Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie

Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie

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Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie episodes

  • DFA#23 Simone Demandt: Zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit

    Simone Demandt ist über die Kunst zur Fotografie gekommen. Ihre Arbeiten sind immer seriell angelegt und reichen von fast sozial-dokumentarischen Porträts bis hin zu völlig abstrakten Kompositionen.

    Gleichzeitig ist der Auslöser oft ein konkreter biografischer Anlass - sich nachts in einem dunklen Gebäude zu verirren, oder die plötzliche Sorge um ein Kind.

    „Ich reagiere auf das Leben um mich herum. Ich bin neugierig darauf, wie Objekte, Räume und Gegenstände widerspiegeln, was wir uns unter unserem Leben vorstellen“, sagt Simone Demandt. 

    Im Podcast mit Andreas Langen spricht die DFA-Fotografin über die Balance von Zufall und Steuerung, Madonnen aus Sprengstoff und darüber, warum abstrakte Bilder entlastend sind.

    https://simonedemandt.de/

    Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/

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    33 min
  • DFA#22.1 Willy Zielke – Filmavantgardist der 1930er Jahre. Arbeitslos, Das Stahltier, Olympia-Prolog

    Willy Zielke ist ein bedeutender Fotograf und Filmavantgardist der 20er und 30er Jahre in Deutschland. 1902 geboren in Lodz, studiert er ab 1923 an der Münchner Fotoschule und wird 1929 Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie.

    Zielke ist ein künstlerisches Multitalent, den die Dynamik der Zeit in einen Schaffensrausch versetzt, bevor er in den Mühlen der NS-Psychiatrie kalt gestellt wird.

    Seine Biografie und auch sein Schaffen ist geprägt von den Umwälzungen der Russischen Revolution, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Sie lassen stellvertretend die Verwerfungen dieser Zeit nachvollziehen, wie avantgardistische Ästhetik zurückgedrängt wurde und Künstler sich auf Druck oder durch für sie als notwendig erachtete Kompromisse den NS-propagandistischen Produktionen unterordneten.

    Der Fotograf Dieter Hinrichs hat Willy Zielke gut gekannt und viel zu ihm geforscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht er über Zielkes Filme „Arbeitslos“, „Das Stahltier“, den Prolog zu Leni Riefenstahls „Olympia“ sowie die autobiografischen Aufzeichnungen des Künstlers.

    http://www.dieter-hinrichs.com/

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    40 min
  • DFA#21 Annemarie Heinrich: Fotokarriere in Hosen - die Neue Frau in Argentinien

    Die Fotografin Annemarie Heinrich (1912-2005) emigrierte im Alter von 14 Jahren von Berlin nach Argentinien. Nahezu aus dem Nichts heraus startete sie in den 1930er Jahren mit großem künstlerischen Talent und preußischer Disziplin eine bedeutende Karriere. Annemarie Heinrich und ihre Mitarbeiterinnen trugen immer Hosen, Heinrich fotografierte weibliche Akte und nahm die Arbeit der Frauen in den Blick. In der vom Machismo geprägten Gesellschaft sprach man von der Foto-Feministin.

    Mitte der 1950er wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, in Argentinien gab sie der Fotografie durch ihr breites Engagement nachhaltige Impulse, u.a. als Mitglied der La Carpeta de los Diez.

    Lutz Matschke und Renata Jonic erzählen vom Werdegang einer selbstbewussten Fotografin mit hohem Anspruch, Retusche mit Rasierklingen, verbotenen Fotos von Eva Perón und Nachtschichten für die ganze Familie.

    Gemeinsam mit Annemarie Heinrichs Kindern erarbeiten beide eine Retrospektive der Fotografin, die 2024 in Deutschland zu sehen sein wird: Ausstellung im Willy Brandt Haus Berlin vom 19. Juli bis 29. September 2024.

    www.annemarieheinrich.com

    www.lutzmatschke.de

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    39 min
  • DFA#20 Hendrik Faure: Digitalismus-Kritik mit Kupfertiefdruck. Das 19. Jahrhundert trifft das 21.

