EASTSIDE HEROES Podcast

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By Sebastian Meier, Moritz WasserekBusinessEntrepreneurship
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EASTSIDE HEROES Podcast episodes

  • Maximilian Naumann (Sponeta GmbH): Stiller Marktführer im Tischtennis-Weltreich (#80)

    Maximilian Naumann kommt aus Sondershausen – und er ist geblieben. Industriekaufmann, duales Studium an der DHGE Eisenach, Corona-Student, frischer Familienvater. Aufgewachsen in einer Unternehmerfamilie, bei der das Thema Arbeit schon beim Abendbrot auf dem Tisch lag. Sein Großvater rettete 1993 per Management-Buyout ein DDR-Kombinat mit damals 4.000 Mitarbeitern – mit nur noch 120 verbliebenen. Sein Vater baute daraus ein europaweit führendes Unternehmen auf. Und Maximilian wusste schon als Kind, wo sein Platz sein würde: als Chef von Sponeta. Heute ist er kaufmännischer Betriebsleiter in einem Unternehmen, das Tischtennistische in über 90 Länder liefert, vollautomatisch lagert und trotzdem keiner außerhalb der Branche kennt. Das wird sich ändern.

    Der Gast: Maximilian Naumann – kaufmännischer Betriebsleiter der Sponeta GmbH, Schlotheim. Dritte Generation, Macher, stiller Weltmarktführer.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Seile, Netze, Tischtennistische – wie aus einer DDR-Seilwarenfabrik Europas größter Tischtennistisch-Hersteller wurde
    • Management-Buyout mit 120 Mann: Was Maximilians Großvater 1993 wagte, als die Treuhand alles verkaufen wollte – und warum er es trotzdem tat
    • Aufgewachsen bei der Oma: Was es bedeutet, wenn Opa und Vater das Unternehmen über alles stellen – und wie Maximilian heute als Vater damit umgeht
    • Warum er seine Ausbildung bewusst bei EON und nicht im Familienbetrieb gemacht hat – und was ihm die Konzernwelt über flache Hierarchien gelehrt hat
    • Vom Schweißroboter ins Büro: Wie Maximilian alle Produktionsschritte selbst durchlaufen hat, bevor er in die Führung gewechselt ist
    • Corona als Doppelschlag: Rekordumsätze auf der einen Seite – kein Stahl, keine Spedition, 50 Zeitarbeiter auf der anderen
    • 25 Meter in die Höhe, weil die Fläche in Schlotheim irgendwann aufgehört hat: Die Geschichte hinter dem neuen vollautomatischen Hochregallager mit 5.500 Stellplätzen
    • Made in Germany, OEM für die Konkurrenz: Warum Sponeta Tische für Joola, Butterfly und STIGA produziert – und was das mit der eigenen Markenstrategie zu tun hat
    • Design Line aus Berlin: Wie ein Kooperationsprojekt mit einem Designbüro, das auch für Porsche und Abus arbeitet, Sponeta ins Premium-Segment gebracht hat
    • Turnierplatte vs. Freizeittisch: Warum Ballsprung, Oberflächenreibung und Wandstärke über Sieg oder Niederlage entscheiden
    • Lieber entschieden als gezögert – Maximilians Credo für Unternehmer und alle, die es noch werden wollen

    Zitat aus der Episode:

    „Ich hatte eigentlich schon als kleines Kind immer die Vision, dass ich mal Chef von Sponeta werden möchte. Und das habe ich konsequent so durchgezogen. Heute sitze ich hier – und freue mich immer noch darüber." – Maximilian Naumann

    Sponsor dieser Episode:

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    Du willst Zugang zu Unternehmerinnen und Unternehmern mit ähnlicher Vita, ähnlichen Werten – und denselben Herausforderungen wie du? Die EASTSIDE HEROES Membership bringt dich in den Raum, wo echte Gespräche stattfinden. Meetups, CEO Dinner, das EASTSIDE HEROES Retreat. Direkte Vernetzung statt Visitenkartenstapel. Und der EASTSIDE HEROES Badge für deine eigenen Kanäle.

