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Und außerdem wird einem so müde, immer am gleichen Ort zu sitzen.
(Tove Jansson – Aus den Mumin-Büchern)
So gesehen ist der Besuch bei den Mumins für Reisebegeisterte fast eine poetische Erfahrung. Wer kennt sie noch, die Mumins, diese nilpferdartigen Gestalten, die finnische Trolle sind? Zumindest sind sie es in neun Büchern der schwedisch-finnischen Autorin Tove Jansson.
In diesem Jahr werden sie 80, genauso wie die schwedische Pippi Langstrumpf. Es gibt einige Parallelen zwischen Astrid Lindgren und Tove Jansson. Beide Autorinnen brachten ihren größten Erfolg 1945 in die Öffentlichkeit. Beide hatten die ersten Geschichten schon einige Jahre davor begonnen und beide sind nachweislich Menschenfreunde. Beide Geschichten / Figuren wurden auch verschiedene Weise medial zusätzlich umgesetzt, mit riesigem Erfolg. Beide Autorinnen gehören ungefähr zur gleichen Generation.
Das Besondere an den Mumin-Büchern ist vermutlich, dass sie wohl das Wichtigste der finnischen Kinderliteratur darstellen. Sie sind weltweit bekannt und verbinden in Finnland inzwischen Die Generation von Großeltern, Eltern, Kindern und auch schon einigen Enkeln. Alle Finnen lieben die Mumins, vielleicht auch weil die Mumins das Glück repräsentieren, das die Finnen in Folge seit Jahren zum glücklichsten Volk der Welt macht.
Sie ist aktueller, als man gemeinhin denkt. Humanisten würden sie heute als wahre Helden feiern. Mumin-Papa und Mumin-Mama würden dann mit den Achseln zucken und meinen, das sei doch selbstverständlich und nicht der Rede wert: Das haben wir immer so gemacht!
Beispiele kommen im Podcast vor, also hört mal rein.
Es ist durchaus folgerichtig, dass die Mumins inzwischen über ein eigenes Museum verfügen. Angesiedelt ist es im großen städtischen Kulturkomplex „Tampere Talo“ unweit des Stadtzentrums.
Dort war ich, hab das Museum angesehen und mich mit Kuratorin Hanna Hellman getroffen. Das Ergebnis: Ein Podcast übers Museum, über die Mumins und über die Autorin Tove Jansson.
Natürlich haben wir auch über den Geburtstagssommer 2025 gesprochen und ganz nebenbei konnte ich noch klären, ob es im Wohnhaus der Mumins eine Sauna gibt, der vermutlich wichtigste Ausstattungsgegenstand der Finnen.
Wir haben über Glück gesprochen, aber auch über Dunkelheit im Winter (Kaamos) und über Depressionen. Ja, auch das gibt es im, nach Untersuchungen, glücklichsten Volk der Welt.
Hört rein und macht Ohren und Augen, denn die Muumi (Mumins) sind einmalig.
Die Mumin-Statue vor dem Museum ist geschmückt. Derzeit läuft eine zusätzliche Sonderausstellung, die es ermöglicht dem Muminhaus einen Besuch abzustatten. Einige Räume wurden von den Museumsleuten auf menschliche Maße vergrößert. Lohnt!
Am 9. August gibt es eine große Geburtstagsparty. Das Datum ist bewusst gewählt, denn an diesem Tag hatte Tove Jansson Geburtstag.
Natürlich war auch Leben und Werk der Autorin Tove Jansson ein wichtiges Thema. Sie wird heute auch gefeiert, weil sie zu ihrem queeren Leben stand. Sie selber hätte dies vermutlich mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen und sich gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin Tuulikki Pietilä ihrem nächsten Projekt zugewandt.
Zweifelsfrei, so Hanna, ist sie in Finnland eine Nationalheldin, die es verdient, dass man sich mit ihrem Leben und Werk beschäftigt. Wer mehr wissen möchte, kann nicht nur im Podcast nah hören, sondern hier noch einige Details nachlesen. Tove Janssons Homepage gibt es derzit nicht in deutscher Sprache. Weitere (deutschsprachige) Infos gibt’s natürlich auch bei Wikipedia.
Mumin-Museum
Visit Tampere
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Visit Tampere und Finnair. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
Am besten täglich in die Sauna, es darf auch zweimal sein, denn Sauna (finnisches Wort) gehört zum Alltag.
Darum geht es und um die Begeisterung für die Sauna als wichtigen Bestandteil des Lebens. Dies erlebt in Tampere, der Welthauptstadt der Sauna.
Bemerkenswert zur Einstimmung. Ich war rund 65 Stunden in Tampere (3 Übernachtungen inklusive) und in dieser Zeit drei Mal in der Sauna. Ich hätte das noch steigern können, denn mein Zimmer im „Lapland Hotel – Arena“ war mit einer eigenen Mini-Sauna im Bad ausgestattet.
Wir reden über die segensreiche Erfindung der Sauna, über ihre Geschichte, die unterschiedlichen Varianten und natürlich über den Platz im Leben, der statistisch glücklichsten Bevölkerung der Welt. Wir, heißt natürlich in Fachmann kommt zur Welt. Glücklicherweise hat er einen deutschen Ursprung. Das macht die Verständigung einfacher. Denn Feststellung ganz am Rande der Sauna. Schwitzen wie die Finnen kann man lernen. Reden wie die Finnen ist da erheblich komplizierter.
Alex lebt in der Welthauptstadt der Sauna. Alex arbeitet in der ältesten öffentlichen Sauna von Tampere und ganz Finnland. Alex kennt sich exzellent aus mit dem Thema Sauna und den vielen Sachen, die dranhängen.
Alexander Lemke ist Deutscher und stammt aus Wernigerode. Dort war er aber schon lange nicht mehr. Nach vielen Jahren in Norwegen, ist er jetzt auch schon eine „halbe Ewigkeit“ in Tampere zuhause.
Im Reiseradio-Talk treffen wir uns, sagen wir mal FAST zu einer Vorlesung in Sachen Saunaphilosophie. Dies an seinem Arbeitsplatz, der Rajaportti Sauna in Tampere, Finnland.
Alex ist „Heizmeister“ in Rajaportti und Rajaportti ist die älteste öffentliche Sauna Finnlands. Eröffnet hat sie 1906, eventuell auch schon ein Jahr früher. Dort sieht es in der Sauna auch noch genauso aus, wie vor 120 Jahren. Alex meint, dass sie eigentlich ein Saunamuseum sei, nur eben ein sehr lebendiges.
Wir reden auch über die unterschiedlichen Saunatypen und deren Entwicklung. Alex hat uns die Rajaportti-Sauna genau beschrieben, aber natürlich verblasst alle Theorie und Beschreibung durch den Praxistest.
Wie sich das lebende „Sauna-Museum“ von einer üblichen finnischen Sauna unterscheidet merkt man sehr schnell.
Als dann, rein ins Saunagebäude. Da kommt zunächst die Kasse. Dann erfolgt die Geschlechterteilung. Frauen gehen nach links, die Männer nach rechts. Umziehen. Der Umkleideraum hat so etwas wie einst in der Schulturnhalle: Kleiderhaken und Bänke davor. Ausziehen. Handtuch aufhängen.
Im nächsten, hohen Raum stehen Saunaofen und ein Wasserbecken. Mit Wasser abgießen. Später kann man sich dort auch waschen, denn Duschen gibt’s in der alten Sauna nicht.
Und dann geht es in diesem Raum eine Treppe mit rund 12-14 Stufen auf die Galerie. Dort setzt man sich auf die Bank und schwitzt. Es dauert auch kaum eine Minute, bis jemand hereinkommt und fragt ob er Löyly, zu Deutsch „Heiße Luft“, machen soll.
