Eros und Psyche

Eros und Psyche

By Michal und MiriamHealth & FitnessSexuality
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Eros und Psyche episodes

  • Ein unschlagbares Team zu Dritt? Das Leben in Polyamorie. Der Talk mit Nicole und Fabi

    Wo andere zu zweit das Leben bestreiten sind die heutigen Gäste zu dritt! Polyamorie ist in dem deutschsprachigen Raum wohl eher ein wenig unbekannter als bei den Amerikanern. Zumindest meinen Fabi und Nicole, dass die Menschen sich bei uns eher verstecken. Auch das ist der Grund warum dieses Trio sich an die Öffentlichkeit wagte und entschied «Wir reden mal darüber, was hier wirklich los ist!» Was mich persönlich beeindruckte, war der Dank meiner Gäste nach dem Podcast, dass ich das Thema nicht vollkommen ins Sexuelle gezogen habe. Warum auch? Polyamorie steht ja vor allem für eine grössere Liebensgemeinschaft, die sich durch Beziehungscharakter hervorhebt. Polyamoröse Menschen sind nicht mit Swinger, Promiskuität etc. gleich zu setzen.

    Der Weg dazu, dass man zu dritt eine Beziehung führt, die im Alltag durchhält war nicht einfach aber dank der individuellen Veranlagung dieser drei Menschen auch nicht einer Sysiphos Aufgabe gleichzusetzen. Was sofort auffällt ist der Mut und die Mühe, transparent, ehrlich und tolerant miteinander umzugehen.
    Hat dieses Trio auch einen Gegenwind bekommen seitens der Freunde und anderer bekannten? Klar. Aber wie Fabi sagte, «Es gab auch Menschen, die sich einfach gefreut haben» wohl ganz nach dem Motto «leben und leben lassen».
    Die beiden haben so schön erzählt, dass ich nicht dazwischen funken wollte mit dem wissenschaftlichen Zeug meinerseits. Aber herausgefunden habe ich im Netz folgendes:

    In der Polyamorie besteht oft am Anfang die primäre Beziehung zwischen zwei Partnern und irgendwann formt sich dann die zweite Beziehung, die sekundäre.

    Laut Sheff (2009, 2013, 2020) profitieren Kinder in den polyamorösen Beziehungen von mehr Ressourcen, grösserem sozialen Netz und mehr Aufmerksamkeit im Vergleich zu Kindern aus einer monogamen Beziehung. Und Laut Balzarini et al.  die 1308 Menschen befragte spüren Menschen in der primären Beziehung mehr Investment in Zufriedenheit und fühlen sich verpflichtet. In der sekundären dagegen geht’s um mehr Investment in die Zeit für die sexuelle Aktivität.
    Ist Polyamorie vielleicht der ehrliche Weg mit der menschlichen Natur und der mutigere Pfad im Umgang mit eigener Angst?

    Guests: Fabi und Nicole, Website, Instagram
    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster, Website



    Literatur:

    Balzarini, R. N., Dharma, C., Kohut, T., Campbell, L., Lehmiller, J. J., Harman, J. J., & Holmes, B. M. (2019). Comparing relationship quality across different types of romantic partners in polyamorous and monogamous relationships. Archives of sexual behavior, 48(6), 1749-1767.

    Sheff, E. (2016). When someone you love is polyamorous: Understanding poly people and relationships. Thorntree Press LLC.

    Goldfeder, M., & Sheff, E. (2013). Children of polyamorous families: A first empirical look. JL & Soc. Deviance, 5, 150.

    Sheff, E. (2016). Resilience in polyamorous families. Critical & experiential: Dimensions in gender and sexual diversity, 257-280.