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    🎟️ EASTSIDE HEROES Festival – 15. September

    Das EASTSIDE HEROES Festival kommt. Ein Tag. Echte Unternehmergeschichten. Menschen, die den Osten nach vorne bringen. Sichere dir jetzt dein Ticket – bevor sie weg sind.

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    SPONETA GMBH – Europas größter Hersteller von Tischtennistischen. 🌐 sponeta.de

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    1 hr 2 min
  • Claudia Weidner & Adrian Seeber (Von Raum und Zeit): Ferienwohnung war gestern, Episode über Tourismus als Experience Business (#79)

    Adrian Seeber hat im Kongresszentrum Suhl seine Ausbildung gemacht, München hat ihn kurz abgeholt – und dann hat Thüringen ihn zurückgeholt. Mit dem ersten Kind kam die Entscheidung, mit dem Thüringer Wald Tourismus der Job. Jahrelang hat er dort den Aktivtourismus entwickelt: 440 Kilometer Mountainbike-Strecke, Gravelbike-Routen, Kooperationen mit ROSE Bikes, einen VAUDE-Podcast, einen FPV-Flug durch die Wartburg. Er kannte den Markt. Er kannte die Lücken. Was fehlte, war der letzte Anstoß.

    Der kam durch Claudia Weidner. Die Wirtschaftssinologin mit zwei Jahrzehnten internationaler Industrie-Erfahrung wollte aus einem ehemaligen Freibad in Frauenwald ein Naturcamp machen – und stand vor einer Baugenehmigung, auf die sie sechs Jahre warten musste. In dieser Zeit haben sich beide zusammengefunden. Heute betreiben sie gemeinsam die Agentur „Von Raum und Zeit" und das Naturcamp Lenkgrund am Rennsteig.

    555.000 Ferienimmobilien in Deutschland. 80 Prozent privat betrieben. Ein Markt, der strukturell seit Jahrzehnten im Hobbyformat hängt. Adrian und Claudia wollen das in Thüringen ändern – ohne Fixgebühren, ohne versteckte Kosten, nur auf Provisionsbasis. Wenn die Immobilie nicht vermietet wird, verdienen sie nichts.

    Die Gäste: Adrian Seeber & Claudia Weidner – Gründer und Geschäftsführer der Von Raum und Zeit GbR und der Naturcamp Weidner GmbH, Frauenwald/Elleben. Tourismusnetzwerker, Prozessoptimierer, Gastgeber.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Sechs Jahre Baugenehmigung: Wie Claudia auf eine Entscheidung wartete, die erst fiel, als der zuständige Beamte in Rente ging – und was das über Wirtschaftsfreundlichkeit in der Region aussagt
    • Vom Regionalverbund in die Selbstständigkeit: Was Adrian bewogen hat, die Festplatte voller Ideen endlich zu leeren
    • Das Provisionsmodell als Vertrauensarchitektur: Warum Adrian und Claudia erst dann verdienen, wenn auch der Gastgeber verdient
    • Ferienwohnung vs. Ferienhaus: Warum auch ein einzelnes Objekt mit der richtigen Begleitung performen kann – und was Digitalisierung damit zu tun hat
    • Die DNA einer Unterkunft: Wie eine Kofferfabrik aus den 1950ern zum Alleinstellungsmerkmal einer Ferienimmobilie werden kann
    • Gruppenunterkünfte als größte Lücke im Thüringer Tourismusmarkt – und warum Mehrgenerationenurlaub ein unterschätzter Wachstumstreiber ist
    • Plattformunabhängigkeit als Ziel: Warum die direkteste Buchungsseite für Bad Liebenstein kurz hinter Booking.com liegt – und was das mittelfristig bedeutet
    • Die Gäste-App als zweites Geschäftsmodell: Kühlschrankservice mit regionalen Thüringer Produkten, Frühstückskorb, Thüringer Wald Card – alles in einem digitalen Ökosystem
    • Ostsee vs. Thüringen: Was man von Agenturen mit 500 Objekten lernen kann – und warum das Modell im Thüringer Wald trotzdem nicht funktioniert
    • Was sich ändern müsste: Claudias und Adrians klare Sicht auf Bürokratie, Entscheider und die Frage, wer eigentlich für Tourismus in Thüringen die Verantwortung trägt

