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  • Kommentar zu den Polizeischüssen in Bochum auf ein 12jähriges Mädchen
    Triggerwarnung: Polizeigewalt, Ableismus, Gewalt gegen Kinder
    In Bochum hat in der Nacht von Sonntag auf Montag die Polizei auf ein 12 Jährigen Kind, ein Mädchen geschossen und es lebensgefährlich verletzt. Ihr wurde in den Bauch geschossen. Die Zahl der Schüsse oder Treffer ist unbekannt. Das Mädchen wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und dort intensivmedizinisch behandelt. Sie ist 12 Jahre alt und gehörlos. Die Polizisten setzten gleichzeitig sowohl Taser als auch eine Schusswaffe ein. Das Kind war zu dem Zeitpunkt in der Wohnung ihrer Mutter. Die Mutter ist ebenfalls gehörlos. Das Mädchen war von seinen Betreuerinnen als vermisst gemeldet. Sie wohnt ansonsten wohl in einer Wohngruppe. Angeblich war das Mädchen mit zwei Messern in Händen auf die Polizei zugegangen. Daraufhin taserte ein Polizist das Kind, der zweite schoss ihm direkt in den Bauch. Wie immer in solchen Situationen hat die Polizei erstmal die Macht des Berichterstattungs-monopols und die Deutungshoheit. Das lesen wir gerade auch überall.
    Das wollen wir an dieser Stelle nicht wiederholen.
    Aber, wie fühlt sich das für ein Kind an, ein gehörloses noch dazu, das in dem eigentlich intimen geschützen Raum, der Wohnung der Mutter ist und plötzlich ist da Polizei? Schwer befaffnet in Montur? Plötzlich wird sie von Polizisten bedroht..., Einfach so. Unvermittelt ... Weil sie zur Mutter gegangen ist? Wie abgründig schrecklich ist das? Auch für die Mutter unfassbar und eigentlich finde ich kaum Worte dafür. Was ist mit Kinderschutz und Jugendschutz und Mitgefühl .....Verantwortung wie es ihr wohl geht und ihrer Mutter und hoffentlich gibt es genügend solidarisch mitfühlende Menschen.
    Es sind nicht nur Fragen nach dem konkreten Einsatzverlauf, die umtreiben: ob die Polizei überhaupt versucht hat, in irgendeiner Form mitdem Mädchen oder der Mutter zu kommunizieren. ob Deskalation und ein Rückzug aus dem Wohnraum überhaupt überlegt wurde oder das Holen einer Gebärdendolmetscher+in und oder einer Psychologin.
    Es sind auch die Fragen nach Betroffenheiten und Verantwortung. Von Polizei, Vorgesetzten, Ausbilder*innen. In den Ausbildungen, wo primär auf Dominanz und Durchsetzung trainiert wird und nicht auf Sensibilität und Rückzug. wieso gibt es keine Ausbildungen für den Umgang mit Jugendlichen, mit behinderten Menschen, anti ableismus Trainings und anti rassismusttainings Warum, Keine Konflikt- und Problemanlaufstellen jenseits von Polizei, Ich finde es ist die furchtbare Frage wie gefähdet eigentlich Menschen mit Behinderung, und Neurodivergenz sind , von polizeilicher Gewalt. Wie gefährdet ebenfalls Menschen sind, die Rassifiziert werden, oder Kinder und Jugendliche überhaupt, die irgendwie im Aussehen, im Verhalten im Habitus aus der gesellschaftlich weißen Norm fallen. Was gilt als gefährlich, als Gefahr....Gibt es da überhaupt noch Grenzen? Wo Menschen aus den genannten Gruppen sicher sind?"In diesem Jahr hat die Polizei in Deutschland bereits 16 Menschen erschossen – davon zwei in Nordrhein-Westfalen.
    Im vergangenen Jahrstarben im größten deutschen Bundesland sieben. Bundesweit insgesamt 22 Menschen durch polizeilichen Schusswaffengebrauch....." Durchschnittlich.." gibt es einen bis zwei pro Monat. . Allein im Oktober wurden neun derartige Fälle bekannt."
    s.g.
