Dr. Sigrun Roßmanith - Podcast

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By Dr. Sigrun RoßmanithScienceSocial SciencesEducation
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Dr. Sigrun Roßmanith - Podcast episodes

  • Folge: Gefangen in der eigenen Welt – Der würdevolle Umgang mit Demenz

    Die Diagnose Demenz trifft nicht nur die Patienten, sondern erschüttert das gesamte Familiensystem. Es ist ein Abschied auf Raten, der von Angehörigen ein enormes Maß an Geduld und Frustrationstoleranz fordert. Besonders schmerzhaft ist der Moment, wenn das eigene Kind nicht mehr erkannt wird – nur um Sekunden später vielleicht doch wieder beim Namen genannt zu werden. Diese emotionalen „Blitze" wecken oft falsche Hoffnungen, die den darauffolgenden Verfall nur noch schwerer erträglich machen.

    In dieser Folge spreche ich über die Psychologie hinter der Demenz und wie wir es schaffen, den Betroffenen auf Augenhöhe zu begegnen, ohne in der eigenen Ohnmacht oder Aggression zu versinken.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Kontrollverlust und Angst: Warum uns der geistige Verfall unserer Liebsten so sehr ängstigt und wie wir die unwillkürliche Angst vor dem eigenen Altern bewältigen.

    • Gefühlswelt vor Kognition: Warum demente Menschen zwar biografische Fakten vergessen, aber für Stimmungen, Berührungen und die emotionale Grundhaltung ihres Gegenübers hochsensibel bleiben.

    • Kommunikation auf Augenhöhe: Warum Korrekturen und Ermahnungen („Das hast du schon zehnmal erzählt!") zwecklos sind und wie ein Lächeln oft die letzte Brücke in ihre Welt baut.

    • Rollenumkehr: Die Herausforderung, wenn Kinder plötzlich zu „Eltern" ihrer eigenen Eltern werden müssen und wie man die eigene Aggression als Zeichen der Ohnmacht versteht.

    • Die Flucht in die Vergangenheit: Warum die Demenz manchmal auch ein Rückzug an Orte ist, an denen das Leben noch Sinn und Aufgaben hatte – und warum wir den Patienten diese Realität lassen dürfen.

    Ein geduldiger Umgang mit Demenzkranken bedeutet, die eigene Erwartungshaltung loszulassen. Es geht nicht mehr um Fakten, sondern um die gemeinsame Gegenwart, eine sanfte Berührung und das Akzeptieren einer „verrückten", neuen Realität.

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    9 min
  • Folge: Der unstillbare Hunger – Sexsucht als Flucht vor der inneren Leere

    Hinter der Fassade von Hollywood-Schlagzeilen und vermeintlicher „Dauerpotenz" verbirgt sich bei der Sexsucht oft ein tiefes menschliches Leid. Es ist nicht das Zuviel an Lust, das diese Menschen antreibt, sondern ein verzweifelter Versuch, ein inneres Defizit auszugleichen. Sexualität wird hier zum Werkzeug, um Unlustgefühle zu betäuben und den eigenen Selbstwert künstlich „aufzutanken".

    In dieser Folge analysiere ich die Sexsucht als das, was sie psychologisch oft ist: eine Zwangsstörung, bei der der Partner zum bloßen Funktionsobjekt degradiert wird. Wir sprechen darüber, warum ständiges „Kosten" niemals satt macht und was wirklich hinter dem Drang nach Pornos, Dates und sexueller Bestätigung steckt.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Sexueller Monolog statt Dialog: Warum Sexsüchtige oft nicht fähig sind, eine echte Beziehung einzugehen, und den anderen lediglich für die eigenen Bedürfnisse besetzen.

    • Die Suche nach Ganzheit: Warum Sexualität missbraucht wird, um eine Zufriedenheit zu erzwingen, die eigentlich in ganz anderen Lebensbereichen gefunden werden müsste.

    • Sucht und Krise: Warum Trennungen oder berufliche Misserfolge oft Schübe von Sexsucht auslösen können, um den angegriffenen Selbstwert zu schützen.

    • Die Grenzen der Heilung: Warum eine sechswöchige Kur bei Hollywood-Stars oft zu kurz greift und warum es ein tiefes Innehalten braucht, um zu verstehen, was im Leben wirklich fehlt.

    • Wenn das Verlangen entgleitet: Die fließenden Übergänge von der Sucht hin zu Paraphilien und kriminellen Handlungen, wenn die herkömmliche Stimulation nicht mehr ausreicht, um sich überhaupt noch zu spüren.

