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Die beiden Sirituosen, die wir in Folge 160 – Zimt und Brown Sugar Bourbon probieren, haben Hendrik und Silvia aus den USA mitgebracht. Dabei handelt sich nicht um typische Whiskys, sondern um Schnapsliköre (entschuldigt bitte, uns fällt kein besseres Wort ein), die Whisky als Grundlage haben und während wir beim Schreiben so darüber nachdenken, tatsächlich eher in die Kategorie Liköre einzustufen sind. Bekanntschaft damit haben wir auf unserem Trip in Arizona und Texas gemacht. Beide schmecken eigentlich ganz gut, allerdings sind sie auch mit Vorsicht zu genießen. Der ein oder andere ist vielleicht eher mildere Likörchen gewohnt. Nehmen wir nun aber nicht zuviel vorweg, schließlich hätten wir sonst in der Folge ja kein Futter mehr, was wir euch kredenzen könnten. Viel Spaß beim Hören, wünscht euch die Crew von Grab The Glass!
Diageo
2016
Nicht öffentlich bekannt
BSB – Brown Sugar Bourbon wurde 2016 von der Heritage Distilling Co. aus dem US-Bundesstaat Washington ins Leben gerufen. Die Gründer, Justin und Jennifer Stiefel, hatten das Ziel, einen zugänglichen und süßen aromatisierten Whiskey zu kreieren, der sowohl Whiskey-Neulinge als auch Kenner anspricht. Das Produkt wurde schnell zu einem riesigen Erfolg und zum meistverkauften Produkt des Unternehmens. Die Popularität wuchs weiter, als der Schauspieler und Musiker Jamie Foxx 2021 die Marke erwarb, um sie global zu bewerben. Dieser strategische Schritt gipfelte schließlich im Verkauf der Marke an den Spirituosen-Giganten Diageo im Jahr 2023, was den Status von BSB als wichtigen Akteur im boomenden Markt für aromatisierte Whiskeys zementierte.
Die Herstellung von BSB basiert auf einem Kentucky Straight Bourbon Whiskey, der mit natürlichem braunem Zucker und Zimtaromen verfeinert wird. Dieser Prozess macht ihn zu einem “Flavored Whiskey” oder Whiskey-Likör und nicht zu einem reinen Bourbon. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen süßes und weiches Geschmacksprofil mit dominanten Noten von Karamell, Vanille und warmen Gewürzen. Der Fokus liegt klar auf Mixability und einem unkomplizierten Genuss, sei es pur, auf Eis oder als Hauptzutat in Cocktails. Mit einem Alkoholgehalt von 30 % Vol. (60 Proof) ist die Standardabfüllung deutlich milder als traditionelle Bourbons.
BSB hat sich schnell einen Namen in der Welt der Spirituosen gemacht und gilt als Pionier in der Kategorie der Premium- aromatisierten Whiskeys. Noch vor der Übernahme durch Diageo gewann die Marke zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrfach den Titel “World’s Best Flavoured Whiskey” bei den renommierten World Whiskies Awards. Diese Anerkennung durch die Fachwelt, kombiniert mit der cleveren Vermarktung durch prominente Persönlichkeiten, hat BSB geholfen, eine breite Zielgruppe zu erreichen und sich von der Konkurrenz abzuheben. Heute steht BSB als Synonym für den Trend zu süßeren, leicht zugänglichen Whiskey-Alternativen.
Sazerac Company
Mitte der 1980er Jahre
Nicht öffentlich bekannt
Die Ursprünge von Fireball reichen bis in die Mitte der 1980er Jahre in Kanada zurück. Die Legende besagt, dass er von einem Barkeeper während eines besonders kalten kanadischen Winters entwickelt wurde, um sich aufzuwärmen. Ursprünglich war das Getränk Teil einer Reihe aromatisierter Schnäpse von Seagram und wurde unter dem Namen “Dr. McGillicuddy’s Fireball Whisky” vertrieben. Nach der Übernahme durch die amerikanische Sazerac Company im Jahr 1989 blieb es lange ein Nischenprodukt. Erst in den frühen 2000er Jahren startete Sazerac eine aggressive Marketingkampagne in den USA, verkürzte den Namen zu “Fireball” und positionierte das Getränk als den ultimativen Party-Shot.
