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In Folge 149 – Scotch Show Off geht es darum, welcher von zwei Schotten besser schmeckt. Silvi hatte Christian und Hendrik am Ende der letzten Folge nämlich dazu verdonnert, jeweils eine Flasche Whisky aus Schottland für unter 50 € zu kaufen. Diese beiden werden in der aktuellen Folge verkostet. Seltsamerweise hat das Duo mehr miteinander gemein, als man hätte davon ausgehen können. Sie kommen beide aus den Highlands, haben beide eine relativ lange Geschichte und zudem auch noch spannende Alleinstellungsmerkmale. Wie das Battle ausgeht und welcher leckere Tropfen gewonnen hat, erfahrt in der aktuellen Folge von Grab The Glass.
J. & G. Grant
1836
ca. 4 Millionen Liter
Die Geschichte von Glenfarclas ist untrennbar mit der Familie Grant verbunden, die die Destillerie 1865 für die Summe von 511 Pfund und 19 Schilling erwarb. Seitdem befindet sich die Destillerie ununterbrochen im Besitz der Familie, was sie zu einer der wenigen vollständig unabhängigen und familiengeführten Destillerien in Schottland macht. Gegründet wurde sie ursprünglich 1836 von Robert Hay. Das Motto der Familie, “The Spirit of Independence”, spiegelt sich nicht nur in ihrer Eigentümerstruktur wider, sondern auch in ihrem Festhalten an traditionellen Produktionsmethoden und einem klassischen Speyside-Charakter, der sich über Generationen hinweg bewährt hat.
Glenfarclas ist berühmt für die ausschließliche Verwendung von Oloroso-Sherryfässern aus spanischer Eiche. Diese Fasspolitik verleiht dem Whisky seinen charakteristischen reichen, fruchtigen und komplexen Geschmack mit Noten von Trockenfrüchten, Gewürzen und Schokolade. Eine weitere Besonderheit sind die direkt mit Gas befeuerten Brennblasen (direct-fired stills), eine Methode, die heute nur noch von sehr wenigen Destillerien praktiziert wird. Man ist bei Glenfarclas davon überzeugt, dass diese Art der Befeuerung zu einem volleren und reichhaltigeren Destillat führt. Gelagert wird der Whisky in traditionellen Dunnage Warehouses, die ein langsames und gleichmäßiges Reifen ermöglichen.
In der Whisky-Welt steht Glenfarclas als Synonym für traditionellen, hochwertigen Speyside Single Malt mit starkem Sherry-Einfluss. Die Destillerie hat sich einen Ruf für exzellente Qualität und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis erarbeitet, insbesondere bei ihren älteren Abfüllungen. Die “Family Casks”-Serie, eine Kollektion von Vintage-Abfüllungen aus jedem Jahr von den 1950ern bis in die 2000er, ist legendär und wird von Kennern weltweit hochgeschätzt. Glenfarclas wurde mehrfach für ihre Whiskys und als Destillerie ausgezeichnet, unter anderem als “Distiller of the Year” von Whisky Magazine.
Terroirs Distillers (Picard Vins & Spiritueux)
1949
ca. 3 Millionen Liter
Die Tullibardine Destillerie, gelegen in Blackford in den schottischen Highlands, ist eine der jüngeren Destillerien Schottlands. Sie wurde 1949 von William Delmé-Evans auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei gegründet. Die Geschichte des Standorts reicht jedoch viel weiter zurück, denn die Brauerei war bereits im 15. Jahrhundert dafür bekannt, Bier für die Krönungsfeierlichkeiten von König James IV. zu liefern. Die Destillerie erlebte eine wechselhafte Geschichte mit mehreren Besitzerwechseln und einer Stilllegungsphase von 1994 bis 2003. Im Jahr 2011 wurde sie von der französischen, familiengeführten Wein- und Spirituosengruppe Picard Vins & Spiritueux übernommen, was eine neue Ära der Innovation und Qualität einläutete.
Unter der französischen Führung hat sich Tullibardine stark auf das Fassmanagement und insbesondere auf Wein-Finishes spezialisiert. Die Kernkompetenz des Mutterkonzerns im Weinbau, speziell im Burgund, wird gezielt genutzt, um dem Highland Single Malt neue Geschmacksdimensionen zu verleihen. Die Core Range spiegelt dies wider, mit Finishes in Sauternes-, Sherry- und natürlich Burgunderfässern. Der Name der Finishes, z.B. “228 Burgundy Finish”, bezieht sich auf die Litergröße (228 Liter) der verwendeten Barrique-Fässer. Tullibardine ist eine der wenigen Destillerien, die den gesamten Prozess von der Destillation über die Reifung bis zur Abfüllung vor Ort durchführt, was eine lückenlose Qualitätskontrolle ermöglicht.
Durch die Übernahme und die Neuausrichtung hat Tullibardine in der Whisky-Welt an Profil und Ansehen gewonnen. Die Destillerie wird heute für ihren weichen, eleganten und leicht nussigen Grundcharakter geschätzt, der eine ideale Basis für die vielfältigen Weinfass-Veredelungen darstellt. Besonders der Tullibardine Burgundy Finish hat Anerkennung für seine harmonische Verbindung von süßen Malznoten und den reichen, roten Fruchtaromen des Weinfasses erhalten. Tullibardine hat sich erfolgreich als Brücke zwischen der traditionellen schottischen Whiskyherstellung und der französischen Weinkultur positioniert und spricht damit sowohl klassische Whisky-Liebhaber als auch neugierige Entdecker an.
