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Künstliche Intelligenz und Chatbots gehören inzwischen zum Alltag, auch in der Diabetologie und im Diabetes-Management. Host Lena Schmidt spricht im Diabetes-Anker-Podcast mit Prof. Dr. Dominic Ehrmann, Diplompsychologe und Leitender Wissenschaftler am Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim, darüber, wo KI heute schon eingesetzt wird und was noch Zukunftsmusik ist.
Ein Schwerpunkt sind automatisierte Insulindosiersysteme (AID), die den Therapiealltag in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben. Weitere Themen sind das Retinopathie-Screening, personalisierte Apps und die Frage, wie sich die Diabetes-Schulung wandelt. Ehrmann berichtet, wie häufig Menschen mit Diabetes Chatbots für Therapie-Fragen nutzen und wie groß ihr Vertrauen darin ist.
Behandelt werden zudem die Chancen und Grenzen von KI-Empathie sowie die Frage, wie immer strengere Zielwerte zu Druck, Scham und Perfektionismus führen können. Der Ausblick reicht von Fully-Closed-Loop-Systemen über implantierbare Technik und digitale Zwillinge bis zur Früherkennung von Typ-2-Diabetes anhand der Stimme.
Gürtelrose gilt oft als reine Hauterkrankung, ist jedoch vor allem eine Erkrankung der Nerven. Nach einer Windpocken-Infektion in der Kindheit verbleibt das Virus lebenslang im Körper und kann reaktiviert werden, sobald das Immunsystem geschwächt ist.
Im Gespräch mit Diabetes-Anker-Chefredakteurin Dr. Katrin Kraatz erläutert der Internist und Diabetologe Dr. Dietrich Tews, warum Menschen mit Diabetes ein um bis zu 45 %höheres Risiko für eine Gürtelrose-Erkrankung haben, welche Rolle die Stoffwechseleinstellung und die Zeit im Zielbereich für das Infektionsrisiko spielen und warum Begleiterkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zusätzlich belastend wirken.
Schwerpunkte des Gesprächs liegen auf den typischen Symptomen der Gürtelrose, dem Verlauf der Erkrankung und der Frage, ob sich das Erkrankungsrisiko je nach Diabetesform unterscheidet. Thematisiert werden zudem die Auswirkungen einer Gürtelrose auf den Blutzucker sowie mögliche Komplikationen wie die postzosterische Neuralgie, die auch nach Abheilen des Hautausschlags über Monate hinweg anhalten kann.
Abschließend geht es um die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zur Vorbeugung und darum, wie Menschen mit Diabetes das Thema Vorsorge im Gespräch mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt ansprechen können.
Diese Folge ist mit freundlicher Unterstützung von GSK entstanden.
NP-DE-HZU-AUDI-260007; 10/2026
In dieser Folge des Diabetes-Anker-Podcasts spricht Host Lena Schmidt mit der Autorin, Radiomoderatorin und Kabarettistin Annie Heger über ein Leben mit Typ-1-Diabetes und dessen mögliche Folgeerkrankungen. Annie Heger erhielt die Diagnose mit 13 Jahren. Heute, nach 30 Jahren mit Diabetes, berichtet sie von Nervenschädigungen sowie einer fortgeschrittenen diabetischen Netzhauterkrankung (proliferative Retinopathie). Sie erzählt, wie sie Veränderungen ihrer Sehkraft, wiederholte Laserbehandlungen und den Verzicht aufs Autofahren erlebt und ihren Alltag daran angepasst hat.
Im Gespräch geht es auch um den Umgang mit Schuldgefühlen, Sorgen vor Untersuchungen und medizinischen Nachrichten. Annie Heger beschreibt, welche Rolle Familie, Freundinnen und die Diabetes-Community für sie spielen und warum sie offen über ihre Bedürfnisse spricht. Dabei wird deutlich, dass der Umgang mit chronischen Beschwerden individuell ist und ein gutes Leben nicht bedeutet, dem Diabetes etwas abgewinnen zu müssen.
Zum Abschluss spricht Annie Heger über technische Entwicklungen in der Diabetestherapie und darüber, was für sie ein lebenswertes Leben mit Diabetes ausmacht. Sie weist außerdem auf die Bedeutung regelmäßiger augenärztlicher Vorsorge hin.
Diabetes-Anker-Chefredakteurin Dr. Katrin Kraatz erläutert im Gespräch mit Community-Managerin Lena Schmidt, warum der 14. November als weltweiter Diabetes-Gedenktag gewählt wurde und seit wann er offiziell von den Vereinten Nationen begangen wird. Außerdem erklären sie, welche Bedeutung der blaue Kreis als internationales Symbol für Diabetes hat.
Im Hauptteil dieser Sonderfolge geben die beiden einen Überblick über Veranstaltungen, die Selbsthilfeverbände und Fachgesellschaften in diesem Jahr rund um den Weltdiabetestags in verschiedenen Regionen Deutschlands anbieten. Da der 14. November 2026 auf einen Samstag fällt, ergeben sich für Interessierte zahlreiche Gelegenheiten zur Teilnahme. Links zu den genannten Terminen und Anmeldemöglichkeiten sind unten in den weiterführenden Informationen zu finden.
In dieser Podcast-Folge spricht Privatdozentin Dr. Gundula Ernst, Diplom Psychologin an der Lehreinheit Medizinische Psychologie der Medizinischen Hochschule Hannover, über die Situation von „Schattenkindern“ – Geschwistern von chronisch kranken Kindern und Jugendlichen.
