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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Gutes GEHEN für alle des Vereins Linz zu Fuß gab es am 19. November 2025 einen Vortrag von Bernhard Kalteis (Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur). Kalteis ist zuständig für den Fußverkehr auf Bundesebene und ist maßgeblich an der Initiative Österreich zu Fuß beteiligt. Im Interview spricht er über Fußverkehr, Stadtplanung und die Zusammenarbeit zwischen Bund, Städten und Gemeinden.
Beitragsbild: Pexels (Pixabay)
Global ConnAct 2025
Vom 12. November 2025 bis zum 3. Dezember 2025 finden die 3. Linzer Hochschulwochen statt – dieses Jahr unter dem Motto „Global ConnAct“. Das Programm verbindet eine Reihe an künstlerischen, wissenschaftlichen und aktivistischen Beiträgen rund um Entwicklungspolitik. In diesem Rahmen gab es am Dienstag, dem 18. November, einen Gastvortrag von Südwind-Bildungsreferentin Katrin von Hagke. Stattgefunden hat der Austausch an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, im Rahmen einer Online-Lehrveranstaltung zum Thema Politische Philosophie von Professor Thomas Mohrs.
Ein zentrales Thema des Vortrags waren globale Ungleichheiten. Ein wichtiges Thema waren die großen Unterschiede zwischen Ländern, wenn es um den CO₂-Ausstoß pro Kopf geht. Katrin von Hagke unterstreicht außerdem die kurzen Zeitspannen, in denen wir die Ressourcen, die uns eigentlich zustehen sollten, verbrauchen würden. Interessant sei auch, dass ein großer Teil der Kohlenstoffemissionen von einer unverhältnismäßig kleinen Gruppe reicher Menschen verursacht werde.
Eine Gruppe von Menschen, die dem Klima gegenüber besonders verwundbar ist, sind Frauen. Laut einer UN-Statistik, so von Hagke, zeichne sich beispielsweise ab, dass Frauen bei Naturkatastrophen ein höheres Sterberisiko hätten als der Rest der Bevölkerung. Dafür gebe es eine Reihe an Gründen, darunter Pflegearbeit, Bildung und mangelnde Erreichbarkeit durch Warnsysteme. Im Falle einer Katastrophe sei es auch schwieriger für Frauen, finanziell wieder auf die Beine zu kommen, meint die Südwind-Bildungsreferentin.
Beitragsbild: Kamran Khan, Pixabay
Frauen*zimmerschiessen
Heute, am 25. November 2025, ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Aus diesem Anlass wird im splace – dem Ausstellungsraum der Kunstuniversität Linz – eine neue Ausstellung eröffnet. Der Name der Ausstellung lautet FRAUEN*ZIMMERSCHIESSEN – name it | count it | end it. Die Künstlerin Elisa Andessner setzt sich mit historischen Schützenscheiben auseinander, auf denen Frauen als Zielscheiben dargestellt sind – und zieht eindrucksvolle Verbindungen zwischen dieser patriarchalen Bildtradition und der aktuellen Realität von Femiziden. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Projekt StoP Linz, der Fotokünstlerin Violetta Wakolbinger, dem Filmteam Alenka Maly und Roland Freinschlag sowie Designer Tobias Zucali und Schützenscheibenmalerin Romana Hörzing.
Global ConnAct 2025
Vom 12. November 2025 bis zum 3. Dezember 2025 finden die 3. Linzer Hochschulwochen statt – dieses Jahr unter dem Motto „Global ConnAct“. Das Programm verbindet eine Reihe an künstlerischen, wissenschaftlichen und aktivistischen Beiträgen rund um Entwicklungspolitik. In diesem Rahmen gab es am Dienstag, dem 18. November, einen Gastvortrag von Südwind-Bildungsreferentin Katrin von Hagke. Stattgefunden hat der Austausch an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich, im Rahmen einer Online-Lehrveranstaltung zum Thema Politische Philosophie von Professor Thomas Mohrs.
Ein zentrales Thema des Vortrags waren globale Ungleichheiten. Ein wichtiges Thema waren die großen Unterschiede zwischen Ländern, wenn es um den CO₂-Ausstoß pro Kopf geht. Katrin von Hagke unterstreicht außerdem die kurzen Zeitspannen, in denen wir die Ressourcen, die uns eigentlich zustehen sollten, verbrauchen würden. Interessant sei auch, dass ein großer Teil der Kohlenstoffemissionen von einer unverhältnismäßig kleinen Gruppe reicher Menschen verursacht werde.
Eine Gruppe von Menschen, die dem Klima gegenüber besonders verwundbar ist, sind Frauen. Laut einer UN-Statistik, so von Hagke, zeichne sich beispielsweise ab, dass Frauen bei Naturkatastrophen ein höheres Sterberisiko hätten als der Rest der Bevölkerung. Dafür gebe es eine Reihe an Gründen, darunter Pflegearbeit, mangelnde Erreichbarkeit durch Warnsysteme und Bildung. Im Falle einer Katastrophe sei es auch schwieriger für Frauen, finanziell wieder auf die Beine zu kommen, meint Südwind-Bildungsreferentin Katrin von Hagke.
