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In der 214. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser einen Gast, der mehr über ihn weiß als fast jeder andere Mensch: seinen eigenen Steuerberater. Andreas Schollmeier wollte eigentlich Medizin studieren – bis er im Zivildienst morgens um halb sechs gemeinsam mit einem Arzt über einem Patienten hing, um ihn zu fixieren, und der Arzt nur sagte: „Überlegen Sie sich das nochmal." Er überlegte, landete bei BWL, schrieb eine 2,0 in Statistik, während 80 Prozent durchfielen – und ein Professor schickte ihn mit dieser Begabung ausgerechnet in die Wirtschaftsprüfung. Mit 28 wurde er zum Steuerberater bestellt, beriet danach in der ETL-Konzernzentrale die Fälle, die kein Steuerberater vor Ort mehr lösen konnte, bis hinauf zum BFH.
2019 kaufte er eine Kanzlei mit vier Mitarbeitern und einer Auszubildenden – heute führt er am Niederrhein ein Team von über 20 Leuten mit eigenem ITler und Viertagewoche. Das Gespräch ist kein Steuer-Fachvortrag, sondern ein seltener Blick hinter die Rüstung des Berufsstands: schlaflose Nächte, ein Business Coach, den seine Frau ihm buchte, und die ehrliche Antwort auf die Frage, wie viel „türkischer Basar" wirklich in einer deutschen Betriebsprüfung steckt.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Unternehmer: Schollmeiers Schlussappell deckt sich mit der These dieses Podcasts – jeder Unternehmer braucht einen Sparringspartner auf der Finanzebene, einen „kleinen CFO", der auf Fehlentwicklungen hinweist und den Rücken freihält. Sich Hilfe zu holen ist keine Schwäche, sondern der Unterschied zwischen der älteren Generation, die am Berater sparte, und einer neuen, die gezielt Kompetenz einkauft. Oder in den Worten von Matthias: Drei Dinge braucht man im Leben – einen guten besten Freund, einen guten Rechtsanwalt und einen guten Steuerberater. Prüfe also ehrlich, wie viel Proaktivität in deiner aktuellen Steuerberater-Beziehung wirklich gelebt wird – „ganz okay" ist auf Dauer nicht gut genug.
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Angaben gemäß § 5 TMG
ESER Capital Advisory Partners GmbH
vertreten durch: Herrn Matthias Walter Eser
Adlerstraße 9
82467 Garmisch-Partenkirchen
In der 213. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser einen Gast, dessen Lebensweg mit einem Absturz begann: Jan Pörschmann wollte Pilot werden. Geboren in Brasilien, aufgewachsen in Lissabon, saß er als Kind regelmäßig im Cockpit und bereitete sich nach dem Abitur akribisch auf die Lufthansa-Verkehrsflugschule vor. Den Theorietest bestand er, im praktischen Flugtest flog er dann „wie man Auto fährt" – und der Traum war vorbei. Statt in die Luft ging es an die EBS, danach fünf Jahre zu 3M (die Firma hinter Post-its und Overheadprojektoren) – und 1999 mitten hinein in die deutsche Venture-Capital-Gründerzeit, wo sein Fonds mit knapp 10 Mio. EUR unter anderem wetter.com finanzierte.
Heute ist Jan Pörschmann Partner der Münchner M&A-Beratung atares (hervorgegangen aus Proventis Partners), blickt auf über 200 Transaktionen zurück und ist zugleich Vorstand des Bundesverbands Mergers & Acquisitions. Das Gespräch spannt den Bogen von der Dotcom-Ära zur KI-Revolution – und zeigt, dass sich die Muster wiederholen: Damals wie heute entscheidet nicht die glänzende Oberfläche über den Wert eines Unternehmens, sondern das, was verteidigungsfähig darunter liegt.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Unternehmer: Deutschland ist ein reiches Land, das sein Kapital schlecht arbeiten lässt. 10 Billionen EUR Barvermögen der privaten Haushalte liegen überwiegend in niedrig verzinsten Sicherheitsprodukten, während Pensionsfonds in den USA und Kanada 25 bis 30 % in Private Equity und Venture Capital investieren. Pörschmanns Wunschliste ist deshalb zugleich eine Wachstumsagenda: ein harmonisierter europäischer Kapitalmarkt, mehr Mut der Privatanleger und eine Rentenreform, die Kapital in die Kapitalmärkte bringt – damit auch die Exits wieder stattfinden. Und weil ein technischer Defekt dieses Gespräch vorzeitig beendet hat, ist das erst Teil 1: Schreib deine Fragen an Jan Pörschmann in die Kommentare – sie werden in Teil 2 aufgegriffen.