    Hendrik Faure ist einer von vermutlich drei Lichtbildnern in Europa, die noch Heliogravüren von der Kupferplatte herstellen – und da das Medium bekanntlich die Message ist, hat Faure auch sonst keine Scheu vor radikalen Minderheiten-Positionen. Er verschenkt seine wertvollen Prints nach dem Zufallsprinzip („..um ein bisschen Kommerz rauszunehmen“), deren Herstellung zwei volle Arbeitstage benötigt und deren Auflagen bei acht bis zehn Exemplaren endet, wegen Abnutzung der Druckplatte. DFA-Mitglied Hendrik Faure betreibt eine Galerie im ländlichen Abseits der ehemaligen Zonengrenze, unbekümmert von Besucherzahlen. Und über die gängigen Verfahren von Foto-Erzeugung und -verarbeitung sagt er: „Digitale Technik ist ein guter Informationsträger, aber ein erbärmlicher Bildträger. Der Digitalismus tötet die Kunst und er ist eine staatlich geförderte Droge.“

    https://dfa.photography/mitglied/hendrik-faure

    https://www.reiffenhausen.de/wirtschaft/zentralfenster.html

    https://de-de.facebook.com/hendrik.faure.3/

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    20 min
  • DFA-Podcast#19 Hanna Seewald: Pionierin der Fotografie Ausbildung Fotoschule München

    Hanna Seewald (geboren 1899) war nicht nur Fotopionierin der Weimarer Zeit, sondern auch als Direktorin der Münchner Fotoschule / Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie eine Vorreiterin. 40 Jahre lang prägte sie die bedeutende Fotoschule: ab 1925 als Lehrerin, direkt nach dem Krieg als kommissarische Leiterin und ab 1953 als Direktorin.

    Handwerklich wie künstlerisch versiert im Pictorialismus, dem Neuen Sehen und der Industriefotografie, konnte die Portraitfotografin Hanna Seewald sich nach dem Krieg an der Spitze der Institution etablieren.   

    Der Fotograf Dieter Hinrichs hat Mitte der 50er Jahre bei Hanna Seewald studiert. Später war er selber Lehrer an der Münchner Fotoschule und hat sich mit Hanna Seewald bis zu ihrem Tod 1992 über ihr Wirken an der Fotoschule ausgetauscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner taucht er in ihre pädagogisch-organisatorischen Qualitäten und ihren kritischen Geist ein, reflektiert über die komplizierte Phase der NS-Zeit und wie Hanna Seewald ihren eigenen Weg ging. Auch über Hinrichs Engagement für die Aufarbeitung der Historie der Münchner Fotoschule sprechen wir sowie über seine Innovationen in der Ausbildung. Schüler von Dieter Hinrichs waren u.a. Juergen Teller und Anna Gripp.

    Für diesen Podcast hat Dieter Hinrichs aus seinem Archiv eine Ton-Aufnahme von Hanna Seewald im Bayerischen Rundfunk aus dem Jahr 1958 zur Verfügung gestellt ­– eine echte Perle.

    http://www.dieter-hinrichs.com/

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    44 min
  • DFA-Podcast#18 Johanna Jackie Baier: Sex & Drugs & grobes Korn

    Die Berliner Filmerin und Fotografin Johanna Jackie Baier ist eine Chronistin der Dunkelheit. Wenn das Klischee von Sex & Drugs & Rock´n´Roll irgendwo passt, dann hier: Johanna Jackie Baier zeigt Sexualität, Nachtleben, Partypeople und -geschehen in einer Intensität und aus einer Nähe, die nur einer Insiderin möglich ist. Als Transsexuelle hat Baier einen Zugang zu gesellschaftlichen Rand- und Tabuzonen, der weit über die Konventionen klassischer Dokumentarfotografie hinausgeht. Passend dazu ist auch ihr fotografischer Gestus leidenschaftlich expressiv, mit grobem Korn, abgrundtiefen Schwärzen und analoger Street Credibility – eine Schwester im Geiste von Ed van der Elsken, aber im 21. Jahrhundert.

    Im Gespräch mit Andreas Langen spricht DFA-Mitglied Johanna Jackie Baier über Liebe als Lebenselixier, kameraaffine Sexarbeiterinnen, Erinnerung über den Tod hinaus und Geschlechterfragen als Machtfragen. Das alles auf dem Erfahrungshintergrund eines Menschen, der sexuelle Selbstbestimmung noch gegen sehr harte Widerstände durchkämpfen musste. „Auf der Straße darfst du froh sein, wenn dich niemand totschlägt. Und in der Firma sagte man mir: `Du warst mal ein begabter junger Regisseur. Jetzt bist du nur noch eine Frau.´“

    http://fotografie.jackiebaier.de/

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    39 min
  • DFA-Podcast#17 Petra Bopp: Die Grenzen des Zeigbaren

    Die Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp über Fotografien, Kriege und die Grenzen des Abbildbaren: „Für mich ist jedes Bild nur eine Annäherung“

    Die Hamburger Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp ist DFA-Mitglied und befasst sich seit Jahrzehnten mit Zusammenhängen von Fotografie und Krieg. Bei der hoch umstrittenen, so genannten „Wehrmachts-Ausstellung“ in den neunziger Jahren erlebte sie als damalige Mitarbeiterin des Hamburger Instituts für Sozialforschung die Brisanz des Mediums Kriegsfotografie: Wegen einiger unzureichenden Bildunterschriften wurde die gesamte Ausstellung abgebrochen und völlig neu erarbeitet. Gleichwohl hatte das Projekt weit reichende Folgen für das nationale Selbstverständnis – die Mitverantwortung der Wehrmacht an Holocaust und Völkermord ist seither unbestreitbar.

