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  • „Konferenz für Enteignung“ im Forum Stadtpark (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    Eigentum bedeutet oft Ausschluss: Wer besitzt, bestimmt – wer nichts hat, muss gehorchen. Gerade in Zeiten von Wohnungsnot, Energiemarktkrisen und ausbeuterischer Care-Arbeit wird klar, wie ungleich der Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen verteilt ist.
    Wie lässt sich Eigentum demokratisieren? Welche Rolle spielt Enteignung in der Transformation von Energieversorgung und Sorgearbeit? Diesen Fragen widmet sich die Konferenz für Enteignung, die am 26. April 2025 im Forum Stadtpark stattfand. Organisiert von der Internationalen Agentur für Enteignung, beleuchtete die Veranstaltung kritisch den Enteignungsbegriff.
    In unserer heutigen VON UNTEN im Gespräch Sendung präsentieren wir ausgewählte Ausschnitte der Diskussion, in der unter anderem Sabine Nuss, Manuela Zechner und Justus Henze von der Initiative RWE&Co Enteignen über gerechte Eigentumsverhältnisse debattierten.
    Kuratiert wurde das Diskursprogramm von Sara T. Huber und Markus Gönitzer.
    Foto: Peter Hutter
    1 hr
  • A.I.SYL zur KI im Asylverfahren in Österreich (Serie 807: von unten)
    Am Montag, dem 12. Mai 2025, fand im Forum Stadtpark in Graz die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts A.I.SYL statt. Das Projekt, gefördert vom Zukunftsfonds Steiermark, untersuchte den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im österreichischen Asylverfahren.
    Die Politikwissenschaftlerin Laura Jung (Universität Graz) und die Juristin Angelika Adensamer (VICESSE) präsentierten zentrale Ergebnisse ihrer Studie. Sie warnten vor möglichen Risiken wie fehleranfälligen KI-Analysen, Datenschutzverletzungen und der Tatsache, dass Asylsuchende zu Testpersonen neuer Technologien werden.
    Im Anschluss diskutierten Expertinnen aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft, darunter Daniela Grabovac (Antidiskriminierungsstelle Steiermark), eine Person der Caritas Steiermark (wollte anonym bleiben) und Klaudia Wieser (Pushback Alarm Austria), über die Implikationen des KI-Einsatzes im Asylbereich. Moderiert wurde die Diskussion von Bilgin Ayata (Universität Graz).
    Weitere Informationen und die erarbeitete Orientierungshilfe für Beratungsstellen findet ihr hier.
    Bild: Mirco Lukas Buoso
    13 min
  • Wir wollen gut arbeiten - Gute Arbeit gestalten (Serie 1170: Pflegestützpunkt. Wie wir pflegen und pflegen woll)
    Nicht wenige Menschen verlassen den Pflegeberuf oder reduzieren zumindest das Stundenausmaß, aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen. Einigkeit herrscht darüber: Wir wollen gut arbeiten!
    New Work in der Pflege - ist keine Floskel, sondern eine Haltung. Nämlich Arbeit so zu gestalten, wie wir gut und gerne arbeiten können. Daniela Kolar beschäftigt sich genau damit, New Work im Gesundheitswesen zu etablieren. Gefragt sind dabei nicht nur Führungskräfte, sondern jede einzelne Person. Denn es geht auch um Reflexionsbereitschaft, allgegenwärtige Hierarchien, Fehlerkultur sowie Arbeitsabläufe zu hinterfragen. Gefragt sind neue Wege, um Zufriedenheit im Pflegeberuf erleben zu können.
    Peter Eckerstorfer beschäftigt sich im Rahmen seiner Tätigkeit als Arbeitspsychologe bei der AUVA ebenfalls mit guter Arbeitsgestaltung, speziell in Pflegewohnheimen. Auf die Methode der teilnehmenden Beobachtung hat sich Pflegedienstleiter Christoph Kocher mit seinem Team im Pflegewohnheim Peter Rosegger/GGZ in Graz eingelassen.
    Heute im Pflegestützpunkt: zwei Gespräche aus der Nochtschicht 2024 stimmen auf den kommenden Online-Pflegestammtisch am 27.1.2025 ein.
