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Heute geht’s nach Edinburgh – genauer gesagt zur ersten Destille dort seit 100 Jahren! Die Holyrood Distillery hat sich in einem alten Bahnhofsgebäude eingenistet und macht da seit 2019 interessante Sachen.
Wir probieren heute ein besonderes Experiment: erst ihren New Make “Plumage Archer” mit 50% und dann den daraus gereiften Amber Single Malt mit 49,8%. Klingt erstmal nicht spektakulär? Wartet’s ab! Die haben da echt was Spannendes entwickelt – sieben verschiedene Malzsorten und zehn (!) verschiedene Hefen stecken in dem guten Stück.
Zwischen Verkostungsnotizen schweifen wir natürlich wieder ordentlich ab – von vulkanischen Verwerfungslinien über die Frage nach Schottlands wahrer Hauptstadt, bis hin zu Verwechslungen mit Bollywood (ja, echt jetzt). Und während Hendrik versucht, uns die Bedeutung der verschiedenen Hefen nahezubringen, sind Silvi und Christian schon ziemlich beeindruckt von der intensiven Honigsüße des Whiskys.
War das Experiment erfolgreich? Hat sich die 6,7-Millionen-Investition gelohnt? Und was zum Geier hat es eigentlich mit der Sanduhr auf der Flasche auf sich? Das und mehr in Folge 172!
PS: Silvi hatte heute die Kontrolle übers Eingießen verloren – aber bei dem Zeug auch verständlich! 😉
Gegründet von Rob & Kelly Carpenter und David Robertson
2019
ca. 100.000 Liter reiner Alkohol
Die Holyrood Distillery markiert eine historische Rückkehr der Single Malt Whisky-Produktion in das Herz von Edinburgh, fast ein Jahrhundert nachdem die letzte Brennerei ihre Pforten schloss. Gegründet im Jahr 2019 von dem kanadischen Ehepaar Rob und Kelly Carpenter zusammen mit dem Whisky-Experten David Robertson, hat sich die Destillerie in einem denkmalgeschützten ehemaligen Güterbahnhof aus dem Jahr 1831 niedergelassen. Dieser Standort, nur einen kurzen Spaziergang von der berühmten Royal Mile entfernt, macht sie zu einer modernen urbanen Destillerie, die Tradition und Innovation im Schatten des historischen Arthur’s Seat verbindet. Die Vision der Gründer war es, eine Brennerei zu schaffen, die sich auf Geschmack, Experimentierfreude und Transparenz konzentriert.
Der Produktionsprozess bei Holyrood ist durch eine bewusste Abkehr von starren Konventionen geprägt. Die Brennerei experimentiert intensiv mit den vier Schlüsselelementen der Whiskyherstellung: Gerste, Hefe, Destillation und Reifung. Es werden verschiedenste Malzsorten verwendet, von historischer Gerste wie der im “Plumage Archer New Make” bis hin zu stark gerösteten Schokoladen- und Kristallmalzen, die man sonst eher aus der Bierbrauerei kennt. Auch bei der Hefe geht Holyrood eigene Wege und setzt neben klassischen Destillierhefen auch Brau-, Wein- und Champagnerhefen ein, um eine breite Palette an Aromen zu erzeugen. Die außergewöhnlich hohen Brennblasen fördern einen leichten und fruchtigen New Make, der dann in einer Vielzahl von Fässern reift. Frühe Abfüllungen wie der “Ambir”, der in stark ausgebrannten Fässern aus amerikanischer Neueiche reifte, zeugen von diesem innovativen Geist und dem Willen, die Grenzen des Geschmacks auszuloten.
Obwohl Holyrood eine junge Destillerie ist, hat sie sich in der Whisky-Welt schnell einen Namen als Vorreiterin für Innovation gemacht. Ihre Bedeutung liegt weniger in langjährigen Traditionen als vielmehr in ihrem mutigen und transparenten Ansatz, der Whisky-Enthusiasten einen tiefen Einblick in den Herstellungsprozess gewährt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten offiziellen Single Malts “Arrival” im Jahr 2023 hat die Destillerie einen wichtigen Meilenstein erreicht und bewiesen, dass ihre experimentellen Methoden zu einem komplexen und reifen Whisky führen können. Holyrood steht für eine neue Generation schottischer Brennereien, die die Zukunft des Scotch Whiskys aktiv gestalten und dabei die reiche Geschichte ihrer Heimatstadt Edinburgh ehren.
