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Aschaffenburg hat nicht nur seine eigene Hymne, sondern auch einen klingenden Beinamen aus berufenem Mund. Erfahrt mehr über die Stadt am Main.
Der Beiname „Bayerisches Nizza“ stammt nicht von Marketingexperten irgendeiner Werbeagentur, sondern von ihrer Majestät König Ludwig dem Ersten. Und wenn er recht hat, hat der Ludwig recht: Stadt und Umgebung sind schon sehr einladend und auch heute noch weit weg von der obersten Landesregierung.
Wer seinen Asterix kennt, weiß, dass mit den Galliern nicht gut reden war. Kleine, aber fröhliche Revoluzzer waren sie, am Rande des Reichs. So sieht ein „Ascheberger Promi“ seine Stadt und die Region. Warum ich das erzähle? Urban Priol nimmt kein Blatt vor den Mund. Sei es bei seinen TV-Jahresrückblicken „Tilt“ (im letzten Jahr aus dem Aschaffenburger Stadttheater) oder auf der eigenen Bühne im Hofgarten-Kabarett. Urban sagts wie er es meint. Und selbstverständlich kommt er auch hier zu Wort. Er hat eine liebevolle Beziehung zu seiner Heimatstadt.
Wir sprachen schon mal drüber in einem eigenen Podcast, in dem es auch ums Reisen ganz allgemein geht.
Der Mai ist da und die Zeit der Ausflüge und Wochenend-Kurzreisen beginnt. Hier gibt’s die Podcast-Antwort auf die Frage: Warum nicht mal nach Aschaffenburg?
Die Stadt liegt verkehrstechnisch zentral, nicht vom Rhein-Main-Gebiet im Westen und von Würzburg im Osten. Die hessische Landesgrenze ist nur 7 Kilometer entfernt. Das habe Vorteile, meint Urban Priol im Podcast.
Aschaffenburg hat Einiges zu bieten und auch die Umgebung, gleich ob Spessart oder nahe gelegenes Churfranken, bietet reichliche Möglichkeiten.
Was genau, klären wir im Podcast mit Waltraud Gulder vom Aschaffenburger Kongress- u. Touristikbetrieb und ihrem Kollegen Michael Seiterle. Er ist Geschäftsführer des Tourismusverbands Spessart-Mainland.
Mindestens 20 Sehenswürdigkeiten stehen auf einem Schild gegenüber der Touristinfo. Waltraud meint, es gäbe genügend Orte für 365 Tage. Hört selber. Michael Seiterle wiederum lädt in die Umgebung ein. Kulinarik, Abenteuer und vor allem auch Sportliches hat er im Angebot. Darüber hinaus gibt es viel zu erzählen über Räuber und Märchenhelden im sogenannten Spessart-Viereck. Klare Empfehlung: Ein paar Tage dranhängen.
Im Zentrum befinden sich mehrere Attraktionen. Einige sind hier abgebildet.
Dreh- und Angelpunkt ist das prachtvolle Schloss Johannisburg, mit einem Flockenspiel in einem der Türme und einer wundervollen Promenade unterhalb mit Blick auf Schloss und Mainaue.
Der Schlossplatz ist mittwochs und freitags Dreh- und Angelpunkt des Markts. Obst, Gemüse und auch Flüssiges wartet auf die Marktbesucher. Auf dem Schlossplatz befindet sich auch die Tourist-Info, wo man wunderbar und individuell beraten wird.
In einer der Altstadt-Nebenstraßen, genau der Schlossgasse, befindet sich, so Urban Priol, ein Muss der Aschaffenburger Wirtschaftskultur: Die Kultgaststätte und ehemalige Brauerei „Schlappeseppel“ in der Schlossgasse. Das Einkehren dort, sei essentiell nach dem Marktbesuch und auch sonst, meint er.
Im Podcast erzählt er auch die Geschichte des „Bierkriegs“ um den Schlappeseppel, vor einigen Jahren.
Aschaffenburg wurde erst in den letzten Kriegstagen zerbombt. Die „Wunden“ sieht man heute noch im Zentrum in Form der Mischung aus neuer und alter Gebäudesubstanz. Kommt der Platz vor dem Stadttheater eher im Stil der 1960er und 70er Jahre daher, so hat man den Innenraum aufs Feinste im alten Stil restauriert.
Auch am Rathaus in der Dalbergstraße treffen Moderne und Historisches aufeinander. Das Rathaus ist ein neuer Zweckbau.
Auf dem Platz davor steht der Stiftsbrunnen auf dem kopfsteingepflasterten Platz und bietet den Blick auf Stiftsbasilika „St. Peter und Alexander“. Hier treffen zwei architektonische Welten aufeinander.
Das in der Nachbarschaft wartende lebendige Zentrum ist fast durchgehend als lauffreundliche Fußgängerzone ausgebaut. Hier kann man nicht nur „shoppen“, sondern es sich auch in einer der Gaststätten und Cafés gutgehen lassen. Lokale Attraktion und kulinarische Innovation ist seit einigen Jahren die „Brizza“ vom Wurst-Bendel. Sie ist die geniale Kreuzung von bayerischen Brezen mit der italienischen Pizza. Belag wahlweise echt bayrisch, fränkisch, italienisch.
Aufgrund der Kalorienmenge ist danach zwingend weiterlaufen erforderlich. Mein Tipp: Durch den Schlossgarten in Richtung Pompejanum an den Mainterrassen.
Es ist ein besonderer Schatz, den die Stadt dem bayerischen König Ludwig dem Ersten zu verdanken hat. Das Pompejanum steht oberhalb der Mainaue in Sichtkontakt zum Schloss und brachte im 19. Jahrhundert römische Alltagshistorie nach Aschaffenburg. Wundervoll gelegen, war das Projekt „Königshobby“ in Kombination mit Aufklärung. Das erzählt Fachfrau Dr. Susanne Hoppe von der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und gibt im Podcast einen Einblick in die römische Alltagskultur.
Die Baupläne machte der Hofarchitekt Ludwigs in Pompeji, um daraus eines der Lieblingsprojekte des Königs im heißgeliebten Aschaffenburg zu realisieren.
Hand aufs Herz. Wer wollte nicht immer schon mal wissen, wie’s in einer römischen Villa aussah. Unterhalb ist auch ein Weinberg und dort wächst der bereits erwähnte Pompejaner. Dieser wiederum ist Kabarettist Urban Priol eine „Ascheberger Spritze“ gegen die weit entfernte Landesregierung wert. Hört selber.
Drinnen warten Säulen, ein Atrium und nachempfundene Schlaf- und Speiseräume und natürlich auch ein Garten.
Damit die Umgebung nicht zu kurz kommt, sollte man sich vielleicht auf den Rundwanderweg um die Stadt begeben. 68 Kilometer ist er lang, mehr erzählt Michael Seiterle im Podcast. Er berichtet aber auch von wunderbaren „Räubergeschichten“, die sich mit großem Erfolg auch in Spielfilmen der 1950er und 60er Jahre niederschlugen (Das Wirtshaus im Spessart / Das Spukschloss im Spessart). Letztlich warten in und am Rande der Region auch diverse Märchenhelden und ihre Autoren.
Einer von Michaels Lieblingsplätzen liegt übrigens genau hier, im Hafenlohrtal. Die perfekte Idylle, sagt er und zitiert im Podcast dazu auch noch Kurt Tucholsky.