    Moderation & Sendungsgestaltung: Karin Schuster
    * * * * *
    Nochtschicht III #14: Über das Hinterfragen von Abläufen im Pflegeberuf
    Daniela Kolar, DGKP, Personal- und Organisationsentwicklung, KoCreation
    Im März und April 2024 fanden im Lendhafen Graz zwei Veranstaltungen mit dem Titel „Zukunft Gesundheit – Chancen und Möglichkeiten von New Work im Gesundheitswesen“ statt. Damit öffnet Daniela Kolar den Raum für Austausch, Reflexion und bietet Empowerment für Pflegekräfte an. Sicher hast Du schon die Aussage vernommen: „Das haben wir schon immer so gemacht“?
    Wir sprechen über Ergebnisse und Erkenntnisse aus den beiden Veranstaltungen, über die Position der Führungskraft im Pflegebereich und über Hierarchien. Garniert mit einen Blick auf das große Wort: Reflexionsbereitschaft.
    * * * * *
    Nochtschicht III #17: Über den Mehrwert zwischenmenschlich selbstorganisierter Arbeit im Pflegewohnheim
    Peter Eckerstorfer, Arbeitspsychologe AUVAfit
    Christoph Kocher, Pflegedienstleiter im PWH Peter Rosegger, GGZ der Stadt Graz
    Peter Eckerstorfer ist in seiner Tätigkeit als Arbeitspsychologe der AUVA vorwiegend in Pflegewohnheimen tätig. Für geriatrische Langzeitpflegeeinrichtungen hat er das „Modell einer sozial-aktivierenden Arbeitsgestaltung“ konzipiert. Dabei geht es um die Gestaltung von gesunden Arbeitsbedingungen.
    Christoph Kocher leitet ein Pflegewohnheim. Mit seinem Team führte er ein Projekt zur Arbeitsgestaltung mit dem Titel „Organisationsstruktur neu“ durch.
    Die beiden berichten über Ergebnisse und Erkenntnisse ihrer Projekte: es geht um Unternehmenskultur, Reflexionsbereitschaft und die Möglichkeit zur Selbstorganisation bei der Arbeit.
    * * * * *
    Terminankündigung:
    Online-Pflegestammtisch am 27.1.2025 von 18 – 20 Uhr: https://helsinki.at/news/pflegestammtisch_new_work/
    Relevante links:
    Nochtschicht 2024: https://helsinki.at/program/134309/
    https://www.kocreation.at/
    https://newworkwirbel.at/
    http://eckerstorfer.info/Eckerstorfer_Der_Mehrwert_zwischenmenschlich_gestalteter%20Arbeit_in%20Pflegeheimen.pdf
    Artikel in „Sichere Arbeit“ 6/2024 (S. 36 – 39): https://www.sicherearbeit.at/content/dam/sicherearbeit/downloads/2024/SIA_6_24_BF.pdf
    1 hr
  • „The system was constructed just to kill them, and I don’t want them to die.“ – Ein Bericht aus Lesbos (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    Die griechische Insel Lesbos ist ein Ort voller Widersprüche: Einerseits beeindruckt sie mit einer einzigartig schönen Landschaft, andererseits sieht man jeden Abend die griechische Küstenwache ins Ägäische Meer ausfahren – auf Missionen, die oft illegale und tödliche Pushbacks zur Folge haben. Migrantion wird kriminalisiert und die Küstenwache arbeitet eng mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zusammen.
    In den vergangenen Jahren haben sich die Situation auf der Insel und die Arbeit von Freiwilligen, NGOs und autonomen Organisationen stark verändert. Die VON UNTEN Redaktion war von 15. bis 19. Januar zu Gast bei unserem Kooperationsradio Radio VC Mytilene auf Lesvos. Dort haben wir mit Journalist:innen, Anwält:innen und sich autonom organisierenden Menschen von unterschiedlichen Initiativen gesprochen, um herauszufinden, wie sich die Lage für People on the Move, Freiwillige und Organisationen entwickelt.
    Zunächst hört ihr Ozan Mirkan Balpetek vom Legal Center Lesvos und Serife Ceren Uysal von der European Association of Lawyers for Democracy and World Human Rights. Sie berichten über ihre Arbeit auf der Insel und erklären, warum Weitermachen für sie keine Frage der Motivation ist, sondern Teil eines selbstverständlichen Kampfes gegen ein mörderisches System.
