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  • kaputt fm: über die bombe teil 2 (Serie 1074: KAPUTT FM)
    Nie mehr vergaß Kazuo das grelle, wie von einer gewaltig großen blitzblanken Säbelklinge reflektierte Licht, das dumpfe Geräusch in der Ferne, "Do ... doooo", das, näher kommend, sich in ein scharf kratzendes, schließlich kreischendes "Jiii ... inn" verwandelte und ihm das Trommelfell durchbohren wollte, bevor ihn etwas mit tausendfachem Paukenschlag "Gwann!" in bodenlose Tiefe warf: PIKA (Blitz), DON (Donner).
    ...so sehr wir auch geblendet sein mögen vom Spektakel, den der Abwurf der ersten Atombombe zu liefern scheint – von seinem theatralischen Aufbau, der in Höhepunkt und Fall gleichermaßen klimaxiert – mehr denn je erschließt es sich uns in dieser Episode: Alles geht weiter.
    Denn was von den später selbst so traumatisierten Tätern fallen gelassen wird, ist nur Beginn von Zerstörung und Leid; aber auch von Wiedergeburt.
    Hört hier Ausschnitte des Buchs "Strahlen aus der Asche" des Zivilisationskritikers Robert Jungk mit seiner detailreichen und oft verstörend anschaulichen Recherche in der verheerten Einöde der Atomwüste Hiroshimas.
    Teil 2 der Episode "über die bombe": https://www.freie-radios.net/119172
    43 min
  • Kaputt FM: OMG! (Serie 1074: KAPUTT FM)
    Ihr kennt das bestimmt auch: Ihr lest über Anarchismus und müsst unweigerlich an Lederhosen denken... Oder euer Mitbewohner sucht nach etwas um den Holzofen anzuzünden und ihr fordert ihn auf dafür eure Memoiren zu nehmen.
    Nun ja, diese und viele weitere Alltagssituationen haben alle denselben Urheber:
    The one! The only! OMG!
    Hört hier jenen Teil seiner Originstory, in der ihr nachverfolgen könnt wie er sich durch Charisma, Zuverlässigkeit und Kombinationsgabe aufschwang zum Secretary of No State.
    37 min
  • "Die Demokratie gründet halt auch auf Antifaschismus" - Antifa Jugendcamp am Peršmanhof (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    Ein Polizeieinsatz, der sprachlos macht: Ende Juli rückte in Kärnten ein Großaufgebot aus – mit Cobra-Einheit, Hundestaffel, Hubschrauber, LSE (Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung) und Beamt:innen des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl. Ziel war ein antifaschistisches Jugendbildungs-Camp am historischen Peršmanhof, einem zentralen Erinnerungsort des slowenischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Dort, wo die SS 1945 elf Zivilist:innen – darunter sieben Kinder und ein Säugling – ermordete, wurde nun ein Camp, das sich mit Geschichte, Demokratie und Gedenken beschäftigt, von der Polizei gerazzt.
    Die Behörden begründeten den Einsatz mit angeblichen Verstößen gegen Camping- und Naturschutzrecht – doch inwiefern das einen Einsatz mit einem solchen Ausmaß und Brutalität rechtfertig, kann bisher von den verantwortlichen Behören nicht argumentiert werden. Vom Museumsbund über das Mauthausen Komitee bis hin zum DÖW und dem KZ Verband fordern viele eine lückenlose Aufklärung. Die bisher einzige Konsequenz: Der Einsatzleiter wurde mittlerweile Ende September versetzt.
    Im Interview erzählen zwei Mitglieder des Organisationsteams, was am 27. Juli geschah, wie sie den massiven Polizeieinsatz erlebten und einordnen. Es geht um Repression, Erinnerungskultur und Gedenken, sowie rechte Netzwerke in Kärnten – und um die Frage, wie sensibel unsere Demokratie mit Orten des Gedenkens umgeht.
    Der ursprünglich für Ende September 2025 angekündigte Bericht der eingesetzten Kommission zum Peršmanhof-Einsatz liegt weiterhin nicht vor. Abgeordnete haben parlamentarische Anfragen gestellt, auf die das Innenministerium einräumte, dass die Kommission bereits getagt und Erhebungen durchgeführt habe, ein Abschlussbericht aber noch ausstehe.