Aschaffenburg
Spessart-Mainland
Hofgarten-Kabarett
Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Aschaffenburg-Tourismus. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.
The post D-RR280 – Bayerisches Nizza: Ein Ausflug nach Aschaffenburg first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
Drei Stories in einem Podcast: Wiedersehen, Tourismusprobleme und Wiederaufbau, verortet in Fort Myers, Lee County, Florida, USA
Das ist die Geschichte über ein Wiedersehen nach fast zwei Jahren, eine Geschichte über den USA-Tourismus im Jahr EINS der zweiten Amtsperiode von Präsident Donald Trump und es ist die scheinbar „Neverending Story“ über den Wiederaufbau nach Hurrikan Ian im Jahr 2022 auf den Inseln, an den Stränden und den „Neighborhoods“ von Fort Myers.
Auch diese Podcast Ausgabe wurde noch auf der ITB im März aufgenommen. Weniger brisant ist der Inhalt inzwischen nicht geworden.
Ganz im Gegenteil, denn die Zahlen im USA Tourismus gehen zurück. Da hilft das „Rumgeeiere“ der US-Touristiker in Deutschland inzwischen auch nicht mehr. Das ist Fakt. Optimisten, ja die gibt’s auch, reden das Thema schön: Erst sich und dann auch allen anderen.
Fakt auf der ITB war aber auch, dass ich viele Freunde und Kollegen aus den Staaten traf, die das Problem kennen und trotzdem so wenig dagegen tun – können. Viele wirken wie ohnmächtig oder wie frisch aufgewacht aus einem schlechten Traum.
Gleichzeitig registrierte ich aber, dass es in der Messehalle eine gemeinsame Lounge der vielen Reiseanbieter aus den USA und Canada gab. Der Messebauauftrag stammte vermutlich aus der Zeit vor dem 20. Januar.
Ängstliche Seelen sagen vermutlich, dass es glücklicherweise keiner gesehen hat. Sieht man es positiv, wurde die gemeinsame Lounge einfach mit Freude akzeptiert und genutzt. Dies trotz Handelskrieg, Zollwahnsinn und dem mit Verlaub dummen Gelaber über Canada als 51. Bundesstaat der USA.
Die Probleme der Touristiker sind gleich geblieben, um nicht zu sagen, dass sie jetzt größer sind oder es absehbar werden.
Getroffen habe ich die Tourismuschefin von Fort Myers, einem meiner Urlaubsfavoriten über Jahrzehnte. Mit Tamara Pigott rede ich seit drei Jahren über kaum etwas Anderes als die Bemühungen, eine fast zerstörte Urlaubsregion wieder aufzubauen. Wir erinnern uns an die letzten Septembertage des Jahres 2022 und die unglaubliche Zerstörung dieser, gerade bei Deutschen beliebten, Urlaubsregion.
So sieht es übrigens halbwegs aktuell dort aus. Die Drohnenaufnahmen wurden vor etwa 4 Monaten (Dezember 2024) gemacht.
Vermutlich ist es gar nicht so einfach, der unendlichen Geschichte vom Wiederaufbau einer Region noch etwas Neues abzuringen. Zahlen, Fakten, Resilienz, Verzweiflung, ein zweiter Hurrikan im Herbst letzten Jahres und eine schier unglaublich wirkende Schadenssumme sind Thema unseres Gesprächs.
Wir reden auch über die Veränderungen. Wenn Wiederaufbau dann besser, stabiler, allerdings damit auch teurer. Das öffnet nicht nur der Finanzspekulation Tür und Tor, das bringt Menschen soweit, dass der Bürgermeister von Fort Myers Beach im letzten Herbst, psychologische Hilfe und Betreuung für seine Einwohner forderte.
Größer, neuer, teurer. Das bringt auch Begleiterscheinungen für die Besucher mit. Ein Grund für den Besuch dieser Region war immer auch das Feeling von „Good Old Florida“. Wurde dieses Image auch idealisiert? Wie soll das „neue“ Bild von Fort Myers Beach aussehen und wie groß ist die Chance, dass dieser Gewaltakt auch erfolgreich ist? Viele Fragen, viele Antworten.
Tam Pigott gibt sich, trotz aller Probleme zuversichtlich und sagt:
Das wird so nicht wieder geschehen, da die komplette Bausubstanz stabiler sein wird als zuvor. Das hält Dich aufrecht, das stimmt Dich zuversichtlich. Und noch Eins: Dieser weiße Sandstrand und das Gefühl deiner Füße im Sand, direkt am Golf von Mexico, Delphine springen im Wasser, Seeadler am Strand. Diese Bilder bleiben. Das Gefühl ist geblieben. Okay hinter dem Strand ist noch viel zu richten, aber Dein Gefühl, das hat sich nicht geändert.
Da prallen, gerade in dieser Region, zwei Welten frontal aufeinander. Die “Recovery”, wie es im Amerikanischen so schön heisst, setzt Einnahmen voraus. Bereits vor zwei Jahren, sagte mir Tam in einem früheren Podcast, dass man dafür auch die Rückkehr der Touristen aus Deutschland und Europa brauche. Was aber, wenn diese Kunden jetzt lieber Canada oder die Karibik buchen? Das Problem ist bekannt und erkannt. Die Lösung lässt sich aber nicht herbeireden, oder doch?
Jedenfalls sagt Tamara Pigott als Touristikerin:
Meine Botschaft hat sich nicht verändert: Unser Wiederaufbau ist eine wirtschaftliche Sache keine persönliche. Und um den Aufbau zu finanzieren, brauchen wir auch unsere deutschen Gäste. Wir mögen Euch, wir heißen Euch willkommen und ich hoffe Ihr kommt zurück. Und ich bin sicher. Hier bekommt Ihr ein phantastisches Urlaubserlebnis. 80 Kilometer weißer Sandstrand, Schutz- und Naturschutzgebiete, die es nur hier gibt. Wir bieten etwas ganz Besonderes. Und ich hoffe, deutsche Besucher, wollen sich daran auch wieder erfreuen. Ich hoffe, dass Ihr unsere Baustellen und unsere Politik auf die Seite schieben könnt, weil ihr hier eine schöne Zeit haben werdet.
Prinzip Hoffnung am wundervollen Golf von… – Wie heißt er denn jetzt in Fort Myers? Hört die Antwort im Podcast.
Fort Myers Infos
Es gibt wieder Michelin-Sterne für Österreich. Wir sind stolz, auf Sterne-, Hauben und Wirtshausküche und wir wollen das flächendeckend bewerben, sagen unsere Nachbarn aus AUT.
Sie sind Thema in diesem Podcast, genauso wie die touristische Marketingidee, die dahintersteckt. Und wenn ich schon dabei bin: Schauen wir doch gemeinsam auch auf weiteres schmackhafte Schmankerl, um im österreichischen Idiom zu bleiben.
Hier wartet jede Menge Kulinarik für den Gaumen, aber auch für Ohr und Auge. Genüsse sind es ohnehin, gleich ob sie kulinarisch oder musikalisch sind.
Überschrieben hab ich den Podcast mal mit Studie, Sterne, Eierspeise. Letzteres, weil ja auch Ostern kurz bevorsteht. Anlass dazu ist eine Studie, die die Österreich Werbung in diesem Frühjahr in Sachen Kulinarik vorgelegt hat. Dass man hervorragend essen kann im Land, ist wohl bekannt.
