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Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Teil 11 der Höredition setzt im Frühjahr 1943 ein und dokumentiert die Verfolgung der Juden im Deutschen Reich und Protektorat Böhmen und Mähren bis zum Ende des Krieges im Mai 1945. Ende Februar 1943 verhaftete die Gestapo die noch im Reich verbliebenen Juden und deportierte sie beinahe ausnahmslos nach Auschwitz oder Theresienstadt. Das Ghetto Theresienstadt diente in den letzten beiden Kriegsjahren als Durchgangsstation auf dem Weg nach Auschwitz, wurde von den Nationalsozialisten aber auch als propagandistisches Vorzeigeghetto genutzt, und war am Ende ein Sterbelager für Zehntausende tschechischer, deutscher und österreichischer Juden. // Mit Wiebke Puls, Michael Rotschopf, Monique Simon, Eva Umlauf, Leon Weintraub / Skript Höredition: Lisa Hauff / Regie: Ulrich Lampen / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte 2023
Teil 11 der Höredition setzt im Frühjahr 1943 ein und dokumentiert die Verfolgung der Juden im Deutschen Reich und Protektorat Böhmen und Mähren bis zum Ende des Krieges im Mai 1945. Hier ergeben sich mehrere Schwerpunkte: zum einen die Entwicklung der in Berlin koordinierten Politik der Judenverfolgung in Europa, außerdem die Situation der noch im Reich lebenden Juden, vor allem derjenigen, die in "Mischehe" lebten, ihrer Kinder und der wenigen Juden, die untertauchen konnten. Ende Februar 1943 verhaftete die Gestapo bei der sogenannten Fabrik-Aktion, der letzten großen Razzia zur Deportation, die noch im Reich verbliebenen Juden direkt an ihren Arbeitsplätzen in der Rüstungsindustrie. In nur wenigen Wochen wurden sie beinahe ausnahmslos nach Auschwitz oder Theresienstadt deportiert. Im Juni 1943 lösten die deutschen Behörden die jüdischen Gemeinden und Interessenvertretungen auf, und der Berliner Gauleiter Joseph Goebbels erklärte die Reichshauptstadt für "judenfrei". Außerdem wird der Einsatz von Juden als Zwangsarbeiter im Reich seit dem Frühjahr 1944 dokumentiert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Ereignisse im Ghetto Theresienstadt, das in den letzten beiden Kriegsjahren als Durchgangsstation auf dem Weg nach Auschwitz diente, von den Nationalsozialisten aber auch als propagandistisches Vorzeigeghetto genutzt wurde, und das am Ende ein Sterbelager für Zehntausende tschechischer, deutscher und österreichischer Juden war.
Ein einführendes Gespräch mit der Historikerin Lisa Hauff hören Sie hier.
Ergänzend zum Podcast, findet sich unter www.die-quellen-sprechen.de ein Archiv für die Dokumente, Zeitzeugengespräche und Hintergrundinformationen. Zusatzinformationen, wie Landkarten, Zeitstrahl oder Personenangaben helfen, das Gehörte oder Gelesene in einen Kontext einzuordnen und die vielfachen Perspektivwechsel zu rezipieren.
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Teil 12 dokumentiert die Judenverfolgung in den besetzten Ländern Dänemark, Norwegen, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich vom Sommer 1942 bis zur Befreiung durch die Alliierten. // Mit Wiebke Puls, Matthias Brandt, Charlotte Knobloch, Assia Gorban, Alfred Grosser, Jaqueline van Maarsen, Jules Schelvis, Mirjam Bolle, Berthold Winter / Bearbeitet von Barbara Lambauer/Katja Happe/Clemens Maier-Wolthausen, Maja Peers / Skript Höredition: Stephanie Metzger / Regie: Ulrich Lampen / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte 2015
Ergänzend zum Podcast, findet sich unter www.die-quellen-sprechen.de ein Archiv für die Dokumente, Zeitzeugengespräche und Hintergrundinformationen. Zusatzinformationen, wie Landkarten, Zeitstrahl oder Personenangaben helfen, das Gehörte oder Gelesene in einen Kontext einzuordnen und die vielfachen Perspektivwechsel zu rezipieren.