Sekunden nach dem Wasseraufguss erreicht einen die Hitzewelle und die ist wirklich extrem intensiv und tut mir an den Ohrenspitzen richtig weh. Alex meint nur, dass sei der Grund, warum viele Besuchende eine Saunakappe aufsetzten. Hab ich nicht, also Ohren zuhalten mit der Hand. Und in der Tat, der Schweiß läuft schnell in Strömen. Menschen kommen und gehen. Nach, ich schätze mal 6-7 Minuten, hab ich genug.
Aufstehen, Treppe runter, mit Wasser abgießen! In der Umkleide das Handtuch schnappen und raus an die Luft. Die ist im Sommer angenehm. Aber das läuft auch im Winter bei minus 20 Grad so. Okay vielleicht bleibt man dann nicht so lange draußen, sondern geht ins direkt gegenüberliegende Saunacafé, setzt sich, trinkt etwas und ruht aus. Jetzt rund um Mittsommer, sitzen alle gemütlich zusammen auf Bänken im Freien. Mit Wasser- oder Bierflasche in der Hand entspannt jeder wie er mag.
Das historische Saunaerlebnis ist etwas ganz Besonderes. Vielleicht liegt das auch daran, dass Alex so gut Zusammenhänge erklärt und man Zug um Zug ein wenig besser versteht, welchen wirklichen Stellenwert die Sauna im Leben eines jeden Finnen besitzt.
Weitere Saunaerlebnisse folgten dann noch in den weiteren Stunden, bzw. zwei vollen und zwei halben Tagen.
Da ist die Sauna mitten in der Stadt, am Fluss gelegen, der die beiden Seen nördlich und südlich der Stadt miteinander verbindet. Dort ist die Sauna Teil eines Restaurants. Erst Saunen, auf einer schönen Holzterrasse entspannen und danach im Restaurant, mit Blick auf Fluss und dem darin installierten Abkühlbecken, gemütlich essen und trinken.
Mänttä liegt mitten in der Natur, mit dem Auto etwa eine Stunde von Tampere entfernt. Dort gibt es eine Papierfabrik und deren Gründer hatten etwas abseits der Stadt ein wunderschönes Landhaus.
Die Papierfabrik existiert noch, wurde aber von den Nachkommen der Serlachius-Familie irgendwann verkauft. Das Geld daraus floss in eine Stiftung und das Landhaus ist heute, samt eines großzügigen Neubaus, ein herausragendes Kunstmuseum.
Wie es sich gehört, besitzt die Anlage eine, zu bestimmten Zeiten, öffentliche Sauna. Natürlich wurde es eine Kunstsauna, denn auch dort gibt es Statuen und Bilder in den Vorräumen. Diese kann man für Konferenzen oder private Veranstaltungen mieten und natürlich in die holzvertäfelte runde Sauna gehen: Mit Fenster und Blick in die Natur. Ziemlich einmalig. Abgekühlung gibts im unmittelbar benachbarten See. Als ich dort war, bei fast schon angenehmen 17 Grad
Schöne Saunawelt als ein Mittelpunkt des Lebens. Sauna, der große Gleichmacher. Etwas mehr Gleichheit könnte uns gut tun. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass ich in 65 Stunden Finnland (Nachtschlafendzeit inklusive) dreimal in der Sauna war. Das erste Mal knapp 45 Minuten nach der Ankunft. So geht Sauna und so geht Finnland.
Nächste Woche folgt der Ausflug zu finnischen Trollen, die als Mumins Kinderliteratur-Geschichte geschrieben haben. Und erinnert Euch dann an diesen Podcast, denn auch im „Privathaus der Mumins“ gibt es natürlich eine Sauna.
Gut geschwitzt und denkt immer daran, was der Finne sagt:
Wenn eine Sauna kein Löyly hat, ist sie tot.
Rajaportti-Sauna
Kuuna Sauna
Serlachius Art Sauna
Visit Tampere
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Visit Tampere und Finnair. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
Und was bitte ist das? – Kann man auch falsch urlauben? – Es geht um Erholung, möglichst lang anhaltend. Will doch jeder, aber wie geht’s?
Gerade ist mal wieder Sommerferienzeit. Das, was Reiseveranstalter in ihren Werbeclaims mal als die „kostbarsten Wochen des Jahres“ bezeichnet haben. Der Spruch (ist im Podcast auch zu hören) blieb nachhaltig in Erinnerung. Im regelmäßigen Gegensatz zur erforschten Tatsache, dass die Erholung aus diesen „kostbarsten Wochen“ in der Regel wesentlich weniger lang anhält, als versprochen, erwartet, erhofft.
Das genau klären wir im Reiseradio TALK-Podcast mit Dr. Nicolai Egold, Professor für Angewandte Arbeits- und Sozialpsychologie, Systemischer Berater und Coach und Leiter der Psychology School an der Hochschule Fresenius in Frankfurt. Er sagt:
Der Erholungseffekt eines langen Urlaubs verpufft schon nach wenigen Tagen
Dies liege nicht unbedingt an der Länge der Auszeit, die mitunter ja nötig ist, insbesondere wenn der Körper auch nach physischen Ruhezeiten verlangt. Es sei allgemein so, dass der Stress schnell zurückkäme.
Das hat auch mit heutigen Arbeitsbedingungen und -umständen zu tun. Das klassische Großreinemachen für die Seele wirkt nicht mehr. Die Folge, so Nicolai Ergold, sei das „Post Holiday Syndrom“. Im Podcast erklärt er das genau. Wer nach der Rückkehr aus dem Urlaub schon mal schlecht geschlafen hat, wird das nachvollziehen können.
Erfahrt Ihr im Podcast. So viel sei aber gesagt. Ein kürzerer Urlaub liefert einen vergleichbaren Erholungseffekt, der auch genauso schnell verschwindet. Wer also was für seine Energie tun will, muss nicht unbedingt länger urlauben, sondern eher öfter und kürzer.
Auch ein Ergebnis der Studie ist der Hinweis, dass es möglich ist, Urlaubseffekte psychisch zu verlängern. Was es damit auf sich hat, gibt ebenfalls in unserem Gespräch zu hören. Die Rituale können schon vor dem Urlaub beginnen und nach der Reise fortgeführt oder begonnen werden. Manche Dinge, die uns aus dem Stressloch holen sind nämlich ganz simpel. Wichtig dabei: Sorgt dafür, dass diese Rituale dafür sorgen, erst gar nicht ins „Stressloch“ zu fallen.
Beim Urlaub spielt auch Ökonomie und Ökologie eine Rolle. Klartext: Urlaube wollen bezahlt werden. Bei eingeschränktem Etat keine einfache Übung. Auch dazu gab es sinnhafte Antworten und Lösungsvorschläge.
Das Gleiche gilt auch für die Ökologie, bzw. den eigenen ökologischen Fußabdruck. Lange Fernreisen belasten ihn erheblich, aber sind viele kurze „Jet-Wochenenden in Mallorca nicht noch schlimmer? Wir reden drüber.
Eine der Antworten lautet dabei auch die Umstellung des eigenen Reiseverhaltens, gerade wenn man mit Familie unterwegs sein will. Hört rein, auch dazu gibt es Antworten.
Einige dieser Antworten hat auch ein Podcast aus dem letzten Jahr schon gegeben. Lasst Euch von Fachleuten für nachhaltiges Reisen, die Tipps ruhig noch einmal geben. Hören lohnt und macht (hoffe ich) auch etwas schlauer.
Erst mal schöne Ferien. Achtet mal darauf, wie das mit dem Erholungseffekt bei Euch ist. Schreibt uns dazu gerne etwas in die Kommentare und plant den nächsten Urlaub vielleicht mal etwas anders.
