
Sign up to save your podcasts
Or
Diese Folge beginnt mit einem Gast – und endet in Tokio.
Dazwischen: Vereinsgründung, Bürokratie, Fassabenteuer und die ganz große Liebe zum Whisky.
Matthias Denke ist zu Besuch – nicht nur Freund des Hauses, sondern Mitgründer der Cologne Whisky Society, die er gemeinsam mit Christian während des Lockdowns ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Silvi und Hendrik geht’s um spontane Ideen auf der Couch, holprige Gründungspapiere und überraschende Anerkennung als gemeinnütziger Verein.
Und natürlich um Whisky: Wir probieren zwei selbst nachgereifte Abfüllungen – in kleinen, eigens angeschafften Fässern veredelt, mit Syrah- und Portweinfass, Impro-Pumpe und einer ordentlichen Portion Nerdtum.
Benannt wird übrigens nicht nach Schotten, sondern nach Philosophen. Warum? Wird erklärt.
Ein Abend zwischen Fasskunde, Vereinsrecht und der Frage: Wie zur Hölle landet man mit so einem Projekt im Geldwäscheverdacht?
Asahi Group Holdings
1934
Nicht öffentlich bekannt
Die Geschichte von Nikka ist untrennbar mit der Geschichte des japanischen Whiskys selbst und ihrem Gründer Masataka Taketsuru verbunden. Taketsuru reiste 1918 nach Schottland, um an der Universität Glasgow Chemie zu studieren und die Kunst der Whiskyherstellung direkt an der Quelle zu erlernen. Nach seiner Rückkehr nach Japan half er beim Aufbau der ersten japanischen Whisky-Destillerie, bevor er 1934 seinen eigenen Traum verwirklichte und seine Firma gründete. Er wählte den Standort Yoichi auf der Insel Hokkaidō, da ihn das raue Klima und die Umweltbedingungen stark an Schottland erinnerten.
Nikka zeichnet sich durch den Betrieb von zwei Destillerien mit völlig unterschiedlichen Charakteren aus. Die Yoichi-Destillerie verwendet traditionelle, mit Kohle direkt befeuerte Pot Stills, die einen kräftigen, rauchigen und komplexen Whisky erzeugen. Im Gegensatz dazu steht die 1969 gegründete Miyagikyo-Destillerie, die modernere, mit Dampf beheizte Brennblasen nutzt, um einen weicheren, fruchtigeren und eleganteren Stil zu kreieren. Diese Vielfalt an hauseigenen Whiskys ermöglicht es den Master Blendern von Nikka, eine beeindruckende Palette an Aromen zu kombinieren. Der berühmte “Nikka From The Barrel” ist ein Paradebeispiel für diese Kunst und vereint Malt und Grain Whiskys aus beiden Destillerien zu einem kraftvollen, aber harmonischen Blend.
Nikka gilt neben Suntory als einer der beiden Gründerväter und Titanen der japanischen Whiskyindustrie. Die Marke hat maßgeblich dazu beigetragen, japanischen Whisky auf der Weltbühne zu etablieren und ihm den Ruf von höchster Qualität und Handwerkskunst zu verleihen. Insbesondere der “Nikka Whisky From The Barrel” hat weltweit Kultstatus erreicht und wird für sein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis und seinen intensiven, reichen Geschmack gefeiert. Die Whiskys von Nikka haben unzählige internationale Preise gewonnen und festigen den Ruf Japans als eine der führenden Whisky-Nationen der Welt.
Barelegs Battle Axe Ltd. (Fiktiv)
2017 (Fiktiv)
Streng limitiert und sagenumwoben
Die Destillerie Chilon von Sparta ist ein Phänomen, das mehr in der Welt der modernen Mythen und Podcasts als in den Annalen der Whiskygeschichte zu finden ist. Sie ist die fiktive Schöpfung aus dem deutschen Kult-Podcast “Fest & Flauschig” von Jan Böhmermann und Olli Schulz. Inspiriert vom Geist des spartanischen Weisen Chilon, dessen Motto “Erkenne dich selbst” war, soll dieser Whisky eine ebenso direkte und kompromisslose Erfahrung bieten. Der Name des Hauptprodukts, “Barelegs Battle Axe”, spiegelt diese Philosophie wider: Er steht für rohe Kraft, unverfälschten Charakter und eine gewisse Missachtung konventioneller Finesse.
