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Es ist nicht einfach mit einen Vater, der immer alles kontrollieren will. So geschehen bei Kristian. Was tut Kristian um sich mal Luft zu machen? Er überfährt Menschen mit selbstgebautem Batmobil. In Serie. Das bedeutet Arbeit für die Bremer Kommissare Lürsen und Stedefreund. Alles dreht sich um zerfahrene Beziehungen und zerfahrene Körper. So zerfahren, dass sich auch der Gerichtsmediziner mal kurz übergeben muss. Das Killermobil muss gestoppt werden, bevor noch mehr unschuldige Menschen ins Spülbecken kotzen.
Der Podcast nutzt diese zwischenmenschliche Amokfahrt um kurzerhand das kleine Einmaleins der Küchenpsychologie auszupacken. Es wird fabuliert über Beziehungen und Projektionen, über Freude, Tränen und Freudentränen, so dass der Tatort alsbald ins Hintertreffen gerät.
Reto ist gerade frisch fertig mit Ficki-ficki mit seine Affäre – eine verheiratete Frau mit Kinder. Hallo? Geht's noch? – da segelt ein Typ am Balkon vorbei um nur Millisekunden später auf dem Dach eines Autos einzuschlagen und in die ewigen Jagdgründe einzugehen. Tja, Pech muss man haben. Denn jetzt ist Schluss mit Liebesaffäre. Das vormals heimliche Pärchen ist nun offiziell Teil der Ermittlungen geworden.
Die wichtigste Frage bei diesem TATORT dürfte also sein: Was ist jetzt interessanter? Der Thriller mit dem tschetschenischen Auftragsmörder oder das Liebes-Aus bei Reto? Die Audio-Kommissare vom TATORT-Zwang werden jeden Strohhalm ergreifen, der ihnen hilft, eine unterhaltsame Episode abzuliefern. Aber bei dem derzeitigen Quotentief beim TATORT und anderen schwer zu vernachlässigenden TATORT-Neuigkeiten wird ihnen das sicherlich nicht schwer fallen. Kopfhörer auf und Playbutton an!
Die Odenthal geht ins Theater. Der Kopper in den Urlaub. Und mittendrin passiert ein Mord. Klingt nun jetzt nicht sehr abenteuerlich, was der Ludwigshafener Tatort da anbieten will. Alles wie gehabt, könnte man meinen. Doch hinter den inhaltlichen Gewohnheiten lauert das Wagnis einer untypischen Inszenierung.
Nachwuchsregisseur Axel Ranisch setzt diesen Fall seinen Stempel auf. Methode Improvisation. Kein Script, nur ein grober Handlungsfaden diente den Schauspielern zur Darbietung ihrer Rollen. Und die Bild Zeitung warnt: Nicht anschauen!
Der Podcast lässt sich von derlei eindringlichen Hinweisen natürlich nicht abschrecken. Zu ausgeprägt ist der Fernsehmasochismus. Aber muss er das überhaupt sein? Es wurde geglotzt und bewertet - wie immer ohne Drehbuch.
Bitterer Zickenkrieg im Karnevalskostüm. Wer ist die Dancing Queen? Und wer hat die Tanzlehrerin erschlagen? War es der Manager? War es das Tanzmariechen? Oder war es der cholerische Karnevalsjeck? Diese und weitere Verdächtige gilt es für die Kommissare Papa Schenk und Antifaschings-Ballauf abzuarbeiten. Klinkenputzen ist angesagt. Selbst Assistent Tobias Reisser muss da mal das Revier verlassen. Es liegt einiges im Argen hinter den Kulissen der rheinischen Frohnaturen…
Trotz der filmischen Blaupause eines schwer durchschnittlichen Krimis sind die Podcaster auf hundertachtzig und in ihrer leidenschaftichen Berichterstattung nicht zu bremsen. Ob es Ihnen einfach die zärtlichen Tobias Reisser Momente angetan haben oder sie sich inszenatorisch an den unzerstörbaren Spitzenreiter der Telenovelas erinnert fühlten, spielt fast keine Rolle mehr. Die Aufnahme läuft. Die Podcaster liefern ab.
Weimar. Ärger im Porzellanladen. Ein Polizist wurde vergiftet und eine Frau in die Luft gesprengt. Hier lässt jemand nichts anbrennen. Und dieser jemand will ans Erbe. Vom Porzellanladen. Kira Dorn und Lessing ohne Vornamen nehmen die Ermittlungen auf. Der Erbstreit hat einige Tätverdächtige anzubieten.
Was der Tatort anzubieten hatte und wie bruchfest das filmische Ereignis war, darüber sinnieren die Audioanalytiker in gewohnter Sprache. Neben Meinungsaustausch und Hintergrundgossip wird nun endlich die/der GewinnerIn des Ernst-Jandl-Gedichte-Gewinnspiels bekanntgegeben.
