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Was steckt hinter der aggressiven M&A-Strategie und wie tickt die nächste CFO-Generation? Das große FINANCE-TV-Sonderinterview mit dem amtierenden CFO des Jahres, Ralf Thomas von Siemens.
Siemens arbeitet intensiv weiter an der Transformation seines Unternehmensportfolios in Richtung Software und Tech. Die bis dato größte Akquisition in diesem Bereich Altair (Kaufpreis: 10 Milliarden US-Dollar) wurde Ende März abgeschlossen, nun greift Siemens für 5,1 Milliarden Dollar nach Dotmatics, einem US-Anbieter für Forschungs- und Entwicklungssoftware im Gesundheitssektor. Zur Refinanzierung beider Transaktionen verringert Siemens seine Beteiligungen an Siemens Energy sowie Siemens Healthineers und verkleinert über Exits seine Gruppe an „Portfolio Companies“.
Im Oktober vergangenen Jahres spülte der Verkauf von Innomotics 3,5 Milliarden Euro in die Kasse. „Wir haben wie ein Private-Equity-Investor gearbeitet und den Wert unserer sogenannten Portfolio Companies, die wir nicht mehr zu unserem Kerngeschäft zählen, in nur wenigen Jahren verfünffacht“, berichtet Siemens-CFO Ralf Thomas in einer Sonderausgabe von FINANCE-TV.
Der nächste Meilenstein beim Portfoliomanagement könnte die Reduzierung der Beteiligung an Siemens Healthineers von aktuell über 70 auf nur noch 50 Prozent sein. Die Entscheidung, ob es dazu kommt, will Siemens im Dezember verkünden. „Wir müssen gegenüber unseren Aktionären – und auch denen von Healthineers – begründen können, dass wir wirklich der beste Eigentümer sind. Genau das prüfen wir gerade. Und im Dezember, wenn wir unsere Entscheidung zu Healthineers kommunizieren werden, wird jeder rationale Investor sie verstehen können“, blickt Thomas voraus – und ergänzt: „Die Frage nach der Ausrichtung unseres Portfolios liegt grundsätzlich permanent auf dem Tisch.“
Warum er in seinen inzwischen fast zwölf Jahren als CFO das Konzernportfolio derart tiefgreifend umgebaut hat, weshalb er die großen Akquisitionen so wenig fremdfinanziert, und mit welchen Methoden Siemens strategisch wichtige Targets aus der Software-Industrie bewertet, deren aktuelle Cashflows den aufgerufenen Kaufpreis alleine bei weitem nicht rechtfertigen würden – das ausführliche Interview mit Ralf Thomas und vielen Einblicken in das strategische Denken des Dax-Konzerns gibt es bei FINANCE-TV.
FX- und Devisenhandel, Finanzierungen, Cash-Management – fast alle wichtigen Prozesse im Treasury finden in den meisten Unternehmen mittlerweile voll oder weitgehend digital statt. Doch es gibt ein gallisches Dorf im digitalen Treasury, in dem diese Veränderung nach wie vor kaum stattfindet: „Das Aval-Management findet in vielen Unternehmen immer noch weitestgehend papierhaft statt“, sagt Carl Hoestermann, Ex-Treasurer und heute Geschäftsführer bei dem Aval-Spezialisten Gracher.
Sicherheitsgründe stünden nicht dahinter, urteilt Hoestermann, sondern eher „Tradition“. Bei Unternehmen, die viel mit Avalen arbeiten und das in Papierform tun, fänden sich „Regalmeter an Leitz-Ordnern nur mit Aval-Dokumentationen“, weiß Hoestermann zu berichten. „Und der Umgang mit diesen Papierdokumenten ist oft dazu auch noch nachlässig, etwa mit Blick auf Feuer- und Wasserschutz.“ Sachliche Gründe, solche Risiken und Ineffizienzen zuzulassen und den Aval-Bereich weiterhin analog zu führen, sieht der frühere Treasurer von Hochtief nicht. Seiner Meinung nach könnten – und müssten – sämtliche Prozessschritte digitalisiert werden.