    Mehr ist nicht immer besser – besonders dann nicht, wenn man versucht, ein seelisches Loch mit körperlichen Akten zu füllen. Begleiten Sie mich bei dieser Analyse eines Verhaltens, das oft als Freiheit getarnt wird, aber in Wahrheit eine zwanghafte Gefangenschaft ist.

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    6 min
  • Folge: Wenn Kinder den Kontakt abbrechen – Die Wunde der Funkstille

    „Von heute auf morgen war Funkstille." Dieser Satz ist für Eltern wie ein Schlag ins Gesicht und eine Wunde, die oft ein Leben lang nicht vollständig heilt. Wenn Kinder sich abrupt von ihren Eltern abwenden, bricht für die Betroffenen eine Welt zusammen. Zurück bleiben quälende Fragen, endlose Grübelschleifen und eine Ohnmacht, die kaum auszuhalten ist.

    In dieser Folge beleuchte ich die Hintergründe dieses schmerzhaften Phänomens. Wir sprechen über die Vorwürfe der Kinder, die Macht äußerer Einflüsse und den schwierigen Weg der Eltern, zwischen Rechtfertigung, Schmerz und notwendiger Akzeptanz ihren Frieden zu finden.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Die endlose Diagnose: Warum ein Kontaktabbruch ohne Aussprache für Eltern wie ein körperlicher Schmerz ohne Diagnose ist und warum das Grübeln zur Endlosschleife wird.

    • Mütter als Sündenböcke: Warum besonders Mütter oft in depressive Zustände und Ängste verfallen und sich die Schuld für alles geben, was im Leben des Kindes schiefgelaufen ist.

    • Der Einfluss Dritter: Wie neue Partner oder veränderte Lebensumstände Druck ausüben können, der zum radikalen Schnitt führt, um die eigene neue Beziehung zu „retten".

    • Die Kunst des Loslassens: Warum permanentes Anrufen die Funkstille oft nur verschärft und warum Akzeptanz der einzige Weg zur Ruhe ist.

    • Der unterbundene Kraftfluss: Warum ein Kontaktabbruch auf Dauer auch für das Kind belastend ist und wie man trotz des Risses eine innere Haltung der „Liebe ohne Forderung" bewahren kann.

    Ein Kontaktabbruch ist eine extreme Form der Abgrenzung. Doch auch wenn die Wunde nur vernarbt und nie ganz heilt, gibt es Wege, aus der ohnmächtigen Wut herauszufinden. Ich möchte Ihnen zeigen, wie Sie offen bleiben können, ohne sich selbst in der Hoffnung auf Rückkehr zu verlieren.

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    7 min
  • Kontrolle, Wut und Bagatellisierung – Was Suizidüberlebende verschweigen

    „Das war nur ein Blödsinn, das mache ich nie wieder." Diesen Satz höre ich als Psychiaterin in der Unfallabteilung fast täglich von Menschen, die gerade einen Suizidversuch überlebt haben. Doch hinter dieser Bagatellisierung steckt eine gefährliche Wahrheit. Ein Suizidversuch ist niemals ein plötzlicher „Blödsinn" – er ist der Endpunkt einer langen Entwicklung und oft ein verzweifelter Akt der Selbstermächtigung.

    In dieser Folge spreche ich über die Gedanken, die Patienten kaum äußern: Dass es oft nicht nur um Traurigkeit geht, sondern um eine massive, aggressive Spannung und den unbedingten Wunsch, die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen, wenn alles andere wegzubrechen droht.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Die Maske der Depression: Warum Suizidale oft depressiv wirken, in ihrem Inneren aber eine aggressive Spannung brodelt, die sich – statt gegen andere – gegen das eigene Selbst richtet.

    • Mord und Selbstmord: Die psychoanalytische Sicht auf die tiefe Verwandtschaft zwischen Gewalt gegen andere und Gewalt gegen sich selbst.

    • Der Wunsch nach Kontrolle: Warum der Suizid für viele der letzte Weg scheint, nicht länger dem Schicksal ausgeliefert zu sein, sondern selbst über das „Wann" und „Wie" zu entscheiden.

    • Die Falle der Bagatellisierung: Warum Überlebende ihre Tat oft herunterspielen und warum wir als Angehörige oder Helfer niemals in diese Verharmlosung einsteigen dürfen.

    • Das Schweigen brechen: Warum Sie keine „schlafenden Hunde wecken", wenn Sie jemanden direkt auf Suizidgedanken ansprechen – und wie wertfreies Zuhören Leben retten kann.