    Letzter Stand ist, dass er Ende der Woche vom 20. Oktober veröffentlicht werden soll.
    Credits: Johannes Puch
    55 min
  • „Der Vorwurf ist schwerer Raub und Bildung einer kriminellen Vereinigung, die Beweislage aber dünn“ – AntifaGraz25 Prozess (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    "Es ist eine Selbstverständlichkeit wenn man in einem demokratischen Rechtsstaat lebt, dass man antifaschistisch ist, was denn sonst?" - Anton Pelinka (kürzlich verstorbener österreichischer Politikwissenschaftler)
    Im Grazer Landgericht beginnt ein Verfahren, das bereits im Vorfeld für Schlagzeilen sorgte: Der Repressionsprozess gegen linke Aktivist:innen nach dem Akademikerball.
    Im Frühjahr hatten schwer bewaffnete Polizeieinheiten, darunter auch die Cobra, Wohnungen durchsucht – ein Vorgehen, das selbst in Graz ungewöhnlich hart war. Anlass war ein Vorfall mit einem Burschenschafter, dem seine Burschenschaftskappe vom Kopf genommen wurde und der sich dabei schwer verletzte.
    Die Staatsanwaltschaft wirft mehreren Personen nun schweren Raub und die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor.
    Journalist:innen und antifaschistische Gruppen verweisen auf enge personelle und ideologische Verbindungen zwischen Justiz, Politik und Burschenschaftsszene und sehen die Ermittlungen als politisch motiviert. Parallelen zu anderen Fällen, etwa dem sogenannten Budapest-Komplex, machen deutlich, dass es sich um ein größeres Muster repressiver Kriminalisierung antifaschistischen Protests handelt. Für die Betroffenen geht es daher nicht nur um juristische Verfahren, sondern auch um Solidarität – lokal wie international –, um Öffentlichkeit herzustellen und Druck gegen diese Form mutmaßlich politisch motivierter Strafverfolgung aufzubauen.
    Ihr hört ein Interview mit zwei der Betroffenen über den Abend selbst, die Hausdurchsuchungen, über den mutmaßlichen Zweck der Repression und vieles mehr.
    Solidaritätskampagne: https://linktr.ee/antifagraz25
    Instagram: https://www.instagram.com/antifagraz25
    Im Zuge der Anklagen gegen die antifaschistische Szene in Graz haben wir die Staatsanwaltschaft um eine Stellungnahme gebeten, die ihr am Ende der Sendung hört. Dabei geht es um Fragen zur Unschuldsvermutung – die in einem Kleine Zeitung Interview mit der Medienstelle Staatsanwaltschaft nicht gewährleistet wurde, zur Dauer der Untersuchungshaft und zur Verhältnismäßigkeit des Strafmaßes.
    Credits: Presseservice Wien
    54 min
  • Hannes Urdl öffnet die Kiste: Humor in der Pflege (Serie 1170: Pflegestützpunkt. Wie wir pflegen und pflegen woll)
    „Wer weiß, vielleicht passiert dann etwas Komisches und die Tür zum Lachen öffnet sich einen Spaltbreit. Und wenn sie einmal offen ist, dann weiß mein Alter Ego, Clown Gustav Wurl, dass die Verlockung, über diese Schwelle zu gehen und sich dem Lachen hinzugeben, sehr groß ist.“
    Hannes Urdl ist Gesundheitsclown, Musiker und Workshopleiter. Er bringt langjährige Erfahrung als Clowndoktor der Roten Nasen mit und hält Fortbildungen zu den Themen Humor, Burnout-Prävention und positiver Umgang mit Stress sowie persönlicher Leitungsstil im Mittleren Pflegemanagement.
    Als Clown Gustav Wurl zauberte er Humorfrüchte wie Empathissen, Poesinen und Humorillen hervor, um sein Gegenüber einzuladen ein Stück des "Genesungsweges" gemeinsam zu gehen.