    Zitat aus der Episode:

    „Es gibt ein Gestaltungshandbuch vom Wirtschaftsministerium für Ferienunterkünfte, wo die DNA Thüringens drin ist – Schiefer, Holz, Keramik, Porzellan, Glas, Bauhaus, Fröbel. Das kennt leider viel zu wenige. Aber wenn du in eine Unterkunft kommst und sagst: Hier atme ich Thüringen – dann hast du gewonnen." – Adrian Seeber

    VON RAUM UND ZEIT – Die Agentur für Ferienunterkünfte im Thüringer Wald.

    Web: vonraum-undzeit.de | Naturcamp: naturcamp-lenkgrund.de

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    Web: eastsideheroes.de | Instagram: @eastside_heroes

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    1 hr 18 min
  • Christoph Prinz (PartPrinZ): Das Check24 für CNC-Dreh- und Frästeile. (#78)

    Christoph Prinz kommt aus Jena – und er ist geblieben. Kaufmann im Groß- und Außenhandel, dann Wirtschaftsingenieurwesen. Über zehn Jahre im industriellen Einkauf, zuletzt bei der SOMAG AG Jena, wo er täglich mit dem gleichen Problem kämpfte: Die Beschaffung von CNC-Dreh- und Frästeilen war langsam, intransparent und hoffnungslos analog. Die Idee zu PartPrinZ entstand 2019 – auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause, abends nach Feierabend. 2024 der Sprung: Job weg, Förderung ran, Vollgas. Heute ist PartPrinZ eine KI-gestützte Vergleichsplattform für Zerspanungsteile – das Check24 für die Industrie. 90+ Unternehmen im Netzwerk, 420+ Maschinen, Server in Deutschland, ISO 27001 zertifiziert. Und Christoph bleibt, wo er hingehört: in Jena.

    Der Gast: Christoph Prinz – Gründer & Geschäftsführer der PartPrinZ GmbH, Jena. Plattformbauer, Industrieinsider, Lokalpatriot.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Zehn Jahre Einkaufsalltag als Gründungsidee – warum das Problem auf Christophs Schreibtisch lag, lange bevor er es gelöst hat
    • Sieben von zehn Angeboten für die Tonne: Was wirklich hinter dem manuellen Chaos im B2B-Beschaffungsmarkt steckt
    • Die Ratszeise-Gründung: Wie ein Kumpel, ein Kumpels Kumpel und ein Café in Jena ein Startup in Gang setzten
    • Thüringer Gründungsprämie als Sprungbrett – wie Christoph den sicheren Job losließ und was ihn dabei am meisten überrascht hat
    • Check24 für Zerspanungsteile: Warum 30 Sekunden den Unterschied machen und Excel-Vergleiche der Vergangenheit angehören
    • Asien vs. Jena – der Kundencase, der zeigt: Lokal kann günstiger sein als Fernost, wenn das Matching stimmt
    • 144.000 eingesparte Versandkilometer: Was Second-Source-Strategie mit Handelskriegen, Ukraine und Lieferkettenkrise zu tun hat
    • KI ohne Halluzination: Warum Christoph beim Einsatz von KI in der Industrie auf Präzision statt Hype setzt
    • 750.000 bis 1 Million Euro Investment gesucht – was Christoph mit dem Kapital vorhat und warum er keinen strategischen Investor will. Noch nicht.
    • Warum Jena kein Kompromiss ist – und wie man von Ostdeutschland aus in alle Himmelsrichtungen netzwerkt

    Zitat aus der Episode:

    „Weniger meckern und einfach mehr machen." – Christoph Prinz

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    Du willst Zugang zu Unternehmern und Unternehmerinnen mit ähnlicher Vita, ähnlichen Werten – und denselben Herausforderungen wie du? Die EASTSIDE HEROES Membership bringt dich in den Raum, wo echte Gespräche stattfinden. Meetups, CEO Dinner, das EASTSIDE HEROES Retreat. Direkte Vernetzung statt Visitenkartenstapel. Und der EASTSIDE HEROES Badge für deine eigenen Kanäle.