Der Beitrag Folge 172 – Holy moly Edinburgh erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
Heute geht’s nach Edinburgh – genauer gesagt zur ersten Destille dort seit 100 Jahren! Die Holyrood Distillery hat sich in einem alten Bahnhofsgebäude eingenistet und macht da seit 2019 interessante Sachen.
Wir probieren heute ein besonderes Experiment: erst ihren New Make “Plumage Archer” mit 50% und dann den daraus gereiften Amber Single Malt mit 49,8%. Klingt erstmal nicht spektakulär? Wartet’s ab! Die haben da echt was Spannendes entwickelt – sieben verschiedene Malzsorten und zehn (!) verschiedene Hefen stecken in dem guten Stück.
Zwischen Verkostungsnotizen schweifen wir natürlich wieder ordentlich ab – von vulkanischen Verwerfungslinien über die Frage nach Schottlands wahrer Hauptstadt, bis hin zu Verwechslungen mit Bollywood (ja, echt jetzt). Und während Hendrik versucht, uns die Bedeutung der verschiedenen Hefen nahezubringen, sind Silvi und Christian schon ziemlich beeindruckt von der intensiven Honigsüße des Whiskys.
War das Experiment erfolgreich? Hat sich die 6,7-Millionen-Investition gelohnt? Und was zum Geier hat es eigentlich mit der Sanduhr auf der Flasche auf sich? Das und mehr in Folge 172!
PS: Silvi hatte heute die Kontrolle übers Eingießen verloren – aber bei dem Zeug auch verständlich! 😉
Gegründet von Rob & Kelly Carpenter und David Robertson
2019
ca. 100.000 Liter reiner Alkohol
Die Holyrood Distillery markiert eine historische Rückkehr der Single Malt Whisky-Produktion in das Herz von Edinburgh, fast ein Jahrhundert nachdem die letzte Brennerei ihre Pforten schloss. Gegründet im Jahr 2019 von dem kanadischen Ehepaar Rob und Kelly Carpenter zusammen mit dem Whisky-Experten David Robertson, hat sich die Destillerie in einem denkmalgeschützten ehemaligen Güterbahnhof aus dem Jahr 1831 niedergelassen. Dieser Standort, nur einen kurzen Spaziergang von der berühmten Royal Mile entfernt, macht sie zu einer modernen urbanen Destillerie, die Tradition und Innovation im Schatten des historischen Arthur’s Seat verbindet. Die Vision der Gründer war es, eine Brennerei zu schaffen, die sich auf Geschmack, Experimentierfreude und Transparenz konzentriert.
Der Produktionsprozess bei Holyrood ist durch eine bewusste Abkehr von starren Konventionen geprägt. Die Brennerei experimentiert intensiv mit den vier Schlüsselelementen der Whiskyherstellung: Gerste, Hefe, Destillation und Reifung. Es werden verschiedenste Malzsorten verwendet, von historischer Gerste wie der im “Plumage Archer New Make” bis hin zu stark gerösteten Schokoladen- und Kristallmalzen, die man sonst eher aus der Bierbrauerei kennt. Auch bei der Hefe geht Holyrood eigene Wege und setzt neben klassischen Destillierhefen auch Brau-, Wein- und Champagnerhefen ein, um eine breite Palette an Aromen zu erzeugen. Die außergewöhnlich hohen Brennblasen fördern einen leichten und fruchtigen New Make, der dann in einer Vielzahl von Fässern reift. Frühe Abfüllungen wie der “Ambir”, der in stark ausgebrannten Fässern aus amerikanischer Neueiche reifte, zeugen von diesem innovativen Geist und dem Willen, die Grenzen des Geschmacks auszuloten.
Obwohl Holyrood eine junge Destillerie ist, hat sie sich in der Whisky-Welt schnell einen Namen als Vorreiterin für Innovation gemacht. Ihre Bedeutung liegt weniger in langjährigen Traditionen als vielmehr in ihrem mutigen und transparenten Ansatz, der Whisky-Enthusiasten einen tiefen Einblick in den Herstellungsprozess gewährt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten offiziellen Single Malts “Arrival” im Jahr 2023 hat die Destillerie einen wichtigen Meilenstein erreicht und bewiesen, dass ihre experimentellen Methoden zu einem komplexen und reifen Whisky führen können. Holyrood steht für eine neue Generation schottischer Brennereien, die die Zukunft des Scotch Whiskys aktiv gestalten und dabei die reiche Geschichte ihrer Heimatstadt Edinburgh ehren.
Der Beitrag Folge 172 – Holy moly Edinburgh erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
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