Bundespressekonferenz Gewalt gegen Kinder am 23. Mai in Berlin
Im Haus der Bundespressekonferenz fand heute die jährliche Pressekonferenz „Gewalt gegen Kinder“ statt. Ein Ergebnis- 2022 sank die Zahl getöteter Kinder im Vergleich zum Vorjahr deutlich, von 145 auf 101. Allerdings blieb die Zahl der Misshandlungen im selben Zeitraum nahezu gleich hoch.
Deutlich wurde auch- Kinder sind nicht nur Opfer von Straftaten, sie begehen sie auch. So waren etwa 10,7% aller Tatverdächtigen beim so genannten sexuellen Missbrauch von Kindern selbst noch Kinder, also unter 14 Jahre alt, 19,5% der waren im Alter von 14 bis 18, insgesamt macht das 31,3 % aller Tatverdächtigen aus. Deutlich angestiegen sind auch Zahlen der durch Kinder oder Jugendliche begangenen Diebstahls- und Körperverletzungsdelikte.
Aus Sicht der Deutschen Kinderhilfe kann das nur eine Konsequenz haben. Die Gesellschaft muss gerade in Krisenzeiten so früh wie möglich und nachhaltig bei der Prävention dieser Delikte ansetzen. Doch bislang fehlen dazu leider wichtige Informationen für eine nachhaltige Kriminalitätsvorbeugung, etwa wer die Täter und wo die Tatorte sind , wann und wie die Taten begangen wurden und wer und aus welchen Gründen bei Strafunmündigen Anzeige erstattet hat.
Deshalb meinen wir- die Deutsche Kinderhilfe- Prävention braucht Forschung.
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