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ESER Capital Advisory Partners GmbH
vertreten durch: Herrn Matthias Walter Eser
Adlerstraße 9
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In der 212. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser eine Gründerin, deren Weg zum Erfolg über zwei Niederlagen führte: Larissa Schmid gründete nach dem Studium der Wirtschaftspsychologie und BWL innerhalb von eineinhalb Jahren zwei Mode-Startups – eine Plattform für nachhaltige Mode und eine eigene Marke. Beide scheiterten. Doch genau diese Erfahrung schärfte ihren Blick dafür, was ein Produkt braucht, um im härtesten aller E-Commerce-Märkte zu funktionieren. Als sie Vivien Wysocki und deren Idee einer Statement-Strumpfhose kennenlernte, erkannte sie sofort: Das ist der Attention-Fänger, der auf Meta skaliert.
Heute ist saint sass eine international bekannte Bodywear-Brand – geboren aus einem 30 Jahre alten Cher-Zitat („Mom, I am a rich man"), getragen von Madonna, mit siebenstelligen Umsätzen in den USA und einem Team, das zum Zeitpunkt der US-Expansion aus vier, fünf Leuten bestand. Larissa verantwortet Growth und Finance – und genau darüber sprechen die beiden: nicht über Hochglanz-Markenstory, sondern über First-Order-Profitabilität, Merchant-of-Record-Strukturen, Trump-Zölle mitten in der Hauptsaison und einen kompletten Umbau des Gesellschafterkreises.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Founder: Kapitalzugang entsteht nicht im Pitchdeck, sondern lange vorher. Das Family Office, das heute den Gesellschafterkreis von saint sass trägt, kam über eine Unternehmersafari und ein Jahr LinkedIn-Sichtbarkeit zustande – Personal Branding als Finanzierungsstrategie. Und die vielleicht wichtigste Haltung dahinter: Das Unternehmen ist nur eine Säule des Lebensrads. Wer seine gesamte Identität ans Business koppelt, macht aus jeder Krise eine Persönlichkeitskrise – und verliert genau die Klarheit, die es braucht, um nach zwei gescheiterten Startups ein drittes zu gründen, das fliegt.
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In der 211. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser einen Gast mit zwei Leben: Dr. Ingo Krocke war Arzt – ausgebildet in Deutschland und Frankreich, praktizierend in den USA, in einem Beruf, in den er Jahre seines Lebens investiert hatte. Doch in den amerikanischen Kliniken sah er die Zukunft der Medizin: extreme Spezialisierung, immer mehr Routine – und erkannte, dass genau das nicht sein Leben sein würde. Er gab den hart erarbeiteten Berufsweg auf und fing noch einmal ganz von vorne an.
In seinem zweiten Leben ist er einer der erfolgreichsten Private-Equity-Investoren Deutschlands: Nach Stationen bei Procter & Gamble, Apax und dem eigenen Venture-Fonds Wellington Partners (der unter anderem die Samwer-Brüder finanzierte) gründete er 2001 AUCTUS Capital Partners – heute gemessen an der Anzahl der Transaktionen der aktivste Buy-and-Build-Investor Deutschlands mit über 500 Mehrheitsbeteiligungen in 25 Jahren. Das Gespräch ist kein Investoren-Interview mit Hochglanz-Folien. Es ist eine Tour durch die unbequeme Wahrheit, dass hinter überdurchschnittlichen Renditen keine Genialität steckt, sondern Wissbegier, Impulskontrolle und eine Hartnäckigkeit, die 42 Anläufe für die erste Kapitalzusage durchsteht.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Unternehmer: In einem Deutschland, das zwischen Nachfolgewelle, Fachkräftemangel, Kapitalschwäche und dem Wettbewerbsdruck aus USA und China steht, reicht unternehmerisches Können allein nicht mehr. Krockes Appell – zugleich die These seines gemeinsam mit Ulrike Hinrichs geschriebenen Buchs „Das Neue Kapital" – ist unmissverständlich: Such dir den besten Kapitalpartner, so wie du dir im Privatleben den besten Partner suchst. Das neue Kapital ist nicht das Kapital von Marx und Engels, sondern der Schulterschluss aus unternehmerischen Managern und erfahrenen Investoren. Und für alle, die selbst in die Branche wollen: Fehler sind ausdrücklich erlaubt – „wenn keine Fehler passieren, hat man es einfach nicht ehrgeizig genug versucht." Nicht erlaubt ist nur eines: einen Deal zu machen, den man nicht bis ins Detail verstanden hat.
