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Nach wochenlanger Amerika-Reise sind Silvi und Hendrik endlich zurück – mit Whisky UND Schokolade im Gepäck! Diese Woche starten wir unsere Louisville-Serie mit einem Besuch bei Angel’s Envy auf der berühmten Whisky Row.
4000 Meilen quer durch die USA haben die beiden zurückgelegt – von Miami über South Carolina nach Kentucky, Tennessee, Colorado und bis nach Las Vegas. Doch der erste Stopp auf der legendären Whisky Row in Louisville war Angel’s Envy, wo wir nicht nur zwei außergewöhnliche Finished Whiskys verkosten, sondern auch eine ganz besondere Entdeckung machen: handgefertigte Bourbon-Schokolade vom ersten zertifizierten Bourbon Chocolatier der Welt!
Während wir die richtige Technik des Whisky-Schokolade-Pairings erlernen, reden wir über die Whisky Row (die leider nicht ganz so spektakulär war wie erwartet), warum portugiesische Port-Fässer seit 1756 geschützt sind, und ob Rum-Finishes wirklich überzeugen können. Außerdem klären wir, warum Angel’s Share zu Angel’s Envy wurde und wie viele Flaschen man vernünftigerweise aus Amerika mitbringen sollte.
Spoiler: Die Kombination aus cremiger Orangenschokolade und Bourbon ist echt mega – auch wenn Hendrik heimlich billigsten “Schund” in Plastikflaschen gekauft hat. Manchmal muss Wissenschaft eben leiden.
Grab the Glass und freut euch auf weitere Mitbringsel aus Louisville!
Bacardi Limited
2006 (Markengründung)
Nicht öffentlich bekannt
Die Geschichte von Angel’s Envy ist untrennbar mit der Legende Lincoln Henderson verbunden. Nach einer fast 40-jährigen Karriere bei Brown-Forman, wo er als Master Distiller an der Entwicklung von Marken wie Woodford Reserve und Gentleman Jack beteiligt war, trat Henderson in den Ruhestand. Doch die Leidenschaft für Whiskey ließ ihn nicht los. Gemeinsam mit seinem Sohn Wes gründete er 2006 die Louisville Distilling Company, um seine Vision eines perfekt “gefinishten” Bourbons zu verwirklichen. Nach jahrelangen Experimenten kam 2010 die erste Abfüllung auf den Markt. Der Erfolg war so groß, dass das Unternehmen 2015 von Bacardi übernommen wurde, was den Bau einer hochmodernen Destillerie im Herzen von Louisville, Kentucky, ermöglichte, die 2016 eröffnet wurde.
Die Besonderheit von Angel’s Envy liegt im Produktionsprozess, insbesondere im sogenannten “Finishing”. Der Kentucky Straight Bourbon reift zunächst traditionell in neuen, ausgebrannten Eichenfässern, bevor er eine zweite Reifung von drei bis sechs Monaten in portugiesischen Ruby-Portweinfässern erfährt. Dieser Schritt verleiht dem Bourbon seine subtile rötliche Färbung und ein komplexes Geschmacksprofil mit Noten von reifen Früchten, Ahornsirup und Bitterschokolade. Der Rye Whiskey geht einen noch unkonventionelleren Weg: Nach seiner Hauptreifung wird er für bis zu 18 Monate in karibischen Rumfässern gelagert, die zuvor für Cognac verwendet wurden. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich weicher Rye mit Noten von Karamell, tropischen Früchten und einer pfeffrigen Würze.
Angel’s Envy gilt als einer der Pioniere, der das Fass-Finishing im amerikanischen Whiskey-Segment populär gemacht hat. Die Marke hat maßgeblich dazu beigetragen, eine neue Kategorie von Super-Premium-Bourbons und Ryes zu etablieren, die traditionelle Handwerkskunst mit innovativen Ideen verbinden. Die Whiskeys von Angel’s Envy erhalten regelmäßig höchste Auszeichnungen bei internationalen Spirituosenwettbewerben, darunter Doppelgold bei der San Francisco World Spirits Competition. Der Name “Angel’s Envy” (Neid der Engel) ist eine Anspielung auf den “Angel’s Share” – den Anteil des Whiskeys, der während der Reifung verdunstet. Lincoln Henderson scherzte, dass sie einen Whiskey kreierten, bei dem selbst die Engel neidisch auf den Teil wären, den sie bekommen.