Wer sich wundert über die Werbung von Reiseveranstaltern: Das dient eher der Unterhaltung. Diese Spots sind alt (manche haben 40 Jahr auf dem Buckel). Die Historie soll auch zeigen, dass die Grund-Werbeaussagen der Reiseindustrie im Prinzip schon immer so waren, wie sie teilweise heute noch sind. Amüsiert Euch und nehmt sie nicht zu ernst.
Stolz sein auf die Heimat. Weil die Menschen von Texel ihre Insel lieben, fällt ihnen das auch gar nicht schwer. – Als Besucher stellt man zudem fest: In einer solchen Umgebung fühle auch ich mich wohl.
Diesmal geht’s um Menschen aus Texel. Die heißen im Niederländischen Tesselaar, genauso wie die Schafe. Und die Insel heißt auch nicht Texel, sondern wird Tessel ausgesprochen. Der Sprachwissenschaftler bleibt in der Kiste, aber das hat was mit der friesischen Lautverschiebung zu tun. Und Texel, Verzeihung Tessel, ist nun mal die westlichste der westfriesischen Inseln.
Dieser Podcast stellt Menschen vor und die Dinge, die mit ihnen mehr oder weniger zu tun haben. Es geht um Persönlichkeit, um Erinnerung, um Engagement und um die subjektive Einstellung zum Leben und zur Heimat.
Deshalb stehen die Hörgeschichten im Vordergrund und kommen dementsprechend nicht hier auf der Reiseradio-Website vor. Also Podcast an und dazu die Fotos, Eindrücke und Erlebnisse genießen, die den Urlaub auf Texel spannend machen. Natürlich warten auch die zusätzlichen Infos per Link auf Euch. Diesmal also weniger Text und mehr Fotos: Hören, Anschauen, Genießen und Erfahren.
Eine akustische Annäherung an unser Thema, aber dafür mach ich ja auch den Podcast. Die jeweiligen “Menschen – Ziele – Attraktionen – Tipps” folgen hier per Bild und Zusatzinfo
Es ist die Begegnung mit Ben Herman. Seine Familie und er sind echte Jutters. Und sie sind Mitgründer von Flora, dem Maritiem- en Juttersmuseum der Insel. Jutters, sagt man vermutlich leichtfertig, hat etwas mit Strandpiraterie zu tun. Stimmt teilweise und dann auch wieder nicht. Heute hat Flora, neben Schiffbruch auch sehr viel mit Müll zu tun. Müll aus dem Meer.
…oder sagen wir besser “Flip-Flop-Art” stammt von Künstlerinnen und Künstlern in Kenia. Sie machen aus den meistgetragenen Schuhen der Welt, den Flip-Flops, Kunst: Sehr bunt, sehr attraktiv, sehr umweltbewusst. Das Material, die Flip-Flops haben sie zuvor aus dem Meer gefischt.
Maritiem- en Juttersmuseum Flora
Viele Tesselaar sind irgendwann zu – aber anschließend nie wieder abgewandert. Das spricht für die Anziehungskraft der Insel.
Henk Slikker ist ein gutes Beispiel. Er kam vor mehr als 30 Jahren nach Texel und ist ihr treu geblieben. Heute könnte man auch sagen, er verkauft die Insel an uns, die wir als Touristen kommen.
Er lebt Texel. Gleich ob es um Produkte geht, Ziele oder auch nur eine schlichte Tour mit radbegeisterten Touristen oder Journalisten. Mit Henk auf dem Rad, also mit Fietsen, unterwegs zu sein, macht immer Spaß. Er kennt sich aus. Er kann viel erzählen. Es ist immer unterhaltend, gleich ob es um die höchste Erhebung der Insel geht, die Sommertjes von de Waal oder um Schlangenwege. Was will Tourist mehr.
gibt’s beim VVV (z.B. die Geheimnistour) oder auch bei ihm direkt.
Marc ist einer von mehreren Piloten bei Tessel Air, die ihre Maschinen am International Airport Texel stationiert hat. Wer Angst hat, dem sei gesagt, es geht alles sehr gemütlich zu und auch die ältesten Cessnas sind noch sehr gut in Schuss.
In 30 Minuten (oder länger) kann man die Insel und das benachbarte Festland erkunden. Für ihn ist es Hobby und Beruf für die Passagiere eine zusätzliche Erfahrung.
Rondfluchten mit Tessel Air
International Airport Texel
Es gibt viel Landwirtschaft und zwischendrin sieht es aus wie eine Wiesenlandschaft. Da wo’s naturnahe zugeht, liegt unter Anderem das Privatgelände der Natur-Stiftung de Marel. Duurt Holman kann Euch das ursprüngliche Texel näher bringen. Er kommt eigentlich aus Amsterdam, aber hat im letzten Jahr den Job als Betriebsleiter im Naturzentrum de Marel angenommen.
Die Stiftung kümmert sich an vielen Stellen der „neuen“ Insel (gemeint sind die hinzugekommenen Poldergebiete, dem heutigen Eierland) und erklärt, wie wichtig der Erhalt einer Landschaft ist, die so vermeintlich unspektakulär daherkommt. Spektakuläres wartet: Eine seltene Orchideenart, genauso wie die Vogelinseln und große Naturbereiche, die man teilweise nur per Führung erkunden kann.
Natuurmonumenten auf Texel
Natuurzentrum de Marel
Nieuwlanderweg 38
1793 EV De Waal
Wenn der geneigte Urlauber fragt, was denn – neben der vielen Natur – den Genuss Texels ausmacht, kann ihm geholfen werden.
In den Paals, den Strandpavillons könnt Ihr ganz unterschiedliche Spezialitäten entdecken. Restaurants gibt es in allen Orten und in allen Klassen. Heißt: Von Kibbeling med Patat, also gebackenem Kabeljau mit Fritten bis zur Sterneküche geht ganz viel.
Besonders gut frühstücken kann man im Restaurant „De Smulpot“ in Den Burg.
Gehobene Küche wartet zum Beispiel im Restaurant „Oranjerie t’Vogelhuis“ in De Koog.
Alle Paals (Strandpavillons) haben ihre Spezialitäten.
Paal 9, am Strand bei Den Hoorn bietet z.B. Pulled Meat von selbstgezüchteten Angus-Rindern. Mehr dazu ist im Reise-Genussführer-Texel von Felicitas van Daalen und Tanja Neumann nachzulesen.
Ganz am Rande: Vergesst nicht Appeltaart med Ijs en Slagroom zu probieren. Das ist kein schnöder Apfelkuchen, sondern eine Weltanschauung.
Wer sich Ausgefallenes vornimmt, kann in einer Gruppe von zwei bis maximal 8 Personen in einem Koch-Workshop die feine regionale Küche selber zubereiten.
Wessel Holleman und Anet van den Elzen betreiben Partyservice und Kochworkshops im ehemaligen Pfarrhaus von de Waal.
Erfahrung mit Kolleginnen selber gemacht: Sechs Teilnehmende, 5 Frauen. Ich bin der einzige Mann und keine der Kolleginnen will das Hauptgericht unseres Drei Gang Menüs übernehmen. Also füge ich mich ins Schicksal, setze auf professionelle Hilfe und los geht’s.
Pastorie de Waal
Langwaal 2
1793 AJ De Waal
Durch die Dünen an den Strand geht es in de Koog. Dort direkt neben Paal 19 und der örtlichen Surfschule gibt es auch regelmäßige Strandyoga-Angebote. Das macht z.B. Eva van der Vaart. Hört im Podcast, wie’s mir ergangen ist. Trotzdem ist es ein ganz heißer Tipp in Sachen Entspannung, Lockerung und Beweglichkeit.
Das Strandyoga gibt’s in der Saison mehrmals die Woche. Mal morgens, mal abends, wie’s beliebt. Wer sich schon etwas auskennt ist bei Eva in besten Händen.