    Anschließend erzählt der Journalist Hibai Arbide Aza von paramilitärischen Gruppen, die illegale und brutale Pushbacks durchführen, wie sich die Situation auf der Insel stetig verschlimmert - und davon, woher er die Energie nimmt, trotz immer widrigerer Bedingungen weiterzumachen.
    Zum Abschluss berichtet Maria von No Border Kitchen, wie sich die Arbeit der autonomen Gruppe in den letzten Jahren verändert hat, wie viele Menschen sie mit Essen versorgen und was es für sie bedeutet, durch wöchentliche Treffen Gemeinschaften zwischen Gruppen zu schaffen, die sonst keine Berührungspunkte hätten.
    Die Interviews sind auf Englisch.
    Bild: Das abgebrannte Camp Moria, Tamara Ussner
    Musik: Thrasos - Negros Tou Moria
    **English**
    The Greek island of Lesbos is a place full of contradictions: on the one hand, it impresses with its uniquely beautiful landscape; on the other, every evening, you see the Greek coast guard heading out into the Aegean Sea—on missions that often result in illegal and deadly pushbacks. Migrants are criminalized, and the coast guard works closely with the European border protection agency, Frontex.
    Over the past few years, the situation on the island and the work of volunteers, NGOs, and autonomous organizations have changed significantly. The VON UNTEN editorial team visited our partner radio station, Radio VC Mytilene, on Lesvos from January 15 to 19. There, we spoke with journalists, lawyers, and autonomously organized individuals from various initiatives to find out how the situation for People on the Move, volunteers, and organizations has evolved—and what it currently looks like.
    First, you will hear from Ozan Mirkan Balpetek of the Legal Center Lesvos and Serife Ceren Uysal of the European Association of Lawyers for Democracy and World Human Rights. They talk about their work on the island and explain why continuing their efforts is not a matter of motivation but an essential part of the fight against a murderous system.
    Next, journalist Hibai Arbide Aza speaks about paramilitary groups carrying out illegal and brutal pushbacks, how the situation on the island worsens steadily—and where he finds the energy to keep going despite increasingly difficult conditions.
    Finally, Maria from No Border Kitchen shares how the work of this autonomous group has changed in recent years, how many people they provide with food—and what it means to her to create communities through weekly meetings between groups that would otherwise have no points of contact.
    The interviews are in English.
    Image: The burned-down Moria camp, Tamara Ussner
    Music: Thrasos - Negros Tou Moria
    1 hr
  • Gemeinsam für eine fairsorgende Wirtschaft und Gesellschaft (Serie 1170: Pflegestützpunkt. Wie wir pflegen und pflegen woll)
    Die gleichnamige Konferenz mit dem Untertitel „Wege und Strategien entwickeln“ fand am 15. und 16. November 2024 im AK-Bildungshaus Jägermayrhof in Linz statt.
    Rund 90 Teilnehmer:innen aus verschiedensten Bereichen der Zivilgesellschaft nahmen daran teil. Zwei Tage wurde an einer gemeinsamen Vision einer fair sorgenden Wirtschaft und Gesellschaft gearbeitet, viele neue Verbindungen sind daraus entstanden.
    Organisiert wurde die Konferenz von Fairsorgen! Wirtschaften fürs Leben. Das Netzwerk beschreibt sich auf deren website so:
    Wir sind ein breites Bündnis von engagierten Menschen und Organisationen. Wir setzen uns gemeinsam für ein fürsorgendes, versorgendes und vorsorgendes Wirtschaften und für eine geschlechtergerechte Budget- und Finanzpolitik ein: Für mehr Zeit, Geld und Wertschätzung für alle, die Care Arbeit leisten, mehr öffentliche und gemeinnützige Care-Leistungen, mehr Rechte und Gerechtigkeit, mehr Mitgestaltung und mehr Macht, um unsere Anliegen umzusetzen.
    Karin Schuster nahm an der Konferenz mit dem Aufnahmegerät teil. Mit dieser Sendung bekommt ihr Einblicke, Sequenzen der Impulse, Meinungen, Stimmungen und Ausblicke.