Warum viele Treasurer und CFOs die Digitalisierung des Aval-Geschäfts dennoch nicht forcieren, wo für Finanzabteilungen ein sinnvoller Ansatzpunkt liegen könnte, um mit der Digitalisierung der Aval-Prozesse zu beginnen und ob eine der an Avalen beteiligten Parteien gar ein spezielles Interesse daran hat, die Digitalisierung auszubremsen – die Antworten gibt Carl Hoestermann im FINANCE-TV-Gespräch.
Das Fenster, um Pensionsrisiken in der Bilanz einzudämmen, könnte sich bald schließen, warnt Carsten Strube von Mercer. Darauf sollten CFOs bei ihrer Pension-Management-Strategie achten.
Entwarnung auf dem Risikofeld der sich in vielen Unternehmen auftürmenden Pensionsverpflichtungen? „Der Deckungsgrad der Pensionszusagen im Dax hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt“, berichtet Carsten Strube, Leiter Pensions bei dem Beratungshaus Mercer, im Gespräch mit FINANCE-TV. „2024 haben wir einen Rekordstand von 83 Prozent erreicht.“ Während der Niedrigzinsphase seit Mitte der 2010er-Jahre lag diese Kennzahl meist noch im Bereich von 60 bis 65 Prozent. Die Verbesserung liegt Strube zufolge nicht nur an der zwischenzeitlich erfolgten Zinswende. „Die Unternehmen haben auch nennenswerte Einzahlungen in ihre Pensionsvermögen getätigt. Hinzu kommt die gute Entwicklung der Aktienmärkte.“
Auch bei nicht-börsennotierten Unternehmen haben die Pensionsexperten von Mercer diesen Trend beobachtet, aber dort sei er „etwas weniger weit“ als bei den Dax-Konzernen. Den Grund dafür sieht Strube auch in der Rolle, die Aktien- und Rating-Analysten spielen, die kapitalmarktorientierte Unternehmen beurteilen und Pensionsverbindlichkeiten in den Bilanzen zu einem gewissen Teil als Schulden werten.
Viele Finanzchefs, so Strube, hätten aber auch aus einem anderen Grund das Pensionsthema in den vergangenen Jahren aktiv angepackt. „Dieses Risiko zu reduzieren, verschafft CFOs einfach einen ruhigeren Schlaf, weil Pensionsrisiken leider meistens genau dann akut werden, wenn auch die Wirtschaft und das Geschäft schlecht läuft“, so der Pensionsexperte. Ein klassischer und häufig gewählter Weg von CFOs, Pensionslasten aus der Bilanz herauszunehmen, ist die Auslagerung des Themas an Pensionsfonds. Strube zufolge kämen inzwischen in Deutschland aber auch „Pension Buy-outs“ häufiger vor, die bis dato eher im Ausland zu finden gewesen seien.
Was sich hinter den verschiedenen Möglichkeiten des „Pension De-Risking“ verbirgt, worauf Finanzchefs bei ihrer Pension-Management-Strategie achten sollten und warum Carsten Strube glaubt, dass sich das „Window of Opportunity“ für das Pension-De-Risking schon bald schließen könnte – die Antworten gibt es hier bei FINANCE-TV.
Private Equity hat ein großes Problem: Aktuell stoßen viele „Buy and Build“-Cases auf Skepsis. Warum, und was das mit Datensalat zu tun hat – das sagt Radial-Gründer Sascha Haggenmüller bei FINANCE-TV.
Neben den allgemeinen Problemen am M&A-Markt quält die Private-Equity-Industrie gerade auch noch ein spezielles: Die in der Branche weitverbreiteten „Buy and Build“-Cases – also Unternehmen, die im Wege von Zukäufen stark vergrößert wurden – stoßen bei potentiellen Käufern aktuell auf große Skepsis. Der Grund dafür ist, dass viele PE-finanzierte Plattformunternehmen in der knappen dafür zur Verfügung stehenden Zeit daran scheitern, die Zukäufe gut zu integrieren. Vor allem im Bereich der Konsolidierung zeigen sich Schwächen, wie etwa uneinheitliche Zahlen mit begrenzter Aussagekraft, weil die verschiedenen Gruppenunternehmen noch mit unterschiedlichen Reporting-Systemen arbeiten.