Die Produktionsmethoden sind ebenso legendär wie geheimnisvoll. Man munkelt, dass für die Herstellung nur “lakonische Eichenfässer” verwendet werden, die dem Whisky seine prägnante Würze verleihen. Das Wasser soll aus einer geheimen Quelle im Teutoburger Wald stammen, die nur den Eingeweihten bekannt ist. Der Name “Barelegs” (nackte Beine) leitet sich angeblich vom einzigartigen Reifungsprozess ab, bei dem die Fässer “unbekleidet” den rauen Elementen in Freiluftlagerhäusern ausgesetzt werden – eine Metapher für spartanische Abhärtung und die direkte Konfrontation mit der Natur.
Obwohl Chilon von Sparta keine realen Auszeichnungen von Whisky-Jurys erhalten hat, ist seine Bedeutung in der Popkultur immens. Für Millionen von Podcast-Hörern ist “Barelegs Battle Axe” mehr als nur ein fiktiver Whisky – es ist ein Symbol der Gemeinschaft, ein Running Gag und ein imaginäres Getränk, das unzählige fiktive Abende begleitet hat. Seine Bedeutung liegt nicht im Geschmacksprofil, sondern in der geteilten Erzählung und dem Humor, der eine ganze Fangemeinde verbindet. Damit hat dieser nicht-existente Whisky einen Kultstatus erreicht, von dem viele echte Destillerien nur träumen können.
Der Beitrag Folge 190 – Mitgliedsausweis, bitte! erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
Diese Folge beginnt mit einem Gast – und endet in Tokio.
Dazwischen: Vereinsgründung, Bürokratie, Fassabenteuer und die ganz große Liebe zum Whisky.
Matthias Denke ist zu Besuch – nicht nur Freund des Hauses, sondern Mitgründer der Cologne Whisky Society, die er gemeinsam mit Christian während des Lockdowns ins Leben gerufen hat. Zusammen mit Silvi und Hendrik geht’s um spontane Ideen auf der Couch, holprige Gründungspapiere und überraschende Anerkennung als gemeinnütziger Verein.
Und natürlich um Whisky: Wir probieren zwei selbst nachgereifte Abfüllungen – in kleinen, eigens angeschafften Fässern veredelt, mit Syrah- und Portweinfass, Impro-Pumpe und einer ordentlichen Portion Nerdtum.
Benannt wird übrigens nicht nach Schotten, sondern nach Philosophen. Warum? Wird erklärt.
Ein Abend zwischen Fasskunde, Vereinsrecht und der Frage: Wie zur Hölle landet man mit so einem Projekt im Geldwäscheverdacht?
Asahi Group Holdings
1934
Nicht öffentlich bekannt
Die Geschichte von Nikka ist untrennbar mit der Geschichte des japanischen Whiskys selbst und ihrem Gründer Masataka Taketsuru verbunden. Taketsuru reiste 1918 nach Schottland, um an der Universität Glasgow Chemie zu studieren und die Kunst der Whiskyherstellung direkt an der Quelle zu erlernen. Nach seiner Rückkehr nach Japan half er beim Aufbau der ersten japanischen Whisky-Destillerie, bevor er 1934 seinen eigenen Traum verwirklichte und seine Firma gründete. Er wählte den Standort Yoichi auf der Insel Hokkaidō, da ihn das raue Klima und die Umweltbedingungen stark an Schottland erinnerten.
