Die Psychologinnen: Was ist los im Kopf?

Die Psychologinnen: Was ist los im Kopf?

By Julia Pouly und Katja TresselEducationSelf-Improvement
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Die Psychologinnen: Was ist los im Kopf? episodes

  • Die Rhythmen unseres Körpers

    Rhythmus durchdringt unser gesamtes Leben. Schon unser Körper hat nicht nur einen Rhythmus. 

    Herzschlag, Atmung, Schlaf, Körpertemperatur: In uns laufen ständig unterschiedliche biologische Rhythmen ab. Meistens bemerken wir sie kaum. Dabei beeinflussen sie, wie wir schlafen, wie wir uns fühlen und wie unser Körper auf Belastung reagiert.

    In dieser Folge von „Was ist los im Kopf?“ sprechen wir darüber:
    ⏰ Wie unsere innere Uhr funktioniert und warum Tageslicht so wichtig für sie ist.
    🌙 Warum wir manchmal mitten in der Nacht aufwachen und weshalb das nicht am Cortisol liegen muss.
    🫁 Wie wir mit bewusst langsamem Atmen Einfluss auf unser autonomes Nervensystem nehmen und uns entspannen können.

    Zum Abschluss gibt es eine kurze Atemübung zum Mitmachen, die ihr auch in einem vollen Alltag fast überall machen könnt.

    🎧 Jetzt reinhören bei „Was ist los im Kopf?“ – überall, wo es Podcasts gibt.

    Mehr Infos auf http://die-psychologinnen.de/
    Hosts: Julia Pouly https://www.juliapouly.com und Katja Tressel
     
    Musik von ComaStudio

    Coverphoto von Julia Pouly @lens_ofthemind 

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    40 min
  • Psychologische Fallstricke der Elternschaft (3/3): Rollenerwartungen, Identität und die Frage: Muss jede Frau Mutter werden?

    Muss jede Frau Mutter werden? Und was, wenn sich der Wunsch nicht erfüllt?

    Im Finale ihrer Miniserie zur Elternschaft sprechen Julia Pouly und Katja Tressel über Rollenerwartungen an Mütter, das romantische Bild von Mutterschaft und die Realität dahinter. Und darüber, warum (un)gewollte Kinderlosigkeit gesellschaftlich noch immer zu wenig Raum bekommt.

    Katja teilt dabei offen ihre eigene Geschichte von unerfülltem Kinderwunsch und wie sie für sich einen guten, aber nicht endgültig abgeschlossenen Umgang damit gefunden hat. Am Ende geht es um das, was die ganze Serie trägt: Mitgefühl für jeden Lebensweg, mit oder ohne Kinder.

    Hinweis: Diese Folge spricht offen über unerfüllten Kinderwunsch und Fehlgeburt. Passt auf euch auf, wenn dies aktuell ein sensibles Thema für euch ist.

    Themen in dieser Folge:

    1. Begrüßung & Content-Hinweis
    2. Gesellschaftliche Erwartungen an Mütter und Druck bei Kinderlosigkeit
    3. Das romantische Bild von Mutterschaft vs. die Realität
    4. Warum der Kinderwunsch unserem Kontrollgefühl widerspricht
    5. Unerfüllter Kinderwunsch, Kinderwunschbehandlung, Fehlgeburt
    6. Uneindeutiger Verlust – Trauer ohne gesellschaftliches Ritual
    7. Katjas eigene Geschichte
    8. Desillusionierung nach erfülltem Kinderwunsch
    9. Doppelmoral bei Care-Arbeit
    10. Mutterrolle auch ohne eigene Kinder
    11. Ambivalenz als Kompass für eigene Bedürfnisse
    12. Warum „die perfekte Mutter" niemandem hilft
    13. Geschwister als Bindungsthema (kurzer Nachtrag)
    14. Serienfazit
    15. Ausblick auf die nächste Serie

    Quellen-Fußnoten:

    1. Boss, P. (1999). Ambiguous Loss: Learning to Live with Unresolved Grief. Harvard University Press.
    2. Rotter, J. B. (1966). Generalized Expectancies for Internal versus External Control of Reinforcement. Psychological Monographs, 80(1), 1–28.
    3. Korrektur: der isländische Frauenstreik war nicht „80er Jahre", sondern der 24.10.1975 (Kvennafrídagurinn).
    4. Ignatius von Loyola (Examen/Gebet der liebenden Aufmerksamkeit), ergänzt um Wells, A. (2009). Metacognitive Therapy for Anxiety and Depression. Guilford Press, als klinischer Anknüpfungspunkt.