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Teil 13 dokumentiert die Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung der Juden in der Slowakei, Rumänien und Bulgarien seit den späten 1930er Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Slowakei und Rumänien wurden 1940 Verbündete der Achsenmächte Deutschland, Italien und Japan, 1941 trat Bulgarien dem Pakt bei. In allen drei Ländern herrschten autoritäre Regime, die mit der nationalsozialistischen Judenpolitik sympathisierten, bereits vor Kriegsausbruch selbst antisemitische Gesetze erließen und schließlich auch bei der Ermordung der Juden mit der deutschen Regierung kooperierten. // Mit Wiebke Puls und Michael Rotschopf und den Zeitzeugen Eva Szepesi, Vera Scher, Erich Finsches / Bearbeitet von Mariana Hausleitner, Souzana Hazan, Barbara Hutzelmann / Manuskript: Kirsten Böttcher / Regie: Ulrich Lampen / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte 2019
Ergänzend zum Podcast, findet sich unter www.die-quellen-sprechen.de ein Archiv für die Dokumente, Zeitzeugengespräche und Hintergrundinformationen. Zusatzinformationen, wie Landkarten, Zeitstrahl oder Personenangaben helfen, das Gehörte oder Gelesene in einen Kontext einzuordnen und die vielfachen Perspektivwechsel zu rezipieren.
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Teil 14 dokumentiert die Verfolgung und Ermordung der Juden in den von den Achsenmächten besetzten Ländern Jugoslawien, Griechenland und Albanien, aber auch Italien, das nach dem Sturz Mussolinis selbst von der deutschen Wehrmacht besetzt wurde. Südosteuropa spielte lange Zeit eine sekundäre Rolle in der Strategie der NS-Führung. Es galt ihr eher als agrarisches Hinterland des Deutschen Reiches und als Einflusssphäre seines wichtigsten Verbündeten Italien. Das änderte sich schlagartig mit dem militärischen Debakel der Italiener in Griechenland im Winter 1940/41, als die vermeintlich unterlegene griechische Armee die Angreifer zurückschlug. Im April 1941 griff die Wehrmacht Jugoslawien und Griechenland an, mit fürchterlichen Folgen für die jüdische Bevölkerung auf dem Balkan. // Mit Wiebke Puls und Michael Rotschopf und den Zeitzeugen Renee Wolhändler, Esther Bejarano, Zvi Cohen / Bearbeitet von Sara Berger, Erwin Lewin, Sanela Schmid, Maria Vassilikou / Manuskript: Christian Lösch / Regie: Ulrich Lampen / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte 2019
Ergänzend zum Podcast, findet sich unter www.die-quellen-sprechen.de ein Archiv für die Dokumente, Zeitzeugengespräche und Hintergrundinformationen. Zusatzinformationen, wie Landkarten, Zeitstrahl oder Personenangaben helfen, das Gehörte oder Gelesene in einen Kontext einzuordnen und die vielfachen Perspektivwechsel zu rezipieren.
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Im März 1944 war die überwiegende Mehrheit der europäischen Juden bereits ermordet worden. Mit der deutschen Besetzung Ungarns am 19. März begann die Vernichtung der letzten großen verbliebenen jüdischen Gemeinschaft in Europa. // Mit Wiebke Puls, Michael Rotschopf, Peggy Parnass, Eric Hitter, Georg Stefan Troller / Skript Höredition und Regie: Ulrich Lampen / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte 2023
Mit der deutschen Besetzung Ungarns am 19. März begann die Vernichtung der letzten großen verbliebenen jüdischen Gemeinschaft in Europa. In Zusammenarbeit mit der SS deportierte die ungarische Regierung innerhalb weniger Wochen mehr als 400.000 Juden aus dem ungarischen Kernland und den besetzten bzw. annektierten Gebieten. Die meisten von ihnen wurden kurz nach der Ankunft in Auschwitz-Birkenau in den Gaskammern ermordet. Als Reichsverweser Miklós Horthy dem inländischen und mehr noch dem ausländischen Druck im Sommer 1944 nachgab und die Deportationen einstellen ließ, lebten in Ungarn nur noch die Budapester Juden und die zum Arbeitsdienst einberufenen jüdischen Männer. Doch schon bald nach ihrer Machtübernahme im Oktober 1944 setzten die Pfeilkreuzler unter der Führung von Ferenc Szálasi die Deportationen fort und lieferten dem Deutschen Reich weitere 76.000 Juden aus. Die Gesamtzahl der bis Mai 1945 ermordeten Juden aus ungarisch kontrollierten Gebieten wird heute auf über eine halbe Million geschätzt.
Ein einführendes Gespräch mit der Historikerin Regina Fritz hören Sie hier.