    Quellen:
    vgl. F.Kraft in: nd vom 17.11. 2025,
    Gespräche mit Gül aus der Angry Cripples Community
    und mit Thomas (Danke!)
    4 min
  • Kommentar zu den Polizeischüssen in Bochum auf ein 12jähriges Mädchen
    Triggerwarnung: Polizeigewalt, Ableismus, Gewalt gegen Kinder
    In Bochum hat in der Nacht von Sonntag auf Montag die Polizei auf ein 12 Jährigen Kind, ein Mädchen geschossen und es lebensgefährlich verletzt. Ihr wurde in den Bauch geschossen. Die Zahl der Schüsse oder Treffer ist unbekannt. Das Mädchen wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht und dort intensivmedizinisch behandelt. Sie ist 12 Jahre alt und gehörlos. Die Polizisten setzten gleichzeitig sowohl Taser als auch eine Schusswaffe ein. Das Kind war zu dem Zeitpunkt in der Wohnung ihrer Mutter. Die Mutter ist ebenfalls gehörlos. Das Mädchen war von seinen Betreuerinnen als vermisst gemeldet. Sie wohnt ansonsten wohl in einer Wohngruppe. Angeblich war das Mädchen mit zwei Messern in Händen auf die Polizei zugegangen. Daraufhin taserte ein Polizist das Kind, der zweite schoss ihm direkt in den Bauch. Wie immer in solchen Situationen hat die Polizei erstmal die Macht des Berichterstattungs-monopols und die Deutungshoheit. Das lesen wir gerade auch überall.
    Das wollen wir an dieser Stelle nicht wiederholen.
    Aber, wie fühlt sich das für ein Kind an, ein gehörloses noch dazu, das in dem eigentlich intimen geschützen Raum, der Wohnung der Mutter ist und plötzlich ist da Polizei? Schwer befaffnet in Montur? Plötzlich wird sie von Polizisten bedroht..., Einfach so. Unvermittelt ... Weil sie zur Mutter gegangen ist? Wie abgründig schrecklich ist das? Auch für die Mutter unfassbar und eigentlich finde ich kaum Worte dafür. Was ist mit Kinderschutz und Jugendschutz und Mitgefühl .....Verantwortung wie es ihr wohl geht und ihrer Mutter und hoffentlich gibt es genügend solidarisch mitfühlende Menschen.
    Es sind nicht nur Fragen nach dem konkreten Einsatzverlauf, die umtreiben: ob die Polizei überhaupt versucht hat, in irgendeiner Form mitdem Mädchen oder der Mutter zu kommunizieren. ob Deskalation und ein Rückzug aus dem Wohnraum überhaupt überlegt wurde oder das Holen einer Gebärdendolmetscher+in und oder einer Psychologin.
    Es sind auch die Fragen nach Betroffenheiten und Verantwortung. Von Polizei, Vorgesetzten, Ausbilder*innen. In den Ausbildungen, wo primär auf Dominanz und Durchsetzung trainiert wird und nicht auf Sensibilität und Rückzug. wieso gibt es keine Ausbildungen für den Umgang mit Jugendlichen, mit behinderten Menschen, anti ableismus Trainings und anti rassismusttainings Warum, Keine Konflikt- und Problemanlaufstellen jenseits von Polizei, Ich finde es ist die furchtbare Frage wie gefähdet eigentlich Menschen mit Behinderung, und Neurodivergenz sind , von polizeilicher Gewalt. Wie gefährdet ebenfalls Menschen sind, die Rassifiziert werden, oder Kinder und Jugendliche überhaupt, die irgendwie im Aussehen, im Verhalten im Habitus aus der gesellschaftlich weißen Norm fallen. Was gilt als gefährlich, als Gefahr....Gibt es da überhaupt noch Grenzen? Wo Menschen aus den genannten Gruppen sicher sind?"In diesem Jahr hat die Polizei in Deutschland bereits 16 Menschen erschossen – davon zwei in Nordrhein-Westfalen.
    Im vergangenen Jahrstarben im größten deutschen Bundesland sieben. Bundesweit insgesamt 22 Menschen durch polizeilichen Schusswaffengebrauch....." Durchschnittlich.." gibt es einen bis zwei pro Monat. . Allein im Oktober wurden neun derartige Fälle bekannt."
    s.g.