Allerdings soll sich die Kulinarik immer mehr zum USP also einem besonderen Verkaufsargument für Österreich entwickeln. Ein Motto, das auch den Österreich-Stand auf der internationalen Tourismusbörse in Berlin schmückte, war schnell gefunden und ist gleichzeitig auch ein nettes Sprachspiel: EAT AUT!
Internationale Strahlkraft, sagt Österreich Werbung-Chefin Astrid Steharnig-Staudinger, ist das Ziel. Die Fahrplan dorthin liefern die Daten der „Kulinarik-Studie“. Facts dazu warten im Podcast.
Damit es richtig strahlt, hat man auch die Macher des Guide Michelin davon überzeugt, dass es Zeit wird, nach vielen Jahren, endlich wieder ganz Austria in Augenschein zu nehmen und sich nicht auf Wien und Salzburg zu reduzieren. Ergebnis: Es gibt 2025 wieder 82 Michelin-Sterne in Austria. Zwei Restaurants können mit 3 Sternen aufwarten. Beide Lokale (Amador und Steirer Eck) sind in Wien zuhause.
Wer, vielleicht auch aus finanziellen Gründen, keine „Sternschnuppen“ jagt, findet ebenfalls garantiert Hochwertiges. Denn Österreich ist stolz auf seine florierende Wirtshauskultur.
Bestes Beispiel ist das „Steirer Eck“, zu dem 3 ganz unterschiedliche Restaurants gehören. Eines ist ein typisches Wirtshaus und liegt in der Hochsteiermark, weit weg von Städten auf einer Anhöhe des Pogusch. Die vorbeiführende Passstraße verbindet die Gemeinden en Gemeinden Turnau und Sankt Lorenzen im Mürztal her. Über die Gastro-Philosophie habe ich mir vor gut 10 Jahren Erstaunliches vom Seniorchef des Hauses erzählen lassen. Gibt’s zu hören!
Sei es drum, denn speisen wir genau genommen nicht alle recht gern? Moderne Trends mancher Landesküche gehören in Österreich schon lange zur Kochtradition. Bestes Beispiel: Regionalität und heimische Küche. Mancher ländliche Knödel hat längst seinen Ritterschlag in der österreichischen Hauben- und jetzt auch wieder Sterneküche erhalten.
Einer der bei uns bekanntesten österreichischen Starköche ist Johann Lafer. Er bekennt sich dazu, dass Wiener Schnitzel mit einem Kartoffel-Gurkensalat sein Leibgericht ist.
Der Podcast liefert auch Erinnerungen, denn da gab es für mich mal ein Eilpraktikum in Johanns Küche. Das war zu Zeiten, als ich noch im großen Radio arbeitete. Aus einer hr4-Aktion wuchs eine Idee und daraus wiederum die Zusammenarbeit mit dem damaligen Genussbotschafter der Steiermark.
Wie auch immer, wir haben ein steirisches Nationalgericht zubereitet. Das Steirische Backhuhn ist etwas ganz Besonderes und dazu gibt es lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat. Hört selber, wie es mir beim Johann ergangen ist.
Weil ja nun die Feiertage gleich um die Ecke sind, möchte ich Euch eines meiner Lieblings-Eiergerichte als Osterfrühstück empfehlen. Zum ersten Mal hab ich’s auf einem Bauernhof genossen, am Pogusch in der Hochsteiermark, bevor es später noch ins Steirer Eck ging. Nahegelegt hats mir damals der Barfuß-Wanderführer Karl. Der „Koarl“ weiß schließlich, was gut schmeckt.
Hört den Karl im Podcast und schaut Euch das Rezeptvideo an von ÖSV-Star Conny Hütter
Der Podcast liefert nahezu durchgehend auch Drei-Viertel-Takt und Walzerklang. Das hat einen guten Grund, auch wenn der nicht essbar ist. Dafür „machen die Ohren große Augen“.
Johann Strauß, Sohn wurde am 25. Oktober 1825 geboren. Richtig, das ist jetzt 200 Jahre her. Deshalb feiert ihn Wien vorsichtshalber mal das ganze Jahr mit reichlich Programm, das auch schon begonnen hat.
Es warten Konzerte, das Strauß – Denkmal im Stadtpark, ein Strauß Open Air der Wiener Sinfoniker im Prater (Picknick inklusive), seine Grabstätte auf dem Zentralfriedhof und zum offiziellen Geburtstag nicht nur „Eine Nacht in Venedig“ in der Volksoper, sondern auch das Geburtstagskonzert der Wiener Philharmoniker im Rathaus.
Wer jetzt fragt: Strauß, wer war das denn, kriegt im Podcast auch noch einen Wien Tipp für Auge und Ohr. „Tada“! Das Reiseradio empfiehlt die immersive und interaktive Ausstellung im Johann Strauß Museum. Was da abgeht, erzählt Rebecca Kerschbaum von Palace Concerts zum krönende Schluss dieses Podcasts.
Austria – Kulinarik
Austria – Infos
Hej och Välkommen
heißt es diesmal für Rosi Magnusson, Nadja Leek und Malin Ekwall.
Es ist seit einigen Jahren Tradition, dass ich mir zur ITB ein neues Stück Schweden erarbeite. Zugegeben eher theoretisch aber immer mit fachkundigen Menschen aus der entsprechenden Region. Ich hoffe auch, diese Talks haben Anregungen gegeben, für potentielle Besucher. Diesmal geht es um ein landschaftliches Kleinod (wie so oft in Schweden) im Südwesten des Landes. „Hallands Län“ liegt, ganz grob, an der Westküste zwischen Helsingborg und Göteborg.
Der Podcast-Titel ist einfach zu übersetzen und heißt schlicht: „Hallo, Hallo in Halland“.
Die drei Fachfrauen leben und wohnen in der Region und arbeiten entweder im Tourismus oder haben mit Natur, Fischen und dazugehörigen Hotels zu tun.
Rosi und Nadja sind tätig für „Visit Halland“ und kümmern sich um die Touristische Werbung, das Geschäft mit und die Betreuung der Gäste: Rosi macht PR und arbeitet mit Touristikern aus aller Welt zusammen. Nadja ist, als Deutschstämmige verantwortlich für den deutschen Reisemarkt in die Region.
Malin gehört, zusammen mit ihrer Familie „Tiraholms Fisk“ ein Kleinod am Bolmen-See in der Nähe der Ortschaft Unnaryd. Neben Fischproduktion und -verarbeitung gehört auch eine Räucherei, ein Restaurant, ein Hofladen und für Touristen sehr interessant, ein Hotel, direkt am See, Konferenzzentrum inklusive. Der Grund sie einzuladen war alleine schon deshalb gegeben, weil Familie Ekwall im vergangenen Jahr mit dem Schwedischen Tourismuspreis ausgezeichnet wurde. Klartext: Das, was die Ekwalls da machen, hat mehr als nur Hand und Fuß.
…ging thematisch, völlig logisch, um Reisen nach Halland. Und wenn sich vier Menschen unterhalten, gerät eine systematische Reihenfolge schnell mal durcheinander. Lasst Euch also inspirieren von den unterschiedlichen Angeboten, Sehenswürdigkeiten, Landschaften, Städten und Lebensgewohnheiten der Region. Die Lust aufs Reisen entsteht quasi ganz von selbst.
Natürlich kommen auch die ganz praktischen Reisetipps nicht zu kurz, aber über allem steht die Begeisterung meiner Talkgäste über ihre Heimat.
