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Mittlerweile sind mehrere Generationen mit seinem Werk großgeworden: Ali Mitgutsch hat mit seinen seit 1968 erschienen Wimmelbüchern Klassiker geschaffen, die Kinder in aller Welt bis heute begeistern. Die Internationale Jugendbibliothek (IJB) in München würdigt den Künstler nun mit einer großen Ausstellung. Sie geht Mitgutschs Lebensspuren nach, zeigt Skizzen und Entwürfe zu seinen rund 70 Bilderbücher, aber auch unbekannte Teile seines Werks. So hat er zahlreiche „Traumkästen“ hinterlassen, in denen er unterschiedlichste Objekte kunstvoll zusammenstellte. Viele dieser Dinge hat er von Flohmärkten und seinen vielen Reisen mitgebracht. Besonders als junger Mann war Ali Mitgutsch auf abenteuerliche Weise unterwegs, sammelte in unterschiedlichsten Ländern Seh- und Lebenserfahrungen, die er im Nachkriegsdeutschland nicht finden konnte. Davon erzählt IJB-Direktorin Dr. Christiane Raabe in dieser „Michel“-Episode. Host ist wie immer Dr. Claudia Maria Pecher, die Präsidentin der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur.
Internationale Jugendbibliothek in München
Wolfgang Fackler ist Bürgerbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, „und das bin ich auch für die Kleinsten“. Darum ist er immer gerne dabei, wenn es darum geht, Kernkompetenzen für Kinder zu unterstützen. Zusammen mit der Landesfachstelle für Büchereien und Bildung im Sankt Michaelsbund und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat er deshalb zum dritten Mal Büchertipps für die Sommerferien präsentiert. Das tun sie immer dort, wo es nass ist: etwa an der Isar oder dieses Jahr in der Surftown MUC in Hallbergmoos.
„Lesen ist ganz entscheidend notwendig für unser Zusammenleben“, sagt Wolfgang Fackler. Daran Freude zu finden, dafür sind die Sommerferien die beste Zeit. Durchaus auch im Freibad, in Verbindung mit einem Schwimmkurs. Denn auch Schwimmen zählt der Wolfgang Fackler zu den Fähigkeiten, die geistig und körperlich frisch halten und die man am besten schon ganz früh lernt.
Büchereien können übrigens Plakate zu dieser Aktion bestellen unter [email protected].
Sommer, Sonne, Schwimm- und Surfvergnügen 2026 – Leseempfehlungen des Sankt Michaelsbundes und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur:
Seit über 20 Jahren gestaltet Susanne Straßer Bildergeschichten. Sie möchte, dass sich „das Kind unterhalten fühlt“, erzählt sie in unserer aktuellen „Michel“-Episode. „Da schreien die Pädagogen wahrscheinlich auf, aber das ist mir das Wichtigste.“ Kinder und ihre Familien zu unterhalten, gelingt ihr offenbar. Denn von Korea bis Brasilien sind ihre Pappbilderbücher verbreitet. Und viel mehr Pädagogen und Jurys für Kinder- und Jugendliteratur schreien über ihre humorvollen Bücher nicht auf, sondern würdigen ihre Arbeit. Nicht umsonst hat Susanne Straßer zahlreiche Preise für ihre Bücher erhalten, die durch eine kunstvoll reduzierte Bildsprache beeindrucken. In denen kommen meistens Tiere und ein pfiffiges Kind vor. Und einmal hat Susanne Straßer sogar Schweine ins Weltall geschickt.
James Krüss war ein vielseitiger Autor, der Kinder- und Jugendbücher ebenso schrieb wie Romane für Erwachsene, der fürs noch junge Fernsehen genau so arbeitete wie für den Hörfunk. Viele seiner Themen und Figuren sind mit seiner Herkunft und seiner Biografie verbunden. 1926 auf der militärisch wichtigen Nordseeinsel geboren, wollte er nach dem Krieg Lehrer werden, entschied sich dann aber für den Schriftstellerberuf und ließ sich in München nieder.
