verwirklicht eure Rettung mit Furcht und Zittern;
denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. (Sch2000)
Kommentar von MacDonald (CLV)
2,12 Nachdem er das Beispiel Christi so brillant dargestellt hat, ist der Apostel nun bereit, die Ermahnung anzubringen, die darauf aufbaut.
Die Philipper waren Paulus »allezeit gehorsam gewesen«, wenn Paulus bei ihnen war. Nun sollten sie in seiner »Abwesenheit« »noch viel mehr« ihr »Heil mit Furcht und Zittern« bewirken.
Und wieder haben wir hier eine Schriftstelle, bezüglich derer viel Verwirrung herrscht. Zu Beginn sollten wir uns eindeutig klarmachen, dass die Erlösung gemäß der Lehre des Paulus nicht durch Werke verdient werden kann. In all seinen Schriften betont er immer wieder, dass das Heil nicht aufgrund von Werken, sondern durch Glauben an den Herrn Jesus Christus zugeeignet wird. Was jedoch bedeutet dann dieser Vers?
Er könnte bedeuten, dass wir die Erlösung, die Gott uns geschenkt hat, ausleben sollen. Gott hat uns das ewige Leben als kostenloses Geschenk gegeben. Wir sollen es ausleben, indem wir ein praktisches Heiligungsleben führen.
Mit »Heil« könnte hier die Lösung der Probleme in Philippi gemeint sein. Die dortigen Gläubigen waren von Zank und Streit geplagt. Der Apostel hat ihnen die Hilfe dafür gegeben. Nun sollen sie diese Hilfe anwenden, indem sie wie Christus gesinnt sind. Sie sollten so ihr eigenes »Heil … bewirken«, d. h. ihr Problem lösen.Das »Heil«, von dem hier die Rede ist, ist nicht das Seelenheil, sondern Befreiung von den Fallstricken, die die Christen daran hindern wollten, den Willen Gottes zu tun. In ähnlichem Sinne beschreibt Vine es als »die gegenwärtige Erfahrung völliger Befreiung vom Bösen«.
Heil hat viele verschiedene Bedeutungen im NT. Wir haben schon festgestellt, dass es in 1,19 die Befreiung aus dem Gefängnis bedeutet. In 1,28 ist damit die endgültige Erlösung unserer Leiber von der Gegenwart der Sünde gemeint. Die Bedeutung in jedem einzelnen Fall muss, zumindest teilweise, durch den Kontext bestimmt werden. Wir glauben, dass in diesem Abschnitt mit »Heil« die Lösung der Probleme der Philipper, d. h. die Befreiung von Streitereien, gemeint ist.
2,13 Nun erinnert Paulus die Philipper daran, dass es für sie möglich ist, ihr Heil zu bewirken, weil es »Gott ist, … der in euch wirkt sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen«. Das bedeutet, dass es »Gott« ist, der zuerst in uns den entsprechenden Wunsch oder das diesbezügliche Verlangen weckt. Dann befähigt er uns auch noch, dieses Wollen auszuführen.
Hier haben wir wieder die wunderbare Verbindung des Göttlichen mit dem Menschlichen. In einer Hinsicht sind wir aufgerufen, unsere Erlösung zu bewirken. In anderer Hinsicht kann uns nur Gott dazu befähigen, dies zu tun. Wir müssen unseren Teil dazutun, dann wird Gott seinen Teil dazutun (Doch betrifft dies nicht die Vergebung der Sünden oder die Wiedergeburt. Die Erlösung ist vollkommen ein Werk Gottes. Wir glauben einfach nur und erhalten sie.).
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