    Ein Suizidversuch hinterlässt oft bleibende Wunden, sowohl seelisch als auch körperlich. Ich möchte Ihnen helfen, die Warnsignale – wie soziale Isolation und Wesensveränderungen – frühzeitig zu deuten und den Mut zu finden, das Unaussprechliche anzusprechen.

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    9 min
  • Folge: Lust statt Leistung – Warum echter Genuss kein Ablaufdatum hat

    Sexualität wird oft als etwas Banales oder rein Körperliches dargestellt, doch in der Realität ist sie einer der größten Stolpersteine unseres Beziehungslebens. Viele Menschen versuchen, in der Sexualität eine Rolle zu spielen, einem Idealbild zu entsprechen oder eine „tolle Vorstellung" abzuliefern. Doch wer sich profilieren will, zahlt einen hohen Preis: den Verlust des echten Genusses.

    In dieser Folge räume ich mit dem Irrtum auf, dass Sexualität eine Leistungsfrage ist. Ich erkläre, warum echte Lust ein gesundes Selbstvertrauen braucht und warum wir erst dann wirklich verschmelzen können, wenn wir die Angst vor der Grenzüberschreitung verlieren.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Die Falle der Inszenierung: Warum das Vorspielen von Höhepunkten oder das Einnehmen künstlicher Rollen uns selbst mehr kränkt als den Partner.

    • Intime Kommunikation: Warum es in der Sexualität weniger auf das Aussehen oder die Technik ankommt, sondern darauf, ob man den anderen „riechen", spüren und liebevoll annehmen kann.

    • Ein kleiner Tod: Was der Volksmund wirklich meint, wenn er den Orgasmus so nennt – und warum diese Grenzüberschreitung eine heilende Öffnung sein kann.

    • Kein Ablaufdatum: Warum lustvolles Erleben keine Frage des Alters ist und in jeder Lebensphase passend gelebt werden kann.

    • Verschmelzung zulassen: Die psychologische Bedeutung davon, jemanden „in sein Zuhause" zu lassen und sich vertrauensvoll hinzugeben.

    Lassen Sie beim nächsten Mal die Kontrolle und das „Aufpassen" weg. Sexualität sollte wie ein Spiel sein, in das man hineingleitet – authentisch, sinnlich und frei von jedem Leistungsdruck.

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    5 min
  • Folge: Wenn der Ausweg fehlt – Zwischen Todeswunsch und Lebenshilfe

    Suizidalität ist ein Thema, das oft von Schweigen und Angst umgeben ist. Doch als Psychiaterin, die seit Jahrzehnten auch im Unfallspital tätig ist, weiß ich: Das Schweigen ist gefährlich. In dieser Folge blicken wir ungeschönt auf die Realität von Suizidgedanken und Suizidversuchen.

    Wir sprechen über die enorme aggressive Spannung, die sich in einer ausweglos erscheinenden Situation gegen das eigene Selbst richtet, und über die schwierige Gratwanderung zwischen dem Respekt vor der menschlichen Freiheit und der ärztlichen Pflicht zur Lebensrettung.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Die Psychodynamik der Verzweiflung: Warum Suizidgedanken oft der Versuch sind, eine unerträgliche Situation zu „löschen" und welche Rolle Depressionen dabei spielen.

    • Aggression und Spannung: Warum ein Suizidversuch oft eine verzweifelte Entladung einer inneren Spannung ist, die keine konstruktiven Kanäle mehr findet.

    • Die Realität nach dem Versuch: Mein Alltag im Unfallspital – wenn Menschen den Suizidversuch überleben, aber mit schweren körperlichen Folgen und dem fortbestehenden Leid konfrontiert sind.

    • Ansprechen rettet Leben: Warum wir Drohungen und Andeutungen immer ernst nehmen müssen und warum das offene Gespräch der erste Schritt ist, um den „Druck aus dem Kessel" zu nehmen.

    • Hilfssysteme und Prävention: Von der historischen „Lebensmüdenfürsorge" bis zu heutigen Kriseninterventionsstellen – wie professionelle Hilfe Menschen in Grenzsituationen auffangen kann.

    Suizidgedanken sind vielen Menschen in Momenten schwerster Krisen vertraut. Doch sie müssen nicht das Ende bedeuten. Diese Folge soll Mut machen, hinzuschauen, Betroffene direkt anzusprechen und die Sprachlosigkeit zu überwinden, bevor die Spannung unerträglich wird.