Der Beitrag Folge 149 – Scotch Show Off erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
In Folge 149 – Scotch Show Off geht es darum, welcher von zwei Schotten besser schmeckt. Silvi hatte Christian und Hendrik am Ende der letzten Folge nämlich dazu verdonnert, jeweils eine Flasche Whisky aus Schottland für unter 50 € zu kaufen. Diese beiden werden in der aktuellen Folge verkostet. Seltsamerweise hat das Duo mehr miteinander gemein, als man hätte davon ausgehen können. Sie kommen beide aus den Highlands, haben beide eine relativ lange Geschichte und zudem auch noch spannende Alleinstellungsmerkmale. Wie das Battle ausgeht und welcher leckere Tropfen gewonnen hat, erfahrt in der aktuellen Folge von Grab The Glass.
J. & G. Grant
1836
ca. 4 Millionen Liter
Die Geschichte von Glenfarclas ist untrennbar mit der Familie Grant verbunden, die die Destillerie 1865 für die Summe von 511 Pfund und 19 Schilling erwarb. Seitdem befindet sich die Destillerie ununterbrochen im Besitz der Familie, was sie zu einer der wenigen vollständig unabhängigen und familiengeführten Destillerien in Schottland macht. Gegründet wurde sie ursprünglich 1836 von Robert Hay. Das Motto der Familie, “The Spirit of Independence”, spiegelt sich nicht nur in ihrer Eigentümerstruktur wider, sondern auch in ihrem Festhalten an traditionellen Produktionsmethoden und einem klassischen Speyside-Charakter, der sich über Generationen hinweg bewährt hat.
Glenfarclas ist berühmt für die ausschließliche Verwendung von Oloroso-Sherryfässern aus spanischer Eiche. Diese Fasspolitik verleiht dem Whisky seinen charakteristischen reichen, fruchtigen und komplexen Geschmack mit Noten von Trockenfrüchten, Gewürzen und Schokolade. Eine weitere Besonderheit sind die direkt mit Gas befeuerten Brennblasen (direct-fired stills), eine Methode, die heute nur noch von sehr wenigen Destillerien praktiziert wird. Man ist bei Glenfarclas davon überzeugt, dass diese Art der Befeuerung zu einem volleren und reichhaltigeren Destillat führt. Gelagert wird der Whisky in traditionellen Dunnage Warehouses, die ein langsames und gleichmäßiges Reifen ermöglichen.
In der Whisky-Welt steht Glenfarclas als Synonym für traditionellen, hochwertigen Speyside Single Malt mit starkem Sherry-Einfluss. Die Destillerie hat sich einen Ruf für exzellente Qualität und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis erarbeitet, insbesondere bei ihren älteren Abfüllungen. Die “Family Casks”-Serie, eine Kollektion von Vintage-Abfüllungen aus jedem Jahr von den 1950ern bis in die 2000er, ist legendär und wird von Kennern weltweit hochgeschätzt. Glenfarclas wurde mehrfach für ihre Whiskys und als Destillerie ausgezeichnet, unter anderem als “Distiller of the Year” von Whisky Magazine.
Terroirs Distillers (Picard Vins & Spiritueux)
1949
ca. 3 Millionen Liter
Die Tullibardine Destillerie, gelegen in Blackford in den schottischen Highlands, ist eine der jüngeren Destillerien Schottlands. Sie wurde 1949 von William Delmé-Evans auf dem Gelände einer ehemaligen Brauerei gegründet. Die Geschichte des Standorts reicht jedoch viel weiter zurück, denn die Brauerei war bereits im 15. Jahrhundert dafür bekannt, Bier für die Krönungsfeierlichkeiten von König James IV. zu liefern. Die Destillerie erlebte eine wechselhafte Geschichte mit mehreren Besitzerwechseln und einer Stilllegungsphase von 1994 bis 2003. Im Jahr 2011 wurde sie von der französischen, familiengeführten Wein- und Spirituosengruppe Picard Vins & Spiritueux übernommen, was eine neue Ära der Innovation und Qualität einläutete.
Unter der französischen Führung hat sich Tullibardine stark auf das Fassmanagement und insbesondere auf Wein-Finishes spezialisiert. Die Kernkompetenz des Mutterkonzerns im Weinbau, speziell im Burgund, wird gezielt genutzt, um dem Highland Single Malt neue Geschmacksdimensionen zu verleihen. Die Core Range spiegelt dies wider, mit Finishes in Sauternes-, Sherry- und natürlich Burgunderfässern. Der Name der Finishes, z.B. “228 Burgundy Finish”, bezieht sich auf die Litergröße (228 Liter) der verwendeten Barrique-Fässer. Tullibardine ist eine der wenigen Destillerien, die den gesamten Prozess von der Destillation über die Reifung bis zur Abfüllung vor Ort durchführt, was eine lückenlose Qualitätskontrolle ermöglicht.
Durch die Übernahme und die Neuausrichtung hat Tullibardine in der Whisky-Welt an Profil und Ansehen gewonnen. Die Destillerie wird heute für ihren weichen, eleganten und leicht nussigen Grundcharakter geschätzt, der eine ideale Basis für die vielfältigen Weinfass-Veredelungen darstellt. Besonders der Tullibardine Burgundy Finish hat Anerkennung für seine harmonische Verbindung von süßen Malznoten und den reichen, roten Fruchtaromen des Weinfasses erhalten. Tullibardine hat sich erfolgreich als Brücke zwischen der traditionellen schottischen Whiskyherstellung und der französischen Weinkultur positioniert und spricht damit sowohl klassische Whisky-Liebhaber als auch neugierige Entdecker an.
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