Vom Saarbrückener Tatort waren die Podcaster bisher mit raffinierter Kost nicht unbedingt verwöhnt. Und auch dieses Mal sind sich die anwesenden Audiokommissare nicht besonders überzeugt von dem, was Ihnen da vorgesetzt wurde. Vater-Sohn-Dilemma, Rachegelüste, Udo Walz’ heimlicher Bruder als Küchenchef – die Zutaten für einen vernünftigen Tatort waren durchaus vorhanden. Doch, es fällte an der Würze. Da half natürlich auch nicht, dass der ein oder andere Witz nur aufgewärmt wurde.
Alles in allem hatten die Podcaster aber doch ihren Spaß mit der Saarbrücker Tütensuppe eines Tatorts: Beim herzhaften Bashing – mit einer ordentlichen Prise Augenzwinkern natürlich.
Sie ist schon Tod, bevor es überhaupt losgeht. Die Freundin von David Frank, dem verstörend höflichen Mörder in spe. Und mit der Freundin stirbt für David, der sich durchaus als Stellvertreter seiner Generation sieht, auch die Hoffnung. Die Hoffnung auf den European Dream. Wohlstand und Zukunft für die, die alles geben.
Um der Hoffnungslosigkeit seiner Generation Ausdruck zu verleihen, wählt David die passende Bühne: YouTube. Familienmord im Livestream. Ein ziemlich intensiver Stoff – der auch die Podcaster nicht kalt, sondern fast schon ins Philosophische abdriften lässt. Bei dem Nonsens, die sie sonst von sich geben, für manchen Hörer sicherlich ein ziemlicher Schock.
Schüsse im Zoogeschäft. Ein Überfall mit Todesfolge. Wer war's? Wohl eindeutig der Nordafrikanische Intensivtäter. Zeit die Fackeln aus dem Keller zu holen und den Nafris mal ordentlich deutsche Werte in die Rübe zu zimmern. So denken zumindest einige Kombatanten der in diesem Kölner Fall agierenden Bürgerwehr. Hüte sich, wer einen Kapuzenpulli trage. Ein Schmelztigel, dem nur noch die Polizei etwas entgegensetzen kann. Und das sind Ballauf und Schenk. Zusammen mit Tobias Reisser.
Ja! Tobias Reisser ist auf der Straße unterwegs! Mit Fahrrad! Und seinen Fäusten? Die Podcaster sehnten sich nach dem reißerischen Reisser Moment. Wurden ihre Wünsche erhört? Wird er die Martial Arts Keule schwingen? Das und andere wichtige moralische Fragen sind zu klären: Ist Döner im Auto essen ein Zeichen von Sittenverfall? Was ist geiler, Selbstjustiz oder Rache? Und die wichtigste aller Fragen: Wie war der Tatort?
Dieser Podcast ist zufälligerweise spoilerfrei. Sorry, ein Versehen.
Ein Friseurgeschäft wurde abgefackelt. Eine Mitarbeiterin war leider noch im Laden. Tot. Die Indizien zeigen auf einen farbigen Drogendealer als Hauptverdächtigen. Doch wollen die Augenzeugen ihm vor lauter Ethniophobie vielleicht nur etwas andichten? Die Kommissare Jannecke und Brix müssen noch einen zweiten Blick auf die Sachlage schmeißen. Und dann ist da noch der neue Chef, auch ein Freund der Dichtkunst, kommt er auf die Ermittler klar?
Personalwechsel bei der Besetzung, Stammpersonal hinter den Kulissen. Regisseur Markus Imboden, schon verantwortlich für die letzten beiden Tatorte, serviert diesen Fall im Wechselspiel zwischen Bunt und Braun.
Kein Schnee in Sicht in dieser Münchener Weihnacht. Und Trotzdem herrscht Kälte. Soziale Kälte. Arme Menschen werden als Bettelsklaven zu Markte getragen um einem finsteren Gesell ein einträgliches Geschäft zu bereiten. Dabei wird auch auf Hochschwangere keine Rücksicht genommen. Liquid Ecstacy gehört zur Apotheke des gefügig Machens dazu. Klar, dass der Tod da bald an die Türe klopft. Oder klingelt. Die Kommissare Leitmayr und Batic haben es nun mit einem getötetem Neugeborenen zu tun. Harter Tobak an besinnlichen Tagen. Doch die Suche nach Mördern und Opfern lässt die Ermittler zumindest sinnvoll den Freizeitstress vom Weihnachtsfest verdrängen.
Die Podcastbommelmützen haben sich daher auch dieser Tage erbarmt, dem Krimi anzunehmen. Wie gewohnt sind Meinungen zusammgetragen und verzwurbelte Backstageentdeckungen gemacht worden. Es wird fabuliert über den heiligen Abend, die Qualitätsskala wird angelegt und absurde Vergleiche getätigt. Ein Podcast wie ein Messer, das eine Scheibe Mischbrot abschneidet.
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