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    50 min
  • Psychologische Fallstricke der Elternschaft (2/3): Mental Load - Die unsichtbare Arbeit hinter einer funktionierenden Familie

    Warum sind gerade Mütter oft chronisch am Limit ihrer Kapazitäten? Julia Pouly und Katja Tressel schauen in Teil 2 ihrer Miniserie zur Elternschaft auf den Stress im Familienalltag: warum unser System evolutionsbiologisch eigentlich für ein ganzes Dorf gemacht ist und was passiert, wenn Anforderungen und Ressourcen nicht mehr zusammenpassen.

    Von dort aus geht es tief in die Mental Load, warum „ich helfe doch" nicht reicht und was echte Verantwortungsübernahme von reiner Unterstützung unterscheidet. Am Ende geht es ganz praktisch darum, wie Familien Verantwortung neu verteilen können, ohne dass jemand daran zerbricht.

    Themen in dieser Folge:

    1. Das klassische Stressmodell: wenn Anforderungen die Ressourcen übersteigen
    2. Warum wir eigentlich für ein Dorf gemacht sind
    3. Logistik-Stress: Hobbys, Förderung und die Sunk-Cost-Falle
    4. Autonomie und Macht: warum „Nein" so viel Konflikt auslöst
    5. Mental Load: Helfen vs. Verantwortung übernehmen
    6. Die unsichtbare Vorausschau-Arbeit – das Einkaufslisten-Beispiel
    7. Warum die Asymmetrie oft schon beim Neugeborenen beginnt
    8. Strukturelle Ressourcen vs. wachsende Anforderungen
    9. Community, Netzwerke und Verantwortung an Kinder abgeben
    10. Selbstfürsorge sorgt für die Familie
    11. Warum Unordnung bei Frauen strenger bewertet wird
    12. Abschluss & Ausblick auf Folge 3

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    Quellen & weiterführende Forschung

    [1] Demerouti, E., Bakker, A. B., Nachreiner, F., & Schaufeli, W. B. (2001). The Job Demands-Resources Model of Burnout. Journal of Applied Psychology, 86(3), 499–512. — Grundlage für das im Gespräch beschriebene Stressmodell (Anforderungen vs. Ressourcen).

    [2] Daminger, A. (2019). The Cognitive Dimension of Household Labor. American Sociological Review, 84(4), 609–633. — Grundlage für das Konzept der unsichtbaren Vorausschau-Arbeit (Mental Load).

    [3] Thébaud, S., Kornrich, S., & Ruppanner, L. (2021). Good Housekeeping, Great Expectations: Gender and Housework Norms. Sociological Methods & Research, 50(3), 1186–1214. — Frauen werden für denselben Grad an Unordnung strenger bewertet als Männer.

    [4] Korrektur: Die im Gespräch als „Harvard-Studie" bezeichnete Untersuchung zu Kindern und Haushaltsaufgaben ist tatsächlich: Rossmann, M. (2002). Involving Children in Household Tasks: Is It Worth the Effort? University of Minnesota. Wir korrigieren das hiermit gerne – die weitverbreitete Harvard-Zuschreibung geht vermutlich auf eine 2016 populäre TED-Talk-Referenz zurück, die zwei unterschiedliche Studien vermischt hat. Rossmanns Untersuchung ist ein unveröffentlichter Forschungsbericht der University of Minnesota mit vergleichsweise kleiner Stichprobe (N = 84 junge Erwachsene), keine große peer-reviewte Zeitschriftenstudie. Die Kernaussage, früh übernommene Haushaltsverantwortung korreliert mit späterem Erfolg, gilt trotzdem als plausibel und wird in der Forschung häufig referenziert;

    [5] Der Vergleich Kleinfamilie vs. Dorfgemeinschaft ist eine allgemeine evolutionsbiologische Beobachtung, keine im Gespräch zitierte Einzelstudie. Wer tiefer einsteigen möchte: Sarah Hrdys Forschung zu kooperativer Kinderaufzucht („Allomothering"), u. a. in Mothers and Others (2009).


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    1 hr 6 min
  • Psychologische Fallstricke der Elternschaft (1/3): Was Erziehung und Führung gemeinsam haben

    Das schwierigste an Elternschaft? Ständig ändert sich alles. Kaum hat man passende Strategien gefunden, braucht das Kind etwas andres. Die Psychologinnen Julia Pouly und Katja Tressel starten ihre neue Miniserie über psychologische Fallstricke der Elternschaft. Es geht um den Unterschied zwischen Bedürfnis und Wunsch, ums Grenzensetzen als Beziehungsarbeit, und um überraschende Parallelen zwischen Kindererziehung und Mitarbeitendenführung.