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    PARTPRINZ GMBH – Das Check24 für CNC-Dreh- und Frästeile. Web: partprinz.de | LinkedIn: Christoph Prinz

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    52 min
  • Marion Walsmann (EU Abgeordnete): Die Möglichkeiten der EU für Ostdeutschland (#77)

    Marion Walsmann kommt aus Erfurt – aus dem Herzen Thüringens. Trat mit 26 Jahren in eine Arbeitsgruppe ein, die es so noch nie gegeben hatte: Im Jahr 1990 schrieb sie mit Lothar de Maizière das erste freie Wahlgesetz der DDR. Kein Vorbild. Keine Vorlage. Einfach machen. Danach baute sie die Justizverwaltung des neu gegründeten Freistaats Thüringen von Grund auf – das Ministerium startete mit fünf Personen. Was folgte, waren 14 Jahre Landtag, drei Ministerposten (Justiz, Finanzen, Staatskanzlei) und eine verlorene Oberbürgermeisterwahl in Erfurt 2018. Ihr Kommentar dazu: Sie fuhr nach Brüssel.

    Seit 2019 ist Marion Walsmann Mitglied des Europäischen Parlaments. 2024 wurde sie wiedergewählt – mit 23,2 Prozent das beste CDU-Ergebnis in ganz Ostdeutschland. Als einzige Abgeordnete auf einer Thüringer Landesliste ist sie die direkte Ansprechpartnerin für alle, die aus Thüringen heraus Europa gestalten wollen. Sie sitzt im Rechtsausschuss (1. stellvertretende Vorsitzende), im Binnenmarkt- und Verbraucherschutzausschuss, im Industrie- und Forschungsausschuss sowie im Agrarausschuss. Vier Ausschüsse, ein Wahlkreis: ganz Thüringen.

    Diese Episode ist eine Sonderfolge: Wir waren im November 2025 direkt im Europäischen Parlament in Brüssel und im Februar 2026 in Marions Büro in Erfurt. Zwei Städte, zwei Teile, ein klares Ziel – zu verstehen, was die EU für ostdeutsche Unternehmer bedeutet. Und was man selbst tun kann.

    Der Gast: Marion Walsmann – Mitglied des Europäischen Parlaments (CDU/EVP), 1. stellvertretende Vorsitzende des Rechtsausschusses, einzige EU-Abgeordnete auf einer Thüringer Landesliste.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Wie Marion mit 26 Jahren das erste freie Wahlgesetz der DDR mitschrieb – und warum de Maizière ausgerechnet eine Robotron-Juristin dafür brauchte
    • 66 Prozent: Warum Thüringen stärker vom EU-Binnenmarkt abhängt als jedes andere deutsche Bundesland
    • Wie Thüringer Unternehmen aktiv an EU-Gesetzgebung mitwirken können – und warum es einfacher ist, als fast alle denken
    • Das Thüringer Stahlwerk in Brüssel und Obstbauern nach dem Spätfrost: Wie der Direktdraht nach Europa in der Praxis aussieht
    • Das 28. Regime: Was die geplante EU-Gesellschaftsrechtsform für Startups und Gründer konkret bedeutet
    • Warum Personalrecht und Steuerrecht beim 28. Regime (noch) außen vor bleiben – und was das für den Zeitplan bedeutet
    • European Business Wallet: Die digitale Brieftasche für Unternehmen, die den Papierkram in Europa beenden soll
    • Das Lieferkettengesetz – und Marions klare Meinung dazu
    • Schafwolle als Baumwollersatz: Wie ein Thüringer Praxisproblem zum europäischen Pilotprojekt wird
    • Fachkräfte, Handwerk und die Frage: Wann hat Gesellschaft aufgehört, Handwerk als Zukunft zu sehen?