„Käufer, die sich ‚Buy and Build‘-Cases anschauen, wollen im Moment aber sehr genau verstehen, welche Faktoren die Umsätze und die Margen treiben, welche Projekte gut und welche schlecht laufen oder auch, wie genau die Ebitda-Adjustments zustande kommen“, berichtet Sascha Haggenmüller, Gründer von Radial, der als Berater in diesem Umfeld tätig ist. „Das Problem ist, dass kaum ein Investor, der eine komplexe „Buy and Build“-Strategie anstößt, diesem Unternehmen dann auch noch parallel ein ERP-Projekt zumuten will. So entsteht diese Datenherausforderung beim Exit.“
Zwar ermöglichen es Datenbanken, Daten aus verschiedenen Systemen zusammenzuführen und KPIs zu berechnen. „Aber für den CFO vor Ort ist das schwieriger, als es aus Sicht seines Eigentümers aussieht, weil er bis zum Ursprung der Daten gehen muss, im Zweifel bis in die Kalkulation der einzelnen Projekte hinein.“
Ein großes Problem, das Haggenmüller zufolge viele PE-Häuser erstaunlicherweise erst unmittelbar vor dem Start des Verkaufsprozesses angehen. Wie lange es dann dauert, datenseitig bei „Buy and Build“-Cases die Exit Readiness herzustellen und warum dieses Problem umso größer wird, je kleiner die „Buy and Build“-Plattformen sind, beantwortet Haggenmüller im FINANCE-TV-Talk.
Zielbild, Budget, Risikomanagement: Die Do’s and Dont’s bei M&A-Deals zur Beschleunigung einer Transformation – das FINANCE-TV-Interview mit M&A-Expertin Carina Küffen von Saxenhammer.
Manchmal ist es eine Verlockung, manchmal sogar eine strategische Notwendigkeit, einer eingeleiteten Unternehmenstransformation mehr Schwung zu verleihen, indem sie durch strategisches M&A flankiert wird. „Das Potential, eine Transformation mit Zukäufen entscheidend zu beschleunigen, ist groß – aber leider auch die Risiken, falls man das falsche Target auswählt“, ordnet die M&A-Beraterin Carina Küffen, Partnerin bei Saxenhammer, im Gespräch mit FINANCE-TV die Herausforderung ein.
Ihre Empfehlung: „Gerade bei transformationsbedingten Zukäufen ist es enorm wichtig, sich genau Gedanken über das Zielbild der eigenen Unternehmensstrategie zu machen. Auch das Zuteilen eines präzisen Budgets für Zukäufe halte ich für wichtig.“ Aber aller Anforderungen und Risiken zum Trotz: „Gerade, wenn man in benachbarte oder gar neue Geschäftsfelder expandieren möchte, gibt es häufig gar keine echte Alternative zu M&A, weil ein organischer Aufbau meistens viel zu lang dauert“, glaubt Küffen.
Welche Hausaufgaben Unternehmer unbedingt machen sollten, bevor sie versuchen, ihre Transformation mit M&A zu beschleunigen und wie sich bei Transformations-M&A Aufgabenfelder und Vergütungsstrukturen der M&A-Berater verändern – die Antworten gibt es hier bei FINANCE-TV.
Nachfrage, Zusatzgeschäft, Pricing und Kandidatenmobilität: Wie die Wirtschaftsflaute gerade das Recruiting-Geschäft verändert – das FINANCE-TV-Interview mit Headhunter Paul Taaffe von FPS.
Trendwende auch in der Finanzabteilung: Sparen, nicht mehr Einstellen ist Trumpf. Viele CFOs versuchen, die Kosten ihrer eigenen Abteilung zu drücken, etwa indem sie freiwerdende Stellen erst einmal nicht nachbesetzen. Das schlägt sich in Form einer nachlassenden Nachfrage bei den Headhuntern nieder – auch bei jenen mit dem Fokus auf die Finanzabteilung. „Bei Kunden außerhalb von Private Equity merken wir definitiv die Wirtschaftsflaute, wenngleich das Geschäft seit Anfang Februar wieder aktiver geworden ist“, berichtet der Headhunter Paul Taaffe, Gründer von FPS Finance People Solutions, im Interview mit FINANCE-TV.