Bei der Herstellung von Fireball wird kanadischer Whisky als Basis verwendet und mit künstlichen Zimtaromen sowie einer erheblichen Menge an Süßungsmitteln versetzt. Mit 33 % Alkoholgehalt und den zugesetzten Aromen qualifiziert es sich in den USA als “Whisky with Natural Cinnamon Flavor”, während es in anderen Ländern oft als Likör oder Spirituose eingestuft wird. Das Produktionsziel ist ein konsistentes, intensiv süßes und gleichzeitig scharf-würziges Geschmackserlebnis, das bewusst einfach gehalten ist. Der Geschmack wird oft mit dem von “Atomic Fireball”-Bonbons verglichen und ist darauf ausgelegt, gekühlt als Shot konsumiert zu werden.
Die Bedeutung von Fireball für die Spirituosenindustrie kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Ab etwa 2011 erlebte die Marke einen kometenhaften Aufstieg und wurde zu einem kulturellen Phänomen, insbesondere bei jungen Erwachsenen und College-Studenten. Fireball definierte die Kategorie der “Shots” neu und wurde zeitweise zu einer der meistverkauften Spirituosen in den USA, die etablierte Marken wie Jägermeister und Patrón überholte. Sein Erfolg löste eine Welle von Konkurrenzprodukten und aromatisierten Whiskeys aus und bewies, dass ein einfaches, aber kühnes Geschmacksprofil in Kombination mit cleverem Social-Media-Marketing zu einem globalen Bestseller führen kann.
Der Beitrag Folge 160 – Zimt und Brown Sugar Bourbon erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
Die beiden Sirituosen, die wir in Folge 160 – Zimt und Brown Sugar Bourbon probieren, haben Hendrik und Silvia aus den USA mitgebracht. Dabei handelt sich nicht um typische Whiskys, sondern um Schnapsliköre (entschuldigt bitte, uns fällt kein besseres Wort ein), die Whisky als Grundlage haben und während wir beim Schreiben so darüber nachdenken, tatsächlich eher in die Kategorie Liköre einzustufen sind. Bekanntschaft damit haben wir auf unserem Trip in Arizona und Texas gemacht. Beide schmecken eigentlich ganz gut, allerdings sind sie auch mit Vorsicht zu genießen. Der ein oder andere ist vielleicht eher mildere Likörchen gewohnt. Nehmen wir nun aber nicht zuviel vorweg, schließlich hätten wir sonst in der Folge ja kein Futter mehr, was wir euch kredenzen könnten. Viel Spaß beim Hören, wünscht euch die Crew von Grab The Glass!
Diageo
2016
Nicht öffentlich bekannt
BSB – Brown Sugar Bourbon wurde 2016 von der Heritage Distilling Co. aus dem US-Bundesstaat Washington ins Leben gerufen. Die Gründer, Justin und Jennifer Stiefel, hatten das Ziel, einen zugänglichen und süßen aromatisierten Whiskey zu kreieren, der sowohl Whiskey-Neulinge als auch Kenner anspricht. Das Produkt wurde schnell zu einem riesigen Erfolg und zum meistverkauften Produkt des Unternehmens. Die Popularität wuchs weiter, als der Schauspieler und Musiker Jamie Foxx 2021 die Marke erwarb, um sie global zu bewerben. Dieser strategische Schritt gipfelte schließlich im Verkauf der Marke an den Spirituosen-Giganten Diageo im Jahr 2023, was den Status von BSB als wichtigen Akteur im boomenden Markt für aromatisierte Whiskeys zementierte.