    Quellen:
    vg. F.Kraft in: nd vom 17.11.2025,
    Gespräche mit G. aus der Angry Cripples Community und mit Thomas (Danke!)
    4 min
  • Hoffung auf ein sicheres Leben in Deutschland - Geflüchteter klagt vor Gericht!
    Radio Dreyeckland sprach mit Anuk, einer Person die zur Zeit Hospitantin bei SAGA ist, dem Südbadischen Aktionsbündnis gegen Abschiebungen. Anlass für das Interview ist ein aktueller Asylprozess von Moriba Cissoko (Name geändert). Das Bundesamt für Migration (BAMF) lehnte seinen Asylantrag ab und möchte Moriba Cissoko abschieben. Dagegen wehrt Moriba sich ohne anwaltliche Hilfe, aber mit der von SAGA, vor dem Verwaltungsgericht Freiburg. Moriba Cissoko war 2022 aus Guinea geflüchtet und reiste 2024 in Deutschland ein.
    Wir sprachen über die Anuks Eindrücke von dem Prozess, sowie über strukturelle Defizite im deutschen Asylverfahren. Von Moriba Cissoko erfahren wir was er sich von dem Prozess vor dem Verwaltungsgericht erwartet.
    Der Prozess fand am 17.November 2025 unter Vorsitz von Richterin Haas statt. Eine Entscheidung wird erst in einigen Wochen ergehen und dann Herrn Cissoko zugestellt werden.
    Infos zu SAGA: https://saga.rasthaus-freiburg.org/
    7 min
  • Stimmen aus der Westsahara 3/3 Asria Mohamed Taleb
    geboren und aufgewachsen in den Flüchtlingslagern (Camps), lebt jetzt in Norwegen
    sie ist Aktivistin, Journalistin und Künstlerin
    und ausserdem seit vielen Jahren für die NGO Western-Sahara-Ressource Watch tätig. Sie ist eine der führenden Expertinnen zur Ressourcen Plünderung in der besetzten Westsahara
    das englische original findet ihr in der Mediathek von RDL hier https://rdl.de/beitrag/was-wir-wissen-sollten
    9 min
  • Stimmen aus der Westsahara 2/3 Taleb Brahim
    Taleb Brahim ist Pionier für nachhaltige Anbaumethoden (Hydroponics, eine Anbaumethode mit sehr geringem Wasserverbrauch auf sandigem Boden) unter extremen Bedingungen. Er arbeitet mit internationalen Organisationen zusammen und unterstützt lokale Familiengärten/Interessierte in den Flüchtlingslagern beim Gemüse- und Obstanbau.
    Er ist auch ein Zeitzeuge der Invasion Marokkos in die noch von Spanien kolonisierte Westsahara als er 5 Jahre alt war. Seine Familie musste vor den Angriffen mit Phosphor und Napalm flüchten. Sein kleinerer Bruder starb auf der Flucht. Er musste für seine Schul- und Universitätsausbildung sehr früh die Familie verlassen und kehrte erst als ausgebildeter Agronom in die Lager zurück, wo er nun lebt.
    das englische original findet ihr in der Mediathek von RDL hier https://rdl.de/beitrag/was-wir-wissen-sollten
    5 min
  • Stimmen aus der Westsahara 1/3 Chaykhato Khayya
    Chaykhato Khayya:
    Ist in den besetzten Gebieten geboren und aufgewachsen und konnte sein Studium in Marocco aufgrund seines politischen Engagements nicht fortsetzen.
