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Zwei Gedichte von Tucholsky - von der Wiege bis zur Bahre. Es war an der Zeit, diesem umtriebigen Dichter auch hier einen Platz zu geben und zu zeigen, dass er und seine Texte immer noch heutig sind.
An das Baby
Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ein Gummihund.
siehst dir die Gesellschaft an …
Na, und dann – was meinste?
Kirche, Ministerium,
Welsche und Germanen.
weiß genau, was Wahrheit ist.
Aber du, mein guter Mann,
Mutterns Hände
Hast uns Stulln jeschnitten
un jemacht und jedreht ...
alles mit deine Hände.
hast die Hemden jezählt
und Kartoffeln jeschält ...
auch n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht.
Heiß warn se un kalt.
Nu sind se alt.
und streicheln deine Hände.
By Johannes ThieleZwei Gedichte von Tucholsky - von der Wiege bis zur Bahre. Es war an der Zeit, diesem umtriebigen Dichter auch hier einen Platz zu geben und zu zeigen, dass er und seine Texte immer noch heutig sind.
An das Baby
Sie wackeln mit dem Schlüsselbund,
fröhlich quietscht ein Gummihund.
siehst dir die Gesellschaft an …
Na, und dann – was meinste?
Kirche, Ministerium,
Welsche und Germanen.
weiß genau, was Wahrheit ist.
Aber du, mein guter Mann,
Mutterns Hände
Hast uns Stulln jeschnitten
un jemacht und jedreht ...
alles mit deine Hände.
hast die Hemden jezählt
und Kartoffeln jeschält ...
auch n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht.
Heiß warn se un kalt.
Nu sind se alt.
und streicheln deine Hände.

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