    Zitat aus der Episode:

    „Wenn der Binnenmarkt stottert, dann stottert auch alles in Thüringen." – Marion Walsmann

    MARION WALSMANN – Thüringens Stimme in Europa. Web: www.marion-walsmann.de 

    Europabüro Thüringen: Barbarossahof 19, 99092 Erfurt | Tel: 0361 666 34 11

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    1 hr 40 min
  • Schlitten-Weltmarktführer aus dem Osten: Marcus Cramer baut KHW vom Fertiger zur Marke um (#76)

    80 % Lohnfertigung klingen nach Sicherheit – sind aber oft ein Risiko. In dieser Folge sprechen wir mit Marcus Cramer, Geschäftsführer von KHW Geschwenda, einem Schlitten-Weltmarktführer aus Thüringen, der genau diesen Satz zur strategischen Leitlinie gemacht hat. Als er mit Anfang 30 übernimmt, läuft das Geschäft – zumindest oberflächlich. Hoher Umsatz, volle Maschinen, starke Handelsbeziehungen. Doch die Marge stimmt nicht, die Abhängigkeit ist groß. Also trifft er eine unpopuläre Entscheidung: weniger Umsatz, mehr Ertrag. Automotive raus, unprofitable Kunden raus, Fokus auf Eigenprodukte und Preishoheit.

    Was uns besonders beeindruckt hat: Marcus denkt Industrie neu. Er spricht nicht nur über Produktionskennzahlen, sondern über Markenwelten, D2C-Optionen und die Frage, wie man als Mittelständler aus dem margenschwachen Handelsgeschäft rauskommt. Dazu kommt Energie als Management-Thema – Spotmarkt, PV, Maschinen-Controlling. Kein Jammern, sondern Handeln. Diese Folge ist ein echter Realitäts-Check für alle, die glauben, Wachstum sei automatisch gut. Manchmal ist Struktur mutiger als Skalierung.

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    1 hr 24 min
  • Warum Bio allein nicht reicht: Sebastian Lück über regionale Wertschöpfung (#75)

    Warum Bio allein nicht reicht – das ist kein Marketing-Satz, sondern eine unternehmerische Diagnose. In dieser Folge spricht Sebastian Lück, Gründer der Brotklappe und Initiator der Bürgermolkerei Weimar, über eine Erkenntnis, die viele Mittelständler unterschätzen: Wenn der Rohstoffpreis nicht trägt, muss die Wertschöpfungstiefe steigen. Lück kommt ursprünglich aus der Welt der Händler, hat über Jahre Skaterläden rund um Orange Jungle mit aufgebaut und weiß, wie Distribution funktioniert. Umso spannender ist sein Weg zurück ins Lebensmittelhandwerk – eine Branche, die viele für altmodisch halten. Sein Ansatz ist radikal pragmatisch: Produktion sichtbar machen, Qualität systemisch organisieren und aus regionaler Verarbeitung ein Erlebnis schaffen. Aus der Bürgermolkerei soll im besten Sinne ein „Karls Erdbeerhof“ für Thüringen entstehen – ein Ort für Familien, Bewusstsein und echte Wertschöpfung vor Ort. Das ist kein Nostalgie-Projekt, sondern strategisches Geschäftsmodell-Design. Wer verstehen will, warum Erlebnis Preissetzungsmacht schafft und warum Wachstum ohne Struktur nur Vergrößerung ist, bekommt hier konkrete Denkanstöße.