    Buch:

    The Polyamorists Next Door: Inside Multiuple-Partner Relationships and Families. Elisabeth Sheff. 2014 hardback and ebook, 2015 audiobook and paperback. Rowman and Littlefield Publishers. https://www.amazon.com/Polyamorists-Next-Door-Multiple-Partner-Relationships/dp/1442222956/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1384127068&sr=1-1&keywords=polyamorists+next+door

    46 min
  • "Man kann nicht kontrollieren worüber sich andere aufregen" Das Gespräch mit Theresa Lachner

    Seit 12 Jahren ist sie als Journalistin tätig, ausserdem als Sexualtherapeutin, Bloggerin und Podcasterin unterwegs. Ihr Buch heisst Lustprinzip, motiviert dazu habe sie womöglich die TV-Serie «Sex in the city». Praktikum beim Erotikmagazin folgte nach dem Publizistikstudium. Theresa findet den Bekanntheitsgrad nicht so markant, wie Miriam es wahrnimmt, und dass trotz der Prominenz, die Theresa schon interviewed hat. Interessanterweise erklärt Theresa warum sie vorsichtig ist, wenn es ums «posten» auf den sozialen Medien geht. Theresa empfiehlt uns übrigens eine Doku auf Arte namens «Dopamin», weil sie tiefer darauf eingeht wie man sich durch die Anwesenheit auf soziale Medien fühlen kann. Was sind übrigens sog. parasoziale Beziehungen? Und wo sind Grenzen zwischen privat und Arbeit auf den sozialen Medien? Man merkt also, Theresa wirft einige Fragen in den Raum, über die man eindeutig nachdenken sollte. Miriam fügt hinzu mit dem angenommenen Zyklus der gesuchten Begriffe, die eine Referenz für die späteren Vorschläge seitens der Suchmaschinen darstellen. Existiert dann noch überhaupt ein Zufall? Man schafft sich die eigene Realität, das Internet perpetuiert aber das vorhandene und lässt wenig Raum für Neues. Podcasts mögen für beide Damen wohl sinnvoller für wichtige Themen als 3-4 Zeilen auf Instagram oder Twitter.

    Ist übrigens WhatsApp der Beziehungskiller Nr. 1?
    Soziale Kompetenzen sind übrigens auch ein Teil der Fähigkeit sich im sexuellen Bereich richtig mitzuteilen. In diesen sozialen Kompetenzen sind auch Erwartungshaltung begründet, die unsere Beziehungen formen. Apropos Erwartungen, präsentieren uns die sozialen Netzwerke gerne ereignisvolle perfekte Beziehungen. Aber sind sie wirklich so?

    Gast: Theresa Lachner, Lustprinzip Website, Instagram, Lustprinzip Podcast, Life lessons link

    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website 

    52 min
  • "Tantra ist nicht heilig!" Das Gespräch mit Tantramasseurin Deva

    Achtsamkeit, Intensität des Erlebnisses und die Akzeptanz der eigenen Sexualität? Das alles kann Tantra sein. Tantra ist der spirituelle Lebensweg, dessen Teil die Sexualität ist, sie muss es aber nicht sein. Tantrische Massage dagegen schließt die Sexualität mit ein und ermöglicht für den Einzelnen das zu erleben, was er für sich als bedeutsam erachtet. Dabei geht es vorrangig um die Qualität der Berührung und das Mitschwingen mit dem Anderen.

    Sie hilft auch Paaren, eröffnet den Horizont und agiert nicht wertend. Genau deswegen besuchen sie auch Menschen, um eigene Lust zu wecken oder zu stillen.
    Deva hat sich aber auch der Sexualität für Behinderte verschrieben, sie engagiert sich dafür, dass Menschen mit Behinderungen, wenn sie es wünschen und ihren Bedürfnissen entspricht, die Möglichkeit bekommen, das eigene sexuelle Bedürfnis zu befriedigen. Wie sie selber sagt, ist dies sehr unterschiedlich und sie wird teilweise von den Eltern, Geschwistern oder Pflegern kontaktiert.
    Mehr erfahrt ihr in dieser Episode selbst!