Zur Not kann man sich auf dem Rücken legen, in den Himmel schauen und den Wolken von rechts nach links im Blickfeld folgen. Das geht aber auch jenseits der Yogamatte, die sich im Sand in ein Badelaken verwandelt.
Strandyoga in de Koog
Pavillon der Surfschule Foamball
Paal 19, de Koog
Es ist ein Wohlfühlprogramm. Nicht Wellness, sondern Woolness (hab ich im Lämmer-Podcast schon erwähnt)
Triff Marianne (oder auch eine ihrer vielen netten Kolleginnen) an der Rezeption des Boutique Hotel Texel. Es ist ein wundervolles Hotel mit 5 Sternen auf dem direkten Weg Richtung Cocksdorp im Inselnorden. Marianne Langeveld van Heerwarden ist die Chefin im Haus. Sie ist, glaube ich, eine ganz „echte Tesselaar“. Vermutlich hatte sie deshalb auch die Idee mit der Wolle. Hört, was mit der Wolle gemacht wurde und mit mir.
Marianne sagt völlig zu Recht, dass Wohlfühlen im Hotel Texel groß geschrieben wird, sei es Woolness, Hydromassage, Hallenbad, Sauna, Gym und natürlich viel Platz um sich zwischendurch zu entspannen.
Das Haus hat seine vor kurzem erworbenen 5 Sterne völlig zurecht. Die Zimmer sind gemütlich, das hauseigene Restaurant trägt zusätzlich zum kulinarischen Wohlbefinden bei. Der Werbeclaim „Wo Zeit keine Rolle spielt“ trifft es schon ziemlich gut.
Boutique Hotel Texel
Postweg 134
1795 JS nabij De Cocksdorp
Wo Zeit keine Rolle spielt, wäre auch ein gutes Motto für unsere letzte Begegnung. Es ist der Besuch bei Niek Welboren und seiner Partnerin Kerstin Edelmann in der Eilandgalerij, der Inselgalerie.
Zwei Künstler, ein altes Schulhaus, ein traumhafter Garten und ganz viel Kunst wartet direkt an der Hauptstaße in Richtung Cocksdorp, gut erkennbar an einer ziemlich großen Osterinselskulptur im Vorgarten.
Eine stillgelegte Schule kaufen und künstlerisch arbeiten. Das machen die Beiden seit vielen Jahren. Sie arbeiten, pflegen und gestalten ihren wundervollen Garten und freuen sich, wenn Besuch kommt. Solltet Ihr auch machen. Nieks Landschaftsbilder oder Kerstins Spiralskulpturen stehen auch zum Verkauf.
Eiland Gallerij
Postweg 72
1795 JR De Cocksdorp
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es unendlich (vielleicht nicht in der Hauptsaison) Viele. Das größte Vermittlungsportal betreibt im Übrigen der Tourismusverein VVV in den Burg. Es gibt für jeden Anspruch, für jede Urlaubsform und für jede Zielgruppe reichlich Kapazitäten.
Ich hatte das Glück bei Pier und Karin Sambrink im „Apartmenthotel Strandplevier“ zu übernachten. Wohlwissend, dass Anforderungen und Geldbeutelfülle unterschiedlich sind, gibt’s hier subjektiv und unbezahlt eine klare Empfehlung.
Im Strandplevier warten unterschiedlich große Apartments, mit Schlaf- und Wohnbereich, Balkon oder Terrasse, Sauna, ein Parkdeck! Und für E-Auto-Fahrer auch zahlreiche Ladesäulen.
Jedes Apartment besitzt eine kleine Küchenzeile. Dort kann man sein Frühstück oder kleine kalte Gerichte selber zubereiten und zum Beispiel den Abend im Freien ausklingen lassen. Wer’s nicht lassen kann. Jedes Apartment besitzt sein eigenes, unabhängig gesichertes W-LAN und natürlich Radio und Fernseher.
Kulinarische Faulpelze dürfen sich auch gerne, gegen Aufpreis, am Morgen ans reichlich gedeckte Frühstücksbüffet setzen.
Strandplevier Suites
Dorpsstraat 191
1796 CC De Koog
Glücklich sein als höchste Stufe des Lebens. Ich habe das Gefühl in diesen wenigen Tagen ziemlich vielen glücklichen Menschen begegnet zu sein. Wie sagt doch mein „völlig inoffizielles Lexikon des Reisens“:
Wenn die Menschen Deines Reiseziels glücklich sind, kannst Du das dort auch sein
Vielleicht ist dies ein offenes Geheimnis der westfriesischen Insel Texel. Glück kommt in vielen Varianten. Texel gehört für mich dazu.
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt vom VVV Texel, Niederlande. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
The post D-RR287 – Meet the Tesselaar: Die Texeler und ihre Insel first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
Ein tierisches Vergnügen auf der niederländischen Nordseeinsel Texel. Alles rund um Lamm und Schaf. Highlight: Lammetjes knuffelen.
Heel Veel Knuffelplzier! – Habt ganz viel (akustischen) Kuschelspaß!
Texel, Schapen en Lammetjes, das gehört zusammen. Rund 10.000 Schafe, plus jährlich 20.000 Lämmer teilen sich die Insel mit 14.000 menschlichen Einwohnern. Damit ist klar, an den Schafen kann man nicht achtlos vorbeigehen und an den Lämmern schon gar nicht. Da zählt auch der Niedlichkeitsfaktor.
Auf Texel lebt zudem eine eigene Schafrasse. Sinnigerweise kann man sie kaum von den Bewohnern unterscheiden, denn beide tragen den Namen Tesselaar. Damit ist klar: Auf der einzigen niederländischen Nordseeinsel, die zur Provinz Noord-Holland gehört, spielen Schafe eine Hauptrolle.
Auf einer Radtour – logo, was denn sonst – hält Henk Slikker zum ersten Mal etwas außerhalb des Hauptorts Den Burg, auf einem Feldweg, dicht an einer Wiese. Darauf steht eine Scheune und um die Scheune herum grasen ziemlich viele Schafe und Lämmer. Das sei eine Schapenboed, sagt er. 50 Stück gäbe es noch, es seien früher dreimal so viele gewesen. Sie diene als Lagerscheune für Zusatzfutter und Geräte.
Das Dach ist auf mehreren Seiten abgeschrägt. Für Texel sind das typische drei Dachflächen um dem strengen Westwind zu trotzen. Die vom Wind abgeneigte Dachseite der Scheune reicht immer bis zum Dachfirst und ist nach Osten ausgerichtet. Die drei anderen Dachseiten sind nach Norden, Westen und Süden ausgerichtet, um dem Westwind zu widerstehen. Schafe widerstehen immer. Hört die Story im Podcast.
Die Tiere sind bei den Insulanern traditionell beliebt, denn sie liefern wertvolle Dinge vom Fleisch, über Käse, Wolle, Felle. Daraus bastelt man ziemlich viel von Filz-Pantoffeln, über Decken, Kissenfüllungen, bis hin zum kompletten Bettzeug. Aus dem im Lammfell vorhandenen Lanolin machen Spezialisten auch Cremes und Kosmetik-Produkte. Einige Adressen in Sachen scha(r)fer Einkauf findet Ihr im untenstehenden Infoblock (Links inklusive).
Wellness ist inzwischen ein bekannter und feststehender Begriff. Was aber ist Woolness. In der wundervollen SPA-Abteilung des 5-Sterne-Boutique-„Hotel Texel“ in De Cocksdorp (in der Nähe des Texel Int. Airport) wird diese Behandlung erfolgreich praktiziert. Hier spielt Lammwolle eine wichtige Rolle. Erfahrt im Podcast, was da abgeht. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, das wohlig-wollige Vergnügen auszuprobieren. On Top gibt es die Hand- und Fußmassage mit der Lanolinsalbe.