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    1 hr 5 min
  • Eva Wagner (Die Sportwerk GmbH): 32.000 Zuschauer, eine Bobbahn und das Prinzip Vollgas (#74)

    Eva Wagner kommt aus Bautzen, aus der Lausitz – dem Osten vom Osten. Schrieb schon als Schülerin für die Sächsische Zeitung, war beim Fußballverein Budissa Bautzen aktiv. Ging zum Studium nach Dresden – Slavistik und Germanistik. Arbeitete nebenbei so viel, dass das Studium hinten runterfiel. Brach ab. Versprach ihrer Mutter: „Ich kriege es hin." 2016 gründete sie mit Maik Walsdorf die Sportwerk GmbH. Heute 16 Mitarbeiter – Eventmanager, Grafiker, Videographen, Social-Media-Experten, Projektmanager. Die Agentur steht auf drei Säulen: Eventorganisation, Pressearbeit und Beratung. Das Kundenportfolio reicht vom Dresdner Christstollen über Feldschlößchen bis zu den Dresdner Eislöwen und der DEL2. Fünf Eishockey-Events unter freiem Himmel hat das Sportwerk bisher organisiert – darunter das DEL Winter Game im Rudolf-Harbig-Stadion mit 32.000 Zuschauern. Mit der tschechischen Extra-Liga hält die Agentur den tschechischen Zuschauerrekord. Daneben laufen eigene Formate wie der BobRun Altenberg, das Drachenbootfestival Dresden und der Traditionslauf Quer durch die Dresdner Heide – 2026 zum 47. Mal.

    Der Gast: Eva Wagner – Geschäftsführerin der Sportwerk GmbH Dresden, Sportmarketing-Spezialistin seit 2016, gebürtig aus Bautzen.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Warum Eva ihr Studium abbrach – und warum das in ihrer Branche kein Nachteil ist
    • Wie eine kleine Dresdner Agentur Eishockey-Events mit 32.000 Zuschauern auf die Beine stellt
    • Vollgas statt Gießkanne: Warum ein Tag volle Power mehr bringt als ein Jahr Bandenwerbung
    • Die Promoter-auf-Sitzplätzen-Taktik: Kreatives Sponsoring, das im Gedächtnis bleibt
    • Warum klassische Pressearbeit gerade jetzt wichtiger wird als je zuvor
    • Krisenkommunikation: Was passiert, wenn der Geschäftsführer die Journalistin beschimpft
    • Team Sport Sachsen: 25 Profivereine, eine Stimme – und warum das in anderen Bundesländern längst eingeschlafen ist
    • Sachsen spielt in allen großen Mannschaftssportarten erste Liga – was das für die Region bedeutet
    • Der BobRun Altenberg: 150 Teilnehmer, null Profit, 100 Prozent Herz
    • Warum Eva sagt: Werdet Mitglied in einem Verein – auch wenn ihr keinen Sport macht

    Zitat aus der Episode:

    „Wir sagen nie, es geht was nicht, sondern wir machen es immer möglich. Wir versuchen, Lösungen zu finden und wir gucken immer erstmal, welcher Weg machbar ist."

    Sponsor dieser Episode:

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    53 min
  • Nils Büchner (ICONTEC): 80 Prozent gingen. Er blieb. – SAP Beratung für DAX Konzerne aus dem Thüringer (#73)

    Nils Büchner programmierte schon zu DDR-Zeiten in einer Computer-AG an der Uni Jena. Nach der Wende holte er das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach, arbeitete an der ersten SAP-Einführung im Klinikum Jena mit – und das alles noch vor dem Studium. Wirtschaftsinformatik an der TU Ilmenau war die logische Konsequenz.

    Nach dem Studium lehnte er einen hoch dotierten Beratervertrag ab. Stattdessen gründete er gemeinsam mit Dr. Lutz Schmidt die X-CASE GmbH – eine Ausgründung aus der TU Ilmenau, spezialisiert auf SAP-Beratung. Über ein Jahrzehnt baute er das Unternehmen mit auf.

    2021 dann die Zäsur: Ein Führungswechselprojekt scheiterte, das Team wollte einen Neuanfang. Nils gründete die ICONTEC GmbH – mit erheblichen finanziellen Risiken, aber mit einem Team, das geschlossen mitging. Heute berät ICONTEC mit rund 30 Mitarbeitern DAX-Konzerne, Marktführer und großen Mittelstand. Von Ilmenau aus. Bundesweit und international.

