Fotzenrap, Neofeminismus und warum Frauen laut sein dürfen
Premiere: erste Folge nicht aus dem Locker Room, sondern vom Baggersee ums Eck vom Boxclub. Und das Thema passt dazu: Ikkimel. Claudia und Emily reden darüber, warum eine Frau mit Fotzenrap polarisiert, während frauenfeindlicher Deutschrap seit Jahrzehnten unwidersprochen läuft, was Neofeminismus eigentlich ist und ob man als Feministin frauenfeindliche Musik hören darf. Inklusive improvisiertem Tape and Tell ohne Bandagen – die lagen nämlich noch im Boxclub.
Wir haben uns vor dem Gespräch dieses Interview mit Ikkimel angehört - große Empfehlung:
Zum Thema "Hass im Netz" empfiehlt Claudia das Buch "Feindbild Frau" von Ingrid Brodnig, erschienen im Brandstätter Verlag 👉 https://www.brandstaetterverlag.com/buch/feindbild-frau/
Mehr über den Begriff "Neofeminismus": Neofeminismus ist eine zeitgenössische feministische Strömung, die Empowerment durch die Bejahung von Weiblichkeit anstrebt und persönliche Wahl sowie Selbstausdruck in den Mittelpunkt stellt. Grundannahme ist, dass Autonomie und die Feier von Äußerlichkeiten, Lebensstil und Sexualität sich nicht widersprechen.
Im Unterschied zum klassischen Feminismus der zweiten Welle, der Weiblichkeitsattribute eher ablehnte, verherrlicht der Neofeminismus eine weibliche Essenz, statt primär Gleichstellung mit Männern einzufordern. Er setzt sich für die freie Wahl von Frauen in Bezug auf Aussehen, Lebensstil und Sexualität ein – und wird deshalb von Kritikerinnen manchmal als „Lippenstiftfeminismus" bezeichnet, der Frauen auf stereotype Rollen beschränkt. (https://en.wikipedia.org/wiki/Neofeminism))
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