Ihr erfahrt Einiges über die Geschichte der Region, und über historische Städte und Städtchen wie die Hauptstadt Halmstad und über Falkenberg, Varberg oder Kungsbacka. Was es mit der historischen Herrschaft der Dänen vor langer Zeit auf sich hatte, erfahrt Ihr ebenfalls.
Da warten Radfahrtipps auf dem ersten Nationalen Radweg Schwedens, dem „Kattegattleden“, verbunden mit Routentipps und Übernachtungsmöglichkeiten.
Wir haben Tipps für Wassersportler, schauen auf die wundervollen Strände der Region, die gerne mal als die „Schwedische Riviera“ bezeichnet werden. Das weniger wegen der Wassertemperaturen, als wegen der traumhaften langen und großen Sandstrände.
An der Küste befindet sich, ziemlich folgerichtig auch das touristische Zentrum, mit allem, was Spaß macht im Urlaub. Wandern kann man dort, aber mindestens genauso gut im Küsten-Hinterland, dann wenn es in die bewaldeten Hügel geht und zu den unendlich vielen Seen. Malin, die dort zuhause ist, vergleicht es mit unserem Bilderbuchblick auf Schweden: Rote Häuser, Elche, Wälder und eben die Seen.
Zu den Top-Sehenswürdigkeiten des Jahres gehört die „Grimeton Radio Station“, dem Vorläufer des Smartphones, wie Rosi und Naja meinten. Lasst Euch überraschen von Story und Hintergrund. Das historische Stadtzentrum von Varberg und die dortige Festung ist allemal einen Besuch wert. In der Natur sollte man auch noch die „Haverdals Sanddüne“ erwähnen. Sie ist Schwedens höchste, liegt mitten im Wald mit wundervoller Meersicht.
Donnerstags ist der Markt im Kleinstädtchen Kungsbacka angesagt und auch Schloss Tjolöholm gehört zu den „Pflicht“stationen.
Dazu laden herrliche Restaurants, Hofläden und Imbisse ein.
Erfahrt alles über frischen Seefisch, Krabben, Krebse und mehr. Aber auch Algen und Grünkohl sind Thema. Wusstet Ihr, dass man Knäckebrot aus Algen oder Grünkohl machen kann? Wir verraten das Geheimnis.
Wir verraten auch etwas, das nur wenige Menschen wissen. Auch in Schweden wird Wein angebaut. Klimawandel haben auch wir, sagt Rosi. Wenn man ihr und Nadja glaubt, sollte daraus, neben anderen Getränken, ein regelrechter Boom entstehen mit Wein, Bier und Gin.
Einziger aber wesentlicher Unterschied zu Deutschland. Einkaufen der begehrten Tropfen ist in der Regel nur in den staatlichen Alkoholshops mit Namen „Systembolaget“ möglich.
Alleine das Foto aus der Luft auf das Anwesen und den Bolmen-See macht schon Lust und überzeugt. Hier züchten Malin und ihre Familie Fische, fangen sie auch, räuchern sie oder bereiten sie im Restaurant des inzwischen dazugehörigen Hotels zu.
Das Schöne: Es geht nicht nur ums Essen. Als Besucher kann ich auch Bootstouren mitmachen. Rausfahren um die Reusen zu leeren und – mit etwas Glück – auch einen Seeadler füttern. Natur pur, die einen Energie tanken lässt, meint Malin. Musst Du mal ausprobieren, am besten im Winter, Winter sei das Größte. Erfahrt, warum das so ist.
Ich kanns (noch) nicht überprüfen. Sagen aber kann ich etwas über die Fische und die Räucherei. Am Abend unserer Podcast-Aufnahme gab es grandiose Verlockungen von Tiraholms Fisk beim Abendbuffet in der Schwedischen Botschaft.
Ihr könnt für Euch selber entscheiden, ob Winter oder Nicht-Winter. Der Fisch jedenfalls ist immer ein Genuss.
Ganz nebenbei gibt’s auch noch einen zweiten Reisezeittipp von Nadja, der vielleicht entspannt. Hört selber im Podcast.
Das Schöne an der Region: Es ist nicht weit, wenn man von Deutschland aus anreist.
Natürlich kann man fliegen (Göteborg oder Kopenhagen), aber braucht es das heute noch auf manch kurzer Strecke?
Man kann inzwischen problemlos von Hamburg und Berlin aus mit dem Zug nach Malmö fahren. Angebote gibt es von den Schwedischen Eisenbahnen (SJ) und auch von der Privatbahngesellschaft Snälltåget. Beide Anbieter haben auch Nachtverbindungen im Programm. Am Abend in Berlin in den Zug steigen und am nächsten Morgen in Malmö ausgeruht ankommen.
Wer mit dem Auto fährt, hat den Vorteil der Unabhängigkeit, gleich ob Camper oder PKW. Fährüberfahrten nach Trelleborg gibt es mit TT-Line von Rostock und Travemünde aus.
Von Travemünde aus kann man mit Finnlines auch direkt nach Malmö fahren. Da ist man noch ein wenig dichter dran.
Es gibt noch mehrere weitere Schiffsverbindungen, zum Beispiel auch über Dänemark. Im jütländischen Grenaa z.B. gibt es eine Stena-Line Verbindung nach Halmstad.
Infos für den Aufenthalt und die Urlaubsgestaltung gibt es im Web.
Ich empfehle die Website von Hallands Län
…und natürlich die Seite von Visit Sweden
Beide Homepages liefern den Inhalt auch in deutscher Sprache.
Hilfreich und ebenfalls in deutscher Sprache erhältlich ist die DestinationsAPP von Hallands Län mit Namen: A Day in Halland. Sie ist kostenfrei aus den bekannten App-Shops downloadbar.
Zum Schluss heißt es für mich nur Dank zu sagen an Rosi, Nadja und Malin:
Tack så mycket för informationen och vi ses i Halland
The post D-RR277 – ITB-Talk: Hallå Hallå in Halland! first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
Eigentlich alle sagten, sie seien gut gestartet ins Jahr 2025. Richtig los (Saison und so) geht es in den meisten Regionen aber erst zu Ostern.
Nun kann man, selbst auf der ITB in Berlin, nicht mit jeder Destination reden. Aber ich hab mich bemüht, Infos aus unterschiedlichen Regionen im Land zu erfragen. Das ist meine Essenz in Sachen #visitgermany 2025
Während der Corona-Zeiten haben auch deutsche Regionen gelitten, hatten aber das Glück, das viele Besucher immer sofort strömten, sobald es möglich war.
Inzwischen hat sich die Reisewelt von der Virusangst befreit, aber auch die weltweite Konkurrenz ist wieder erfolgreich. Wie also steht’s um die Erfolge des heimischen Reisens?
Der Rundumschlag, kreuz und quer durch die Republik, ist natürlich mit der Nachfrage verbunden, wie es um die Zukunftsplanungen steht und um die Herausforderungen in Sachen Klimawandel und künftige Aufgaben.
Wir springen von Nord nach Süd und Ost nach West. Hier sind die vorgestellten Regionen 2025.
Der ITB-Ort Berlin liegt geographisch mitten in diesem Bundesland. Im Ranking taugt Brandenburg sicher nicht als Magnet für die Massen. Aber über den Status des Geheimtipps ist man eigentlich schon fast hinaus: Viel Natur, prachtvolle Städte, reizvolle Städtchen und (kaum jemand weiß es so wirklich) einer schier endlosen Zahl von Seen und Seenlandschaften, nördlich wie südlich von Berlin.