    Relevante links:
    Infos & Termine: https://fairsorgen.at/
    FairSorgen Lesetipps: https://fairsorgen.at/lesetipps-zur-sorgearbeit/
    Aktiv werden: https://fairsorgen.at/aktiv-werden/
    Dachverband für Männer-, Burschen-, und Väterarbeit in Österreich: https://www.dmoe-info.at/news
    https://www.awblog.at/Wirtschaft/Daseinsvorsorge-ausbauen-jetzt
    https://www.momentum-institut.at/
    1 hr
  • Konzernklage gegen Deutschland - der Fall Strabag (Serie 807: von unten)
    In diesem Beitrag sprechen wir mit David Walch von Attac Österreich über den brisanten Fall Strabag: Der Baukonzern will einen Schiedsspruch von 350 Millionen Euro gegen Deutschland in den USA durchsetzen – basierend auf dem umstrittenen Energiecharta-Vertrag (ECT). Obwohl der Europäische Gerichtshof solche Klagen innerhalb der EU längst für unzulässig erklärt hat, urteilen private Schiedsgerichte weiter. Was bedeutet diese Paralleljustiz für Demokratie, Rechtsstaat und Klimaschutz? Warum zögert Österreich mit dem Austritt aus dem ECT – und was können wir dagegen tun? Antworten gibt’s im Interview bei Radio Helsinki – kritisch, unabhängig, solidarisch.
    David Walch ist seit 20 Jahren Pressesprecher von Attac Österreich.
    Bild: Max Herlitschka
    18 min
  • „The system was constructed just to kill them, and I don’t want them to die.“ – Ein Bericht aus Lesvos (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    **English below**
    Die griechische Insel Lesvos ist ein Ort voller Widersprüche: Einerseits beeindruckt sie mit einer einzigartig schönen Landschaft, andererseits sieht man jeden Abend die griechische Küstenwache ins Ägäische Meer ausfahren – auf Missionen, die oft illegale und tödliche Pushbacks zur Folge haben. Migrant:innen werden kriminalisiert, und die Küstenwache arbeitet eng mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zusammen.
    In den vergangenen Jahren haben sich die Situation auf der Insel und die Arbeit von Freiwilligen, NGOs und autonomen Organisationen stark verändert. Die VON UNTEN Redaktion war von 15. bis zum 19. Januar zu Gast bei unserem Kooperationsradio Radio Mytilini auf Lesvos. Dort haben wir mit Journalist:innen, Anwält:innen und autonom organisierten Menschen aus unterschiedlichen Initiativen gesprochen, um herauszufinden, wie sich die Lage für People on the Move, für Freiwillige und Organisationen entwickelt hat und wie sie aktuell aussieht.
    In diesem Beitrag hört ihr Ozan Mirkan Balpetek vom Legal Center Lesvos und Serife Ceren Uysal von der European Association of lawyers for Democracy and World Human Rights. Sie berichten über ihre Arbeit auf der Insel und erklären, warum Weitermachen für sie keine Frage der Motivation ist, sondern Teil eines selbstverständlichen Kampfes gegen ein mörderisches System.
    Das Interview ist auf Englisch.
    Bild: Tamara Ussner
    **English**
    "The system was constructed just to kill them, and I don’t want them to die." – A Report from Lesvos
    The Greek island of Lesvos is a place full of contradictions: on the one hand, it impresses with its uniquely beautiful landscape; on the other, every evening, you see the Greek coast guard heading out into the Aegean Sea—on missions that often result in illegal and deadly pushbacks. Migrants are criminalized, and the coast guard works closely with the European border protection agency, Frontex.
    Over the past few years, the situation on the island and the work of volunteers, NGOs, and autonomous organizations have changed significantly. The VON UNTEN editorial team visited our partner radio station, Radio Mytilini, on Lesvos from January 15 to 19. There, we spoke with journalists, lawyers, and autonomously organized individuals from various initiatives to find out how the situation for People on the Move, volunteers, and organizations has evolved—and what it currently looks like.
    In this interview you will hear from Ozan Mirkan Balpetek of the Legal Center Lesvos and Serife Ceren Uysal of the European Association of Lawyers for Democracy and World Human Rights. They talk about their work on the island and explain why continuing their efforts is not a matter of motivation but an essential part of the fight against a murderous system.