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ESER Capital Advisory Partners GmbH
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In der 210. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser einen Gast mit zwei Leben: Dr. Roger Gothmann hat über ein Jahrzehnt in der deutschen Finanzverwaltung gearbeitet – als Betriebsprüfer und zuletzt beim Bundeszentralamt für Steuern, verbeamtet auf Lebenszeit, ein Leben ohne Risiko und in kompletter Sicherheit. Diese Sicherheit gab er trotz vier Kindern bewusst auf.
In seinem zweiten Leben ist er Gestalter statt Prüfer: promovierter Volkswirt (Uni Hamburg), Co-Founder und CEO von Taxdoo – dem führenden europäischen Anbieter für KI-gestützte Echtzeit-Buchhaltung im E-Commerce – Investor (u. a. Personio, Xentral, n8n) und Kopf hinter Newsletter und Podcast „Skin in the Game". Das Gespräch ist kein Steuer-Interview. Es ist eine Tour durch die unbequeme Wahrheit, dass dieselben Prinzipien – Perfektionismus, Verantwortung und der Mut zum radikalen Cut – über Erfolg im Finanzamt wie in der Chefetage einer skalierenden Brand entscheiden.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Unternehmer: In einer Welt, in der KI das Fachhandwerk übernimmt, wird der eigentliche Wettbewerbsvorteil die Person dahinter – ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, radikale Entscheidungen zu treffen und Rückschläge auszuhalten. Erfolg ist nicht die perfekte Abwicklung jeder Kleinigkeit, sondern der Mut, das Richtige zu tun, auch wenn es die eigene Marktführerschaft kostet. Roger Gothmanns Botschaft an jeden Gründer ist unmissverständlich: „Wenn du den Arsch in der Hose hast, bist du der perfekte Gründer." Träume nicht vom sicheren Weg, geh raus, interagiere mit dem Markt, übernimm Verantwortung für das, was du wirklich verstehst – und halte die großen Risiken im Blick. Den Rest verzeiht der Markt.
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ESER Capital Advisory Partners GmbH
vertreten durch: Herrn Matthias Walter Eser
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In der 209. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser einen Gast mit zwei Leben: Prof. Dr. Kurt Matzler ist einer der führenden Strategieforscher im deutschsprachigen Raum – Professor für Strategisches Management an der Universität Innsbruck, akademischer Leiter des Executive MBA am MCI und Autor von „Das High Performance Mindset" und Co-Autor von „Open Strategy".
In seinem zweiten Leben ist er Extrem-Radsportler: mehrfacher Race-Across-America-Finisher (im Team und solo, u. a. 2022 und 2025), Ultracycling-Weltmeister 2024 und Sammler von über drei Millionen Dollar Spenden zur Ausrottung der Kinderlähmung. Das Gespräch ist kein Sport-Interview. Es ist eine Tour durch die mentalen Betriebssysteme von Höchstleistung – und durch die unbequeme Wahrheit, dass dieselben Prinzipien über Erfolg im Sattel wie in der Führungsetage entscheiden.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Unternehmer: Mindset und Resilienz sind kein Soft-Faktor, sondern der eigentliche Wettbewerbsvorteil – und erlernbar. Erfolg ist das Ergebnis von Leidenschaft, Systemen und der Fähigkeit, Rückschläge neu zu rahmen, nicht das Jagen nach Kennzahlen. Kurt Matzlers wichtigste Botschaft: „If you can dream it, you can do it." Träume groß, brich den Traum in Etappen herunter – und gib jeden Tag dein Bestes. Denn solange du das tust, ist kein Rückschlag eine Niederlage.