Ein Talk mit Regina Zibell von Tourismus-Marketing Brandenburg.
Info: Brandenburg
Mitten drin die Donau und drumherum Bayerischer Wald, Bayerischer Jura, Oberpfälzer Wald und Bayerisches Golf & Thermenland.
Gesegnet mit unendlich viel Natur, ausgestattet mit Heilquellen und Heilbädern und belohnt mit Städten wir Regensburg, Amberg, Deggendorf, Landshut, Straubing, Weiden bis „runter“ nach Passau.
Hoffnungen und Einblicke vermittelt Ulrike Eberl vom Tourismusverband Ostbayern, Nachhaltigkeitsengagement inklusive.
Info: Ostbayern
Ziele, die im Sommer regelmäßig ziemlich ausgebucht sind, beschäftigt das Thema Besucherlenkung. Usedom, Deutschlands östlichste Insel versucht sich dabei am wirtschaftlichen Begleiteffekt, aus einem Sommerziel möglichst eine Ganzjahres-Destination zu machen. Warum also nicht mal im tiefen Winter auf eine Ostseeinsel? Das treibt uns um, sagt Karina Schulz von Usedom-Tourismus im Reiseradio-Talk. Schließlich gehöre Usedom immer auf die Reiseliste.
Info: Usedom
Mit Nachhaltigkeit Erfolg haben. Dazu braucht es in erster Linie, neben viel Engagement auch den neuen Blick auf das Ziel.
Wenn es eine Reiseregion geschafft hat, Nachhaltigkeit mit Historie, Landschaft, Sport, Städten und Genuss aufs Feinste zu verbinden, dann ist es Franken.
Das wiederum bedeutet auch Perspektivwechsel. Diesem hat sich die Großregion verschrieben und arbeitet seit Jahren daran, den Gästen mit anderem Blickwinkel eine neue Perspektive zu zeigen. Mit Erfolg, bestätigt Jörg Hentschel von Franken-Tourismus im Talk auf der ITB.
Info: Franken
Wie steht es im Deutschlandtourismus um Ziele, die im Lauf der Jahrzehnte, um nicht zu sagen der Jahrhunderte, zu einem Synonym für Deutschland geworden sind. Nicht umsonst reden Amerikaner, wie Japaner oder Chinesen gerne vom „Black Forest“ und das nicht nur wegen Torte und Uhren. Schließlich sind da noch viele andere verlockende Dinge und Erlebnisse, sagt Jutta Ulrich von der Schwarzwald Tourismus GmbH
Info: Schwarzwald
Wer das maritime Highlight des Jahres im Blick habe, käme zwangsläufig in Bremerhaven raus, sagt und hofft Thorsten Brockmann von Erlebnis Bremerhaven. Die Sail 2025 sei nun einmal der Top-Event für Segler- und Schifffahrtsfans.
Aber auch Nachhaltigkeit spielt eine gewichtige Rolle. Bremerhaven ist Forschungsstandort und Heimat von Deutschem Auswandererhaus und Klimahaus. Letzteres wartet seit wenigen Wochen mit der sensationellen Dauerausstellung „Wetterextreme“ auf. Kein Zeigefinger (erhoben), sondern einleuchtendes, fühl- und sichtbares Erleben, welche Herausforderungen auf uns warten.
Die Handlungshinweise fürs echte nordische Lebensgefühl gibt es ganz nebenbei auch noch. Wer mag kann auch zum Geocaching aufbrechen, mitten in den Havenwelten
Info: Bremerhaven
Das Meer. Es hat für Viele magische Anziehungskraft. Und trotzdem wissen wir meist so wenig über die riesigen Wasserflächen an deren Rand wir so rumplätschern, ohne zu wissen, wie wichtig Wasser und Meere für unser ökologisches Gleichgewicht sind. Viel lernen kann man da – und damit geht’s wieder nach Osten und Mecklenburg-Vorpommern ins Deutsche Meeresmuseum mit Hauptsitz in Stralsund. Sandra Stahnke hätte da eine Einladung.
Immer ein lohnenswertes Ziel. Wenn der Sommer in der Hochsaison mal einen Tag Pause einlegt erst recht. Gut erreichbar von Rügen, von Usedom und auch von der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst oder auch von Rostock. Ganz nebenbei ist auch Stralsund immer einen Ausflug wert.
Info: Deutsches Meeresmuseum
The post D-RR276 – Deutschlandurlaub: Planung, Trends & Natur first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
Im Alter von drei Jahren pflanzte Chris seinen allerersten Baum, im Garten des Elternhauses in Tansania.
Was entstand aus einem Kindheitserlebnis? Wir reden mit ihm darüber
Nach dem Talk mit Harald Zeiss ist dies ein zweiter Reiseradio-Podcast, der sich mit Klimawandel, Nachhaltigkeit und deren Umsetzung im Tourismus dreht.
Man kennt die Sätze: „Einen Baum pflanzen. Ein Kind zeugen“ – Bei diesen zwei Sätzen scheiden sich meist schon die Geister, denn es gibt viele Menschen, die sich inzwischen angesichts von Klimawandel und Klimakrise bewusst dafür entscheiden, zumindest Letzteres zu lassen.
Es gibt aber auch Menschen, die sich an dieser Stelle für Bäume entscheiden. Chris Kaiser gehört zu den Menschen, die diesen Anstoß aus Liebe zu Elefanten in Thailand erhalten haben. 2012 ist Chris nach Thailand gezogen und musste erfahren, dass Elefanten dort gegen den Verlust ihres Lebensraums „kämpfen“ müssen, aufgrund großflächiger Abholzung von Wäldern.
Wie heißt es auf der Click A Tree – Website: Das habe ihn dazu bewegt, einige Zeit später Click A Tree zu gründen.
Das mag erst einmal kitschig klingen und hyperemotional. Doch jeder Mensch gewinnt aus ganz eigenen Erfahrungen seine persönliche Berufung. Chris Berufung jedenfalls mündete in Click A Tree.
Umwelt ist eine feine Sache, wenn man sich drum kümmert. Nun ist mir auf der ITB mit Chris ein Mensch über den Weg gelaufen, der erst mal wie ein Umwelt- und Klimaaktivist daherkommt, aber aus seinem Engagement auch ein wirtschaftliches Standbein entwickelt hat.
Mit ihm redete ich einfach mal spontan und aus dem Bauch heraus. Und es gab viele Fragen. Die vermutlich oberflächlichste eröffnet den Podcast: Was soll ich mit dem Baum machen?
Unsere Themen für knapp 14 Minuten waren zahlreich und reichten von der Start-Up-Geschichte bis zur vermeintlich banalen Frage, was sich hinter dem Begriff ESG-Projekt verbirgt.
Wir haben über Konsequenz und Inkonsequenz in Sachen Klimaschutz gesprochen. Click A Tree ist ja ähnlich wie bei der Kompensation für Flugreisen: Nicht die Lösung des Problems, aber zumindest ein Ausgleich… Richtig oder falsch?
Die Umwelt- und Klimadiskussion ist ja gerade in Tourismus und Gastgewerbe ein heißes Eisen. Man will, aber weiß nicht so richtig, wie es wirklich funktionieren soll. Hat Chris die Ideallösung, die ich seit Jahren suche?