Der Beitrag Folge 184 – Always finished never done? erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
Nach wochenlanger Amerika-Reise sind Silvi und Hendrik endlich zurück – mit Whisky UND Schokolade im Gepäck! Diese Woche starten wir unsere Louisville-Serie mit einem Besuch bei Angel’s Envy auf der berühmten Whisky Row.
4000 Meilen quer durch die USA haben die beiden zurückgelegt – von Miami über South Carolina nach Kentucky, Tennessee, Colorado und bis nach Las Vegas. Doch der erste Stopp auf der legendären Whisky Row in Louisville war Angel’s Envy, wo wir nicht nur zwei außergewöhnliche Finished Whiskys verkosten, sondern auch eine ganz besondere Entdeckung machen: handgefertigte Bourbon-Schokolade vom ersten zertifizierten Bourbon Chocolatier der Welt!
Während wir die richtige Technik des Whisky-Schokolade-Pairings erlernen, reden wir über die Whisky Row (die leider nicht ganz so spektakulär war wie erwartet), warum portugiesische Port-Fässer seit 1756 geschützt sind, und ob Rum-Finishes wirklich überzeugen können. Außerdem klären wir, warum Angel’s Share zu Angel’s Envy wurde und wie viele Flaschen man vernünftigerweise aus Amerika mitbringen sollte.
Spoiler: Die Kombination aus cremiger Orangenschokolade und Bourbon ist echt mega – auch wenn Hendrik heimlich billigsten “Schund” in Plastikflaschen gekauft hat. Manchmal muss Wissenschaft eben leiden.
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Bacardi Limited
2006 (Markengründung)
Nicht öffentlich bekannt
Die Geschichte von Angel’s Envy ist untrennbar mit der Legende Lincoln Henderson verbunden. Nach einer fast 40-jährigen Karriere bei Brown-Forman, wo er als Master Distiller an der Entwicklung von Marken wie Woodford Reserve und Gentleman Jack beteiligt war, trat Henderson in den Ruhestand. Doch die Leidenschaft für Whiskey ließ ihn nicht los. Gemeinsam mit seinem Sohn Wes gründete er 2006 die Louisville Distilling Company, um seine Vision eines perfekt “gefinishten” Bourbons zu verwirklichen. Nach jahrelangen Experimenten kam 2010 die erste Abfüllung auf den Markt. Der Erfolg war so groß, dass das Unternehmen 2015 von Bacardi übernommen wurde, was den Bau einer hochmodernen Destillerie im Herzen von Louisville, Kentucky, ermöglichte, die 2016 eröffnet wurde.
Die Besonderheit von Angel’s Envy liegt im Produktionsprozess, insbesondere im sogenannten “Finishing”. Der Kentucky Straight Bourbon reift zunächst traditionell in neuen, ausgebrannten Eichenfässern, bevor er eine zweite Reifung von drei bis sechs Monaten in portugiesischen Ruby-Portweinfässern erfährt. Dieser Schritt verleiht dem Bourbon seine subtile rötliche Färbung und ein komplexes Geschmacksprofil mit Noten von reifen Früchten, Ahornsirup und Bitterschokolade. Der Rye Whiskey geht einen noch unkonventionelleren Weg: Nach seiner Hauptreifung wird er für bis zu 18 Monate in karibischen Rumfässern gelagert, die zuvor für Cognac verwendet wurden. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich weicher Rye mit Noten von Karamell, tropischen Früchten und einer pfeffrigen Würze.
Angel’s Envy gilt als einer der Pioniere, der das Fass-Finishing im amerikanischen Whiskey-Segment populär gemacht hat. Die Marke hat maßgeblich dazu beigetragen, eine neue Kategorie von Super-Premium-Bourbons und Ryes zu etablieren, die traditionelle Handwerkskunst mit innovativen Ideen verbinden. Die Whiskeys von Angel’s Envy erhalten regelmäßig höchste Auszeichnungen bei internationalen Spirituosenwettbewerben, darunter Doppelgold bei der San Francisco World Spirits Competition. Der Name “Angel’s Envy” (Neid der Engel) ist eine Anspielung auf den “Angel’s Share” – den Anteil des Whiskeys, der während der Reifung verdunstet. Lincoln Henderson scherzte, dass sie einen Whiskey kreierten, bei dem selbst die Engel neidisch auf den Teil wären, den sie bekommen.
Der Beitrag Folge 184 – Always finished never done? erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
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