Hier, in der Internationalen Kinder- und Jugendbibliothek, liegt auch sein Nachlass. Ada Bieber hat ihn durchgesehen. Im Gespräch wirft sie unter anderem ein Licht darauf, wie James Krüss zum Nationalsozialismus stand und wie er sich später in seinem Werk dazu verhielt. Das verfasste er nicht nur in Schriftdeutsch, sondern auch in seiner friesischen Muttersprache. Zudem entdeckt die Literaturwissenschaftlerin an der Berliner Humboldt-Universität im Aufbau vieler Bücher von James Krüss immer wieder Strukturen, die mit seiner Herkunft von der kleinen Nordsee-Insel verbunden sind. Damit setzt sich am 3. und 4. Juli auch eine Tagung verschiedener Institutionen in München auseinander, die dem Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur zu seinem 100. Geburtstag gewidmet ist.
In dieser Folge von Der Michel sprechen wir mit Autorin Eva Lezzi über ihre Kinderbuchreihe „Großstadtdetektive“ im Verlag Beltz & Gelberg. Im Mittelpunkt stehen fünf Kinder aus Berlin-Moabit mit türkischen, russischen, jüdischen und deutschen Wurzeln, die gemeinsam knifflige Fälle lösen – und dabei lernen, was Freundschaft, Mut und Zusammenhalt bedeuten.
Eva Lezzi erzählt, warum der Kinderkrimi für sie das ideale Genre ist, wie Spannung und Humor zusammenfinden und weshalb ihre Figuren so unterschiedlich angelegt sind. Es geht um Jona, Irina, Dennis, Laura und Max, um Ankommen in einer neuen Klasse, um kulturelle Vielfalt im Kinderbuch und um die Frage, wie Geschichten Identität und Zugehörigkeit sichtbar machen. Außerdem sprechen wir über Sprache, Jiddisch, Schach, literarische Rätsel und darüber, wie aus Detektivarbeit echte Freundschaft entsteht. Eine Folge über Kinderliteratur, Mehrsprachigkeit und die Kraft guter Geschichten.
Wann habt ihr zuletzt am Fluss gestanden? In dieser Folge von „Michel“ sprechen wir mit Dr. Katja Wiebe, Kuratorin der Ausstellung „Am großen Strom – Der Fluss in aktuellen Bilderbüchern aus aller Welt“ in der Internationalen Jugendbibliothek auf Schloss Blutenburg. Warum fasziniert Wasser weltweit – beruhigend und zugleich voller Bewegung? Katja Wiebe zeigt, wie Bilderbücher Flüsse als Lebensader, Mythos und Metapher für den Lauf des Lebens erzählen: mal als Sachbilderbuch, mal als poetische Geschichte, in der am Ufer philosophiert wird. Wir hören, warum das Leporello-Format wie gemacht für Flussgeschichten ist und warum so viele Titel im großen Querformat erscheinen. Dazu geht’s um Perspektiven aus über 20 Ländern (Bücher von 2011 bis 2025) – von schwimmenden Märkten bis zum vietnamesischen Wasserpuppentheater. Auch die Kehrseite kommt vor: Verschmutzung, Verbauung und Hoffnung durch Renaturierung, etwa am Beispiel des Singapore River. Plus: Wie Kinder die Ausstellung erleben – mit nachgebautem Fluss im Foyer, Audioguide, Angelspiel und vielen Leseexemplaren. Buchtipp: „Dann kam Bär“ – eine rasante Floßfahrt Richtung Wasserfall. Jetzt reinhören und anschließend eintauchen!
In dieser Folge von Der Michel – der Podcast rund um Kinder- und Jugendliteratur sind die vielfach ausgezeichneten Künstlerinnen Christina Laube und Mehrdad Zaeri zu Gast. Anlass des Gesprächs ist ihre eindrucksvolle Graphic Novel Anna – Was die Zeit nicht heilt (Fischer Sauerländer).
Wie kommt es, dass Bayerns Notaufnahmen so überfüllt sind – und was können Familien dagegen tun? Im Gespräch erzählt Thomas Zöller, warum die Nummer 116117 so wichtig ist, wie Gesundheitswissen schon im Kindesalter beginnt und welche Rolle das Mini-Büchlein „Treffpunkt Notaufnahme“ spielt. Wir sprechen über Leseförderung, Erste-Hilfe-Kurse, Vorsorgeuntersuchungen und darüber, wie kleine Leseheld*innen unser Gesundheitssystem entlasten können. Themen, die auch im Jahr 2026 wichtig sind.
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