Natürlich haben wir über die einzelnen Angebote und Modelle geredet. Natürlich auch über die Frage, ob das Modell der Idealfall ist, den Nachhaltigkeitsgedanken mit Eigen-Marketing und Kundenbindung zu verbinden und daraus auch eine clevere Geschäftsidee zu machen.
Oder ist Click A Tree auch Hilfe zur Selbsthilfe durch organisatorischer Unterstützung?
Natürlich hat mit Chris beantwortet, wie sein Modell funktioniert. Mögen Unternehmen, die sich nachhaltig engagieren wollen, sicher die Hauptzielgruppe sein, wie steht es um individuelles Engagement?
Und es geht ja nicht nur um Bäume. Chris erzählte auch von Projekten, die in den Bereich soziale Nachhaltigkeit fallen.
All das ist im Podcast zu hören und ich hab eine Menge dazugelernt.
Wir haben einige Zitate von der Click A Tree – Website herausgesiebt, um zu verdeutlichen, wie die Organisation arbeitet, welche Ansprüche sie hat, welche Projekte realisiert wurden und werden und wie die derzeitige Bilanz aussieht.
Mit Click A Tree’s ganzheitlich durchdachten Wiederaufforstungsprojekten pflanzt du verschiedene Baumarten, die zusammen ein intaktes Ökosystem bilden werden und das Weltklima positiv beeinflussen. Dadurch machst du dein Unternehmen sowohl bei der Kundschaft als auch bei Arbeitnehmenden enorm attraktiv.
Wirkung: Bäume pflanzen schafft Arbeitsplätze und bekämpft somit Armut und Hunger. Nahezu alle Landlebewesen brauchen Bäume als Nahrungsquelle und Lebensraum. Bäume nehmen klimaschädliches CO2 auf und produziert Sauerstoff – für uns überlebenswichtig.
Durch eine Zusammenarbeit mit Click A Tree unterstützt du alle 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen.
Auf den Philippinen ist seit 2019 ein ganz besonderes Projekt entstanden.
Hier kannst du nicht nur Bäume pflanzen, sondern auch noch Plastikmüll aus dem Meer sammeln lassen. Das schafft Arbeitsplätze, schützt die Biodiversität und erhält den Lebensraum von Meereslebewesen.
Auf den Philippinen sammeln wir für jeden gepflanzten Baum noch ein Kilogramm Plastik aus dem Meer. Dieses Plastik wird anschließend weiterverarbeitet – zu Stühlen für Schulen.
Hier kannst du richtig viel bewirken – besonders, wenn du das Meer liebst.
Unsere erste Business-Schule steht im Zentrum Ghanas. Hier lernen arbeitslose junge Menschen, sich selbst eine bessere Zukunft zu erschaffen.
In allen unseren Wiederaufforstungsprojekten werden sowohl Männer als auch Frauen gleichermaßen beschäftigt und bezahlt. Somit können Frauen einen wertvollen Teil zur Unterstützung ihrer Familien beitragen. Zusätzlich werden in unserer Business-Schulen in Ghana ebenfalls Männer und Frauen ausgebildet. Die daraus resultierenden Erfolgsgeschichten sind super inspirierend!
Frauen werden ebenso behandelt, ausgebildet und bezahlt wie Männer.
Ihr Einkommen ermöglicht ihnen, ihre Familien zu ernähren und ihre Kinder zur Schule zu schicken.
Die Ausbildung in der Business-Schule bereitet sie auf die Herausforderungen der Geschäftsführung vor.
Das sind vier Projekte von Vielen. Mehr Informationen, insbesondere für die ganz praktische Umsetzung einer Beteiligung an diesen Projekten findet Ihr auf der Website von
Im Tourismus auf 50 Jahre einer beliebten Attraktion zurückschauen zu können, bedeutet schon was. Aber welche Geheimnisse und welche Erfolgsgeschichte steckt hinter dem Projekt „Deutsche Märchenstraße“?
Ein ITB Talk mit Geschäftsführer Benjamin Schäfer
Wie so oft bei Märchen spielen zwei Brüder eine große Rolle, die es geschafft haben weit über 200 Jahre berühmt zu bleiben, weil ihnen eine gute Idee geflüstert wurde. oder in Märchenform:
Es waren einmal zwei Brüder, die bekamen einen guten Tipp. Sammelt doch Geschichten, Mären (aus den mittelhochdeutschen Mären wurden kleine Mären oder Märchen) Das taten die diese Brüder dann auch, vorrangig während ihrer Zeit in Kassel, aber natürlich auch an anderen Plätzen.
Die Brüder waren Jakob und Wilhelm Grimm und auf ihr Vermächtnis beriefen sich immer mehr Orte: Vom Geburtsort Hanau bis zum Märchenort Bremen mit seinen Stadtmusikanten (oder auch vom Main bis zum Meer).
Irgendwann später, hatte Jemand eine Idee: Wir verbinden die vielen Orten und folgen Biographie und Geschichten auf einem langen Weg. Und wenn die Idee von der Straße der Märchen nicht gestorben ist, so wird sie im Jahr 2025 genau 50 Jahre alt.
Benjamin Schäfer kümmert sich um die Märchenstraße seit rund 18 dieser 50 Jahre. Ihn habe ich auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin getroffen. 1.000 Kilometer, hätte man früher im Märchen gesagt, in Wirklichkeit sind es immer noch beachtliche 600 Kilometer. Die abzuwandern schaffen wir natürlich nicht in den wenigen Podcast-Minuten. Aber wir reden über die Geschichte, den Mythos, die touristische Bedeutung und vielleicht (hört rein) klären wir auch, warum die Märchenstraße im Ausland bekannter ist, als bei uns.
Wie bei vielen Projekten ist aller Anfang schwer. Damit ist die Deutsche Märchenstraße vielleicht auch ein gutes Beispiel in Sachen Überzeugungsarbeit und Gruppendynamik, denn natürlich waren zum Start bei weitem nicht alle heutigen Mitglieder an Bord. Wir reden drüber.
Wer fragt: Deutsche Märchenstraße (?) kenn ich nicht, dem muss geholfen werden. Hier sind die Facts.
Gründungstag: 11. April 1975. Das Jubiläum steht also unmittelbar bevor.
Der Anfangs- und Endpunkt stand von Anfang an fest. Die Route startet in Hanau, dem Geburtsort der Grimm Brüder und endet in Bremen, Heimat der Bremer Stadtmusikanten. Ein Schwerpunkt ist sicherlich in Hessen. Dort schlängelt sich die Route kreuz und quer durchs Land. Wichtig dabei Steinau an der Straße, dem Städtchen, in dem die Grimms ihre Kindheit und Schulzeit verbracht haben. Dann folgt u.a. Marburg, dem Studienort der Beiden. Natürlich dürfen Kassel und die märchenhaften Orte der GrimmHeimat NordHessen nicht fehlen. Ganz am Rande. Die Grimmschen Märchen gehören zum Welt-Dokumentenerbe der UNESCO.
Kassel ist gewissermaßen das Zentrum, mit der „Grimmwelt“, einem spannenden Museum, das sich mit dem Leben der Grimms auseinandersetzt. In der direkten Umgebung warten weitere märchenhafte Plätze, die von Schneewittchen (Bad Wildungen-Bergfreiheit), Rapunzel (Trendelburg) oder Dornröschen (Sababurg) geprägt sind.