    Gast: Deva Bhusha Glöckner, Tantra Masseurin

    Host: Michal Hulik, Psychologe, Website 

    43 min
  • Unten Vorne, statt Vulva zu sagen? C’mon! Das Gespräch mit Julia Henchen

    Aufklärung ist immer eine Herausforderung. Die Eltern sollten sich gut überlegen, welche Sprache (Begriffe prägen die Wahrnehmung!) sie bei der Aufklärung wählen sollten. Ausserdem sollten sich die Eltern bestenfalls fragen, ob ihr Umgang mit dem Thema Sex nicht zu sehr schambehaftet ist, denn dies könnte sich auch auf das Kind übertragen.

    Deswegen machte Julia Aufklärungsvideos, die zeitgemäss über das Thema Informationen bieten. Miriam erklärt, dass auch in ihrer Weiterbildung die Bedeutung hinter den Sätzen hervorgehoben worden sind.
    Es wäre gut, nicht die ganze Aufklärung in den Händen der Pornographie zu lassen. Der Instagram vom Julia heisst «Lustfaktor» aus gutem Grunde, es macht nämlich Spass sich mit dem Thema auseinandersetzen.
    «Wie oft haben die Jungs den Penis in der Hand?» eine  der Fragen mit der man Klarheit über den fehlenden Bezug der Mädchen mit ihren Genitalien bei Schülern hervorrufen kann. Clever, nicht wahr?
    Soziale Medien, ein dünnes Eis für Aufklärung und der Offenheit mit Sexualität? Wie geht Julia mit den Feedbacks um? Man wird doch noch recht genau betrachtet (Orthographie als Zeichen des Mangels der Professionalität?)
    Wieso ist man hart zu sich und folglich hart zu anderen. Gönnt man sich dann auch kein Orgasmus, wenn nicht mal eine Praline vertretbar ist?
    Miriam betont die Mühe und die Vulnerabilität bei der Arbeit in der Öffentlichkeit und den Wunsch, dass Menschen weniger wertend, sondern mehr aufnehmend die Früchte der vielen Arbeit an sich wirken lassen würden. Muss man dennoch den Generationsunterschied in Betracht ziehen?
    Lasst uns nicht vergessen, dass negative Ereignisse für uns doch schwerer ins Gewicht fallen als die positiven Ereignisse, daher sollte eine negative Bewertung von Situationen nie ungefragt im Kopf stehen lassen. Perspektivenwechsel kann bei Annäherung an gewisse Themen ganz gut helfen.

    Gast: Julia Henchen, Instagram

    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website

    40 min
  • Der Männliche Orgasmus. Das Gespräch von Miriam und Michal

    Nach unserer Folge über den weiblichen Orgasmus war es an der Zeit etwas über den männlichen Orgasmus zu machen. Was fiel mir auf, als ich fleissig für dieses Thema recherchierte? Nun es gibt gar nicht so viel Forschung dazu. Auf den ersten Blick hat man das Gefühl, wenn Orgasmus untersucht wird, dann ist es der weibliche. Dabei sind die beiden gar nicht so unterschiedlich. Es gibt genauso Phasen, wie Miriam erklärt. Physiologisch ist der Vorgang bei den Geschlechtern ähnlich wie ihr hören werdet. Oxytocin (auch «Bindungshormon» genannt) wird ausgeschüttet und Areale im Gehirn aktiviert. Mit anderen Worten, «same same, but different». Der Unterschied ist die mit dem Orgasmus fast immer auftretende Ejakulation.

    Warum fast immer? Tja, Miriam erklärt im Podcast, dass diese zwei Vorgänge auch entkoppelt passieren können. Sie fühlen sich übrigens auch anders an. Der Unterschied wird vor allem dadurch versteckt, dass diese beiden Prozesse fast immer zeitlich überlappend sind.
    Für diejenigen, die es nicht wussten, auch Männer täuschen Orgasmen vor. Die Gründe sind auch wiederum ähnlich wie bei den Frauen.
    Den Rest könnt ihr gerne bei Interesse selber nachlesen, denn Miriam empfahl noch ein gutes (nicht gerade dünnes) Buch von Bernie Ziebergeld «Die neue Sexualität der Männer».