    Er ist Menschenrechts Aktivist aus den besetzten Gebieten und selbst Zielscheibe von Repression
    das englische original findet ihr in der Mediathek von RDL hier https://rdl.de/beitrag/was-wir-wissen-sollten
    7 min
  • Fokus Südwest 13.11.2025 (Serie 614: Fokus Südwest)
    # Vielleicht fehlen 165 Unterschriften beim Bürgerbegehren zu Kopfbahnhof und Gäubahnanschluss
    Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 nennt es Foulspiel der Stadtspitze auch in der Nachspielzeit
    Ein Interview mit Hannes Rockenbauch Die Linke, SÖS plus
    # Pop up Radwege vor fünf Jahren in Freiburg
    # Pop up Radwege aktuell in Freiburg
    30 min
  • Hintertüre für Massenüberwachung (Serie 347: Mittagsmagazin)
    Seit über drei Jahren wird über Massenhafte Chatkontrollen gestritten. Massive Proteste haben dazu geführt, dass der Europäische Rat die ursprünglichen Pläne einstampfen musste. Doch im Paragraphen 4 des neuen Entwurfs hat der Digitalrechtsexperte und ehemalige EU-Abgeordnete der Piratenpartei, Patrick Breyer ein Schlupfloch für ausufernde Überwachung von unverdächtigen Personen gefunden. Anbieter wie WhatsApp oder Signal werden dazu verpflichtet "alle angemessenene Risikominderungsmaßnahmen" zu ergreifen. Nach Breyer schließt das auch das Scannen von privaten Nachrichten auf den Geräten der Nutzer*innen nicht aus. Das wäre das Ende sicherer Verschlüsselung.
    Außerdem sollen Jugendliche vor Vollendung des 16. Lebensjahr von digitalen Diensten wie WhatsApp, Instagram etc. ausgeschlossen werden. Breyer bezeichnet das als "digitalen Hausarrest für Teenager". Zum Jugendschutz gäbe es andere Maßnahmen.
    Radio Dreyeckland ließ sich dies alles und weitere Einzelheiten von Patrick Breyer erläutern.
    13 min
  • Reportage: ’Die Betonköpfe sind gefallen!’ (Serie 238: Morgenradio)
    Menschen mit grauen Kartons auf dem Kopf und Geldscheinen in den Händen bilden eine Reihe. Rot gekleidete Personen bringen die ’Betonköpfe’ symbolisch zu Fall.
    Diese künstlerische Aktion zeigt symbolisch die zukünftigen Bauten auf der Zähringer Höhe, die eine Zerstörung der Natur zur Folge hätte. Die rote Linie, symbolisiert von den roten Menschen, setzt ein deutliches Zeichen gegen die Bauvorhaben.
    Am Samstag den 8. November protestierten etwa 100 Freiburger*innen mit ihren Fahrrädern gegen die geplante Bebauung auf der Zähringer Höhe. Auf den Streuobstwiesen sollen rund 300 Wohnungen entstehen, davon sollen nur etwa 60 Wohnungen sozial gefördert sein. Dies liegt deutlich unter den Anforderungen neuer Baugebiete mit mind. 50% sozialen Wohnens. RDL berichtete bereits vergangene Woche mit Interviews von Mascha Klein (BUND Freiburg) und Ralf Schmidt (NABU Freiburg). Zur Demo aufgerufen hatten Umwelt- und Naturschutzverbände.
    Beim Protest wird deutlich: Der Erhalt der Zähringer Höhe ist den Menschen wichtig. Doch das Bauvorhaben wirft auch größere Fragen auf. Die Wohnraumpolitik in Freiburg steht vor Herausforderungen.
    11 min
  • Demo in Stuttgart am 8.11.2025
    2000 Menschen versammelten sich am 8. November 2025 in der Lautenschlager Straße in Stuttgart, um gegen Sparpolitik zu demonstrieren und auf die finanzielle Notlage der Kommunen aufmerksam zu machen. Es müsse dringend in Infrastruktur und Soziales investiert werden, die anstehenden Aufgaben dürften nicht vom Bund auf die Kommunen abgewälzt werden, das war wohl der Konsens, den die Demonstrierenden unmissverständlich zum Ausdruck brachten. Aufgerufen hatte zu der Demo die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Baden-Württemberg als Teil eines Bündnisses von Gewerkschaften, Parteien und Sozialverbänden. Zu Wort kamen unter anderen betroffene Beschäftigte, etwa aus den Bereichen Pflege, Verwaltung und Schule, sowie VertreterInnen feministischer und queerer Organisationen. Wir sprachen mit angereisten Demonstrierenden und mit der ver.di-Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger.
    22 min

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