Nikka zeichnet sich durch den Betrieb von zwei Destillerien mit völlig unterschiedlichen Charakteren aus. Die Yoichi-Destillerie verwendet traditionelle, mit Kohle direkt befeuerte Pot Stills, die einen kräftigen, rauchigen und komplexen Whisky erzeugen. Im Gegensatz dazu steht die 1969 gegründete Miyagikyo-Destillerie, die modernere, mit Dampf beheizte Brennblasen nutzt, um einen weicheren, fruchtigeren und eleganteren Stil zu kreieren. Diese Vielfalt an hauseigenen Whiskys ermöglicht es den Master Blendern von Nikka, eine beeindruckende Palette an Aromen zu kombinieren. Der berühmte “Nikka From The Barrel” ist ein Paradebeispiel für diese Kunst und vereint Malt und Grain Whiskys aus beiden Destillerien zu einem kraftvollen, aber harmonischen Blend.
Nikka gilt neben Suntory als einer der beiden Gründerväter und Titanen der japanischen Whiskyindustrie. Die Marke hat maßgeblich dazu beigetragen, japanischen Whisky auf der Weltbühne zu etablieren und ihm den Ruf von höchster Qualität und Handwerkskunst zu verleihen. Insbesondere der “Nikka Whisky From The Barrel” hat weltweit Kultstatus erreicht und wird für sein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis und seinen intensiven, reichen Geschmack gefeiert. Die Whiskys von Nikka haben unzählige internationale Preise gewonnen und festigen den Ruf Japans als eine der führenden Whisky-Nationen der Welt.
Barelegs Battle Axe Ltd. (Fiktiv)
2017 (Fiktiv)
Streng limitiert und sagenumwoben
Die Destillerie Chilon von Sparta ist ein Phänomen, das mehr in der Welt der modernen Mythen und Podcasts als in den Annalen der Whiskygeschichte zu finden ist. Sie ist die fiktive Schöpfung aus dem deutschen Kult-Podcast “Fest & Flauschig” von Jan Böhmermann und Olli Schulz. Inspiriert vom Geist des spartanischen Weisen Chilon, dessen Motto “Erkenne dich selbst” war, soll dieser Whisky eine ebenso direkte und kompromisslose Erfahrung bieten. Der Name des Hauptprodukts, “Barelegs Battle Axe”, spiegelt diese Philosophie wider: Er steht für rohe Kraft, unverfälschten Charakter und eine gewisse Missachtung konventioneller Finesse.
Die Produktionsmethoden sind ebenso legendär wie geheimnisvoll. Man munkelt, dass für die Herstellung nur “lakonische Eichenfässer” verwendet werden, die dem Whisky seine prägnante Würze verleihen. Das Wasser soll aus einer geheimen Quelle im Teutoburger Wald stammen, die nur den Eingeweihten bekannt ist. Der Name “Barelegs” (nackte Beine) leitet sich angeblich vom einzigartigen Reifungsprozess ab, bei dem die Fässer “unbekleidet” den rauen Elementen in Freiluftlagerhäusern ausgesetzt werden – eine Metapher für spartanische Abhärtung und die direkte Konfrontation mit der Natur.
Obwohl Chilon von Sparta keine realen Auszeichnungen von Whisky-Jurys erhalten hat, ist seine Bedeutung in der Popkultur immens. Für Millionen von Podcast-Hörern ist “Barelegs Battle Axe” mehr als nur ein fiktiver Whisky – es ist ein Symbol der Gemeinschaft, ein Running Gag und ein imaginäres Getränk, das unzählige fiktive Abende begleitet hat. Seine Bedeutung liegt nicht im Geschmacksprofil, sondern in der geteilten Erzählung und dem Humor, der eine ganze Fangemeinde verbindet. Damit hat dieser nicht-existente Whisky einen Kultstatus erreicht, von dem viele echte Destillerien nur träumen können.
Der Beitrag Folge 190 – Mitgliedsausweis, bitte! erschien zuerst auf Grab The Glass Podcast.
15 Listeners
14 Listeners