    Urdl hatte die Regionale Künstlerische Leitung in der Steiermark inne, als Clowndoktor ist er nun im Ruhestand. 2025 erschien sein Buch Humorvoll pflegen. Hintergrundwissen und Impulse für die Pflegepraxis.
    Im Gespräch blicken wir auf Erfahrungen als Clowndoktor, mit Patient:innen wie auch mit Pflegepersonal. Was bei einer humorvollen Begegnung passiert erfahren wir ebenso wie auch humorvoller Umgang mit sich selbst hilfreich sein kann. Und was es mit Wertschätzung statt Schwertwetzung auf sich hat.
    „Bevor’s lustig wird, ist es normal. Wir brauchen, bevor es verrückt wird, die Normalität“
    Moderation: Karin Schuster
    Relevante links:
    Hannes Urdl: https://hannes-urdl.at/
    Buch „Humorvoll pflegen“: https://www.facultas.at/item/73175184
    Arbeitsblätter aus dem Buch: https://www.facultas.at/zinfo/9783708925318/Arbeitsblatt.pdf
    Rote Nasen: https://www.rotenasen.at/
    CliniClowns: https://cliniclowns.at/
    Buch „Das kann ja heiter werden. Humor und Lachen in der Pflege“, Iren Bischofberger (Hrsg.): https://lbib.de/Das-kann-ja-heiter-werden-Humor-und-Lachen-in-der-Pflege-51549
    1 hr
  • Pflegequalität: was sie ist, wie sie gemessen wird und wer davon profitiert (Serie 1170: Pflegestützpunkt. Wie wir pflegen und pflegen woll)
    Seit mehr als 15 Jahren führt das Institut für Pflegewissenschaft an der Medizinischen Universität Graz Pflegequalitätserhebungen in Österreich durch. Teilnehmende Einrichtungen können damit ihre Stärken und Verbesserungspotentiale erkennen. Von 12.-14. November 2025 wird die nächste Erhebung stattfinden.
    Das österreichische Gesundheitsqualitätsportal informiert seit Juni 2025 zu Versorgungsqualität, Qualitätsmessung und Patientensicherheit. Ziel des Portals ist es, einerseits einen umfassenden Überblick über österreichische Gesundheitsthemen mit Qualitätsbezug zu geben und andererseits Kooperationen zwischen den zentralen Akteur:innen des österreichischen Gesundheitswesens anzustoßen und zu fördern. Außerdem soll das Portal Wissenschaft und praxisorientierte Forschung miteinander verknüpfen. Die inhaltliche Umsetzung des Portals erfolgt vom Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen an der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG).
    Ebenfalls von GÖG umgesetzt wird das Nationale Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime. Es bewertet die Lebensqualität der Bewohner:innen sowie die Arbeitsplatzqualität der Mitarbeitenden.
    Warum braucht es Pflegequalität? Was sind zentrale Anliegen in der Qualitätsarbeit und wer stellt diese sicher? Und kommt Pflegequalität in der Praxis an?
    Karin Schuster im Livestudiogespräch mit:
    Silvia Bauer, Universitätsassistentin am Institut für Pflegewissenschaft, Medizinische Universität Graz, Projektleiterin Pflegequalitätserhebung
    Lena Lampersberger, Universitätsassistentin am Institut Pflegewissenschaft, Medizinische Universität Graz, Pflegequalitätserhebung
    Karin Eglau, Geschäftsbereichsleiterin, Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen bei Gesundheit Österreich GmbH – per Telefon
    Relevante links:
    Pflegequalitätserhebung 2.0 (PQE 2.0): https://at.lpz-um.eu/de
    Institut für Pflegewissenschaft der Med Uni Graz: https://pflegewissenschaft.medunigraz.at/forschung
    Abteilung für Qualitätsarbeit und -entwicklung am Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen, Gesundheit Österreich GmbH: https://goeg.at/qualitaetsarbeit_entwicklung
    Österreichisches Gesundheitsqualitätsportal: https://qualitaet-gesundheit.gv.at/
    Gesundheitsqualitätsgesetz (1.1.2024): https://www.ris.bka.gv.at/eli/bgbl/i/2004/179/P1/NOR40259033
    Nationales Qualitätszertifikat für Alten- und Pflegeheime (NQZ) https://www.nqz.gv.at/
    0 min
  • Podium unter freiem Himmel: Lebenswelt „Alter(n)“ und „Krank gespart“ (Serie 1170: Pflegestützpunkt. Wie wir pflegen und pflegen woll)
    Die gute Nachricht ist, die Gesellschaft wird immer älter. Doch wie gut ist unser Gesundheitssystem darauf vorbereitet? Mit dem neuen Buch „Krank gespart“ des Gesundheitsjournalisten Martin Rümmele kommt Sorge auf: „Steigende Wartezeiten, unversorgte Patientinnen und Patienten, Personal am Limit, gesperrte Spitalsbetten, Lieferengpässe bei Medikamenten, enorme Verluste bei Krankenversicherungen.“
    Was kommt bei den Menschen an Versorgung an? Sind die bestehenden Angebote bekannt? Kommen die Probleme und Forderungen bei der Politik an? Aufgeräumt wird mit Mythen zur Finanzierung des Systems und wir erfahren mehr über das „Staatsgeheimnis der Versorgungsangebote“. Was es braucht inklusive konkreter Forderungen und Vorschläge liefern die Podiumsgäste.