    Der Gast: Nils Büchner – Gründer und Geschäftsführer der ICONTEC GmbH, Informatiker mit über 20 Jahren SAP-Erfahrung, Finalist beim Großen Preis des Mittelstandes.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Von der Computer-AG in der DDR zum ersten SAP-Projekt – noch vor dem Studium
    • Warum Nils einen gut bezahlten Beratervertrag in der Großstadt ablehnte
    • Die Gründung der X-CASE aus der TU Ilmenau und der Businessplan-Wettbewerb „Get Up"
    • Warum das Führungswechselprojekt scheiterte und wie daraus die ICONTEC entstand
    • Schwarmintelligenz statt Patriarchat: Wie echte Mitbestimmung bei ICONTEC funktioniert
    • Ernst Abbe als Vorbild: Was ein Jenaer Unternehmer aus dem 19. Jahrhundert mit moderner IT-Führung zu tun hat
    • SAP-Beratung erklärt: Was ICONTEC für Kunden tut, die mit ihrem System unglücklich sind
    • RPA und Prozessautomatisierung: Wie 500 tägliche Klicks auf null reduziert werden
    • KI in der SAP-Welt: Berichte mit Marktdaten anreichern und intelligent aufbereiten
    • Die ERP Academy an der TU Ilmenau: Fachkräfte ausbilden, statt um sie zu kämpfen
    • Warum du nicht nach Frankfurt oder München musst, um Konzerne zu beraten
    • Altruistisches Spenden: Kinderhospiz, Tafel, Sportvereine – ohne Gegenleistung
    • Großer Preis des Mittelstandes, ThEx Award Top 10, Markenbotschafter für THÜRINGENS SÜDEN

    Zitat aus der Episode: „Dieses Team hat einfach einen Wert, für den es sich lohnt, diese Risiken auf sich zu nehmen."

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    ICONTEC – SAP Consulting, Business Intelligence, RPA Web: https://www.icontec.de 

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    57 min
  • Christine Rauch (Wildrausch): Kräuter, Dialekt & Millionen-Klicks (#72)

    Christine Rauch studierte BWL mit Schwerpunkt Fernost. Arbeitete bei Junghans Uhren, flog nach China für Qualitätsmanagement-Projekte. Dann zwölf Jahre Solarindustrie bei Ersol und Bosch in Erfurt. 2008 kamen die ersten Nierensteine – und mit ihnen die Frage: Was mache ich eigentlich mit meinem Leben?

    Die Ärzte sagten: Kommen Sie nächstes Jahr wieder. Christine sagte: Nein. Stattdessen Ausbildungen zur Vitalkostzubereiterin, Rohkost-Chefin und Fachberaterin für essbare Wildpflanzen. 2019 die Gründung von Wildrausch. Erster großer Auftrag: Die Bundesgartenschau Erfurt – über 500 Gläser Pesto, produziert mit einem Thermomix in der Nachbarküche.

    2023 entstand zusammen mit einer Schülerpraktikantin die Kunstfigur Survival Siglinde. Thüringer Dialekt, Comedy, Wildpflanzenwissen in unter 30 Sekunden. Einzelne Videos erreichen über 3 Millionen Aufrufe. Heute hat der Account über 90.000 Follower. Das Buch „Wilde Pflanzen essen mit Survival Siglinde" landete auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste.

    Der Gast: Christine Rauch – Gründerin von Wildrausch, SPIEGEL-Bestsellerautorin, Schöpferin von Survival Siglinde, ehemalige Bosch-Mitarbeiterin, Thüringerin mit Leib und Seele.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Warum ein Nierenstein der beste Business-Katalysator sein kann
    • Der Pax-Schrank voller Mindmaps: Wie man jahrelang nach der richtigen Idee sucht
    • Von Hongkong nach Erfurt: Was internationale Erfahrung mit Wildkräutern zu tun hat
    • BUGA 2021: Wie man über Nacht sieben Produkte liefert – ohne Produktionsstätte
    • Survival Siglinde: Wie eine 16-jährige Praktikantin die Kunstfigur mitentwickelte
    • Warum „Erklärbär-Content" nicht mehr funktioniert – und Infotainment schon
    • Vom viralen Video zum SPIEGEL-Bestseller: Wie ein Verlag zweimal anrufen musste
    • Team-Events mit 60 Leuten: Erst Ja sagen, dann überlegen wie es geht
    • Brunnenkresse als immaterielles Kulturerbe: Christines Rolle bei der Beantragung
    • Warum Erfurt die perfekte Stadt für Gründerinnen ist

    Zitat aus der Episode:

    „Ich krieg dann immer kurz innerlich Schnappatmung. Ich sag aber immer erstmal Ja. Und überleg mir dann, wie ich's machen kann."

