Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.
Kommentar von MacDonald (CLV)
4,7 Nachdem er über seine Verpflichtung gesprochen hat, die Botschaft zu verdeutlichen, denkt der Apostel Paulus nun an das menschliche Werkzeug, dem der wunderbare Schatz des Evangeliums übergeben wird. Der »Schatz« ist die herrliche Botschaft des Evangeliums. Dagegen ist das »irdene Gefäß« der verletzliche menschliche Leib. Der Gegensatz zwischen beiden ist groß. Das Evangelium ist wie ein wertvoller Diamant, der wundervoll glitzert - ganz gleich, wie man ihn dreht. Es ist erstaunlich, dass solch ein wertvoller Diamant einem solch schwachen, zerbrechlichen Tongefäß anvertraut wird!
Herr, wir loben Deine Gnade,
dass du uns für Dich gewannst,
rein´gend, rettend und erfüllend,
sodass Du uns brauchen kannst.
Nur Gefäße, heil´ger Meister,
doch gefüllt mit Deiner Kraft,
lass dein Leben durch uns strömen,
Deiner Liebe Geist und Macht.
Nur Gefäße, doch von Segen,
für die Durst´gen rings umher
lass uns sein, geliebter Heiland,
mach dazu uns täglich mehr.
Leer, damit Du ganz uns füllest
als Gefäße Deiner Hand,
und mit keinem andern Siegel
als nur dem: Von Dir gesandt.
Von der Rettermacht zu zeugen,
die von Sünd´ uns selbst befreit,
dazu sind wir ausgesondert,
dazu hast Du uns geweiht.
Nachdichtung unter Verwendung des Originals von M. E. Maxwell
Warum hat Gott es so bestimmt, dass »dieser Schatz in irdenen Gefäßen« sein soll? Die Antwort lautet: ». . . .damit die überragende Größe der Kraft von Gott sei und nicht aus uns.« Gott möchte nicht, dass man sich mit dem menschlichen Werkzeug statt mit Gottes Macht und Größe beschäftigt. Deshalb übergibt er die Botschaft des Evangeliums absichtlich schwachen, oftmals unansehnlichen Menschen. Alles Lob und alle Ehre sollen dem Schöpfer gelten und nicht dem Geschöpf.
Gott sendet uns, wir sollen geh´n,
gehorsam dienen ihm allzeit.
Doch auch wenn unsre Kraft zu klein,
so wissen wir: Der Herr regiert,
weil, wenn draus Gutes wird entsteh´n,
nur ihm - nicht uns - das Lob gebührt.
… Nachdichtung unter Verwendung des Originals von Houghton
Jowett sagt:
Etwas stimmt nicht, wenn das Gefäß den Schatz seiner Herrlichkeit beraubt wird, wenn die Hülle mehr Aufmerksamkeit erregt als das Juwel, das darin verborgen liegt. Alles ist verdreht, wenn das Bild erst den zweiten Platz nach dem Rahmen einnimmt und wenn das Geschirr, das beim Fest benutzt wird, an die Stelle des Mahls tritt. Es liegt eine Art Todeshauch über einem christlichen Dienst, wenn die »überragende Größe der Kraft« von uns und nicht von Gott ist. Solche Größe ist sehr vergänglich, und sie wird wie das grüne Gras schnell verdorren und in Verwesung übergehen.
Als Paulus Vers 7 niedergeschrieben hat, hat er höchstwahrscheinlich an ein Ereignis in Richter 7 gedacht. Dort wird berichtet, wie Gideon sein Heer mit Hörner und Fackeln, die in leeren Krügen verborgen waren, ausrüstete. Beim vereinbarten Signal mussten seine Männer die Hörner blasen und die Krüge zerbrechen. Als die Krüge zerbrachen, leuchteten die Fackeln hell. Das erschreckte den Feind. Sie waren der Ansicht, dass eine riesige Streitmacht hinter ihnen her war, nicht nur 300 Mann. Die Lehre daraus ist, dass es sich in Bezug auf das Evangelium ebenso verhält wie in Gideons Fall, als das Licht erst leuchten konnte, nachdem die Krüge zerbrochen waren. Nur wenn menschliche Werkzeuge zerbrochen und dem Herrn hingegeben sind, kann das Evangelium durch uns in all seiner Herrlichkeit erstrahlen.
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