    The interview is in English.
    Image: Tamara Ussner
    22 min
  • „Our work here creates community and thats what I like about it“ – Maria von No Border Kitchen (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    **English below**
    Die griechische Insel Lesvos ist ein Ort voller Widersprüche: Einerseits beeindruckt sie mit einer einzigartig schönen Landschaft, andererseits sieht man jeden Abend die griechische Küstenwache ins Ägäische Meer ausfahren – auf Missionen, die oft illegale und tödliche Pushbacks zur Folge haben. Migrant:innen werden kriminalisiert, und die Küstenwache arbeitet eng mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zusammen.
    In den vergangenen Jahren haben sich die Situation auf der Insel und die Arbeit von Freiwilligen, NGOs und autonomen Organisationen stark verändert. Die VON UNTEN Redaktion war von 15. bis zum 19. Januar zu Gast bei unserem Kooperationsradio Radio Mytilini auf Lesvos. Dort haben wir mit Journalist:innen, Anwält:innen und autonom organisierten Menschen aus unterschiedlichen Initiativen gesprochen, um herauszufinden, wie sich die Lage für People on the Move, für Freiwillige und Organisationen entwickelt hat und wie sie aktuell aussieht.
    In diesem Beitrag berichtet Maria von der No Border Kitchen, wie sich die Arbeit der autonomen Gruppe in den letzten Jahren verändert hat, wie viele Menschen sie mit Essen versorgen – und was es für sie bedeutet, durch wöchentliche Treffen Gemeinschaften zwischen Gruppen zu schaffen, die sonst keine Berührungspunkte hätten.
    Das Interview ist auf Englisch.
    Bild: Tamara Ussner
    „Our work here creates community and thats what I like about it“ – Maria from No Border Kitchen
    The Greek island of Lesvos is a place full of contradictions: on the one hand, it impresses with its uniquely beautiful landscape; on the other, every evening, you see the Greek coast guard heading out into the Aegean Sea—on missions that often result in illegal and deadly pushbacks. Migrants are criminalized, and the coast guard works closely with the European border protection agency, Frontex.
    Over the past few years, the situation on the island and the work of volunteers, NGOs, and autonomous organizations have changed significantly. The VON UNTEN editorial team visited our partner radio station, Radio Mytilini, on Lesvos from January 15 to 19. There, we spoke with journalists, lawyers, and autonomously organized individuals from various initiatives to find out how the situation for People on the Move, volunteers, and organizations has evolved—and what it currently looks like.
    In this interview Maria from No Border Kitchen shares how the work of this autonomous group has changed in recent years, how many people they provide with food—and what it means to her to create communities through weekly meetings between groups that would otherwise have no points of contact.
    The interview is in English.
    Image: Tamara Ussner
    23 min
  • „In the end of the day, we remember we are not the ones who suffer the most, and that puts things in perspective as well.“ – Hibai Harbide Ava (Serie 1287: VON UNTEN im Gespräch)
    **English below**
    Die griechische Insel Lesvos ist ein Ort voller Widersprüche: Einerseits beeindruckt sie mit einer einzigartig schönen Landschaft, andererseits sieht man jeden Abend die griechische Küstenwache ins Ägäische Meer ausfahren – auf Missionen, die oft illegale und tödliche Pushbacks zur Folge haben. Migrant:innen werden kriminalisiert, und die Küstenwache arbeitet eng mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex zusammen.
    In den vergangenen Jahren haben sich die Situation auf der Insel und die Arbeit von Freiwilligen, NGOs und autonomen Organisationen stark verändert. Die VON UNTEN Redaktion war von 15. bis zum 19. Januar zu Gast bei unserem Kooperationsradio Radio Mytilini auf Lesvos. Dort haben wir mit Journalist:innen, Anwält:innen und autonom organisierten Menschen aus unterschiedlichen Initiativen gesprochen, um herauszufinden, wie sich die Lage für People on the Move, für Freiwillige und Organisationen entwickelt hat und wie sie aktuell aussieht.
    In diesem Beitrag erzählt der Journalist Hibai Arbide Aza von paramilitärischen Gruppen, die illegale und brutale Pushbacks durchführen, von KI-gestützten Überwachungssystemen, die Proteste in Camps erkennen, noch bevor sie stattfinden – und davon, woher er die Energie nimmt, trotz immer widrigerer Bedingungen weiterzumachen.