    Hosts: Miriam and Michal, Website, Instagram

    Literatur:

    Waterman, C. K., & Chiauzzi, E. J. (1982). The role of orgasm in male and female sexual enjoyment. Journal of Sex Research, 18(2), 146-159.

    Masters, W. H., & Johnson, V. E. (1966). Human sexual response.

    Holstege, G., Georgiadis, J. R., Paans, A. M., Meiners, L. C., van der Graaf, F. H., & Reinders, A. S. (2003). Brain activation during human male ejaculation. Journal of Neuroscience, 23(27), 9185-9193.

    Physiology of orgasm.in: Mulhall J.P. Incocci L. Goldstein I. Rosen R. Cancer and sexual health. Springer Science, New York2011: 35-48


    Huynh, H. K., Willemsen, A. T., & Holstege, G. (2013). Female orgasm but not male ejaculation activates the pituitary. A PET-neuro-imaging study. Neuroimage, 76, 178-182.

    Salisbury, C. M., & Fisher, W. A. (2014). “Did you come?” A qualitative exploration of gender differences in beliefs, experiences, and concerns regarding female orgasm occurrence during heterosexual sexual interactions. The Journal of Sex Research, 51(6), 616-631.

    Hite, S. (1981). The Hite report on male sexuality.

    Proctor, E. B., Wagner, N. N., & Butler, J. C. (1973). The differentiation of male and female orgasm: An experimental study. Proceedings of the Annual Convention of the American Psychological Association, 413–414.

    Muehlenhard, C. L., & Shippee, S. K. (2010). Men's and women's reports of pretending orgasm. Journal of Sex Research, 47(6), 552-567.

    Beutel, M., Weidner, W., Daig, I., & Brähler, E. (2007). Epidemiologie sexueller Dysfunktion in der männlichen Bevölkerung. Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie-Journal of Reproductive Medicine and Endocrinology, 4(5), 244-249.

    Kursbuch Anti-Aging, Hans Konrad Biesalski, 2004, S. 416, Kapitel Psychosomatik der männlichen Sexualstörungen, ISBN: 9783131566218

    36 min
  • "Ich habe 15 Jahre lang am primären Vaginismus gelitten." Das Gespräch mit Christina

    Wie wird Vaginismus definiert und wie kommt diese sexuelle Störung zu Stande?

    Christina hat nach langen Jahren ihre Vaginismus Problematik nun hinter sich. Wenn man mit ihr spricht, ihr zuhört, hat man nicht das Gefühl, dass sie eine leidensvolle Geschichte hinter sich hat. Penetrationssex als Teil ihre Lebens war lange Zeit eine Fehlanzeige. Schon das Einführen eines Fingers oder eines Tampons war ein stressiges Ereignis.

    Der Vaginismus kann primär oder sekundär sein, psychogen oder organisch. Resultat bleibt gleich. Penetration ist nicht möglich. Dabei ist die Symptomatik sehr individuell, denn bei manchen Frauen ist eine gynäkologische Untersuchung passieren, sexuelle Penetration nicht, das Einführen von einem Dilatoren geht, das Einführen durch den Partner wiederum nicht. Christina sagt «Vaginismus hat auch mit Kontrollabgabe etwas zu tun.»
    Es ist schwer sich vorzustellen, dass man als Patientin nicht ernstgenommen wird, aber genau das hat Christina erlebt. Ein Glas Rotwein solle sie trinken, hiess es mal beim Arzt.