Beitragsbild: Sabine Traxler CC
Westsahara – dekoloniale Perspektive
Radio Blau sprach mit Mohamed Badati vom Zeok e.V. und Vertreter der Polisario in Sachsen und Bayern und mit dem Journalisten Mohsen Obba. Sie unterhielten sich über die Demokratische Arabische Republik Westsahara und die momentane Situation in der Westsahara. Der UN-Sicherheitsrat hat Ende Oktober davon gesprochen, dass die Westsahara eine autonome Region innerhalb Marokkos werden könnte, also kein eigener Staat. Was genau wurde da gesagt? Seit dem Abzug Spaniens im Jahr 1975 ist die Westsahara von Marokko völkerrechtswidrig besetzt. Tausende Saharauis mussten 1975/1976 ihre Heimat verlassen und fanden in der algerischen Sahara Zuflucht. Dort entstand eines der ältesten Flüchtlingslager der Welt. Das saharauische Flüchtlingslager im Süden Algeriens existiert bis heute. Im Westsahara-Konflikt geht es im Grunde um territoriale Ansprüche, Selbstbestimmung und die Nutzung natürlicher Ressourcen.
Gespräch zum Nachhören
25. November, Tag gegen Gewalt an Frauen
Am 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. An diesem Tag beginnen die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, die am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, enden. Weltweit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass Gewalt gegen Frauen und Mädchen eine Menschenrechtsverletzung ist. Und das dem ein Ende gesetzt werden muss. Radio Ginseng sprach darüber mit der Diplompolitologin Wiebke Eltze. Sie ist freie Referentin im Bereich Argumentationstrainig gegen rechte, rassistische und antifeministische Positionen.
Gespräch zum Nachhören
Gegen Fast Fashion
In Nürnbergs Innenstadt stand vor kurzem eine 5 Meter hohe Kunstinstallation aus Textilmüll. Greenpeace Nürnberg protestierte damit gegen Umweltverschmutzung durch Fast Fashion. Denn die Müllberge durch Kleidung werden immer größer. – und umweltschädlicher. Vor allem in Produkten der chinesischen Plattformen Temu und Shein stecken Umweltgifte. Diese überschreiten die Grenzwert zum Teil um das Viertausendefache. Das ergab eine Stichprobe der Umweltschutzorganisation Global 2000 zusammen mit der Arbeiterkammer (AK) Oberösterreich. Die Thematik der Fast Fashion Müllberge hat sich Heike Demmel genauer angesehen und für RadioZ einen Beitrag gestaltet.
Beitrag zum Nachhören
Moderation: Nora Niemetz
Ein Gespräch mit Politikwissenschafter Arne Hintz über Künstliche Intelligenz, Daten und soziale Gerechtigkeit.
Sowohl staatliche Behörden als auch wirtschaftliche Unternehmen sammeln immer mehr Daten über ihre Bewohner*innen und Kund*innen. Diese Daten lassen sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz automatisch auswerten. Das betrifft sowohl autoritäre Regime als auch demokratische Gesellschaften. Über die Folgen davon forscht der Politikwissenschafter Arne Hintz am Data Justice Lab in Cardiff. David Winkler-Ebner hat mit ihm über die Vor- und Nachteile des Datensammelns gesprochen und wie diese Praxis Diskriminierung in Gesellschaften verstärkt.
Österreichische UNESCO-Kommission (Hg.), Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll gestalten: ethische Rahmenbedingungen und Chancengerechtigkeit in demokratischen Gesellschaften. Wien, 2025 [eingesehen am 20.11.2025]
Website der Österreichischen UNESCO-Konferenz: www.unesco.at
Website School of Journalism, Media and Culture: www.cardiff.ac.uk/journalism-media-and-culture
Website University of Cardiff, Data Justice Lab:
Konferenz: Digital Citizenship and Surveillance Society, 18.-19.62026, University of Cardiff: dcssproject.net/conference
Sowohl staatliche Behörden als auch wirtschaftliche Unternehmen sammeln immer mehr Daten über ihre Bewohner*innen und Kund*innen. Diese Daten lassen sie mithilfe von Künstlicher Intelligenz automatisch auswerten. Das betrifft sowohl autoritäre Regime als auch demokratische Gesellschaften. Über die Folgen davon forscht der Politikwissenschafter Arne Hintz am Data Justice Lab in Cardiff. David Winkler-Ebner hat mit ihm über die Vor- und Nachteile des Datensammelns gesprochen und wie diese Praxis Diskriminierung in Gesellschaften verstärkt.
Österreichische UNESCO-Kommission (Hg.), Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll gestalten: ethische Rahmenbedingungen und Chancengerechtigkeit in demokratischen Gesellschaften. Wien, 2025, [https://zenodo.org/records/15528167] eingesehen am 20.11.2025.