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In der 208. Folge des Digital Business Podcasts – der ersten Aufnahme im neuen Studio – begrüßt Matthias Walter Eser den Gründer Elias Jochner: Nach einer Print-on-Demand-Erstgründung direkt nach dem Abi hat er mit Mitte 20 die Barfußschuh-Marke Kjavik aufgebaut.
Das Gespräch ist kein Produkt-Pitch. Es ist eine schonungslose Tour durch die Finanz-Mechanik einer physischen E-Commerce-Brand – und durch eines der härtesten Verticals überhaupt: Schuhe.
Elias spricht offen über die brutale Cash-Conversion-Cycle-Realität, über die wahren Unit Economics im Schuhmarkt, über die Abhängigkeit von Produzenten, die auch für Nike und New Balance fertigen, und über ein Steuerstrafverfahren, das aus fehlerhafter Buchhaltung entstand – obwohl er nach bestem Wissen und Gewissen handelte.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Unternehmer: Die Goldgräberstimmung im E-Commerce ist vorbei – und damit wird die Wahl des Verticals zur strategischen Kernentscheidung. Es gibt unterschiedliche „Härtegrade": Ein Produkt wie Schuhe verzeiht keine Schwäche im Working Capital, in den Unit Economics oder in der Finanzstruktur.
Wer hier gewinnen will, muss seinen Cash Conversion Cycle beherrschen, seine Finanzpartner kritisch auswählen und die Eigenverantwortung für Zahlen und Steuern wirklich übernehmen – denn am Ende haftest du, nicht dein Steuerberater.
Elias Jochners wichtigste Botschaft: Arbeite dort, wo dein „Warum" klar ist – und mach genau die Dinge, vor denen du dich instinktiv drückst. Hinter dem kürzesten Tischbein versteckt sich das größte Wachstum.
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In der 207. Folge des Digital Business Podcasts begrüßt Matthias Walter Eser einen Gast, der auf den ersten Blick aus der Reihe fällt – und auf den zweiten Blick die ehrlichste Case Study für unternehmerisches Risiko liefert: Profi-Triathlet Jan Stratmann (31), Ironman-Sieger und auf dem Weg zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii (Kona).
Das Gespräch ist ein Austausch zwischen zwei Unternehmern – einem, dessen Asset eine Marke ist, und einem, dessen gesamtes Geschäftsmodell an einem einzigen, hochfragilen Asset hängt: dem eigenen Körper.
Jan spricht ungeschönt über die Ökonomie des Profisports, über ein bewusst diversifiziertes Sponsoren-Portfolio statt eines Klumpenrisikos, über Preisgelder, mit denen man nicht kalkulieren darf, und darüber, warum mentale Gesundheit kein Soft-Thema ist, sondern die zentrale Performance-Infrastruktur.
Was du in dieser Folge lernst:
Das Fazit für Unternehmer: Ein Profisportler ist die ehrlichste Case Study für unternehmerisches Risiko. Während ein Founder quasi unbegrenzt viele „Shots" hat, bleiben einem Ironman-Athleten zwei bis drei Rennen pro Jahr und ein Leistungsfenster von oft nur drei bis fünf Jahren, um alles abzurufen. Wer alles auf ein einziges Asset setzt, muss es schützen, diversifizieren und vorausschauend managen – körperlich, finanziell und mental. Jan Stratmanns wichtigste Botschaft: Der größte Hebel liegt nicht im Training, sondern in der Arbeit an der eigenen Persönlichkeit – und im Spaß an dem, was man tut. Wer den Spaß verliert, wirft nicht alles über Bord, sondern dreht an den kleinen Stellschrauben, die ihn zurückbringen.
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In der 206. Folge begrüßt Matthias Walter Eser einen der renommiertesten Notare für Unternehmenstransaktionen im deutschsprachigen Raum: Dr. Jan Hupka, Notar in Hamburg – ursprünglich Rechtsanwalt im klassischen M&A-Geschäft bei Hengeler Mueller, einer der führenden deutschen Wirtschaftskanzleien.