    6 min
  • Folge: Die Masken der Scham – Warum wir unser wahrstes Selbst verbergen

    „Alles Tiefe liebt die Maske", schrieb schon Friedrich Nietzsche. Kaum ein Satz trifft den Kern der menschlichen Psyche so präzise wie dieser, wenn es um das Gefühl der Scham geht. Scham ist das vielleicht verletzlichste und tiefste Gefühl, das wir besitzen – und gerade deshalb tritt es fast nie offen zu Tage, sondern verbirgt sich hinter kunstvollen Masken.

    In dieser Folge lade ich Sie ein, gemeinsam mit mir hinter diese Fassaden zu blicken. Wir untersuchen, warum Scham nicht nur bedeutet, etwas falsch gemacht zu haben, sondern das Gefühl vermittelt, als Ganzes „falsch" zu sein.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Schuld vs. Scham: Warum das Schuldgefühl sagt „Ich habe einen Fehler gemacht", während die Scham grausam urteilt: „Ich bin ein Fehler".

    • Die Maskeraden der Scham: Wie Perfektionismus, narzisstische Grandiosität und übersteigerter Ehrgeiz oft nur dazu dienen, ein tiefes Gefühl von Minderwertigkeit und Kleinheit zu verhüllen.

    • Das Ideal-Selbst: Warum wir uns oft am meisten vor uns selbst und unseren eigenen, unerbittlichen Ansprüchen schämen.

    • Die Persona nach C.G. Jung: Welche Masken wir im Alltag brauchen, was wir damit verdecken wollen und wo wir es wagen können, uns ohne Schutz zu zeigen.

    • Körper und Scham: Der Zusammenhang zwischen Schamgefühlen und Essstörungen – warum das Gefühl, nicht „gut genug" zu sein, oft in einem verzerrten Körperbild mündet.

    Scham ist ein narzisstisches Gefühl, das uns ständig flüstert, wir würden den Erwartungen – unseren eigenen oder denen der anderen – nicht genügen. Doch erst wenn wir verstehen, was wir hinter unseren Masken verbergen, können wir lernen, uns selbst mit all unseren Unvollkommenheiten anzunehmen.

    6 min
  • Folge: Die Welt als Feind – Wenn Misstrauen und Verfolgungswahn das Leben bestimmen

    Wir alle kennen Menschen, die sich schnell ungerecht behandelt fühlen. Doch was passiert, wenn dieses Gefühl die gesamte Persönlichkeit durchdringt? Wenn jede harmlose Geste des Nachbarn als Angriff und jedes Behördenschreiben als Verschwörung gewertet wird? In meiner Praxis begegne ich immer wieder Menschen, die in einer Welt aus Misstrauen und vermeintlichem Unrecht gefangen sind – der paranoiden Persönlichkeitsstörung.

    In dieser Folge blicken wir hinter die Fassade der sogenannten „Querulanten" und Analysieren die fließenden Grenzen zwischen extremer Sensibilität und echtem Verfolgungswahn.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Die Bombe im Kopf: Wie schwere Kränkungen das gesamte Weltbild erschüttern können und warum Betroffene akribisch nach Schuldigen für ihr eigenes Leid suchen.

    • Sensitive Paranoia: Warum hinter jedem Flüstern eine böse Absicht vermutet wird und wie der Mangel an Selbstreflexion dazu führt, dass das eigene Verhalten als Ursache völlig ausgeblendet wird.

    • Der „Querulant" vor Gericht: Warum paranoide Persönlichkeiten Ämter, Gerichte und Nachbarn mit Klagen und Beschwerden quälen – und warum sie dabei eigentlich selbst tief Leidende sind.

    • Die Unfähigkeit loszulassen: Warum das ständige Kreisen um Recht und Unrecht den inneren Frieden unmöglich macht und zur sozialen Isolation führt.

    • Wurzeln des Misstrauens: Warum das Fehlen von Urvertrauen in der Kindheit oft die Basis für ein Leben auf der ständigen Suche nach Benachteiligung legt.

    Es ist eine Gratwanderung: Wir müssen lernen, genau hinzuschauen, was wirklich wahr ist und wo die krankhafte Interpretation beginnt. Begleiten Sie mich bei der Analyse eines Krankheitsbildes, das für das Umfeld anstrengend, für die Betroffenen selbst aber oft eine lebenslange Qual ist.

    4 min
  • Folge: Toxisches Schweigen – Wenn Stille zur Waffe wird

    „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" – diesen Spruch kennen wir alle. Doch es gibt eine Form des Schweigens, die alles andere als wertvoll ist: das toxische Schweigen. In dieser Folge spreche ich über eine der unterschätztesten Formen psychischer Gewalt, die sowohl in der Erziehung als auch in erwachsenen Beziehungen tiefe Wunden hinterlässt.