    Im DFA-Podcast spricht Petra Bopp mit Andreas Langen über ihr eigenes Projekt zu privaten Fotos deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg, „Fremde im Visier“, über schreiende Ausstellungsbesucher, Kriegsbilder aus der Ukraine und die Grenzen des Zeigbaren.

    http://www.fremde-im-visier.de/

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    47 min
  • DFA#16 Klinsky, Klinsky & Klinsky

    Eine eigentümliche Verwechselung der beiden Fotografen Friedrich Klinsky und Josef-Emil Klinsky ist Ausgangspunkt dieses Podcasts.

    Alexander Klinsky hat die Biografie seines Vaters, dem Wiener Pressefotografen Friedrich (Fritz) Klinsky erforscht und aufgearbeitet. Warum dieser nicht der Fotograf, Journalist und Verleger Emil-Josef (Smetanic) Klinsky ist und was er auch über diesen herausgefunden hat, erzählt er im Gespräch mit Corinna Weidner.

    Eine Reise von Wien über Moskau bis in die USA und durch die österreichische Pressefotografie von den 1940er bis 1980er Jahren: mit schillernden Figuren wie Curt Ponger und Fotoagenturen wie Schostal und der CEP-Bilderdienst inmitten des Wiener Zeitungskriegs.

    Alexander Klinskys Recherche ist ein motivierendes Beispiel für alle Privatforscher, die sich auf die Spuren ihrer Familien begeben wollen. Das Ergebnis ist hier zu sehen:

    https://visual-history.de/2022/03/21/klinsky-friedrich-klinsky-1925-2002-pressefotograf/

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    24 min
  • DFA#15 Horst H. Baumann Archiv – Farbsehen, Color Grading und die Kunst des Archivierens

    Der Fotograf und spätere Laser-Künstler Horst H. Baumann hat wie kein anderer die Gestaltungskraft der Farbfotografie in Deutschland verstanden und genutzt. Sein Kultbuch „Die Matadore“ erschien 1965, sein fotografisches Werk wird nun bei ZEPHYR in Mannheim ausgestellt.

    Christoph Wieland hat den Baumann-Nachlass wissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht er über die Magie der Farbenfotografie und das Erlernen des Farbensehens in den 1950ern und in Zeiten von Color Grading auf dem Smartphone.

    Wie wirken sich die Archivwissenschaften auf das Baumann-Archiv aus, warum sind Lücken des Archivs ein Erkenntnisgewinn, wie lassen sich gegenüberstehende Interessen in Archiven vereinen und warum entfalten Archive ihre Kraft in der Vernetzung? Die Antworten darauf gibt dieser Podcast.

    https://www.rem-mannheim.de/ausstellungen/sonderausstellungen/horst-h-baumann/

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    26 min
  • DFA#14.2 Ulrich Pohlmann über Pohlmann und Schmoll gen. Eisenwerth. Sammlung Fotografie am Münchner Stadtmuseum

    In Teil 2 des Gesprächs mit dem Leiter der Sammlung Fotografie am Münchner Stadtmuseum spricht Ulrich Pohlmann über seinen Abschied vom Fotomuseum und resümiert 30 Jahre seines Wirkens.

    Das Fotomuseum als Bastion gegen die Bilderflut, die Relevanz eines umfassenden Blicks auf das Medium Fotografie, die enge Verbindung der Fotografie zur Kunst, ihre fundamentale Funktion der Erinnerung und die Atemlosigkeit der Arbeit an einem Fotomuseum.

    Ulrich Pohlmanns berichtet auch, wo aus seiner Sicht die Reise für die Fotografie in München am Stadtmuseum hingehen kann, und was ihn mit dem Kunsthistoriker Schmoll gen. Eisenwerth verbindet.

    Teil 1 des Podcasts: Ulrich Pohlmann über den zentralen Wandel der Institution ab den 1970er Jahren unter seinem Vorgänger Ditmar Albert.

    https://www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/fotografie

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    30 min

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Die Deutsche Fotografische Akademie diskutiert, zeigt und fördert künstlerische Fotografie. Im Podcast sprechen Mitglieder über ihre aktuellen Arbeiten und wir diskutieren mit Zeitzeugen und Forschern…