     Außerdem: warum viele Erziehungsprobleme kein persönliches Versagen, sondern ein strukturelles Problem sind.

    Themenübersicht 
    - Baby-Logik: das Ziel ist es, alle Bedürfnisse zu erfüllen
    - Vom ersten zum zweiten Kind: mehr Demut, weniger Urteil
    - Bedürfnis vs. Wunsch: warum Kleinkinder eine neue Strategie brauchen
    - Erziehung trifft Führung: die Reifegrad-Parallele
    - Strukturelles Mismatch statt Mutterversagen
    - Verantwortung abgeben: wie viel Gerüst braucht ein Kind? (Spoiler: das ändert sich ständig)
    - Mental Load und Fairness: die Brotdosen-Geschichte
    – Familie als Stresstest: Schwachstellen als Chance

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    40 min
  • Psychische Flexibilität: Zwei Werkzeuge für schwierige Gedanken und festgefahrene Situationen.

    Manchmal drehen wir uns gedanklich im Kreis. Oder wir wissen eigentlich, dass ein Gespräch ansteht und schieben es trotzdem immer weiter vor uns her.

    Wir stellen euch in dieser Folge zwei Werkzeuge vor, die euch dabei helfen können, festgefahrene Situationen genauer anzuschauen: Was ist mir eigentlich wichtig? Welche Gedanken und Gefühle tauchen auf? Was tue ich, wenn es unangenehm wird? Und warum glaube ich eigentlich, das mir Grübeln weiterhilft?

    Wenn ihr gleich mitmachen wollt, schnappt euch einen Zettel und einen Stift, euer Lieblingsgetränk und macht es euch gemütlich. Wir führen euch Schritt für Schritt durch zwei typische Alltagssituationen, in denen wir oft um eine Lösung kreisen und zeigen, wie ihr euch selbst  auf die Spur kommen könnt.

    Dabei geht nicht darum, unangenehme Gedanken oder Gefühle einfach loszuwerden, sondern darum, sie bewusst wahrzunehmen und Klarheit darüber zu bekommen, wie ihr mit ihnen umgehen wollt.

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    23 min
  • Psychische Flexibilität: Warum wir in Gedankenschleifen hängen bleiben und wie wir aussteigen können

    Manchmal beginnt es mit einem einzigen Gedanken: War das Gespräch gerade komisch? Zwei Stunden später gehen wir immer noch jedes Wort durch. 

    In dieser Folge schauen wir uns an, was die Metakognitive Therapie über Sorgen, Grübeln und Gedankenschleifen sagt. Dabei geht es weniger darum, was wir denken, sondern darum, wie wir mit unseren Gedanken umgehen und welche Überzeugungen wir über unser eigenes Denken haben. Wir unterscheiden Problemlösen, Sorgen und Grübeln und fragen, warum sich Weiterdenken oft so vernünftig oder sogar hilfreich anfühlt. 

    Zum Schluss stellen wir zwei Möglichkeiten vor, mit denen ihr ausprobieren könnt, eure Aufmerksamkeit bewusster zu lenken und aus Gedankenschleifen auszusteigen.

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    42 min
  • Psychische Flexibilität: Nach den eigenen Werten handeln, auch wenn es sich unangenehm anfühlt.

    Was passiert, wenn wir unangenehmen Gefühlen immer wieder ausweichen? Kurzfristig entlastet Vermeidung. langfristig kann sie unseren Handlungsspielraum verkleinern. 

    In dieser Folge sprechen wir darüber, was psychische Flexibilität bedeutet und welche Ideen aus der Acceptance- und Commitment-Therapie (ACT) auch im Alltag hilfreich sein können: Gefühle wahrnehmen, Gedanken nicht automatisch für die Wahrheit halten, eigene Werte klären und trotz Unbehagen bewusst handeln.

    Zum Schluss gibt es eine einfache Übung zum Mitmachen, mit der ihr Vermeidungsmuster und Handlungen für eine konkrete Situation sichtbar machen könnt, die sich an euren Werten orientieren.

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    36 min
  • Kontrolle und (Über-)Verantwortung abgeben: Loslassen ist leichter gesagt als getan und wie es trotzdem gelingt

    Kontrolle und Verantwortung abgeben, „Einfach loslassen." Klingt so einfach. Ist es aber nicht. Und genau darum geht es in dieser Folge.
     
