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Heute erkunden wir eine fast vergessene Whisky-Region! Campbeltown, einst die selbsternannte “Whisky-Hauptstadt der Welt” mit fast 30 Destillerien, beherbergt heute nur noch drei aktive Brennereien. Wir probieren zwei Abfüllungen von Glen Scotia: Eine limitierte Festival Edition 2024 und eine Single Cask Selection aus dem Bordeaux-Fass.
Während wir die beiden Whiskys verkosten, nimmt uns Hendrik mit auf eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Region – von den Anfängen 1817 bis zum fast vollständigen Niedergang. Dabei lernen wir nicht nur etwas über Queen Victoria und die perfekte Lage für den Amerika-Export, sondern auch über den mysteriösen “Crosshill Loch”, aus dem Glen Scotia sein Wasser bezieht.
Von Fino-Sherry-Finish bis Bordeaux-Rotwein-Fass: Die beiden Whiskys zeigen uns die ganze Bandbreite der Destillerie. Und während wir über Tannine und Salzigkeit philosophieren, fragen wir uns, ob Glen Scotia seinen Status als “Weltbester Whisky 2021” auch bei uns verteidigen kann.
PS: Ob ein “kleiner Tümpel” wirklich eine ganze Whisky-Region versorgen kann? Die Schotten wissen schon, was sie tun!
Loch Lomond Group
1832
ca. 800.000 Liter
Die Glen Scotia Destillerie, gegründet 1832 unter dem Namen ‘Scotia’, ist ein Juwel der schottischen Halbinsel Kintyre und eine der letzten drei überlebenden Destillerien in Campbeltown, einer Region, die einst als “Whisky-Hauptstadt der Welt” galt. Ihre Geschichte ist von Widerstandsfähigkeit geprägt und spiegelt den Aufstieg und Fall der gesamten Region wider. Nach einer Blütezeit im viktorianischen Zeitalter erlebte die Destillerie im 20. Jahrhundert zahlreiche Schließungen und Besitzerwechsel. Diese wechselvolle Vergangenheit hat jedoch zu einem einzigartigen Charakter beigetragen. Seit der Übernahme durch die Loch Lomond Group im Jahr 2014 erfährt Glen Scotia eine Renaissance, mit erheblichen Investitionen in die Produktion und einem wachsenden Ruf für herausragende Qualität.
Glen Scotia pflegt traditionelle Produktionsmethoden, die den typischen Campbeltown-Stil prägen: eine subtile maritime Salzigkeit, kombiniert mit öliger Textur, Fruchtigkeit und einem Hauch von Rauch. Die Destillerie arbeitet mit einer relativ kleinen Produktionskapazität, was eine sorgfältige Kontrolle über jeden Schritt des Prozesses ermöglicht. Die Fermentationszeiten sind lang, was zu einem komplexen und fruchtigen New Make Spirit führt. Die Destillation erfolgt in Pot Stills, die das charakteristische, schwere und ölige Profil des Whiskys formen. Die Lagerung in den traditionellen Dunnage Warehouses direkt an der Küste des Campbeltown Lochs trägt maßgeblich zum maritimen Einfluss bei, da die salzige Meeresluft über die Jahre in die Fässer eindringt und dem Whisky seine unverwechselbare Note verleiht.
In der modernen Whisky-Welt hat sich Glen Scotia von einem Geheimtipp zu einer hoch angesehenen Marke entwickelt. Die Destillerie ist ein wichtiger Botschafter für die Wiederbelebung der Campbeltown-Region und zeigt eindrucksvoll die Qualität, die dort erzeugt wird. Dieser Aufstieg wurde durch zahlreiche prestigeträchtige Auszeichnungen bestätigt. Ein besonderer Höhepunkt war das Jahr 2021, als Glen Scotia bei den Scottish Whisky Awards zur “Distillery of the Year” gekürt wurde und ihr 25-jähriger Single Malt bei der San Francisco World Spirits Competition als “Best in Show Whisky” ausgezeichnet wurde. Diese Ehrungen haben Glen Scotia fest auf der globalen Whisky-Landkarte etabliert und die Aufmerksamkeit von Kennern und Sammlern weltweit auf sich gezogen.
Es wird erzählt, dass in der Glen Scotia Destillerie der Geist eines früheren Besitzers, Duncan MacCallum, umgeht. MacCallum ertränkte sich 1930 im Campbeltown Loch, nachdem er durch einen schlechten Geschäftsabschluss sein gesamtes Vermögen verloren hatte. Mitarbeiter und Besucher berichten seitdem immer wieder von unerklärlichen Vorkommnissen und Sichtungen, was Glen Scotia zu einer der bekanntesten “heimgesuchten” Destillerien Schottlands macht.