Von dort kann man die Abstecher über Hofgeismar, die Sababurg und die Trendelburg in Richtung Weser machen, oder auch den östlichen Schlenker über den Frau Holle-Berg (Hoher Meißner) in Richtung Göttingen, mit Stopp in Ebergötzen, der Heimat von Wilhelm Busch. Göttingen ist zudem die Universitätsstadt, in der Jakob und Wilhelm Grimm als Professoren arbeiteten und ihre Arbeit an einem Standardwerk der Germanistik, dem Deutschen Wörterbuch starteten.
Es gibt auch noch die „mittlere Route“ von Kassel direkt nach Hann. Münden um der sagenhaften Gestalt des Dr. Eisenbart einen Besuch abzustatten.
Danach geht es ins Wesertal mit Stopps u.a. in Hameln, beim Rattenfänger. Westlich von Hannover führt die Route dann über Bad Oeynhausen, Nienburg und Verden an der Aller in Richtung Bremen. Ein letzter „Sideway“ führt dann kurz vor Bremen noch nach Buxtehude und zum Märchen von Hase und Igel.
Die Route endet dann auf dem Markt in Bremen, direkt bei den Stadtmusikanten.
Bemerkenswert: Es geht nicht (wie am Anfang) nur um Märchen, sondern Sagen (Rattenfänger) oder Bildgeschichten (Wilhelm Busch) spielen eine Rolle. Nicht umsonst gibt es seit vielen Jahren den Untertitel der Deutschen Märchenstraße: „Märchen – Sagen – Legenden“.
Natürlich könnte man den langen Weg auch abwandern. Dafür braucht man aber nicht nur eine gute Kondition, sondern auch Ausdauer und sehr viel Zeit.
Gegründet wurde die Märchenstraße als Autoroute. Inzwischen gibt es aber auch einen Radweg, entlang der Route.
Der Verein Deutsche Märchenstraße fungiert nicht als Reiseveranstalter. Allerdings gibt es zahlreiche Reiseangebote von der Radtour, über den Camper-Trip bis zur klassischen Autorundreise. Einige Tipps finden sich selbstredend auf der Website der Märchenstraße.
Nein, es ist nicht so, dass die „Deutsche Märchenstraße“ im eigenen Land unbekannt wäre. Trotzdem, erzählt Benjamin Schäfer im Podcast, ist sie im Ausland viel berühmter als in Deutschland selber.
Besuch aus dem Ausland gibt es schon lang. Sie sind gewachsen aus internationalen Kooperationen insbesondere in Japan, China und den USA. Das ist auch ein Grund, dass sie ein fester Werbepunkt fürs Reiseland Deutschland ist. Belegt wird das auch dadurch, dass die Märchenroute seit Jahren auf der Liste der 100 Top-Attraktionen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) steht. Diese Liste ist anerkannt und ein wichtiges Werbeinstrument.
Im Jubiläumsjahr wirbt die DZT ganz explizit mit den Märchen und der bekannten Route. Es wird nicht zum Schaden des Auslandstourismus in den Regionen sein.
Zum 50. Geburtstag wird ordentlich gefeiert. Viele Orte machen ihre eigenen, zahlreichen Veranstaltungen. Der zentrale Event der Märchenstraße findet mitten in der GrimmHeimat NordHessen am Fuße des Dornröschenschlosses statt.
Mitten unter Waschbären findet die offizielle Geburtstagsfeier im „Tierpark Sababurg, nördlich von Hofgeismar statt.
Das Fest ist geplant für den 16. Und 17. August. Das Märchenerlebnis wird garantiert durch die zahlreiche Anwesenheit von Märchenfiguren vom Dornröschen, über Aschenputtel, bis zum Rattenfänger von Hameln. Auch Brüder Grimm selber haben ihr Kommen zugesagt und das 212 Jahre nach dem Erscheinen der Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen.
Mehr erfahrt Ihr von Benjamin Schäfer im Podcast. Damit ist dann auch das vorübergehende Ende der Geschichte erreicht. Allerdings, das mit der Märchenstraße wird weitergehen. Denn wenn wir nicht aufgehört haben, dann reden und erleben wir noch heute und morgen.
Deutsche Märchenstraße
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Ein Podcast-Talk mit Harald Zeiss
War es ein bestimmendes Thema der ITB 2025 oder nicht? Was wird aus der Klimakrise und dem Tourismus, den Nachhaltigkeits-Bemühungen der Reiseindustrie und der Luftfahrt? Bedingt ein politischer Wechsel eine Abkehr von unbestreitbar wichtigen Problemen oder nicht? Fragen, über die ich mit dem Nachhaltigkeitsexperten des deutschen Tourismus gesprochen habe.
Harald ist der Fachmann in Sachen Umwelt und Tourismus. Zweifelsfrei weiß er wesentlich mehr in Sachen Nachhaltigkeit im Tourismus.
Unser Talk hat unterschiedlichste Perspektiven. Am Anfang war ein Fragebild:
Ist der Klima- und Umweltzug bereits abgefahren und wir stehen weiterhin auf dem Bahnsteig und diskutieren über einen Fahrplan?
Thematisch geht es natürlich um nachhaltiges Reisen, mit all seinen Tücken. Gab es letztes Jahr vergleichsweise klare Ansagen aus Teilen der nicht mehr anwesenden Regierung, so war “Deutschland” sehr froh, sich bei den gerade stattgefundenen Wahlen der grünen Politik zu entledigen. Aber: Wie wird es weitergehen mit unserer Umweltpolitik?
Wo liegen die tückischen Probleme einer Klimakrise, die zweifelsfrei vorhanden ist
Wie sieht das die Reisebranche: Enttäuschung, da Projekte eventuell keine Unterstützung mehr bekommen oder klammheimliche Freude, dass man weniger beliebte (weil zum Beispiel teure) Projekte jetzt prima beerdigen kann?
Ich „zwinge“ Harald auch um eine persönliche Einschätzung bei der Frage, wie der Bundesetat für Umwelt aussehen wird, wenn absehbar sehr viel Geld für einen Verteidigungshaushalt gebraucht wird
Aber es geht auch ganz praktisch zur Sache. Dass Mobilität in der gegenwärtigen Form, na sagen wir mal eher schädlich fürs Klima ist bleiben Fragen, wie Urlauber reagieren. Zählt in Zukunft wieder ausschließlich billig, was angesichts knapper privater Kassen ja sogar verständlich sein könnte.
Welche Aufgaben warten auf Reiseveranstalter, Fluggesellschaften, sowie Hotels und Infrastruktur am anderen Ende der Welt?
Für welche Wege wird sich die Reiseindustrie entscheiden und vor allem wie schnell und wie konsequent?
Hört rein in den Podcast: Erhellend, manchmal beängstigend, streitbar, aber auch immer mit einem Fünkchen Hoffnung. Nicht alle Antworten dürften uns gefallen, zumal wenn sie von einem fachkundigen Menschen kommen, der selber ganz ehrlich zugibt, gerne zu verreisen.
Auch wenn das Thema schwierig ist: Der Talk mit Harald Zeiss hat Spaß gemacht, während der ITB 2025. Unsere Überlegung: Das machen wir jetzt jährlich, immer in der Hoffnung, dass Verbesserung einkehrt und die Hoffnung wächst, die Klimakrise zu verhindern, die Wirtschaft trotzdem aufzubauen und auch damit neue Perspektiven zu schaffen.
Institut für nachhaltigen Tourismus
Nachhaltiger DRV
Forum anders reisen
Futouris
Fair weg!