Zurücklegen, genießen und ein halbes Stündchen vor mich hindösen, bis ich wieder in den Alltag eines Samstagvormittags zurückgeholt wurde.
Woolness sorgt für große Dankbarkeit ans Schaf.
Ort des Geschehens ist die „Schapenboerderij Texel“, etwas außerhalb von Den Burg. Hier bekommt vermutlich selbst der Schafexperte noch was geboten, schließlich gibt’s neben vielen Tesselaar – Schafen noch mindestens 24 weitere Rassen. Erfahrt fast alles über Schafe und Hütehunde von den Eigentümern Mariska und Lennart Witte. Zur Lämmersaison im Frühjahr ist das “knuffelen” natürlich besonders beliebt. Dann darf man auch in die Gatter und den Nachwuchs ausführlich streicheln.
Meine Lieblingsrasse unter den Schafen ist das englische Border-Leicesterschaf als Prototyp des Osterlamms.
Familienfreundliche Stärke: Hier findet sich das perfekte Familienerlebnis, inklusive Spielplatz, weitere Tiere von vielen! Hühnern über Meerschwein bis Pony, Trampolinspringen, ein Café und natürlich eine Schafsboutique, die kaum Wünsche offen lässt. Das Alles ist für uns überlebenswichtig, betont Lennart, denn nur mit der Schaffarm kommt man heute finanziell kaum noch über die Runden.
Woran das liegt erzählt der Podcast. Ein Beispiel soll aber genannt werden. Einmal pro Jahr werden die Schafe geschoren. Pro Schaf ergibt das maximal 4 Kilo Wolle. Pro Kilo bekommen die Schafbauern rund 80 Cent. Das Scheren eines Schafs dauert zwar nur zwei Minuten, kostet aber 5 Euro. Bei 80 Cent pro Kilo Wolle, macht das einen Verlust von rund 1 Euro 80 pro Schaf und bei 200 Schafen legt Lennart 360 Euro drauf.
Die Hauptarbeit haben dabei die Hunde. Bauer Lennart kennt seine Hunde sehr genau. Da gäbe es natürlich Unterschiede in Temperament und Charakter, meint er. „Binkie“ und „Bowie“, zwei Australian Kelpies, seien sehr unterschiedlich. Binkie habe etwas mehr Aggressivität. Bowie sei eher süß, also zu nett zu den Schafen. Und die spürten das. Alleine mit ihm seien sie bei Weitem nicht so folgsam.
Und dann sind da noch eine Vielzahl von Regeln, die eingehalten werden müssen, denn auch Schafe haben Gefühle und schon mal Angst.
Die Zahl hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. Das liegt auch an der wachsenden Ausweisung von Naturschutzflächen, auf denen keine Schafe mehr gehalten werden dürfen. Anderes Land kaufen sei zu teuer, sagt Lennart.
Die Bauern haben sich zusammengetan und arbeiten an einem Konzept zur Rettung ihres Berufsstands. Zukunft offen. Aber es wird vermutlich eine Lösung geben, denn ohne Schafe und vor allem Lämmer würde der großen Attraktivität Texels etwas Entscheidendes fehlen.
Das hier ist eine „schafe“ Story. In der nächsten Ausgabe beschäftigen wir uns mehr mit den anderen Tesselaar, also den Menschen von Texel. Auch da warten reichlich Tipps für den Urlaub auf der Insel. Gleich, ob entspannt oder aktiv, Texel hat für jeden was zu bieten. Der Tesselaar würde sagen: „Hauptsache Gesellig“.
Texel-Infos
Schapenboerderij
Lämmer-Radroute
Lämmerradar (aktiv im Frühjahr)
Woolness
Lammspezialitäten
Lammfleisch und –wurst
Schapenkaas
(hier gibt es auch das Schapenmuseum)
Cremes und mehr
Pantoffel, Felle, Filz
Decken, Kissen und mehr
Felicitas van Daalen / Tanja Neumann
Kulinarik, Menschen, Geschichten
360 Grad medien – Reise-Genuss-Führer
ISBN: 978-3-96855-503-4
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Zum Erscheinen des Texel Reise-Genuss-Führers von Fee und Tanja gibt es einen Podcast Talk über Texel, den Ihr nicht verpassen solltet!
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt vom VVV Texel, Niederlande. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
The post D-RR286 – Lammetjes knuffelen: Tierisches aus Texel first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
Ein süßer akustischer Ausflug nach Småland zwischen Zimtschnecken, Lussekatter, Semla und Zuckerstangen namens Polkagrisar
Eins steht mal fest: Die Schweden mögen Süßes und Franziska aus Göteborg meint, dass sich dieser Ursprung des Süßen in den letzten Jahren auf einen Triumphzug durch Europa gemacht hat. Denn zur Fika braucht man etwas Süßes. Deshalb gibt es diesmal einen süßen Ausflug in den Norden.
Die Zimtschnecken sind der Klassiker, überall in Schweden und auch bei einigen skandinavischen Nachbarn. Die größten Exemplare gibt es im Café Husaren im Göteborger Altstadtviertel Haga. Wenn’s gut läuft, hängen sie über den Tellerrand. Es gibt aber landauf, landab auch kleinere und ehrlich gesagt meist noch viel besser schmeckende Exemplare.
klingen auch auf Schwedisch extrem verführerisch und die Palette der Süßigkeiten (Godis) ist damit noch lange nicht vollständig.
übersetzt Erdbeertorte, spielt in naher Zukunft eine wichtige Rolle. Kein Midsommar-Fest ohne Jordgubbstårta mit sehr viel Schlagsahne. Drängt sich auf, denn auch bei uns ist im Juni ja Erdbeer(torten)zeit.
Der Klassiker findet sich überall, sogar in der Villa Kunterbunt bei Pippi Langstrumpf. Denn Erdbeertorte wusste auch Pippi zu schätzen.
sind eine Vorweihnachtsding. Die „Lussekatzen“ erinnern ein wenig an unsere Hefeweihnachtsmänner oder -nikoläuse und werden auch aus Hefeteig gemacht. In den kommt, neben den Rosinen, auch noch jede Menge Safran. Damit sind sie so schön gelblich, schmecken würziger und erscheinen rund um das lichtbetonte Luciafest am 13. Dezember auf der Bildfläche und in der Backwarentheke.
sehen ein wenig aus wie unsere Windbeutel, werden aber erstens aus Hefeteig mit Kardamom gemacht und sind zweitens das Gebäck zum Fastnachtsdienstag (Fettisdagen). Man findet die Semlor (Plural) aber in der kompletten Semla-Saison (ganz grob zwischen Neujahr und Ostern) im Angebot.
Die Semlor werden wie die Windbeutel aufgeschnitten. Dann kommt in dem Boden zuerst mal eine Marzipan-Mandelmasse. Darauf platziert man dann jede Menge Schlagsahne bevor der Deckel aufgesetzt wird.
Persönlicher Kommentar: Saulecker, da der Hefeteig nicht so stark wie Brandteig auseinanderbröselt.
Die Schweden lieben die Semlor. Die Statistik spricht von 40 Millionen verkauften Semlor pro Jahr und da sind die hausgemachten noch nicht mitgezählt. Das köstliche Gebäck hat natürlich überhaupt keine Kalorien. Deshalb spielen sie auch am Fettisdag (wörtlich übersetzt Fetter Tag) so eine große Rolle. Klartext: Vor der Fastenzeit noch mal reinhauen. Da befinden sich die Schweden übrigens in guter Gesellschaft mit New Orleans. Auch dort heißt der Fastnachtsdienstag ja bekanntlich „Fat Tuesday“.