    Anhand persönlicher Erinnerungen und Erfahrungen aus meiner Praxis analysiere ich das Schweigen nicht als Ausdruck von Sprachlosigkeit, sondern als bewusste Machtdemonstration und narzisstisches Werkzeug zur Kontrolle des Gegenübers.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Schweigen als Strafe: Warum der Entzug von Liebe und Kommunikation bei Kindern Todesangst und tiefe Selbstzweifel auslöst – und wie diese Prägung uns bis ins Erwachsenenalter verfolgen kann.

    • Das Schwert der Stillen: Wie Menschen, die nicht laut schreien, das Schweigen nutzen, um den anderen unsichtbar zu machen, zu entwerten und emotional „niederzumachen".

    • Eingefrorene Kommunikation: Warum Schweigen in einer Partnerschaft oft das Ende jeglicher konstruktiven Verbindung bedeutet und wie es als Werkzeug eingesetzt wird, um Überlegenheit zu demonstrieren.

    • Die psychischen Folgen: Was passiert, wenn Kinder ihre Gefühle „abstellen", um die Unerträglichkeit des ignoriert Werdens auszuhalten.

    • Narzissmus und Kontrolle: Die Abgrenzung zwischen achtsamem Innehalten und dem gezielten, giftigen Schweigen, das darauf abzielt, das Gegenüber in die Ohnmacht zu treiben.

    Schweigen kann eine drastischere Strafe sein als jedes laute Wort. Begleiten Sie mich bei dieser Analyse eines Verhaltens, das oft im Verborgenen bleibt, aber Beziehungen von innen heraus vergiftet.

    6 min
  • Folge: Sexualität als Waffe – Die dunkle Wahrheit hinter sexueller Gewalt

    In meiner Arbeit als forensische Psychiaterin und Gerichtsgutachterin begegnen mir oft die tiefsten menschlichen Abgründe. Einer der dunkelsten ist der Moment, in dem die intimste Form der Kommunikation zerstört wird: wenn Sexualität als Gewaltwerkzeug eingesetzt wird.

    In dieser Folge räume ich mit dem Irrglauben auf, Vergewaltiger seien einfach unkontrollierbar triebgesteuert oder schlichtweg "hochpotent". Sexuelle Gewalt ist fast immer eine bewusste Demonstration von Macht, ein Versuch, sich jemanden untertan zu machen, und oft das Resultat eines zutiefst verletzten Selbstwerts.

    In dieser Episode besprechen wir:

    • Macht statt Leidenschaft: Warum sexuelle Gewalt – sei es als Demonstration in Kriegen oder hinter verschlossenen Türen – meist dazu dient, den anderen völlig wehrlos zu machen.

    • Grauzonen und toxische Rache: Wie sich in hochgradig ambivalenten Beziehungen die Grenzen verschieben und warum der Vorwurf sexueller Gewalt manchmal auch nachträglich als Rachewaffe eingesetzt wird.

    • Der forensische Prozess: Ein Blick hinter die Kulissen spektakulärer Gerichtsprozesse: Wie wir als Gutachter die Gefährlichkeit und Perversion der Täter, die Traumatisierung der Opfer sowie die Glaubwürdigkeit von Aussagen prüfen.

    • Das Profil der Täter: Vom sogenannten "Zornvergewaltiger", der aus Hass Schmerzen zufügt, bis hin zu stark gehemmten Männern, die durch absolute Wehrlosigkeit des Opfers ihre Omnipotenzfantasien ausleben wollen.

    • Der Fall Pelicot: Was der erschütternde Fall aus Frankreich – bei dem ein Mann seine Frau sedierte und anderen Männern überließ – uns über Voyeurismus, Sadismus und das zwingende Bedürfnis nach absoluter Kontrolle lehrt.

    Es ist ein hartes, aber essenzielles Thema. Begleiten Sie mich in den Gerichtssaal und in die Psyche der Täter, um zu verstehen, welche psychischen Gründe wirklich hinter diesen Taten stecken.

    6 min

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Willkommen in meinem Podcast. Mein Name ist Dr. Sigrun Roßmanith. Als Gerichtsgutachterin und Psychiaterin verbringe ich mein Berufsleben damit, hinter die Fassaden zu blicken. Ich spreche mit Menschen, die Grenzen überschritten haben, und analysiere die psychischen Mechanismen, die zu Gewalt, Obsession und Zerstörung führen.