    Am 2. Mai 2025 veranstaltete der Pflegestützpunkt ein Podiumsgespräch im Rahmen vom Stadtviertelfest Lendwirbel am „Hier ist Platz“. Wir kommen direkt zu den Menschen :)
    Zum Auftakt las Mario Schemmerl (Autor und Dipl. Gesundheits- und Krankenpfleger) aus seinem Romanprojekt „Der Sonnenhof“.
    Podiumsgäste:
    Lisa Katharina Mayer, Gesundheitsexpertin, Gesundheit Österreich GmbH
    Martin Rümmele, Gesundheitsjournalist, aktuelles Buch „Krank gespart. Wie Konzerne, Berater und Politik unser Gesundheitswesen ausbluten lassen“
    Ulrike Wechtitsch, Dipl. Gesundheits- und Krankenpflegerin, Hilfswerk Steiermark, ARGE Mobile Dienste des Österreichischen Gesundheits- und Krankenpflegeverbandes
    Klaus Zenz, Landtagsabgeordneter (SPÖ Steiermark), Ausschuss für Gesundheit und Pflege
    Moderation & Sendungsgestaltung: Karin Schuster
    Für Überraschung und einen freudigen Abschluss sorgte Arne Öhlknecht von dieBewegungsrevolution mit einer Bewegungseinheit mit den Anwesenden am Platz.
    Den ganzen Nachmittag standen für die Lendwirbel-Besucher:innen Infostände zu Pflege, Betreuung und Prävention bereit.
    Die Veranstaltung wurde live ins Radio übertragen, in dieser Radiosendung bringen wir die gekürzte Version des Gesprächs.
    Relevante links:
    Videotrailer der Veranstaltung: https://www.youtube.com/watch?v=XNjmBt6NQRk
    Fotos der Veranstaltung: https://www.facebook.com/media/set/?set=a.1086797790133231&type=3&ref=embed_post
    Lesung von Mario Schemmerl anhören: https://cba.media/729944
    Buch „Krank gespart“: https://www.ampuls-verlag.at/b%C3%BCcher/krank-gespart-1/
    Lendwirbel: https://lendwirbel.at/
    dieBewegungsrevolution: https://diebewegungsrevolution.at/
    1 hr
  • Psychische Erkrankungen – weil wegschauen nicht drin ist! (Serie 1170: Pflegestützpunkt. Wie wir pflegen und pflegen woll)
    Raus aus der Schublade – Psychische Erkrankungen neu denken
    Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft noch immer mit Vorurteilen und Unsicherheit behaftet. Wir gehen diesen Stigmatisierungen auf den Grund – offen, ehrlich und mit fachlicher Tiefe. Zwei spannende Interviews geben Einblicke aus der Praxis:
    Frau Mag. Katharina Dirnbauer, Klinische- und Gesundheitspsychologin
    Herr Manuel Pfeilstecher, MSc, Gesundheits- und Krankenpfleger
    Die beiden berichten aus Ihren beruflichen Erfahrungen, sprechen über Herausforderungen und den Umgang mit Betroffenen.