    Das Interview ist auf Englisch.
    Bild: Das neu gebaute Camp Vastria, Tamara Ussner
    **English**
    "The system was constructed just to kill them, and I don’t want them to die." – A Report from Lesvos
    The Greek island of Lesvos is a place full of contradictions: on the one hand, it impresses with its uniquely beautiful landscape; on the other, every evening, you see the Greek coast guard heading out into the Aegean Sea—on missions that often result in illegal and deadly pushbacks. Migrants are criminalized, and the coast guard works closely with the European border protection agency, Frontex.
    Over the past few years, the situation on the island and the work of volunteers, NGOs, and autonomous organizations have changed significantly. The VON UNTEN editorial team visited our partner radio station, Radio Mytilini, on Lesvos from January 15 to 19. There, we spoke with journalists, lawyers, and autonomously organized individuals from various initiatives to find out how the situation for People on the Move, volunteers, and organizations has evolved—and what it currently looks like.
    In this interview journalist Hibai Arbide Aza speaks about paramilitary groups carrying out illegal and brutal pushbacks, AI-powered surveillance systems that detect protests in camps before they even happen—and where he finds the energy to keep going despite increasingly difficult conditions.
    The interview is in English.
    Image: Newly built Vastria Camp, Tamara Ussner
    23 min
  • Special: Equal Care Day-Konferenz 2025 (Serie 1170: Pflegestützpunkt. Wie wir pflegen und pflegen woll)
    Bereits das dritte Jahr wird die Equal Care Day-Konferenz auch in Graz abgehalten, als eine von mehreren Bühnen im europäischen Raum. Die Initiative und der gleichnamige Aktionstag „Equal Care Day“ wurden von Almut Schnerring und Sascha Verlan 2016 in Bonn gegründet. Das diesjährige Motto lautet: „Care-Arbeit im Wandel: Herausforderungen und Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft“
    Die ECD-Konferenz ist Teil eines hybriden Festivals mit vielen Inputs, Workshops, Netzwerk- und Diskussionsangeboten, also ein Austausch in Präsenz und Online um ins Handeln zu kommen.
    Das Herzstück der Konferenz in Graz bildet der Marktplatz mit zahlreichen Infoständen von Vereinen und Institutionen rund um bezahlte und unbezahlte Carearbeit, also alle Bereiche, wo Menschen für Menschen sorgen, sich kümmern, da sind.
    Am Programm stehen spannende Kurzvorträge von namhaften Expertinnen. Fixstarter sind auch immer Kabarettprogramm sowie eine Ausstellung und ausgezeichnete kulinarische Versorgung.
    Der Pflegestützpunkt war ganztags am Marktplatz präsent. Lina Moro, Mirza Mulalic und Karin Schuster waren außerdem mit den Aufnahmegeräten unterwegs und haben „Stimmen eingefangen“.
    In dieser Sendung geben wir Einblicke in die Angebote am Marktplatz, vertiefen thematisch mit Interviews und präsentieren Ausschnitte vom Podiumsgespräch, und das alles on the fly von der Konferenz.
    Hast du dir diese Fragen schon mal gestellt?
    In welchen Situation carest (sorgst) Du?
    bezahlt oder unbezahlt?
    was lässt du dafür liegen, machst deshalb nicht?
    wann carest du dich ganz persönlich?
    wieviel Zeit verwendest Du für Care in deinem Umfeld?
    wem fällt das auf, wenn Du dein Umfeld nicht carest?
    Sendungsgestaltung: Karin Schuster
    Relevante links:
    Veranstalter Land Steiermark: https://www.verwaltung.steiermark.at/cms/ziel/181857756/DE/
    Programmheft Steiermark: http://media.steiermark.at/flexpaper/Abteilung6/ECD/2025/index.html
    Bundesverband Equal Care – International: https://equalcareday.org/
    Corinna Dengler, Wirtschaftsuni Wien: https://www.wu.ac.at/institut-fuer-raeumliche-und-sozial-oekologische-transformationen-isset/team/dengler-corinna-dr
    1 hr

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