„Trotzdem“, so Taaffe, müsse „weiter miteinander kommuniziert werden – auch mit CFO-Kandidaten –, um zu verstehen, was da draußen los ist.“ In diesem Zuge scheinen Zusatzangebote jenseits der klassischen „Search-Services“ an Popularität zu gewinnen: „Dinge wie zum Beispiel ein Performance-Benchmarking der Finanzabteilung sind aktuell wesentlich stärker gefragt als noch vor ein, zwei Jahren“, sagt Taaffe. Und noch eine zweite Sache scheint die Nachfrageschwäche zumindest ein Stückweit zu kompensieren: „Wir stellen fest, dass Kandidaten tendentiell offener für Jobwechsel werden als sie das während und nach der Pandemie noch gewesen sind“, meint Taaffe.
Ob sich als Antwort auf diese komplexe Marktphase mehr Allianzen zwischen Headhuntern und anderen Unternehmensberatern bilden und ob die Nachfrageschwäche auch die Preise für Headhunting-Services nach unten zieht – das Update zum Recruiting-Markt bei FINANCE-TV.
Was bedeutet die schleichende Deindustrialisierung Deutschlands für CFOs und die tonangebenden Banken im Mittelstand? Das beantwortet Lars Ehle von der Commerzbank bei FINANCE-TV.
Die vermeintliche Deindustrialisierung Deutschlands war ein wichtiges Thema im zurückliegenden Bundestagswahlkampf. Tatsächlich zeigen auch ökonomische Daten, dass die Investitionen der Unternehmen in Deutschland zurückgehen. „Auch wir als Bank spüren das. Die Verlagerung von Investitionen ins Ausland ist ein Teil der Überlegungen bei vielen unserer Firmenkunden“, berichtet Lars Ehle, Kreditbanker der Commerzbank, im Gespräch mit FINANCE-TV.
Außerdem, so Ehle, hätten viele Unternehmen – gerade im Mittelstand – schon seit längerem mit ihren finalen Investitionsentscheidungen abgewartet. Dies könnte bedeuten, dass in den nächsten Monaten, wenn die wirtschaftspolitische Ausrichtung der nächsten Bundesregierung klarer wird, überdurchschnittlich viele Investitionsentscheidungen getroffen werden müssen. Tatsächlich glaubt Ehle, „schon seit dem Jahresbeginn wieder eine etwas stärkere Dynamik“ zu sehen. Doch die Differenzierung fällt wenig positiv aus. Ehle: „Ersatz- und kleinere Erweiterungsinvestitionen in Deutschland, Neuinvestitionen im Ausland – das ist eine Kombination, die ich in den vergangenen Monaten häufig gesehen habe.“
Die Verlagerung von Fertigung und Investitionen ins Ausland hat aber auch Implikationen für die Finanzierung: Finanziert ein CFO Auslandsinvestitionen über die Holding in Deutschland, kann er zwar auf seine bestehenden Bankpartner zurückgreifen, die neu erworbenen Assets im Ausland häufig aber nicht als Sicherheit nutzen. Wird hingegen lokal im Ausland finanziert, können manche bestehenden Bankpartner nicht mitgehen. Darüber hinaus verändert sich auch das Risikoprofil eines Unternehmens, wenn sich der Geschäftsschwerpunkt ins Ausland verlagert.
Welche Finanzierungsoptionen CFOs bei Auslandsinvestitionen haben und was der aktuelle Verlagerungstrend für die im deutschen Mittelstand tonangebenden Banken bedeutet – die Einschätzungen von Kreditbanker Lars Ehle bei FINANCE-TV.
Seit 2022 arbeitet Almuth Steinkühler für die Pharmasparte von Schott, der sie im Herbst 2023 zu ihrer Börsennotierung verhalf. Die 43-Jährige meisterte mit ihrem Weggang von Thyssenkrupp zu Schott nach Mainz nicht nur einen Branchenwechsel, sie stemmte auch binnen kürzester Zeit den Carve-out der Pharmasparte sowie mit dem IPO ein Großprojekt. Viel Zeit zum Einarbeiten blieb da nicht.