Ergänzend zum Podcast, findet sich unter www.die-quellen-sprechen.de ein Archiv für die Dokumente, Zeitzeugengespräche und Hintergrundinformationen. Zusatzinformationen, wie Landkarten, Zeitstrahl oder Personenangaben helfen, das Gehörte oder Gelesene in einen Kontext einzuordnen und die vielfachen Perspektivwechsel zu rezipieren.
Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945. Eine dokumentarische Höredition. Die Überlieferung der Geschichte von Auschwitz-Birkenau aus der Perspektive der jüdischen Deportierten ist von einer großen Leerstelle gekennzeichnet: Die Opfer des Gasmordes konnten kein Zeugnis ablegen. Die Mitglieder der Sonderkommandos, die den Menschen kurz vor ihrem Tod am nächsten waren, spürten daher eine große Verantwortung, der Welt von den Verbrechen und den letzten Momenten der Ermordeten zu berichten, sowie ihre eigenen Emotionen zu reflektieren. Unter schwierigsten Umständen gelang es ihnen außerdem, die Leichenverbrennung zu fotografieren und die Fotos aus dem Lager zu schmuggeln. // Mit Wiebke Puls, Michael Rotschopf, Felix Wolgelernter, Paul Erdös / Skript Höredition: Michael Farin / Regie: Ulrich Lampen / BR Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte 2023
Das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gehört zu den Zentren des nationalsozialistischen Judenmords und steht heute als Metapher für das Menschheitsverbrechen, obwohl Juden auch an anderen Orten systematisch und in großer Zahl getötet wurden. Das hat vielfältige Gründe: Dieser riesige Lagerkomplex diente nicht - wie etwa die Vernichtungslager in Kulmhof, Treblinka, Belzec und Sobibór - ausschließlich dem Massenmord, sondern hatte im Laufe seiner Existenz verschiedene Funktionen. Die Zahl der Menschen, die als Häftlinge, aber auch als Angehörige der SS-Lagerverwaltung, als Wachen und Angestellte, als Unternehmensangehörige, Zivilarbeiter oder Anwohner mit dem Mordgeschehen in Berührung kamen und die Verbrechen zum Teil schon während des Kriegs, erst recht jedoch in zahllosen Nachkriegsberichten bezeugten, ist so groß wie bei keiner anderen Mordstätte des Holocausts. Von April 1942 an musste ein aus jüdischen Häftlingen zusammengesetztes Sonderkommando der SS beim Morden assistieren. Die Überlieferung der Geschichte von Auschwitz-Birkenau aus der Perspektive der jüdischen Deportierten ist von einer großen Leerstelle gekennzeichnet: Die Opfer des Gasmordes konnten kein Zeugnis ablegen. Die Mitglieder der Sonderkommandos, die den Menschen kurz vor ihrem Tod am nächsten waren, spürten daher eine große Verantwortung, der Welt von den Verbrechen und den letzten Momenten der Ermordeten zu berichten sowie ihre eigenen Emotionen zu reflektieren. Unter schwierigsten Umständen gelang es ihnen außerdem, die Leichenverbrennung zu fotografieren und die Fotos aus dem Lager zu schmuggeln. Anfang November 1944 ließ SS-Chef Heinrich Himmler die Gaskammermorde in Auschwitz einstellen. Die Juden, die in wenigen Transporten zu diesem Zeitpunkt noch eintrafen, wurden vollständig registriert und ins Lager überstellt. Erst nach der Januaroffensive der Roten Armee beschloss die SS, das Lager zu räumen. Zwischen dem 17. und 19. Januar 1945 trieb sie etwa 58.000 Gefangene aus den Haupt- und Außenlagern auf Todesmärsche. Nur 40.000 von ihnen erreichten die Lager Groß-Rosen, Buchenwald, Mittelbau-Dora, Mauthausen, Ravensbrück, Sachsenhausen, Dachau, Flossenbürg, Neuengamme, Bergen-Belsen und Theresienstadt. Viele starben unterwegs oder nach ihrer Ankunft in den völlig überfüllten Lagern; andere mussten weitere Monate bis zu ihrer Befreiung ausharren.
Ein einführendes Gespräch mit der Historikerin Andrea Rudorff hören Sie hier.
Ergänzend zum Podcast, findet sich unter www.die-quellen-sprechen.de ein Archiv für die Dokumente, Zeitzeugengespräche und Hintergrundinformationen. Zusatzinformationen, wie Landkarten, Zeitstrahl oder Personenangaben helfen, das Gehörte oder Gelesene in einen Kontext einzuordnen und die vielfachen Perspektivwechsel zu rezipieren.
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