    Nach ein paar Jahren und einigen Gynäkologen/innen, Psychotherapeuten und Sexualtherapeuten, kommt Christina zu dem Entschluss eine Selbsthilfegruppe zu Gründen. Dort, geschützt und unterstützt, können sich Frauen mit Vaginismus austauschen.

    Gast: Christina, Gründerin von «The Invisible Wall” und ehemalige Vaginismus Patientin

    Host: Michal Hulik, Psychologe und medizinischer Podcaster, Website


    Literaturangaben:

    - ter Kuile, Moniek & Phd, Stephanie & van Lankveld, Jacques. (2010). Cognitive Behavioral Therapy for Sexual Dysfunctions in Women. The Psychiatric clinics of North America. 33. 595-610. 10.1016/j.psc.2010.04.010.

    -ICD-10, CD-10: Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, F52.5 Nichtorganischer Vaginismus

    http://www.frauenaerztinnen-friedrich-elste.de/Publikationen/Haeufigkeit_sexueller_Fragen_62011.pdf

    42 min
  • Sexuelle Szenen statt Mandalas zum Ausmalen? Das Gespräch mit Künstlerin Yssa

    Wie kommt man von einer lustigen Idee geboren beim Aufenthalt in einem Flughafen zu einer parallelen Karriere in der erotischen Kunst? Und was bedeutet heisst die persönliche Maxime "Sex kann und muss sogar leicht sein?"

    Eine ganz normale Frau mit einem Job, Freunden und einem Partner. Könnte man denken. Aber hinter jedem ganz normalen Menschen steckt dann doch etwas aussergewöhnliches dahinter.

    Bei Yssa sind es ihre aussergewöhnlichen Zeichnungen. Von der ursprünglichen Idee Mahlbücher für Erwachsene zu machen kam sie dazu einzigartige Prints zu zeichnen und zu verkaufen. Mittlerweile ist sie auf Instagram bekannt und entsprechend viele Menschen kaufen ihre Kunst. Manchmal hängen die Bilder an der Wand, manchmal landen sie als Tattoos aber auf der eigenen Haut ihrer Fans.
    Für Yssa ist der Anspruch an ihre Kunst klar: " Ich werde von einer Ästhetik getrieben, die mit Intimität und Sinnlichkeit zu tun hat". Ihre Kunst hat eine sonderbare Leichtigkeit, trotz der prickelnden Inhalte. Sex ist etwas worüber zwar jeder Bescheid weiss, aber keine spricht und in der Öffentlichkeit natürlich schon mal gar nicht.
    Die Kunst verschafft ihr die Freiheit ihre Sicht auf die Sexualität darzustellen und zu teilen. Ihr Stil ist sehr fein. Sie seziert Pornos zu Hause, friert die Bewegungen in der Zeit ein und holt sie dann als Inspiration aus dem Film, auf ihre Blätter. Verletzlichkeit, Nähe, Kontrollverlust, das alles findet man in ihrer Kunst.
    Ihr könnt euch aber selber am besten überzeugen und vielleicht begeistert ihre Begabung so wie ihre harte Arbeit auch euer Kunstgefühl.

    Mit dem Code "EROSUNDPSYCHE" gibt es 20% Rabatt auf die Kunstwerke von YSSA


    Gast: Künstlerin Yssa, Instagram

    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Webseite

    53 min
  • "Der submissive Part kann sich ja fallen lassen!" Das Gespräch mit Madame Kali, der Dominatrix aus Bielefeld

    Wer Lust darauf hat aus einer Hundeschale zerbröselte Waffeln mit Milch zu essen, nun der darf es bei Madame Kali innerhalb ihres Studios auch dürfen. Dominatrix, was ist das für eine Frau und welche Bedürfnisse bedient sie denn?

    Sind es eher Männer, die viel Verantwortung haben, die dann diese gerne mal vollkommen aufgeben und sich von ihr komplett leiten lassen? Was ist eine sog. Mumifizierung und warum sollte jemand darauf überhaupt stehen?

