliche Sagengestalt. Als fleißige, kleine Hausgeister helfen sie den Menschen oft unbemerkt bei der Arbeit. Bekannt sind sie vor allem aus nordischen Mythen sowie von den 3 Märchen der Gebrüdern Grimm.
    Das Erste handelt von einem ehrlichen, aber verarmten Schuhmacher, der unverschuldet in Not gerät.
    Der Mann hat nur noch so viel Leder übrig, dass er daraus gerade noch ein letztes Paar Schuhe zuschneiden kann. Er legt es am Abend auf die Werkbank, um am nächsten Morgen mit der Arbeit zu beginnen.
    Als er am nächsten Morgen erwacht, stehen die Schuhe bereits perfekt fertig genäht auf dem Tisch. Ein Käufer bezahlt sie so gut, dass der Schuster Leder für zwei weitere Paar kaufen kann.
    Dies wiederholt sich tagelang, bis der Schuhmacher und seine Frau sich eines Nachts auf die Lauer legen. Sie entdecken zwei kleine, nackte Wichtelmänner, die im Eiltempo die Schuhe fertigen. Aus Dankbarkeit nähen die Eheleute den Wichtelmännern winzige, warme Kleidungsstücke. 
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    Das Zweite handelt  von einem armen, fleißigen Dienstmädchen, es findet eine schriftliche Einladung von Wichtelmännern als Taufpatin. Auf Zureden seiner Herrschaft geht es mit drei Wichteln in einen hohlen Berg, wo alles klein und prächtig ist. Auf ihr Bitten bleibt es drei Tage lang in Freude und geht mit den Taschen voll Gold. Daheim ist die Herrschaft schon gestorben, denn es waren sieben Jahre. 
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    Das Dritte handelt von einer Mutter deren neugeborenes Kind von Wichtelmännern mit einem Wechselbalg mit dickem Kopf und starren Augen vertauscht wurde. 
    Der Begriff tauchte im 11. Jahrhundert auf und beschreibt den Versuch früherer Gesellschaften, sich unerklärliche Entwicklungsstörungen, Behinderungen, chronische Krankheiten oder das plötzliche Versterben von Säuglingen zu erklären.
    11 min
  • Die Tochter des Königs von Vilas (Kroatien)
    Kroatische Volkserzählungen gehören zur südslawischen Tradition und weisen die wesentlichen Merkmale der slawischen Mythologie auf – den Weltenbaum, den freundlichen dreiköpfigen Drachen Zmaj,  die Feenwesen namens Vile und den ewigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit, der sich durch die gesamte slawische mündliche Überlieferung zieht.

    In anderen slawischen Märchen (wie in Kroatien oder Russland) treten oft bösartige, dreiköpfige Drachen auf, die Feuer speien und von Helden besiegt werden müssen.
    Kroatische Erzählungen sind zudem von der Adriaküste beeinflusst: Meeresgeister, Seemannslegenden und die Mythologie des dalmatinischen Hinterlandes verleihen ihnen ein mediterranes Flair, das den slawischen Traditionen im Landesinneren fehlt.

    Helden sind oft kluge jüngste Söhne oder findige Mädchen, die übernatürliche Feinde mit Einfallsreichtum statt mit Gewalt besiegen.

    „Die Tochter des Königs von Vilas“ ist ein klassisches kroatisches Volksmärchen, das vor allem durch die Übersetzungen des britischen Slawisten Albert Henry Wratislaw bekannt wurde.

    Den König von Vilas gab es nie, die Geschichte Kroatiens kennt verschiedene Königsdynastien, deren bekannteste Herrscher sind die Könige Tomislav (ca. 925–928), Petar Krešimir IV. (1058–1074), Dmitar Zvonimir (1075–1089) und Petar Svačić (1093–1097). Ab 1097 war Kroatien mit dem Königreich Ungarn vereint.