Wir sind anderswo
Katzensprung
Hört auch gerne rein in den ITB-Podcast von 2024 über Katzensprung und Anderswo
Eigentlich ist das wie immer und trotzdem ist es anders. ITB war immer auch Vorfreude. Okay, die gibt’s immer noch nur irgendwie anders. Egal, ITB Berlin ich komme. Zum 39. Mal.
Ein paar Worte seien erlaubt, bevor der jährliche Wahnsinn wieder über die Reisebranche hereinbricht. Wie im letzten Jahr. Diesmal allerdings etwas freundlicher. Man(n) kann ja nicht immer nur „rumkritteln“.
Internationale Tourismusbörse Berlin, seit Jahrzehnten die weltgrößte Reisemesse. Ist sie das eigentlich noch? Dieses Attribut habe ich schon länger nicht mehr gehört.
Der Branchentreff ist professioneller geworden. Effektiver, geplanter und vielleicht auch ein wenig weniger fröhlich. Bei aller Vorfreude.
In diesem Podcast schau ich mal zurück auf meine erste ITB. Das war 1983. Das war neu für mich und etwas ganz Großes. Im Lauf der Jahre legt sich das. Trotzdem gab es immer wieder Momente, die man vermutlich nie vergisst. Fällt Euch was zu ITB und den Jahreszahlen 1987, 2004 oder 2011 ein? Im Podcast versuche ich Eurem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen.
Erinnerungen haften bis heute auch an ganz speziellen Bilder und Szenerien, die im Kopf geblieben sind. Die riesige Tafel mit mindestens 24 (wahrscheinlich waren es noch mehr) Schnitzeltellern. Wie war das gleich nochmal, als das Thema Umwelt auftauchte? Wenn wir heute also über Nachhaltigkeit (Umwelt wie sozial) reden, ist das nichts Neues. Verändert hat sich sicher eine Menge, aber im Großen hängen wir für 40 Jahre Diskussion immer noch ganz schön zurück.
Die Zahl der Staaten wuchs im Lauf der Jahre immer mehr und wurde dann auch wieder kleiner. Preisfrage: War Nordkorea je auf der ITB vertreten?
Früher wurde mehr getrunken. Viel mehr. Ein Schnaps um 10 vor dem ersten Interview? Stell Dich nicht so an. – Da haben es die Caterer heute doch sehr viel einfacher.
Es gab Zeiten, da gab es an jedem Stand noch ein Festnetztelefon. Dort hätte man anrufen können, wenn man einen Termin nicht schaffte. Nummern in der Regel unbekannt. Verspätung am Nachmittag durchschnittlich mindestens 30 Minuten. Hat trotzdem funktioniert, es waren ja alle zu spät.
Früher musste man, um Töne zu produzieren über die Straße in die Masurenallee 8 ins Haus des Rundfunks. Heute schneidet man am PC selber. Live-Sendungen gingen früher nur per Ü-Wagen des SFB. Der kam eine halbe Stunde vorher oder mitunter auch gar nicht. Heute reichen Mobiltelefon oder Notebook. Von wegen, früher war alles besser.
…früher war mehr Lametta. Heute ist mehr Arbeit.
Kennen viele Touristiker: Härter, heftiger, fleißiger und einen „Hangover“ leistet sich heute kaum noch jemand.
Geblieben ist die „HAPPY GO LUCKY“ Wirtschaftsbranche, die sich schwer tut mit Politik, Umwelt, Klima und sozialer Verantwortung. Nein, nicht alle schlafen. Aber gerade werden wieder mal Betten gemacht. Nachhaltigkeit droht keine Rolle mehr zu spielen und ist die Klimakrise nicht doch eine „links-versiffte“ Erfindung?
Vermutlich wird dies ein nicht ganz unwichtiges Thema der ITB 2025 sein.
The post D-RR272 – ITB 2025: Memories & Perspektiven first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).Damals wollten wir nicht mal anders sein. Damals waren wir so, wie wir waren.
So heißt der Schlagzeilensatz komplett. Das ist ein Talk mit Reisebuchverleger Michael Müller
dafür ist die Tatsache, dass Michael Müller mit dem Ehrenpreis 2025 der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten ausgezeichnet wurde. Geschehen am letzten Freitag in Erlangen. Das ist Grund genug mit Michael übers Schreiben und Verlegen von Reiseführern und Reisebüchern zu reden. Aus dem Gespräch wurde dieser Podcast.
Michael Müller gehört in Fachkreisen zu den Menschen, die in den frühen 1980er Jahren den Reiseführermarkt auf den Kopf gestellt haben, oder müsste man nicht besser sagen auf die Füße?
liegt schon eine ganze Weile zurück. Die Idee hieß: Aktueller, persönlicher, öfter und schneller im Ansatz. Michael hat mir erzählt, wie es dazu kam, was daraus wurde.
Das, was viele Menschen damals als alternativ beschrieben haben führt zum Satz am Anfang: Nicht anders sein zu wollen, sondern das zu realisieren, wie man meinte, es besser zu machen. Das wird zum Erfolg und sein Verlag 2025 immerhin 46 Jahre alt.
Wir haben gesprochen über die Anfänge, die Vorbilder und die ersten Bücher. Michael erzählt von seinem ersten „Portugal“ – Reiseführer. Ich habe das Glück, mit diesem Buch (vermutlich vierte oder fünfte Auflage) 1985 durch Portugal gefahren zu sein und genau die Tipps bekommen zu haben, die ich wollte.
gehört zu den erfolgreichsten der Branche in Sachen Reiseführer. Trotzdem oder vielleicht auch gerade, weil Michael immer an seinen Grundsätzen und Qualitätsstandards festgehalten hat.
Eigentlich sei es immer bergauf gegangen, nur Covid habe dem Verlag Schaden zugeführt. An den Schulden der Corona-Zeit knabbere man noch heute.
Trotzdem hat sich viel verändert. Deshalb kommen wir zwangsläufig auch auf die Schwierigkeiten, mit denen sich heute ein Reiseliteraturverleger herumschlägt. Nicht aufgeben ist Philosophie und es gibt Michael Müller-Ideen für den Erhalt des Reiseführers: Nicht nur im Kopf, sondern auch schon in der Realität. Hört rein in den Podcast. Er hat sie davon erzählt.
Kommt also nicht von ungefähr. Die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten zeichnet Michael Müllers Lebenswerk aus und damit seinen persönlichen Weg, den Reiseführer-Verlag, das Konzept der Bücher, die ständige Weiterentwicklung und seinen Beitrag für den Reisejournalismus.
In der Begründung heißt es vom VDRJ-Vorsitzenden Dr. Martin Wein:
Sie haben der jungen Generation der 68er bei ihrem Aufbruch in die Fremde den Weg gewiesen und geholfen, sich in anderen Ländern zurechtzufinden, neue Menschen kennenzulernen und viele Gräben zu überwinden.
Das mag in unserem Verständnis völlig logisch zu sein. Gerade in den aktuellen Zeiten und wenige Tage vor einer Bundestagswahl mit möglicherweise entscheidendem politischem und gesellschaftlichem Wandel ist eine solche Auszeichnung richtungsweisend.
Ist auch einer, zwischen zwei älteren Herren. (ja, isso)
Michael Müller und ich liegen auf einer Linie und nur ein Lebensjahr auseinander. Vielleicht haben wir uns auch deshalb so gut verstanden. Hört selber und sagt/schreibt auch gerne auch was dazu: Ganz unten in den Kommentaren.
Michael Müller – Verlag
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