    Madame Kali ist nicht nur eine  Prostituierte, die das ohne weiteres nach Aussen trägt, sie engagiert sich auch für ihr Berufsverband und bemüht sich in den Zeiten des Corona Wahnsinns ihre Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen. Daher ist auch hier der Link für ihre Spendenaktion geteilt.

    https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/wissen/besdnotfallfonds/

    Gast: Dominatrix Madame Kali

    Host: Michal Hulik, Psychologe 

    30 min
  • Verkauft die Kinder nicht für dumm! Sie sind es nicht. Das Gespräch mit Sexualpädagoge Tom Scheel

    Wusstet ihr dass Nachhaltigkeit bei Genitalhygiene heutzutage eine Rolle spielt? 

    Seit über 20 Jahren läuft er von Schule zu Schule und je nach Bedarf, Alter der Schüler und aktuellen Thematik hält er "workshops" über Sex und damit verbundenen Themen. Tom hat eine ruhige und sympathische Art, man könnte meinen, an ihm bleibt nichts kleben.

    In den Schulen spricht er über Themen wie Selbtsbefriedigung. Dabei merkt er einen Anstieg den Anfragen seitens der Mädchen in den letzten Jahren. Die Kinder sind teilweise unglaublich wissbegierig, da kann man nicht unsicher, beschämt und irreführend sein! Schlichte Wahrheit sei wohl das beste Mittel der Wahl. Dabei braucht es gar keine Details! Bei Mädchen ist es übrigens oft das Thema Periodenblutung mit Ekel verbunden, auch da hilft Tom mit seiner Aufklärung.
    Miriam und Tom sind sich dabei einig, in allen diesen Themen muss man eine gewissen Normalität reinbringen. Schliesslich gehört es dazu.
    Tom erklärt uns auch wie man Sexualpädagoge überhaupt wird.
    Am Anfang des Gesprächs startet aber Miriam und Tom mit einem ganz anderem Thema, nämlich der Aufklärung über HIV und was es bedeutet wenn die Virenwerte unter der nachweisbaren Grenze sind.

    Gast: Sexualpädagoge Tom Scheel

    Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin,

    37 min
  • 22 Apotheken aber keine Lecktücher! Das Gespräch mit Jorinde Wiese

    Wenn man das Wort "Verhütung" hört, woran denkt man denn in erster Linie? Ist es ungewollte Schwangerschaft? Oder sind es auch sexuell übertragbare Infektionen (STI's)? Jedenfalls denkt man nicht sofort daran, dass Oralsex (Cunnilingus, Rimming) ohne jeglichen Schutz böses Nachspiel im Form von genitalem Herpes haben kann. Wir müssen festhalten, so ganz präsent in den Köpfen der Menschen ist dies nicht. Da kommt Jorinde Wiese ins Spiel. Als Bloggerin und Aktivistin, setzt sie sich seit einem Jahr aktiv öffentlich dafür, dass man diesem Thema mehr Aufmerksamkeit widmet.

    Eins ist sicher, sie hat Erfolg, denn es ist offensichtlich, dass die meisten nie über sog. "Lecktücher" gehört haben. Kleine, quadratische Stücke aus Latex, die man beim Oralsex anwenden kann, sich und den Partner damit schützt. Eigentlich keine Hexerei. Und doch sind diese Lecktücher unbekannt, kaum erhältlich, wenn dann teuer und mit Geschmack (Vanille und Erdbeere). Jorinde möchte die Situation ändern, sie mobilisiert die Kräfte im Netz und ausserhalb, sie entstigmatisiert das Thema "Genitalherpes" und wir hoffen, dass ihr diese Kampagne weiterhin gelingt! Schliesslich gilt es sich selbst und andere so gut zu schützen, wie es nur geht.

    Gast: Jorinde Wiese, Aktivistin und Bloggerin 

    Host: Michal Hulik, Psychologe, Website

    32 min

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