    Ab 1527 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs 1918 übernahmen die Habsburger (Österreich) die Herrscherkrone Kroatiens. 
    19 min
  • Der Hahnengiggerl
    Der Hahnengiggerl (auch Hahnegiggerl) ist eine dämonische Sagengestalt oder ein Zwerg aus der steirischen Volksüberlieferung und alpenländischen Märchen. Er ist eine Art regionaler Berggeist oder eine lokale Version des "Rumpelstilzchens".

    Romuald Pramberger schreibt 1946 in seinen Märchen aus der Steiermark: „Dieses Märchen erzählte mir ein altes, holzsammelndes Weiblein Ende August 1904 unweit von Poluderteich bei Neumarkt.“

    Begriffe:

    1)   "hamisch" (oft auch hochdeutsch hämisch) beschreibt eine Person oder deren Verhalten, wenn sie boshaft, schadenfroh, gehässig oder hinterhältig ist.2)   "dumper" bedeutet in Altbayern und Teilen Österreichs dunkel, trüb oder dämmrig.3)   „Zotten“ sind in der Bekleidung abstehende, buschige Fransen, Wollfäden, Fellbüschel oder zottig herabhängende Stoffstreifen. Auch alte, gebrauchte, meist zerschlissene Kleidung wird so beschrieben.4)   "Buckelkorb" ist ein traditioneller, handgeflochtener Rückentragekorb (oft aus Haselnuss, Weide oder Eschenholz), der ergonomisch so geformt ist, dass er bequem auf dem Rücken getragen werden kann. Er besitzt meist eine gerade Rückseite, eine gewölbte Vorderseite und Trageriemen.5)   "Kattun" ist ein glattes, relativ dicht gewebtes Textilgewebe aus Baumwolle in klassischer Leinwandbindung. Der Begriff leitet sich vom arabischen Wort quṭūn (Baumwolle) ab, weshalb es sprachlich eng mit dem englischen Wort cotton verwandt ist.6)   Ein "Kobelwagen" ist einer der ältesten mittelalterlichen Reisewagen, der bis in das 16. Jahrhundert hinein genutzt wurde. Der Wagen besaß vier gleich große, hohe Räder und einen länglichen Kasten. Anfangs waren die Seitenwände halbhoch und mit Planen (aus Stoff oder Leder) überdacht, was ihm ein Aussehen ähnlich einem späteren Planwagen verlieh.7)   Ein "Klafter" (historisches Maß) entspricht in Österreich genau 1,896 mr Ein Klafter Holz entspricht heute meist etwa 3 bis 4 Kubikmeter.8)   "Ganggerl" ist ein Kobold, oft Begleiter des Heiligen Nikolaus.9)   "Tschüppel"  ist ein Büschel (z.B. Stroh oder ein Haarschopf).
    30 min
  • Die verwunschene Alm
    Die Vorauer Schwaig, gelegen auf einer Seehöhe von 1.511 Metern, ist sowohl zu Fuß als auch mit dem Auto über die Mautstraße über Festenburg bei St. Lorenzen am Wechsel erreichbar. Von dort aus gelangt man in etwa einer Stunde zum Gipfel des Hochwechsels.

    Wanderwege führen von St. Lorenzen, Bruck/Lafnitz und Waldbach/ Mönichwald - Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Steiermark - über Forststraßen oder gekennzeichneten Wegen direkt zur Almhütte. Die Vorauer Schwaig hat ausschließlich im Sommer geöffnet! 

    Die freundliche Bewirtung mit Jause und Getränken wird von Wanderern und Besuchern gerne angenommen.