Sie erläutert, welche psychischen und familiären Belastungen entstehen können, welche Warnsignale Kinderärztinnen und Kinderärzte beachten sollten und wann psychologische Unterstützung sinnvoll ist. Zugleich betont sie die Bedeutung offener Kommunikation innerhalb der Familie und zeigt Fördermöglichkeiten auf, etwa durch gezielte Schulungs- und Unterstützungsangebote wie das Projekt MODUS oder Geschwister Workshops. Auch positive Aspekte und Entwicklungschancen für betroffene Kinder werden diskutiert.
Ärger, Angst oder Frust gehören zum Alltag mit Diabetes – ob durch einen unerwarteten Blutzuckerwert oder eine Unterzuckerung. In dieser Folge des Diabetes-Anker-Podcasts spricht Host Lena Schmidt mit der Psychologin Laura Klinker von der Diabetes Klinik Bad Mergentheim über psychische Flexibilität. Laura Klinker erklärt, weshalb das Unterdrücken unangenehmer Gefühle die Situation oft verschärft, statt sie zu erleichtern, und veranschaulicht dies anhand einer Metapher: Ein unter Wasser gedrückter Ball kommt irgendwann mit Wucht wieder nach oben – ähnlich verhält es sich mit verdrängten Emotionen.
Im Gespräch geht es außerdem darum, wie sich Gefühle benennen und einordnen lassen, welche Rolle Gedanken dabei spielen und warum diese nicht mit der Realität gleichzusetzen sind. Laura Klinker stellt eine konkrete Übung vor, mit der sich überwältigende Gefühle im Alltag einordnen lassen, und erläutert die Grundidee der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Zudem wird besprochen, wann Selbsthilfestrategien an ihre Grenzen stoßen und professionelle Unterstützung sinnvoll sein kann. Zum Abschluss fasst Laura Klinker die im Gespräch vorgestellten Erste-Hilfe-Maßnahmen noch einmal zusammen und ordnet das Thema Fehler im Diabetes-Management ein.
Eine persönliche Geschichte prägt oft eine ganze Karriere. Bei Dr. Jens Kröger war es vor über 40 Jahren der Verlust einer guten Freundin durch eine schwere Unterzuckerung bei Typ-1-Diabetes. Ein Schicksalsschlag, der sein ganzes Leben verändern sollte. Seitdem brennt er mit Leidenschaft für das Thema Diabetes und setzt sich als Vorstandsvorsitzender von diabetesDE (Deutsche Diabetes Hilfe) dafür ein, dass Menschen mit diesen chronischen Erkrankungen die bestmögliche Unterstützung erhalten.
In dieser Episode sprechen wir mit Dr. Kröger über eines der wichtigsten Themen für Menschen mit Typ-2-Diabetes: Welche Medikamente helfen mir am besten? Doch bevor wir in die Welt der Therapieoptionen eintauchen, erzählt er von seinem Weg vom Internisten zum spezialisierten Diabetologen und wie die Kombination aus medizinischer Expertise und echter Leidenschaft für Patientenbegleitung entsteht.
Das erwartet Sie in dieser Folge:
Wir beleuchten die Grundlagen der Typ-2-Diabetes-Behandlung: Ernährung, Bewegung und Schulung sind nicht verhandelbar - sie sind die Basis. Dr. Kröger erklärt, warum Schulung so entscheidend ist und wie Patienten durch Verständnis der Zusammenhänge selbst aktiv werden können. Sein Herzensthema dabei sind Hacks, also Wege und Tricks, wie man mit der Ernährung die Glukosewerte nach dem Essen zusätzlich niedrig halten kann, und wie Systeme zum kontinuierlichen Glukosemessen (CGM) Menschen mit Typ-2-Diabetes bei der Änderung des Lebensstils unterstützen können.
Dann folgt das medikamentöse Stufenschema: Von Metformin als bewährte Grundlage über verschiedene Therapieoptionen bis hin zu Insulin. Hier räumt Dr. Kröger mit einem Mythos auf: Insulin ist bei Typ-2-Diabetes nicht das Ende der Fahnenstange, sondern eine wichtige Option, die heute später benötigt wird als früher, dank moderner Medikamente, die nicht nur den Blutzucker senken, sondern auch das Herz-Kreislauf-System schützen.
https://bit.ly/4fjTjU6
Das Thema Reisen mit Diabetes ist für viele mit Fragen, Unsicherheiten und langen Checklisten verbunden. In dieser Folge unseres Podcast-Community-Formats „Höhen & Tiefen“ sprechen Lena Schmidt und Stephanie Haack mit Katharina Weirauch über deren erste Flugreise seit ihrer Typ 1 Diagnose. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger perfekte Packlisten als die ganz praktischen Situationen: Welche Unterlagen werden am Flughafen wirklich verlangt? Was gehört ins Handgepäck und was lässt man besser im Koffer? Und wie fühlt es sich an, mit Pumpe, Sensor, Pflasterallergie und dem Gedanken „Was, wenn etwas schiefgeht?“ unterwegs zu sein?
Katharina erzählt von Vorbereitung, Nervosität und überraschend entspannten Kontrollen – inklusive lustiger Anekdoten über eine Schere im Handgepäck und Sprengstoff-Tests. Außerdem geht es um typische Reise-Effekte auf das Diabetes-Management: viel Bewegung, ungeplante Essenszeiten, Hypogefahr, ungewohnte Speisen und Getränke wie Sangria mit mehr Zucker, als man erwartet. Steffi ergänzt das alles mit Improvisationserfahrungen aus früheren Reisen, wie Routine und „Plan B“ beim Reisen helfen können und warum Gemeinschaft und Erfahrung für viele Ängste ein gewichtiger Gegenpol sind.
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