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Ein Licht in einer unruhigen Zeit
Am Heiligen Abend setzen sich Raphael Gielgen, Trendscout des Designmöbelherstellers Vitra und Rocketfuel Host Oliver Kemmann zusammen. Nicht für ein klassisches Interview, sondern für ein offenes Gespräch. Zwei Menschen, die sich beruflich viel mit Zukunft, Arbeit und Veränderung beschäftigen und an diesem Tag bewusst den Fuß vom Gas nehmen und das Jahr mit ihren Erkenntnissen Revue passieren lassen wollen.
Hat die Weihnachtsgeschichte heute noch etwas mit uns zu tun? Mit Organisationen. Mit Führung. Mit einer Welt, die sich gerade neu sortiert.
Sie beginnt nicht mit Sicherheit.
Eine hochschwangere Frau. Eine lange Reise. Politische Willkür. Kein Platz. Kein Plan B.
Vielleicht ist das der Grund, warum diese Geschichte bis heute trägt. Nicht, weil sie idyllisch ist. Sondern weil sie ehrlich ist.
Der Stern von Bethlehem ist kein Navigationssystem. Er gibt keine Route vor und verspricht kein Ziel. Er zeigt nur eine Richtung. Wenn die Karte nicht mehr lesbar ist, reicht manchmal genau das.
Heute erleben wir etwas Ähnliches. KI, neue Arbeitswelten, gesellschaftliche und politische Verschiebungen. Viel Bewegung. Wenig Halt. Die Versuchung ist groß, alles kontrollieren zu wollen. Doch Orientierung entsteht nicht durch Kontrolle. Sie entsteht durch Fokus auf das Wesentliche.
Manchmal ist dieser Stern kein fernes Licht am Himmel, sondern ein Ort. Ein Raum, der Schutz gibt. Ein Zuhause. Räume, in denen man kurz aufhören darf zu funktionieren. Nicht als Rückzug, sondern als Voraussetzung, um wieder aufzubrechen.
Die Weihnachtsgeschichte erzählt auch von Verletzlichkeit. Ein Kind im Stall. Kein Palast. Keine Stärkeinszenierung. Und genau daraus entsteht Bewegung. Vielleicht liegt hier eine zentrale Lektion für unsere Zeit: Neues beginnt selten aus Perfektion. Es beginnt aus Fragilität.
Dann kommen sie zusammen. Die Hirten – bodenständig, intuitiv, nah an der Realität. Und die Weisen – analytisch, vorbereitet, suchend. Zwei Perspektiven. Keine ist besser. Beide sind notwendig.
Wir haben verlernt, diese Unterschiedlichkeit auszuhalten. In Organisationen wie in Gesellschaften. Dabei liegt genau dort das Kapital der Zukunft: in der Spannung zwischen Intuition und Analyse, zwischen Machen und Denken.
Dieses Heiligabend-Gespräch war unser Versuch, genau das wiederzufinden.
Folgt eurem Stern.
Merry Christmas everyone
By Oliver KemmannEin Licht in einer unruhigen Zeit
Am Heiligen Abend setzen sich Raphael Gielgen, Trendscout des Designmöbelherstellers Vitra und Rocketfuel Host Oliver Kemmann zusammen. Nicht für ein klassisches Interview, sondern für ein offenes Gespräch. Zwei Menschen, die sich beruflich viel mit Zukunft, Arbeit und Veränderung beschäftigen und an diesem Tag bewusst den Fuß vom Gas nehmen und das Jahr mit ihren Erkenntnissen Revue passieren lassen wollen.
Hat die Weihnachtsgeschichte heute noch etwas mit uns zu tun? Mit Organisationen. Mit Führung. Mit einer Welt, die sich gerade neu sortiert.
Sie beginnt nicht mit Sicherheit.
Eine hochschwangere Frau. Eine lange Reise. Politische Willkür. Kein Platz. Kein Plan B.
Vielleicht ist das der Grund, warum diese Geschichte bis heute trägt. Nicht, weil sie idyllisch ist. Sondern weil sie ehrlich ist.
Der Stern von Bethlehem ist kein Navigationssystem. Er gibt keine Route vor und verspricht kein Ziel. Er zeigt nur eine Richtung. Wenn die Karte nicht mehr lesbar ist, reicht manchmal genau das.
Heute erleben wir etwas Ähnliches. KI, neue Arbeitswelten, gesellschaftliche und politische Verschiebungen. Viel Bewegung. Wenig Halt. Die Versuchung ist groß, alles kontrollieren zu wollen. Doch Orientierung entsteht nicht durch Kontrolle. Sie entsteht durch Fokus auf das Wesentliche.
Manchmal ist dieser Stern kein fernes Licht am Himmel, sondern ein Ort. Ein Raum, der Schutz gibt. Ein Zuhause. Räume, in denen man kurz aufhören darf zu funktionieren. Nicht als Rückzug, sondern als Voraussetzung, um wieder aufzubrechen.
Die Weihnachtsgeschichte erzählt auch von Verletzlichkeit. Ein Kind im Stall. Kein Palast. Keine Stärkeinszenierung. Und genau daraus entsteht Bewegung. Vielleicht liegt hier eine zentrale Lektion für unsere Zeit: Neues beginnt selten aus Perfektion. Es beginnt aus Fragilität.
Dann kommen sie zusammen. Die Hirten – bodenständig, intuitiv, nah an der Realität. Und die Weisen – analytisch, vorbereitet, suchend. Zwei Perspektiven. Keine ist besser. Beide sind notwendig.
Wir haben verlernt, diese Unterschiedlichkeit auszuhalten. In Organisationen wie in Gesellschaften. Dabei liegt genau dort das Kapital der Zukunft: in der Spannung zwischen Intuition und Analyse, zwischen Machen und Denken.
Dieses Heiligabend-Gespräch war unser Versuch, genau das wiederzufinden.
Folgt eurem Stern.
Merry Christmas everyone

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