    Zum steirischen Dialekt:

    1)   „Schwaigern“ Sennerin, in der Steiermark oder Brentlerin“ genannt.2)   „Felddirn“ (oder Feldmagd) aus der historischen bäuerlichen Arbeitswelt - die erste Magd eines landwirtschaftlichen Betriebs.3)   „Kuhdirn“ ein historischer, regionaler Begriff für eine Magd, die in der Landwirtschaft ausschließlich für die Betreuung und das Melken der Kühe zuständig war.4)   „Küchendirn“ (Kuchile oder Kuchldirn) ein veralteter, regionaler Begriff für eine weibliche Küchenmagd. Sie war für das Zubereitung von Speisen, das Kochen und die Instandhaltung der Küche zuständig.5)   „garstiger Butznigl“  ungezogenes Männlein oder Schimpfwort für geringe Dinge.6)   „Kraxen“ - Holzgestell [mit Korb] zum Tragen auf dem Rücken, Rückentraggestell, Rückenkorb.7)   „Kemenate“  beheizbares Gemach, meist wohnten dort die Frauen.8)   „Urschel“ ein alter, umgangssprachlicher Ausdruck bedeutet meist eine alberne, leichtsinnige oder weniger intelligente Frau.9)   „Zinnlichter“ sind einfache Kerzen oder Lampen in einer Halterung aus Zinn.

    Quelle: aus „Kinder- und Hausmärchen der Steiermark“, 1942, gesammelt von Viktor von Geramb, mit heimatlichen Bildern geschmückt von Emmy Singer-Hießleitner.
    20 min
  • Der Schmied und der Teufel
    As Märchen  stand in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm nur in der 1. Auflage von 1812 an Stelle 81. Varianten der Geschichte finden sich auch in anderen Sprachen, sodass einige Forscher sie auf die Proto-Indoeuropäer zurück führen.

    Als ein lebhafter und streitbarer Schmied pleite ist und sich im Wald aufhängen will, bietet ihm der Teufel endlosen Reichtum an. Dafür soll der Schmied nach zehn Jahren ihm gehören. Der Schmied nimmt an und erhält vom Teufel zusätzlich einen Sack, aus dem niemand entkommt. Als der Teufel den Schmied nach zehn Jahren abholen will, verlangt dieser, dass sich der Teufel – als Identitätsbeweis wie beim ersten Treffen – zunächst in eine Tanne und dann in eine Maus verwandle. Der Schmied steckt die Maus in den Sack und prügelt solange auf den verwandelten Teufel ein, bis er der Aufhebung des geschlossenen Paktes zustimmt.

    Nunmehr lebt der Schmied unbehelligt, und als er eines natürlichen Todes stirbt, lässt er sich einen Hammer und zwei Nägel mit in den Sarg legen. Als ihm weder in den Himmel noch in die Hölle Einlass gewährt wird, lärmt er, bis zwei Teufelchen aus der Hölle herausschauen. Diese nagelt er mit den Nägeln am Tor fest. Daraufhin bewirkt der Teufel, dass der Schmied in den Himmel eingelassen wird.
    14 min
  • Die Geschichte vom Leben des Marcello Martini und vom KZ-Gedenkplatz in der Hinterbrühl
    Mein lieber Freund, der wunderbare Journalist Heinz Nußbaumer, (1943- 2025) und unser Pfarrer, Pater Jakob Mitterhöfer, (1936- 2026) erzählen die bittere und doch wunderbare Geschichte vom Leben des Marcello Martini, einem Menschen, der es geschafft hat, Hass, Gewalt und Rache auszulöschen.

    Der Schauplatz: der kleine Ort Hinterbrühl, eine Marktgemeinde mit 3895 Einwohnern, südlich von Wien – in unmittelbarer Nähe von Mödling und an der Straße zum Stift Heiligenkreuz.

    Bereits vor 6000 Jahren war das Gebiet, wie Funde am Kalenderberg und in Wassergspreng beweisen, besiedelt.
    Wie auch die übrige Umgebung litt die Hinterbrühl unter den beiden Türkenbelagerungen 1529 und 1683.
    Da ein Großteil der Bevölkerung getötet oder verschleppt wurde, wurde der Ort mit Siedlern aus der Steiermark besiedelt.

    Unter dem Einfluss von Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein erfolgte die Ausgestaltung der ganzen Gegend zu einem romantischen Naturpark mit vielen künstlichen Ruinen von Mödling bis Sparbach.
    Schon immer war er ein gesuchter Urlaubsort von großen Komponisten, Malern und Entdeckern.
    In der Biedermeierzeit bis zum ersten Viertel des 20. Jahrhunderts war Hinterbrühl ein beliebter Aufenthaltsort von Künstlern wie Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Ferdinand Raimund, Johann Nestroy, Ferdinand Georg Waldmüller oder Alois Arnegger.