Eins haben die Sweets gemeinsam: Sie sind alle unglaublich lecker und haben fast keine Kalorien.
Nun gibt es wohl kaum einen Reisebericht aus Schweden, der diese Köstlichkeiten nicht zum Thema macht. Das mit dem Süßen geht aber noch viel weiter.
Kleiner heißt nicht weniger verführerisch. Karamellbonbons, Lakritze mit und ohne Schokolade und viele weitere kleine Schweinereien sind im Angebot. Diese haben hohen Suchtfaktor und deshalb ist es kein Wunder, dass auch Astrid Lindgren in ihren Büchern nicht nur von einem Limonadenbaum berichtet, sondern auch Pippi Langstrumpf, zusammen mit Annika und Tommy zum Großeinkauf in den Bonbonladen schickt.
Wer im Podcast beim Einkaufen aufpasst, hört dann auch von Pippis Freundin Annika das Hauptstichwort dieses Podcasts: Pfefferminzpastillen oder noch besser Pfefferminz-Zuckerstangen.
Erfunden wurden sie 1859 im Kleinstädtchen Gränna am Vätternsee, rund 40 Kilometer nördlich von Jönköping. Erfunden von einer Frau namens Amalia. Die Ur-Zuckerstangen sind rot und weiß und enthalten Pfefferminzöl. Deshalb galten sie ursprünglich auch als Arzneibonbon gegen Halsschmerzen und Husten und auch zur Magenberuhigung.
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Die Zuckerstangen sind eine ziemlich süße Schweinerei. Apropos Schweinerei, sie tragen den Namen Polkagrisar, übersetzt Zuckerschweine. Welche Bedeutung das haben könnte, versuche ich im Podcast zu klären. Heute gibt es in Gränna gleich 14 Betriebe, die sie herstellen. Auch das ist eine besondere Geschichte.
Ich habe sie mir vom Fachmann erzählen lassen. Rasmus arbeitet bei „Polkapojkarna“ und weiß so ziemlich alles über die Stangen, die Gränna in ganz Schweden (und darüber hinaus) berühmt gemacht haben.
Die „Polkagris-Köche“ von Gränna produzieren im Sommer bis zu 30.000 Zuckerstangen pro Tag. Der Andrang ist groß, auch weil die Stadt so schön am See liegt und von einer wundervollen Hügellandschaft eingerahmt wird. Es gibt viele Gründe Gränna zu besuchen: Der See, die herrliche Hügellandschaft rund um die Stadt. Die meisten Menschen kommen aber wegen der Zuckerstangen, die es heute, neben dem Pfefferminzklassiker, auch in vielen weiteren Geschmacksrichtungen gibt. Das reicht von „Apple Pie“ über „Cola“ bis zu „Salzkaramell“, „Zitrone“ oder „Blaubeer“stangen.
Zusätzlich gibt es noch spezielle Geschmacksrichtungen und Bonbons als Spezialkreationen für die großen Helden Smålands von Pippi Langstrumpf über Karlsson vom Dach bis zum Michel aus Lönneberga, der bei den Schweden ja bekanntlich Emil heißt.
Ich bin an einem Nachmittag Ende August in Gränna und trotz offiziell schon begonnener Nebensaison drängeln sich die Menschen auf den Gehwegen. Sie wollen alle nur das Eine: Polkagrisar. Rasmus grinst und meint, man könne alles hier im Laden kaufen.
Außerdem meint er noch:
Falls Du nicht das Geld haben solltest, um, wie Pippi, das ganze Geschäft zu kaufen, kannst Du ja einen eigenen Laden aufmachen. Zurzeit sind es 14. Aber wir verkraften problemlos einen mehr. Um die Zukunft müsse man sich als Zuckerstangenproduzent keine Gedanken machen.
Die Einheimischen nennen Gränna die „Bonbon-Hauptstadt der Welt“, denn die Leute kommen wegen des Originals. Gränna wurde zum Synonym für Zuckerstangen.
P.S. Wenn Ihr Zuckerstangen mögt, erzählt es nicht Eurem Zahnarzt!
Polkapojkarna
Gränna
Smaland
Visit Sweden
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Visit Småland. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
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Pippi Langstrumpf wäre inzwischen lange Oma, denn sie ist gerade 80 Jahre alt geworden. Die Stadt mit der Bilderbucharchitektur Smålands ist noch viel älter. Also dann auf nach Eksjö.
Wir sind in der „Holzstadt“ im Herzen von Småland, Eksjö.
Das Städtchen mit gut 10.000 Einwohnern liegt in der schwedischen Provinz Jönköpings Län und der historischen Provinz Småland und sie war Ausgangspunkt für meine Geschichten über Astrid Lindgren in mehreren Podcasts. Mein Ausgangspunkt für die Entdeckung von Eksjös Altstadt, der Gamla Stan, war das Treffen mit Christina im wunderschönen Park hinter dem Heimatmuseum.
Eksjö ist berühmt für seine Gamla Stan, die Altstadt. Sie ist (fast) komplett aus Holz gebaut worden. Sie schaut auf eine Geschichte von vielen hundert Jahren zurück. Sie ist, neben drei weiteren schwedischen Städten, der Inbegriff für das Bilderbuchschweden und die Bilderbuchprovinz Småland: Rote Holzhäuser, soweit das Auge reicht. Es sind rund 60 denkmalgeschützte Holzhäuser aus der Zeit zwischen dem 16. Und 18. Jahrhundert.
Erst weit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde man sich des Schatzes von Eksjö erst so richtig bewusst. Den letzten großen Schub gab es 1997. Da wurde Eksjö wegen seines guten Erhaltungszustands mit dem „Europa-Nostra-Diplom“ für den guten Umgang mit Bau- und Kulturerbe ausgezeichnet.
Heute sind deren Werte unumstritten und bieten große Anziehung von Fachleuten, genauso wie von Touristen, die einfach mal ins Schweden von gestern eintauchen wollen. Romantisch ist das zweifelsfrei, hier in der Gamla Stan von Eksjö. Holzfassaden soweit das Auge reicht. Dies auch sehr farbenfroh. Übertreiben darf man‘s aber nicht, da sei der Denkmalschutz vor, meint Christina, Deutschlehrerin und Cityguide.
Führungen durch das romantische Eksjö kann man in der Sommersaison (Juni bis August) fast täglich machen. Es gibt auch einen Audioguide, den man sich ausleihen kann. Die Information dazu gibt es im Turistbyro in der Österlånggatan 31.
Eksjö hat auch Wirtschaftsbetriebe und Firmen. Unter anderem ein Unternehmen von Schweden-Fertighäusern aus Holz. Dort ist man sich seines Erbes bewusst. Das Zentrum ist der Geschichte vorbehalten.
Die berühmte schwedische Tradition der Kaffeepause ist natürlich auch diesmal wieder Thema. Zum einen begegnen wir im Podcast dem „Zuckerbäckerlied“. Zum anderen ist Nya Lennarts Konditori zu fast jeder Tageszeit einen Stopp wert, Kaneelbullen inklusive.
Auch kulinarisch kommt jeder Besucher zu seinem Recht: Von der einfachen Pizza, über einen leckeren Italiener, bis zu klassischen schwedischen Gerichten im Bistro des Stadshotell. Alles schmeckt und hält sich preislich auch in normalen Grenzen (von wegen, Schweden sei unbezahlbar).
Eksjö hat nicht nur einen großen See am Rande der Stadt, sondern auch einen schönen großen Campingplatz am Wasser. Unterkünfte in der Stadt reichen von einfachen Zimmern (z.B. in einem Vandrarhem) bis zum guten Hotelstandard. Selbst mitten in der Altstadt kann man wohnen, in historischen Gebäuden. Ich hatte das Vergnügen (Vaxblekarengården Hotell).