Der Beitrag Folge 178 – Campbeltown: Von der Küste ins Glas erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
Heute erkunden wir eine fast vergessene Whisky-Region! Campbeltown, einst die selbsternannte “Whisky-Hauptstadt der Welt” mit fast 30 Destillerien, beherbergt heute nur noch drei aktive Brennereien. Wir probieren zwei Abfüllungen von Glen Scotia: Eine limitierte Festival Edition 2024 und eine Single Cask Selection aus dem Bordeaux-Fass.
Während wir die beiden Whiskys verkosten, nimmt uns Hendrik mit auf eine Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Region – von den Anfängen 1817 bis zum fast vollständigen Niedergang. Dabei lernen wir nicht nur etwas über Queen Victoria und die perfekte Lage für den Amerika-Export, sondern auch über den mysteriösen “Crosshill Loch”, aus dem Glen Scotia sein Wasser bezieht.
Von Fino-Sherry-Finish bis Bordeaux-Rotwein-Fass: Die beiden Whiskys zeigen uns die ganze Bandbreite der Destillerie. Und während wir über Tannine und Salzigkeit philosophieren, fragen wir uns, ob Glen Scotia seinen Status als “Weltbester Whisky 2021” auch bei uns verteidigen kann.
PS: Ob ein “kleiner Tümpel” wirklich eine ganze Whisky-Region versorgen kann? Die Schotten wissen schon, was sie tun!
Loch Lomond Group
1832
ca. 800.000 Liter
Die Glen Scotia Destillerie, gegründet 1832 unter dem Namen ‘Scotia’, ist ein Juwel der schottischen Halbinsel Kintyre und eine der letzten drei überlebenden Destillerien in Campbeltown, einer Region, die einst als “Whisky-Hauptstadt der Welt” galt. Ihre Geschichte ist von Widerstandsfähigkeit geprägt und spiegelt den Aufstieg und Fall der gesamten Region wider. Nach einer Blütezeit im viktorianischen Zeitalter erlebte die Destillerie im 20. Jahrhundert zahlreiche Schließungen und Besitzerwechsel. Diese wechselvolle Vergangenheit hat jedoch zu einem einzigartigen Charakter beigetragen. Seit der Übernahme durch die Loch Lomond Group im Jahr 2014 erfährt Glen Scotia eine Renaissance, mit erheblichen Investitionen in die Produktion und einem wachsenden Ruf für herausragende Qualität.
Glen Scotia pflegt traditionelle Produktionsmethoden, die den typischen Campbeltown-Stil prägen: eine subtile maritime Salzigkeit, kombiniert mit öliger Textur, Fruchtigkeit und einem Hauch von Rauch. Die Destillerie arbeitet mit einer relativ kleinen Produktionskapazität, was eine sorgfältige Kontrolle über jeden Schritt des Prozesses ermöglicht. Die Fermentationszeiten sind lang, was zu einem komplexen und fruchtigen New Make Spirit führt. Die Destillation erfolgt in Pot Stills, die das charakteristische, schwere und ölige Profil des Whiskys formen. Die Lagerung in den traditionellen Dunnage Warehouses direkt an der Küste des Campbeltown Lochs trägt maßgeblich zum maritimen Einfluss bei, da die salzige Meeresluft über die Jahre in die Fässer eindringt und dem Whisky seine unverwechselbare Note verleiht.
In der modernen Whisky-Welt hat sich Glen Scotia von einem Geheimtipp zu einer hoch angesehenen Marke entwickelt. Die Destillerie ist ein wichtiger Botschafter für die Wiederbelebung der Campbeltown-Region und zeigt eindrucksvoll die Qualität, die dort erzeugt wird. Dieser Aufstieg wurde durch zahlreiche prestigeträchtige Auszeichnungen bestätigt. Ein besonderer Höhepunkt war das Jahr 2021, als Glen Scotia bei den Scottish Whisky Awards zur “Distillery of the Year” gekürt wurde und ihr 25-jähriger Single Malt bei der San Francisco World Spirits Competition als “Best in Show Whisky” ausgezeichnet wurde. Diese Ehrungen haben Glen Scotia fest auf der globalen Whisky-Landkarte etabliert und die Aufmerksamkeit von Kennern und Sammlern weltweit auf sich gezogen.
Es wird erzählt, dass in der Glen Scotia Destillerie der Geist eines früheren Besitzers, Duncan MacCallum, umgeht. MacCallum ertränkte sich 1930 im Campbeltown Loch, nachdem er durch einen schlechten Geschäftsabschluss sein gesamtes Vermögen verloren hatte. Mitarbeiter und Besucher berichten seitdem immer wieder von unerklärlichen Vorkommnissen und Sichtungen, was Glen Scotia zu einer der bekanntesten “heimgesuchten” Destillerien Schottlands macht.
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