Die Herstellung von BSB basiert auf einem Kentucky Straight Bourbon Whiskey, der mit natürlichem braunem Zucker und Zimtaromen verfeinert wird. Dieser Prozess macht ihn zu einem “Flavored Whiskey” oder Whiskey-Likör und nicht zu einem reinen Bourbon. Das Ergebnis ist ein ausgesprochen süßes und weiches Geschmacksprofil mit dominanten Noten von Karamell, Vanille und warmen Gewürzen. Der Fokus liegt klar auf Mixability und einem unkomplizierten Genuss, sei es pur, auf Eis oder als Hauptzutat in Cocktails. Mit einem Alkoholgehalt von 30 % Vol. (60 Proof) ist die Standardabfüllung deutlich milder als traditionelle Bourbons.
BSB hat sich schnell einen Namen in der Welt der Spirituosen gemacht und gilt als Pionier in der Kategorie der Premium- aromatisierten Whiskeys. Noch vor der Übernahme durch Diageo gewann die Marke zahlreiche Auszeichnungen, darunter mehrfach den Titel “World’s Best Flavoured Whiskey” bei den renommierten World Whiskies Awards. Diese Anerkennung durch die Fachwelt, kombiniert mit der cleveren Vermarktung durch prominente Persönlichkeiten, hat BSB geholfen, eine breite Zielgruppe zu erreichen und sich von der Konkurrenz abzuheben. Heute steht BSB als Synonym für den Trend zu süßeren, leicht zugänglichen Whiskey-Alternativen.
Sazerac Company
Mitte der 1980er Jahre
Nicht öffentlich bekannt
Die Ursprünge von Fireball reichen bis in die Mitte der 1980er Jahre in Kanada zurück. Die Legende besagt, dass er von einem Barkeeper während eines besonders kalten kanadischen Winters entwickelt wurde, um sich aufzuwärmen. Ursprünglich war das Getränk Teil einer Reihe aromatisierter Schnäpse von Seagram und wurde unter dem Namen “Dr. McGillicuddy’s Fireball Whisky” vertrieben. Nach der Übernahme durch die amerikanische Sazerac Company im Jahr 1989 blieb es lange ein Nischenprodukt. Erst in den frühen 2000er Jahren startete Sazerac eine aggressive Marketingkampagne in den USA, verkürzte den Namen zu “Fireball” und positionierte das Getränk als den ultimativen Party-Shot.
Bei der Herstellung von Fireball wird kanadischer Whisky als Basis verwendet und mit künstlichen Zimtaromen sowie einer erheblichen Menge an Süßungsmitteln versetzt. Mit 33 % Alkoholgehalt und den zugesetzten Aromen qualifiziert es sich in den USA als “Whisky with Natural Cinnamon Flavor”, während es in anderen Ländern oft als Likör oder Spirituose eingestuft wird. Das Produktionsziel ist ein konsistentes, intensiv süßes und gleichzeitig scharf-würziges Geschmackserlebnis, das bewusst einfach gehalten ist. Der Geschmack wird oft mit dem von “Atomic Fireball”-Bonbons verglichen und ist darauf ausgelegt, gekühlt als Shot konsumiert zu werden.
Die Bedeutung von Fireball für die Spirituosenindustrie kann kaum hoch genug eingeschätzt werden. Ab etwa 2011 erlebte die Marke einen kometenhaften Aufstieg und wurde zu einem kulturellen Phänomen, insbesondere bei jungen Erwachsenen und College-Studenten. Fireball definierte die Kategorie der “Shots” neu und wurde zeitweise zu einer der meistverkauften Spirituosen in den USA, die etablierte Marken wie Jägermeister und Patrón überholte. Sein Erfolg löste eine Welle von Konkurrenzprodukten und aromatisierten Whiskeys aus und bewies, dass ein einfaches, aber kühnes Geschmacksprofil in Kombination mit cleverem Social-Media-Marketing zu einem globalen Bestseller führen kann.
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