An Ausflügen geht alles von er Wandertour bis zum tiefen Eintauchen in die Welt der Astrid Lindgren. Alle Attraktionen sind nicht mehr als eine Autostunde entfernt, von Sevedstorp (Bullerbü) über Katthult bis Mariannelund (Filmbyn, Astrid Lindgrens Filmmuseum) und natürlich Astrids Geburtsort Vimmerby. Dazu gibt es reichlich Infos im Podcast über Astrid Lindgrens Småland bis zum Kids-Erlebnis der Astrid Lindgren Värld in Vimmerby
Persönliche Anmerkung: Lasst Euch ruhig auch ein paar Tage Zeit für die Region um Eksjö inklusive des Elchparks in der Nähe. Es lohnt sich.
Eksjö & Holzstädte
Sommer in Småland
Visit Sweden
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Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Visit Småland. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
Nicht immer ganz einfach: Reden über ein Ziel, das man selber nicht kennt. Kenia oder Kenya ist ein spannendes Ziel, das schwere Zeiten hatte, aber jetzt wieder durchgestartet ist.
Man kann nicht überall gewesen sein. Kenia gehört zu den Ländern, die ich nicht kenne. Glücklicherweise kenne ich wenigstens Südafrika und habe damit den Kontinent schon mal eingeatmet. Gleichwohl reden wir immer über andere Länder, andere Regionen und andere Kulturen.
Mein Helfer ist quasi stellvertretender Tourismusminister des Landes. Offizieller Titel von John L. Ololtua ist „Principal Secretary State Department For Tourism“. Damit ist die Einordnung formal in Ordnung. Worüber aber redet man mit einem Tourismusminister? Vorweg: Das Gespräch war locker und platzte auch nicht vor staatstragender Äußerungen. Alleine der Gesprächsbeginn (Podcast hören!) besagt schon ganz viel. Sinngemäß: „Komm nach Kenia und freu Dich Deines Lebens“.
Vor 30-40 Jahren war das Land eines der ersten, dass wir touristisch in Afrika entdeckten. Kenia boomte, sowohl in Sachen Safari, als auch Strandurlaub an der des Indischen Ozeans bei Mombasa. Die Touristiker spezialisierten sich sogar. Da gab es den African Safari Club, der sogar eigene Flugzeuge, mit einer herausstechenden Zebra-Bemalung hatte. Die Welt von Urlaubern, Touristikern und oft auch Einheimischen war in Ordnung.
Und plötzlich war der Boom zu Ende. Die wirtschaftlichen Probleme holten parallel auch das Land ein. Der Weg in die Unabhängigkeit hatte zu vermehrten Auseinandersetzungen und Schwierigkeiten geführt, die das Land, neben Flüchtlingsströmen aus dem Norden, in immer größere Probleme stürzte.
Erst seit 2022 scheint wieder etwas mehr Ruhe einzukehren und dementsprechend will man im Land auch die problematisch wechselhafte Geschichte hinter sich lassen und nicht diskutieren. Auch wenn das Erbe noch lange nicht ausgestanden ist. Deshalb ist es vermutlich auch folgerichtig, dass John Ololtua mit den wirtschaftlichen Problemen zu Zeiten der weltweiten Covid-Pandemie beginnt, als ich ihn danach frage.
Rund 2,4 Millionen Gäste begrüßt das Land jetzt wieder pro Jahr. Dieser Aufschwung die Auferstehung des Tourismus ist unser Gesprächsthema. Vieles ist schon in Ordnung, aber mitunter klemmt es auch noch. Daran wird jetzt intensiv gearbeitet mit einer „Nationalen Tourismusstrategie“.
Wir reden über die Pläne des Landes, über die fortschreitende Digitalisierung, die jetzt helfen soll, dem Aufschwung einen weiteren Kick zu geben.
Dazu gehören digitale Werbestrategien, der Ausbau des Flugverkehrs, die Verbesserung der Infrastruktur und neue Angebote für die Gäste. Ausbauen will man auch den Konferenz- und Kongresstourismus.
Die Bemühungen tragen Früchte. In diesem Sommer gibt es auch wieder wachsende Flugverbindungen aus Deutschland. Sowohl Condor als auch Discover Airlines fliegen mehrmals pro Woche nonstop nach Mombasa.
Kenia stand und steht immer für die Kombination aus Wildlife und Stränden. Viel Natur im Landesinneren in den zahlreichen Nationalparks sind die eine Seite. Die andere ist die Erholung an den Stränden des Indischen Ozeans längs der Küste mit Ausgangspunkt Mombasa.
Kenia weiß wo es hin will. Dazu gehört auch eine menschliche Seite, die nicht mehr nur exotisch schillernd sein soll. Begegnung von Menschen, Touristen nähern sich dem „normalen“ Leben, Besucher werden an Kultur, Tradition und Gastronomie herangeführt (wenn sie mögen). Der Fokus jedenfalls liegt auf Qualität, kultureller Vielfalt und nachhaltiger sei das Land auch geworden, betont John Ololtua im Podcast-Gespräch.
Für den Ausbau der Reisemöglichkeiten steht der Victoria-See. Hierfür wirbt das Land intensiv. Die Region könnte zum vierten Tourismusstandbein Kenias werden, nach Nationalparks, Stränden und der Hauptstadt Nairobi.
Am Äquator herrscht Gleichgewicht. Die Antwort auf die Frage nach der besten Reisezeit bekomme ich mit einem Wort: Immer!
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Kenia – Tourismus
Ein Ausflug nach Franken. Erlangen. Dorthin, wo mehr geht, als man so gemeinhin denkt.
Genau genommen geht es diesmal um zwei Themen. Um Erlangen und um Luise. Beide haben miteinander zu tun. Den Rahmen bildet eine Veranstaltung, die im Februar stattfand. Die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten vergab dort ihren Ehrenpreis 2025 an den Reisebuch-Verleger Michael Müller. Da war ich gerne dabei, denn es ist immer wieder nett zu verreisen und dann Kolleginnen und Kollegen zu treffen, schöne Stunden miteinander zu verbringen und sich auszutauschen. So kam ich nach Erlangen.
Übernachtet haben wir alle im Hotel Luise. Und was auf den ersten Blick, wie ein ganz normales Hotel daherkommt, hat’s auf den zweiten Blick in sich und den dritten Platz beim Deutschen Tourismuspreis 2024 errungen. Die Schlagzeile des Deutschen Tourismusverbands, der den Preis jedes Jahr vergibt, lautete: Eco statt Ego. Mit der „Wall of Change“ Wissen teilen und gemeinsam die Welt verändern.
Diese „Wall of Change“ hängt in der Hotellobby und ist geschmückt von vielen kleinen Blättern. Hinter jedem Blatt verbirgt sich eine nachhaltige Maßnahme. Und an der „Wall“ gibt es jetzt schon über 270 Blätter.
Ein Einzelgespräch und damit ein exklusiver Podcast war zeitlich nicht machbar, also hab ich das Mikro hingehalten, als uns am nächsten Morgen Hotelchef Ben Förtsch eine Kurzvorlesung in Sachen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft gab. Grundprinzip. Wenn etwas gut klappt, dann ist das positiv und nachahmenswert. Heißt für Ben und seine vielen Hotelkolleg:innen: Darf man „klauen“, nachahmen, verbessern, ebenfalls umsetzen. Denn: Alle haben nur Vorteile.
Hört also im Podcast die grundlegende Idee vom nachhaltigen Hotel, vom nachwachsenden Hotelzimmer, einem ganz speziellen japanischen Wald oder einer Astronautendusche.
