Bis halb fünf am Morgen hatten auf dem EU-Gipfel die Staats- und Regierungschefs über Wege zu einer gemeinsamen Asylpolitik beraten. Am Ende gab es eine Verständigung, die nicht jeder erwartet hatte. Dabei ging es nicht nur darum, durch gemeinsame Entschädigung die Reihen in der EU zu schließen - auch um den Preis einer Verschärfung der Flüchtlingspolitik.
Es ging auch darum, Druck aus dem innenpolitischen Streit in Deutschland zwischen CDU und CSU herauszunehmen. Denn ein Bruch der Fraktionsgemeinschaft
der Union wurde in Berlin ebenso für möglich gehalten wie ein Scheitern der Bundesregierung.
Entlastung, sieht jetzt zumindest der hessische Ministerpräsident Bouffier, der als einer der engsten Vertrauten von Kanzlerin Merkel gilt. Und Bouffier machte nun von Wiesbaden aus
"gut Wetter".