     Im Finale unserer Mini-Serie über Kontrolle und (Über-)Verantwortung schauen wir ehrlich hin: Warum fühlt sich Loslassen so falsch an? Warum meldet sich sofort das schlechte Gewissen, wenn wir aufhören, für alle mitzudenken, obwohl wir längst wissen, dass wir es eigentlich nicht müssten?
     
     Wir sprechen darüber, warum unser Nervensystem Kontrollverlust wie eine echte Bedrohung behandelt, warum Einsicht allein selten etwas verändert, und warum Loslassen nicht bedeutet, gleichgültig oder kalt zu werden.
     
     Außerdem: Was ist eigentlich der erste und ehrlichste Schritt und was hat das mit Achtsamkeit, mit unseren eigenen Wünschen und damit zu tun, wie wir unser Leben wirklich leben wollen?


     Diese Folge ist kein Versprechen, dass danach alles sofort leichter wird. Aber sie zeigt einen sinnvollen und liebevollen Anfang.

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    46 min
  • Warum du dich für die Gefühle anderer verantwortlich fühlst, es aber nicht bist.

    Kennst du das? Du passt auf, was du sagst, damit sich niemand verletzt fühlt. Du stimmst zu, da ein »Nein« nur zu Konflikten führen würde. Du übernimmst den Stress einer anderen Person, als wäre es dein eigener. 

    In dieser zweiten Folge unserer Mini-Serie schauen wir uns an, was passiert, wenn das Kontrollbedürfnis sich nach außen richtet: auf die Gefühle anderer Menschen. Wir sprechen darüber, warum wir glauben, den emotionalen Zustand unseres Gegenübers zu kennen  und steuern zu können. Und warum das eine Illusion ist.

    Wir gehen der Frage nach, was Empathie von emotionalem Verschmelzen unterscheidet, wo die Grenze zwischen echtem Mitgefühl und Überverantwortung liegt und wie Kindheitserfahrungen, soziale Prägung und unser Nervensystem dazu beitragen, dass wir uns für die Gefühlswelt anderer zuständig fühlen.

    Das ist kein Vorwurf. Vielleicht war es für uns lange ein sehr wirksamer Schutzmechanismus. Aber es ist anstrengend. Und es lohnt sich, genauer hinzuschauen.

    Am Ende der Folge gibt's wieder ein Reflexionstool für den Alltag: eine Frage, die dir helfen kann zu unterscheiden, was wirklich deine Verantwortung ist und was nicht.

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    35 min
  • Kontrollbedürfnis und Kontrollillusion: Über die Sehnsucht, alles im Griff zu haben.

    Kennst du das? Du planst den Urlaub bis ins letzte Detail, machst dir vorab Sorgen über Dinge, die noch gar nicht passiert sind, oder findest es richtig schwer, etwas abzugeben, weil "die anderen es ja eh falsch machen"?

    In dieser ersten Folge unserer neuen Mini-Serie sprechen wir über etwas, das jeder kennt: das Bedürfnis nach Kontrolle. Wir schauen uns an, warum unser Gehirn ständig versucht, Unsicherheit zu vermeiden, und warum das früher mal überlebenswichtig war, uns heute aber oft mehr stresst als hilft.

    Wir sprechen über die berühmten Experimente von Ellen Langer zur "Illusion of Control", über Julian Rotters Konzept des Locus of Control und darüber, woher dieses Kontrollbedürfnis eigentlich kommt, manchmal aus der Kindheit, manchmal einfach aus dem, wie unser Nervensystem auf Stress reagiert.

    Am Ende gibt's ein kleines Reflexionstool für den Alltag, mit dem du checken kannst: Versuche ich hier etwas zu kontrollieren, das in meinem Einflussbereich liegt, oder mache ich mir das Leben gerade unnötig schwer?

    Diese Folge ist kein Vorwurf und keine Diagnose. Wenn du dich wiederfindest: Das ist kein Zeichen, dass etwas mit dir nicht stimmt. Aber Achtsamkeit und ein Bewusstwerdung ist der erste Schritt, uns das leben leichter zu machen.

    In Folge 2 werden wir uns dann anschauen, was passiert, wenn dieses Kontrollbedürfnis sich nach außen richtet, und wir Verantwortung für die Gedanken und Gefühle anderer Menschen übernehmen.

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    42 min

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