Letztlich engagiert sich das Hotel Luise schon seit den 1980er Jahren für nachhaltiges Wirtschaften. Wer Gast ist, kann die Dokumentation in der Lobby auf der „Wall of Change“ inhalieren. Das geht auch digital per zusätzlicher Nachhaltigkeits-Website des Hotels.
Man kriegt das Gefühl, dass in Erlangen insgesamt, eine Nähe zur Nachhaltigkeit besteht. Nehmen wir den Öffentlichen Busnahverkehr in der Stadt. Innerhalb des Innenstadtkreises zum Beispiel sind die Busse kostenfrei. So war es dann auch eine echte Einladung von der hotelnahen Bushaltestelle bis ins Zentrum der Hugenottenstadt Erlangen zu fahren, um einen Stadtbummel zu machen.
Der Grundriss der Altstadt ist wiederum in Alt- und Neustadt unterteilt. Beides ist alt, sehr alt und nicht ganz so alt. Das hat mit den Zuwanderern, genau genommen Flüchtlingen aus Frankreich, zu tun. Stichwort: Barocke Planstadt, die mit der Ankunft der Hugenotten-Flüchtlinge in gleicher Weise fortgesetzt wurde. Es war Februar und eher etwas unfreundlich draußen. Von Frühling war noch lange nicht die Rede. Trotzdem, das spürt man sofort, die Stadt hat was. Anschaulich mit quadratischem Stadtplan, inklusive Schlossplatz, Schloss und natürlich auch Schlossgarten.
Dies hab ich mir von Oliver Timmermann vom örtlichen Tourismusmarketing erzählen lassen, damit Ihr bei einem Besuch nicht im Regen steht.
Der Gesprächseinstieg für Podcast Teil 2 war dem zu Pfingsten anstehenden Jahres-Highlight Erlangens geschuldet. Und Achtung: In drei Wochen ist Pfingsten und das wichtigste Fest der Stadt, die Bergkirchweih, beginnt. Was abgeht, gibts im Podcast zu hören.
Im Übrigen: Franken und Bier ist nochmal eine ganz eigene Geschichte. Wer vor oder nach der Bergkirchweih mehr über Gerstensaft und viele kleine Brauereien in der Region erfahren möchte, für den ist gesorgt mit dem Reiseradio-Podcast Nummer 104. Da geht’s ausschließlich ums Fränkische Bier (neben ein paar unbedeutenden anderen Dingen, wie Richard Wagner oder köstlichem Obstbrand. Das ist schon eine Weil her, aber das Bier schmeckt bestimmt auch heute immer noch hervorragend.
24 Stunden in Erlangen und viel erlebt. Könnt Ihr auch, solltet Euch aber etwas mehr Zeit lassen.
Hotel Luise
Luise – Nachhaltigkeit und die Wall of Change
Erlangen-Tourismus
Franken-Tourismus
Regen am Ziel. Das ist nix für galanten Reisejournalismus. Trotzdem kam ne tolle Story wieder raus, genauso wie die Sonne über Konstanz. Ready für zwei Erlebnistage?
Derzeit sehnen sich Konstanz und der Bodensee (um nicht zu sagen die ganze Republik) nach dem, was bei meinem Besuch im letzten Herbst, fast schon ein wenig zu viel vom Himmel kam.
Dementsprechend sind Teile meiner Gespräche vor Ort immer von einem mehr oder weniger lauten Rauschen und Tröpfeln begleitet. – Der inhaltlichen Attraktivität tut das keinen Abbruch. Kommt mit an den Bodensee und merkt Euch schon mal vorweg: Es heißt Konschtanz nicht Konstanz. (ääähm, wenn man’s spricht!)
Stadtführung im Ohrensessel ist nicht. Drum begleitet mich gern zur Stadtführung in Konstanz bei Dauerregen. Geschichte, Gegenwart und Attraktivität hängen an Inhalten nicht am Wetter. Folgende Inhalte erwarten Euch in diesem Podcast.
Lasst Euch die Geschichte vom Konstanzer Konzil und den Hübschlerinnen erzählen. Imperia, schönste Frau Roms und Edelkurtisane steht auch deshalb heute als Begrüßungsfigur am Konstanzer Hafen. Darf die das?
Vier Jahre wurde im 15. Jahrhundert über die Einheit der Kirche verhandelt, nur weil es damals einfach mal 3 rivalisierende Päpste gab. Dieser Vorläufer heutiger politischer Konferenzen brachte Konstanz endgültig auf die historische Landkarte.
Das Rathaus von Konstanz ist historisch und wunderschön. Lasst Euch von Ilse Geigges-Marschall erzählen, welche Geschichte hinter diesem Bauwerk steckt, dass fast zufällig mitten in einer Häuserzeile der Altstadt steckt.
Zumindest gibt es noch heute einen Wegweiser nach Santiago, direkt am Konstanzer Münster. Dort träumte ein Bischof übrigens vor langer Zeit einmal davon Pilgerstätten zu kopieren um Wege zu verkürzen. Schon mal gehört?
Wusstet Ihr, dass Konstanz nur deshalb auch heute noch eine so komplette historische Bausubstanz hat, weil die Stadt im Zweiten Weltkrieg nicht zerbombt wurde. Warum erfahrt ihr Ihr im Podcast.
Nein wir reden nicht über eine Tanzveranstaltung, sondern über einen Blumenschmuck, der nicht nur glücklich macht, sondern auch eine ganz besondere Entstehungsgeschichte hat.
Eine badische Spezialität kehrt zurück auf die Gastronomiekarte. Erfahrt mehr von Mr. Salami.
Wo eigentlich fließt nun der Rhein in den Bodensee und wo wieder raus? Was hat es mit dem Konstanzer Trichter auf sich und warum ist mitten im See ein Fluss?
Im Regen durch den Wald. Ich fands nass. Försterin Irmgard Weishaupt war begeistert, glaubt aber trotzdem nicht, dass der im Konstanz beliebteste Naherholungsplatz auf die Dauer noch Bestand haben wird. Sie gibt einen Teaser auf einen langen Lorettowald-Podcast, der schon seit einigen Monaten online ist.
Ja, die Insel im Untersee ist berühmt für ihre Landwirtschaft. Im letzten Jahr feierten Insel und Region den 1.300sten Geburtstag des Klosters Reichenau. Die Hintergründe gab es in der Landesausstellung Baden-Württemberg 2024. Auch dazu gibt’s schon einen Reiseradio-Reichenau-Podcast. Auch wenn ich es nicht geschafft habe, auch noch persönlich auf der Reichenau vorbeizuschauen. Julia Siess, meine Guide in der Landesausstellung, hat mir wenigstens etwas über die Gegenwart erzählt. Aus erster Hand, denn sie stammt von der Insel.
Geht’s hier nur um Schönheit auf der wohl beliebtesten Attraktion der Regio Konstanz? Nein, mitnichten. Erfahrt erstaunliche Dinge über Geschichte, Aktivitäten und Pläne der Blumeninsel Mainau. Auch hier werbe ich noch einmal für die ausführliche Version, die bereits online ist.
Wer sich immer noch wundert, dass auf dem Dach des Mainauer Schlosses die schwedische Fahne weht, wird ebenfalls hinterher schlauer sein.
Bei einem Besuch von nur zwei Tagen war es natürlich gänzlich unmöglich die kulinarische Seite der Bodenseemetropole kennenzulernen. Theresa Arndt, Tourismusfachfrau hat Ahnung und gibt jede Menge Tipps. Fazit: Konstanz, da geht was!
Konstanz
Mainau
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Marketing & Tourismus Konstanz GmbH. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst. Für die Nutzung eingefügter Links auf dieser Seite erhalte ich keine finanzielle Beteiligung und habe keine Vorteile. Sie sind Teil der journalistischen Informationspflicht.
The post D-RR281 – Konschtanz mit SCH: Erlebnistage am Bodensee first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
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