Das Gespräch ist kein klassisches Notariatsinterview. Es ist eine schonungslos klare Bestandsaufnahme der deutschen Transaktionslandschaft 2026 – mit deutlich weniger Volumen, deutlich längeren Prozessen, deutlich vorsichtigeren Käufern und einer wachsenden Asymmetrie zwischen medial gehypten Konstrukten (Search Funds, ETAs) und tatsächlich beurkundeten Deals. Jan spricht offen über die Mechanik moderner Kaufverträge, über die Haftungsrealität eines Notars (persönlich, unbeschränkt), über das wachsende Problem KI-generierter Vertragsentwürfe und über die strukturellen Fehler, die Unternehmer bei der eigenen Nachfolgeplanung systematisch machen.
Was du in dieser Folge lernst:
Die zentrale Botschaft dieses Gesprächs ist nicht juristischer, sondern strategischer Natur: Der Notar ist kein bürokratischer Erfüllungsgehilfe am Ende eines Deals, sondern ein Präventiv-Instrument, das frühzeitig in die Strukturierung von Transaktionen, Finanzierungen und Nachfolgekonstellationen eingebunden gehört. Wer den Notar erst am Beurkundungstag das erste Mal sieht, hat in der Regel bereits Geld, Zeit oder Sicherheit auf dem Tisch liegen lassen.
Jan Hupkas wichtigste Botschaft: Geh frühzeitig auf den Notar zu.
Egal ob Unternehmenskauf, Wandeldarlehen, Shareholder Agreement, Ehevertrag, Vorsorgevollmacht oder Testament – jede dieser Konstellationen hat einen Punkt, an dem eine spätere Korrektur unverhältnismäßig teuer wird oder gar nicht mehr möglich ist. Ein Unternehmer, der sein Lebenswerk nicht testamentarisch und vollmachtsrechtlich absichert, baut sich selbst in das Haus ein, das er eigentlich an die nächste Generation übergeben wollte.
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In der 205. Folge begrüßt Matthias Walter Eser einen der eindrucksvollsten Bootstrapped-D2C-Founder im deutschen E-Commerce: Björn Sperling, Co-Founder & CEO von Sperling Bags – einer Premium-Marke für Taschen und Rucksäcke aus Korkleder, die in fünf Jahren ohne Fremdkapital, ohne VC-Runde und ohne Hype-Engineering aufgebaut wurde.
Björn Sperling LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bj%C3%B6rn-sperling-1837951b2/
Sperling Bags Homepage: https://sperling-bags.com/
Das Gespräch ist kein klassisches Founder-Interview. Es ist ein offener, schonungsloser Werkstattbericht zwischen zwei Praktikern, die wissen, wie viel Kapital, Schlaf und Beziehungssubstanz es kostet, eine Marke aus Eigenmitteln gegen einen der härtesten DTC-Märkte überhaupt aufzubauen.
Björn spricht über den Verkauf seines Wohnmobils als erstes Startkapital, über 4.000 Euro Lehrgeld an der indischen Zollgrenze, über 30.000 Euro Schaden durch eine eingesparte Pre-Production-Inspection, über die Veggie World als zufälligen Product-Market-Fit-Beschleuniger und darüber, warum Bastian Sievers (heute CEO Flaconi) der entscheidende Sparringspartner war, der die Marke vom Bauchgefühl in die Dashboard-Realität gezogen hat.
Ein Bootstrapped-Erfolg ist kein glücklicher Zufall. Er ist das Ergebnis radikaler Sparsamkeit, eines kompromisslosen Day-One-Mindsets und der Disziplin, jede Wissenslücke ernst zu nehmen, weil jede Lücke später zur strukturellen Schwachstelle im Unternehmen wird.
Du baust kein Unternehmen, indem du es täglich operativ ausführst. Du baust es, indem Du Systeme entwickelst, die unabhängig von Dir funktionieren. Wer das nicht versteht, verbaut sich selbst die Tür aus seinem eigenen Haus – und damit jede Möglichkeit auf einen Exit.
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