    Die „Göttliche Brühl“, wie sie Beethoven nannte, war also seit jeher ein Refugium von Kunst und Kreativität und erlebte einen steten Aufschwung zur populären Sommerfrische. Berühmt wurde sie auch durch das SOS-Kinderdorf und durch die Seegrotte, einst ein Gipsbergwerk, heute ein Touristenmagnet – mit Europas größtem unterirdischen See.

    Meine Familie und ich leben seit fast 50 Jahren in der schönen Brühl und ich darf ein kleines Mosaiksteinchen dieser Geschichte sein. 

    Diese Nacherzählung betrifft ganz schlimme Ereignisse der Nazizeit und ist daher für Menschen ab dem vollendeten 14. Lebensjahr nur mit Erwachsenenbegleitung geeignet!
    19 min
  • König Laurin und sein Rosengarten
    König Laurin ist eine der bekanntesten Sagenfiguren aus dem Alpenraum, 
    er war der mächtige König eines Zwergenvolkes, das im Inneren der Dolomiten (speziell im Gebiet des heutigen Rosengartens in Südtirol) über unterirdische Kristallpaläste herrschte.
    Laurin besaß zwei mächtige Zaubergegenstände: einen Gürtel, der ihm die Kraft von zwölf Männern verlieh, und eine Tarnkappe, die ihn unsichtbar machte. Sein ganzer Stolz war ein prächtiger Garten vor seinem unterirdischen Palast, der von einem dünnen, goldenen Seidenfaden geschützt wurde. 
    Das Betreten und Pflücken der Rosen war strengstens verboten.
    Laurin entführte die Königstochter Similde in seinen Rosengarten. Daraufhin zogen die Recken um den berühmten Helden Dietrich von Bern in die Berge, um die Prinzessin zu befreien. Sie zerrissen den seidenen Faden und zerstörten den Rosengarten.
    Dietrich von Bern, die berühmteste Sagengestalt der deutschen Heldendichtung, entspricht historisch dem Ostgotenkönig Theoderich dem Großen (ca. 455–526 n. Chr.). Der Beiname „von Bern“ leitet sich vom mittelhochdeutschen Namen für Verona ab. Im Nibelungenlied ist Dietrich ein edler, aber oft tragischer Recke und Diplomat. Begleitet wird er von seinem treuen Waffenmeister Hildebrand. Ihm werden fantastische Fähigkeiten zugeschrieben: er soll Drachen und Zwerge bekämpft haben und in der Lage gewesen sein, bei Wut Feuer aus dem Mund zu speien.
    Trotz seiner magischen Hilfsmittel wurde König Laurin von Dietrich von Bern im Zweikampf besiegt, gefangen genommen und sein Zwergenreich fiel.
    Laurin belegte den verlorenen Garten mit einem Fluch. Er verzauberte ihn so, dass er weder bei Tag noch bei Nacht von Menschen gesehen werden kann. 
    Da er aber den Sonnenuntergang vergaß, erstrahlen die Felsen der Dolomiten heute noch an klaren Abenden in einem atemberaubenden Rot – die sogenannte Enrosadira (das Alpenglühen). Das Wort stammt vom Ladinischen "rosadüra"  ab und bedeutet "sich rosa verfärben".

    18 min
  • Weitere Geschichten vom Pfeifer Huisele
    Liebe Märchen- und Sagenfreunde, unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.

    Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.Unsere Großmutter  Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald. 

    Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017  in Bozen auf die Welt gekommen.Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.

    Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953. Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel). 

    Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.

    Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem  Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.
    21 min
  • Geschichten über den Pfeifer Huisile aus Südtirol
    Liebe Märchen- und Sagenfreunde, unser Großvater Karl Huber (der Ehemann von Luise Huber), stammte aus einer Vorarlberger Beamtenfamilie geb.1884 in Dornbirn - gest. 1929 bei einem Schiunfall.