Website der Österreichischen UNESCO-Konferenz: https://www.unesco.at/
Website School of Journalism, Media and Culture: https://www.cardiff.ac.uk/journalism-media-and-culture
Website University of Cardiff, Data Justice Lab:
Konferenz: Digital Citizenship and Surveillance Society, 18.-19.62026, University of Cardiff: https://dcssproject.net/conference/
Wer sorgt für ältere Menschen – und wen kümmert es, wer die Pflege leistet? Care-Arbeit wird zunehmend global ausgelagert. Österreich etwa wirbt gezielt in Kolumbien oder auf den Philippinen um Gesundheitspersonal. Dabei entstehen sogenannte Global Care Chains, also Betreuungsketten, die sich entlang globaler Ungleichheiten von Süd nach Nord, von Ost nach West spannen. Getragen werden sie meist von Frauen, häufig unter prekären Bedingungen.
Das Südwind-Magazin widmete dem Thema einen Schwerpunkt und veranstaltete im Rahmen der Buch Wien einen Talk in Kooperation mit der Arbeiterkammer Wien.
Im Gespräch: Salvacion Hohenberg (Krankenschwester in Pension), Christine Tragler (Chefredakteurin Südwind-Magazin), Marina Wetzlmaier (freie Autorin). Moderation: Lisa Mayr-Sinnreich.
Salvacion Hohenberg ist eine der ersten Krankenschwestern von den Philippinen, die nach Wien angeworben wurden. Sie erzählt wie sie im Dezember 1974 in Österreich ankam, welche Rahmenbedingungen sie vorfand und wie sie anfängliche Schwierigkeiten bewältigte.
Marina Wetzlmaier beschäftigt sich als freie Journalistin mit dem Thema Pflegefachkräfte und Arbeitsmigration aus den Philippinen. Sie spricht über die derzeitigen Anwerbungen im Rahmen eines neuen Fachkräfteabkommens und gibt Einblicke in das philippinische Gesundheitssystem sowie die Gründe, warum Menschen ins Ausland migrieren.
Christine Tragler ist Chefredakteurin des Südwind-Magazins und gibt einen Überblick zu Globalen Pflegeketten.
Weitere Infos zum Thema gibt es im Südwind-Dossier „Wen kümmert’s?“ zum Nachlesen.
Beitragsbild: CC Sabine van Erp (Pixabay)
Überflutungen: Schadenersatzforderung in Pakistan
Beitrag zum Nachhören
Hintertüre für Massenüberwachung
Gespräch zum Nachhören
Moderation: Nora Niemetz
Das Muslim Women Network Austria lud in Wien zu einem Abend zum Thema „Diskriminierung von migrantischen Frauen in Österreich“. In einer Diskussion wurde über Strategien gesprochen.
Am Freitag, 7. November hat in Wien ein Event des Muslim Women Network Austria stattgefunden. Ein Abend lang ist darüber diskutiert worden, in welchen Bereichen migrantische Frauen in Österreich diskriminiert werden und welche Strategien es dagegen gibt. Nach Inputs zu Themen wie Bildung, Gesundheit und Bilder von Migrant*innen in den Medien hat eine Podiumsdiskussion stattgefunden.
Der Titel war: Zwischen Solidarität und Systemwandel: Welche Schritte braucht es für echte Gleichstellung migrantisch gelesener Mädchen und Frauen? Es wurde darüber gesprochen, dass Migrant*innen bei der Arbeitssuche und beim AMS Rassismus ausgesetzt sind und dieser sehr häufig vorkommen würde. Diese Erlebnisse würden dann dazu führen, dass Personen sich weniger bemühen würden bei Ausbildungen und Jobsuche, da die Erfolgschancen, eingestellt zu werden oder Wertschätzung zu erfahren gering wären. Es wurde auch kritisiert, dass die Politik bei der Stimmungsmache gegen Migrant*innen teilnehmen würde und so ein Teufelskreis entstehe: Sie zeichnen ein negatives Bild von Migrant*innen und Arbeitgeber*innen hätten deswegen Vorbehalte, migrantische Personen einzustellen. Empowerment, Frauennetzwerke und Solidarität zwischen Frauen sind Lösungsansätze um diese strukturellen Probleme zumindest ein bisschen zu mindern.
Diskutiert haben:
Moderiert hat die Journalistin Maynat Kurbanova.
Sabine Traxler spricht mit der Linzer Künstlerin Elisa Andessner. Am 25. November 2025, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Kindern, eröffnet sie im splace – dem Ausstellungsraum der Kunstuniversität Linz – die Ausstellung FRAUEN*ZIMMERSCHIESSEN – name it | count it | end it.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit StoP Linz, der Fotokünstlerin Violetta Wakolbinger, dem Filmteam Alenka Maly und Roland Freinschlag sowie Designer Tobias Zucali und Schützenscheibenmalerin Romana Hörzing.
In ihrer Arbeit setzt sich Andessner mit historischen Schützenscheiben auseinander, auf denen Frauen als Zielscheiben dargestellt sind – und zieht eindrucksvolle Verbindungen zwischen dieser patriarchalen Bildtradition und der aktuellen Realität von Femiziden.
Zur Künstlerin:
Link zur Homepage von Elisa Andessner
Link zur Ausstellung
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