Was hat sie bei ihren verschiedenen Stationen gelernt? Was war die größte Herausforderung? Und was würde sie anderen Finanzmanagerinnen und -managern auf den Weg geben?
All diese Fragen beantwortet Steinkühler im Gespräch mit FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe von FINANCE People Solutions in der neuen Folge des CFO-Karriere-Podcasts „Future CFO“.
Manche Unternehmen werden schon in den ersten Wochen des neuen Jahres die ersten Abweichungen von der gerade erst verabschiedeten Jahresplanung festgestellt haben. Andere zwingt die nach wie vor schwierige Wirtschaftslage, weitere Kostensenkungen zu prüfen, beispielsweise Kurzarbeit, oder Verkaufsaktionen zu starten, um die Nachfrage anzuregen. Bei alledem kommt die Finanzabteilung ins Spiel, um kurzfristig die Planung anzupassen oder um die Wirtschaftlichkeit verschiedener Handlungsoptionen durchzurechnen.
„Die meisten Unternehmen sind schon recht gut in der agilen Finanzplanung“, resümiert Björn Stauss, DACH-Chef des Technologieanbieters Board, im Gespräch mit FINANCE-TV. Aber: „Für den nächsten Schritt stehen wir noch vor ziemlich großen Herausforderungen. Vor allem müssen die einzelnen Unternehmensbereiche kollaborativer gemeinsam planen, mit der Finanzabteilung im Zentrum. Oft werden Produktions-, Vertriebs- und Finanzplanung allerdings noch separat gemacht“, kritisiert Stauss. Diese Silos müssten aufgebrochen werden.
Zu den Best Practices bei besonders agilen Teams im Controlling zählt Stauss rollierende Forecasts mit permanenten Adjustierungen. Doch solche Vorhaben können eine Menge Folgearbeit nach sich ziehen. Warum viele Abstimmungsrunden jedoch wegfallen könnten, wenn bereichsübergreifend eine gemeinsame Planungsplattform zum Einsatz käme, und wie Künstliche Intelligenz agile Finanzplanung vereinfachen könnte – die Antworten gibt es im aktuellen FINANCE-TV-Talk.
Anbieter von Software für die Finanzabteilung reichern ihre Tools in immer stärkerem Maße mit Künstlicher Intelligenz an, und das in schnell aufeinanderfolgenden Update-Zyklen. Beispiel Finance & Accounting: „Jedes halbe Jahr kommen Neuerungen in unsere Software, allen voran natürlich neue KI-Funktionen“, berichtet Ralph Weiss, Deutschlandchef von einem der Anbieter in diesem Bereich, Blackline.
„Bei der Datenbeschaffung und -bewertung leistet KI heute schon deutliche Unterstützung“, glaubt Weiss. Aber die Einführung gehe „sachte“ voran, insbesondere in sensiblen Bereichen der CFO-Domäne: „Der CFO muss natürlich auch im KI-Zeitalter weiterhin für die Richtigkeit der Zahlen geradestehen, wenn der Jahresabschluss an den Kapitalmarkt oder an das Finanzamt geht. In diesen regulierten Bereichen kann man die KI aktuell nur als Assistenten einsetzen, der Vorschläge macht und die Arbeit erleichtert.“
Doch im Rahmen des jeweils Möglichen schreitet die Anreicherung von Finanz-Software mit Künstlicher Intelligenz offenbar zügig voran. Und die Feedbacks der Nutzer seien besser als bei RPA (Robotic Process Automation), behauptet Weiss. Die Innovation RPA hatte Finanzteams vor einigen Jahren schon einmal große Produktivitätsgewinne in Aussicht gestellt, zum großen Durchbruch kam es aber nie. Weiss: „Der Unterschied zwischen KI und RPA aus meiner Sicht: RPA erfordert eine hohe technische Kompetenz. KI ist hingegen ein Massenthema. Wir begegnen KI-Assistenten auch im privaten Alltag. Künstliche Intelligenz kann man auch nutzen, ohne eine Einführung zu bekommen – bei RPA war das anders.“
Welche Beobachtungen er bei der KI-Adaption in den Finanzteams großer und kleiner Unternehmen macht, berichtet Ralph Weiss hier bei FINANCE-TV.
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