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Die genaue Ätiologie des primären Offenwinkelglaukoms (POWG) ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es wird überwiegend als multifaktorielle, chronisch-progressive neurodegenerative Erkrankung des Sehnervs verstanden, bei der unter anderem mitochondriale Dysfunktion und neuroinflammatorische Prozesse eine Rolle spielen. Neben der etablierten Senkung des Augeninnendrucks rücken zunehmend auch potenzielle unterstützende Ansätze wie antioxidative Nährstoffe, Vitamine sowie Lebensstil- und Umweltfaktoren in den wissenschaftlichen Fokus. Prof. Dr. Carl Erb, Ärztlicher Leiter der Augenklinik am Wittenbergplatz in Berlin, erläutert im Interview mit Eyefox, welchen Einfluss diese Faktoren auf Pathogenese und Progression des Glaukoms haben könnten.
Bei vitreomakulären Grenzflächenerkrankungen kommt es zu einer pathologischen Adhäsion oder Traktion zwischen Glaskörper und Makula. Zu diesen Erkrankungen zählen neben der epiretinalen Gliose hauptsächlich das Makulaforamen und das Makulaschichtforamen, die im Fokus dieses Interviews stehen.
Privatdozentin Dr. Olga Furashova, stellvertretende Chefärztin und leitende Oberärztin an der Augenklinik des Klinikums Chemnitz, erläutert die Rolle des Glaskörpers bei der Entstehung dieser Krankheitsbilder. Zudem erklärt sie, wann eine Behandlung erforderlich ist, welche therapeutischen Möglichkeiten bestehen und warum die operativen Erfolgsaussichten beim Makulaforamen in der Regel besser sind als beim Makulaschichtforamen.
Das Fachgespräch wurde auf dem DOC-Kongress in Nürnberg aufgezeichnet.
Prof. Dr. Anna-Karina Maier-Wenzel ist Oberärztin an der Klinik für Augenheilkunde der Charité Berlin. Ihr augenchirurgischer Schwerpunkt liegt auf Eingriffen am Vorderabschnitt. Im Eyefox-Interview erläutert sie, welchen Einfluss Donorfaktoren und unterschiedliche Aufbereitungsformen bei der DMEK auf die postoperativen Ergebnisse haben, bei welchen Patientengruppen nach DMEK häufiger Komplikationen auftreten und wie die Nachsorge an der Augenklinik der Charité organisiert ist. Das Interview wurde im Rahmen des DOG-Kongresses in Berlin aufgezeichnet.
Korneale allogene intrastromale Ringsegmente (CAIRS) sind ein innovatives, gewebeschonendes Verfahren zur Behandlung des Keratokonus, bei dem auf synthetische Implantate verzichtet wird. Dr. Maximilian Friedrich von der Universitätsaugenklinik Heidelberg ist Erstautor einer Metaanalyse zu den visuellen und topografischen Ergebnissen von CAIRS bei Keratokonus. Im Interview erläutert er die Vorteile dieser Methode, für welche Patientengruppen CAIRS besonders geeignet sind und in welchen Fällen er eher davon abraten würde. Das Interview wurde im Rahmen des DOG-Kongresses in Berlin aufgezeichnet.
Die präzise Diagnose und das effektive Management von Uveitis stellen große Herausforderungen dar. PD Dr. Maximilian Wintergerst erläutert, welche Rolle moderne bildgebende Verfahren wie die Fundusautofluoreszenz und die optische Kohärenztomographie-Angiographie (OCTA) dabei spielen, wie Entzündungsmarker mit der Krankheitsaktivität korrelieren und wie KI künftig die Prognose des Krankheitsverlaufs unterstützen könnte.
PD Dr. Wintergerst arbeitet im Augenzentrum Grischun in Graubünden und leitet eine Forschungsgruppe an der Universitäts-Augenklinik Bonn. Die Gruppe erforscht innovative Ansätze in der telemedizinischen Bildgebung sowie neue Methoden zu Diagnostik und Verlaufsbeobachtung von Uveitis, einschließlich der OCT-Angiographie als Monitoring-Instrument.
Nanotherapien bieten neue Ansätze für die Behandlung schwerer Augenerkrankungen. Prof. Dr. Achim Göpferich, Inhaber des Lehrstuhls für Pharmazeutische Technologie an der Universität Regensburg, gibt Einblicke in sein preisgekröntes Forschungsprojekt zur Frühgeborenenretinopathie und erklärt, welche Chancen und Herausforderungen die Nanotechnologie mit sich bringt.
Jedes Jahr führen Feuerwerkskörper in der Silvesternacht zu teils gravierenden Augenverletzungen. Bereits zum Jahreswechsel 2016/17 initiierte Prof. Dr. Ameli Gabel-Pfisterer eine bis heute laufende Studie zu diesem Thema. Im Interview spricht die Leitende Oberärztin der Augenklinik am Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam über die Entwicklung der Fallzahlen, die Erstversorgung der Betroffenen und die spezifischen Herausforderungen bei der Behandlung dieser Verletzungen.
PD Dr. Almut Bindewald-Wittich ist seit 2023 Oberärztin an der Universitätsaugenklinik in Ulm. Ihre klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) und Geographische Atrophie (GA) bei AMD sowie Medical Retina und Retinal Imaging.
Im Interview berichtet sie, welche Verfahren sie zur Diagnose und Verlaufskontrolle von GA einsetzt, was dabei hilft, GA von anderen chorioretinalen Erkrankungen abzugrenzen und was sie ihren GA-Patienten in Bezug auf Lebensstil und Ernährung rät.
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