    Ziel unseres Beitrags ist es, Verständnis zu schaffen, zum Nachdenken anzuregen – und das Schubladendenken endlich aufzubrechen.
    Wenn du dich gerade überfordert, verloren oder allein fühlst, dann hol auch du dir Hilfe. Hier findest du Anlaufstellen, die dir rund um die Uhr zur Seite stehen:
    Rat auf Draht 147
    Psy Not Psychiatrisches Krisentelefon 0800/44 99 33
    Kummernummer 116/ 123
    Telefonseelsorge 142
    => Diese Radiosendung ist im Rahmen einer Projektarbeit von Studierenden im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege der FH Joanneum Graz entstanden: Lea Petritsch, Bianca Puchmüller, Michael Rechberger, Laura Reicher, Laura Reitner und Lukas Reif.
    Radio-Workshop-Leitung: Walther Moser & Karin Schuster, Radio Helsinki
    Links:
    https://psynot-stmk.at/
    https://www.rataufdraht.at/
    https://www.telefonseelsorge-graz.at/
    https://gesundheitsfonds-steiermark.at/projekte/psychiatrische-krisentelefon-psynot/
    https://www.fh-joanneum.at/gesundheits-und-krankenpflege/bachelor/
    1 hr
  • „Meine Augen und Nieren sind kaputt seit der Justizanstalt Karlau“ – Martin von Inmates Shelter (Serie 807: von unten)
    „Meine Augen und Nieren sind kaputt seit der JA Karlau“ – Martin von Inmates Shelter
    Am 21. Juni fand in der Mauergasse in Graz zum zweiten Mal der „Anti-Knast-Tag“ statt. Mit dabei war unter anderem die Organisation Inmates Shelter, die gemeinsam mit anderen Gruppen zu unterschiedlichen Redebeiträgen einlud. Zudem wurden Briefe von inhaftierten Personen öffentlich vorgelesen. Darin wurden Missstände in der Gesundheitsversorgung, mangelnde Ausbildungsangebote, hohe Kosten für Essen und Telefonate sowie Gewalt und Drogenmissbrauch thematisiert.
    Wir haben mit Martin von Inmates Shelter über seine Zeit in der Justizanstalt Karlau gesprochen – über gesundheitliche Folgeschäden, die er auf die Haft zurückführt, und über den Umgang mit Drogen im Gefängnis.
    Am 23. Juni ersuchten wir telefonisch um eine Stellungnahme der Justizanstalt Karlau. Wir wurden gebeten, unsere Anfrage schriftlich zu stellen, was wir noch am 23. Juni machten. Eine Antwort darauf steht bislang aus.
    Bild: Justizanstalt Karlau
    13 min
  • „Anarchie ist ein Zustand der jegliche Herrschaft ablehnt“ – Peter Seyferth (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    Was ist unter Anarchie im politischen Sinne zu verstehen? Welche historischen Entwicklungen prägen die verschiedenen Strömungen des Anarchismus, und welche aktuellen Debatten werden heute innerhalb anarchistischer Theorie und Praxis geführt? In dieser Sendung beleuchtet Nikita gemeinsam mit Peter Seyferth den Anarchismus aus unterschiedlichen Perspektiven.
    Sie sprechen über seine ideengeschichtliche Einordnung im Verhältnis zu Kommunismus und Sozialdemokratie, über aktuelle Richtungen wie die Anti-Zivilisationskritik oder den Anarchokapitalismus und werfen einen Blick auf anthropologische Fragestellungen: Inwieweit ist Herrschaft Bestandteil menschlicher Organisation? Thematisiert werden außerdem inneranarchistische Spannungsfelder zwischen Individualismus und Kollektivismus, theoretische Debatten sowie die kulturelle Repräsentation von Anarchie – etwa in Literatur und Film.
    Zum Abschluss steht die Frage im Raum, wie ein Übergang von bestehenden Gesellschaftsstrukturen in eine anarchistische Organisation denkbar wäre – ob lokal, global oder gar nicht.
    Reinhören lohnt sich!
    Bild: Murdelta
    1 hr

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