    Nach dem Studium des Bauingenieurwesens in Graz und seiner Graduierung zum Diplomingenieur wurde DI Karl Huber Baurat in der k. u. k. Straßen-verwaltung. Er wurde zum k. k. Statthalter von Trient bestellt.Unsere Großmutter  Luise wurde 1885 in Feldkirch geboren, ihre Eltern waren Johann „Hans“ Drexel (Oberlehrer in Lingenau im Bregenzerwald. 

    Karl und Luise, heirateten 1912 in Bregenz, sie hatten zusammen 2 Kinder: Leni, und Fritz, also unser Vater, er ist 2017  in Bozen auf die Welt gekommen.Oma Luise hat mir öfters mal Sagen und Märchen aus Südtirol erzählt. Darunter auch die Geschichten vom Pfeifer.

    Quellen: Ignaz Vinzenz Zingerle "Sagen aus Tirol", 1859 und Hermann Holzmann, Innsbruck 1953. Huisele ist die tirolerische Verkleinerungsform des Vornamens Matthäus (Häusl/Huisel). 

    Der echte historische Kern der Sage wird als Matthäus Hägele identifiziert, der um 1620 in Flading geboren wurde.Die Bezeichnung „Pfeifer“ stammt vermutlich von seinem Herkunftshof. Er stammte aus dem Pfeifer-Hof in Flading im Ratschingstal.

    Der Pfeifer Huisile war bisher fast unbekannt in der Tiroler Sagenforschung, ein Schalk wie Till Eulenspiegel, der große Verwandlungskünstler, ein moderner Flugkünstler, ein Wasser Beherrscher und Wetterbeschwörer, er war dem  Schwarzen Schutzengel verschrieben, wurde von der Mutter Gottes wie Faust bald erlöst.Die Gnade missachtet, vom Teufel geholt und das seltsamste: Er hat wirklich gelebt, gestorben 1680 in Meran findest Du seine Spuren und Geschichten überall in Südtirol.
    16 min
  • Sagen aus dem Bregenzerwald
    Heute erzähle ich Euch von sagenhaften Ereignissen aus meiner Heimat Vorarlberg. 

    Quelle: Die Sagen Vorarlbergs, Franz Josef Vonbun, * 1824 in Laz am Muttersberg,  + im 46. Lj. 1870 in Schruns.Als sechstes Kind von Franz Josef und Katharina Vonbun, wurde er mit 4 Jahren in die Obhut seines Vetters Johann Martin in Raggal gegeben. Dort besuchte er die Dorfschule und lernte Latein beim Pfarrer Johann Baptist Rinder. Dieser veranlasste auch die Aufnahme in das Gymnasium in Feldkirch im Herbst 1836. 1842 bezog er das Lyzeum in Innsbruck, um sich der Philosophie zu widmen.

    1844 ging er an nach Wien, um dort Medizin zu studieren, wechselte 1848 an die Universität München und kehrte 1849 wieder nach Wien zurück, wo er promovierte. 

    Er ließ sich kurzzeitig in Feldkirch als Arzt nieder, zog aber 1850 wegen fehlender Praxis nach Schruns um.Dr. Vonbun war eine bedeutende Persönlichkeit für Vorarlberg und Liechtenstein. Er machte sich vor allem durch seine reichhaltige schriftstellerische Tätigkeit einen Namen. 

    Er wurde der erste und wichtigste Sammler und Herausgeber von Sagen aus Vorarlberg. von großer, kultureller Bedeutung. Zudem war er auch als Mundartdichter und Reiseschriftsteller tätig.

    Seinem Schaffen verdanken wir zahlreiche Werke zu den Sagen Vorarlbergs. Ohne seine Sagenforschung wäre sicher ein wertvoller Teil schriftlichen und mündlichen Kulturguts nicht überliefert worden. 
    21 min

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Wieso macht ein Notarzt nun einen Podcast mit Märchen?