    WILDRAUSCH – Essbare Wildpflanzen aus Erfurt Web: https://www.wildrausch.de Instagram: @wildrausch

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    52 min
  • Jonas Schneider (BE PROUD Fitness): Content schlägt Marketingbudget (#71)

    Wenn der Lockdown dein bestes Geschäftsmodell erzwingt: Jonas Schneider und der 6-stellige Gewinn ohne Marketingbudget

    Jonas Schneider spielte 15 Jahre lang Handball. Sportabitur in der Tasche. Duales Studium Fitnessökonomie in Hamburg – Abbruch nach neun Monaten. Fitnessstudios mit Fünf-Minuten-Anamnesen und fertigen Plänen aus der Schublade waren nicht sein Ding. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Jena. Im Juni 2019 meldete er sein Gewerbe an. Personal Training. Aber anders.

    November 2020 kam der zweite Lockdown. Jonas bastelte an einem Homeworkout Guide über Monate hinweg. Nicht nur Training – ein ganzheitliches Konzept mit Ernährung, Schlaf, Stressmanagement. Dann ging er auf LinkedIn. Hunderte Vernetzungsanfragen. Täglich. Systematische Kaltakquise. Zwei Kunden meldeten sich. Das war der Startschuss.

    2022 eröffnete er sein eigenes Gym in Erfurt, Schlachthofstraße 2. Heute fünf Mitarbeiter. Darunter eine Wirtschaftspsychologin für Mental-Training. Über 140 erfolgreiche Coachings. Zielgruppe: Geschäftsführer, Unternehmer, Führungskräfte. 2025: Sechsstelliger Gewinn. Bei minimalen Marketingausgaben.

    Der Gast: Jonas Schneider – Gründer und Geschäftsführer BEPROUD Fitness, Personal Trainer seit 2019, Podcast-Host "Der BE PROUD Talk" mit 100+ Folgen.

    Das erfährst du in dieser Episode:

    • Warum Jonas nach neun Monaten das duale Studium in Hamburg abbrach
    • Der Corona-Pivot: Wie zwei Nächte im November 2020 das Geschäftsmodell veränderten
    • LinkedIn als Salesmaschine: Vernetzungsanfragen bis zum Limit – und warum das 2021 funktionierte
    • Premium-Positionierung statt Preiskampf mit Discount-Studios
    • Ganzheitlicher Ansatz: Training, Ernährung, Blutwerteanalyse, Schlaf, Mental-Coaching
    • Warum die meisten Kunden erst kommen, wenn der Körper Grenzen aufzeigt
    • Content statt Werbung: 100+ Podcast-Folgen, Kundeninterviews auf der Website, organisches Wachstum
    • Die Wirtschaftspsychologin im Team: Wie Anja über LinkedIn gefunden wurde
    • KI vs. Personal Training: Warum Verbindlichkeit nicht automatisierbar ist
    • Sechsstelliger Gewinn 2025 – bei minimalen Marketingausgaben
    • Die nächsten fünf Jahre: Gesundheitshub statt schnelles Wachstum

    Zitat aus der Episode: „Das Thema Verbindlichkeit ist der Punkt, wo ich sage, da wird KI zumindest in den nächsten fünf bis zehn Jahren mir den Job nicht wegnehmen. Wenn ich sehe, dass meine Kunden nicht trainiert haben, dann schreibe ich. Und wenn ich keine Antwort kriege, rufe ich irgendwann an. Und dann muss die Person mit mir darüber sprechen."

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