Ein fauler Kompromiss: Selbstaufgabe als einzige Möglichkeit, dir Beziehung zu sichern
Wenn du gelernt hast, dir deinen Platz in Beziehungen durch Selbstaufgabe zu sichern, fühlt sich Selbstachtung zunächst nicht sicher an – sondern wie die Gefahr, Beziehung zu verlieren.
Wenn du als kleines Mädchen Grenzverletzungen, Liebesentzug oder Schikane erlebt hast, kann sich tief in dir das Gefühl verankert haben, dir deinen Platz in Beziehungen erkämpfen zu müssen. Durch Überanpassung, Aufopferung und Selbstaufgabe versuchst du dann, Verbindung zu sichern und aufrechtzuerhalten.
Du trägst, gleichst aus, nimmst dich zurück und sorgst dafür, dass es dem anderen gut geht. Denn solange du all das tust, hast du das Gefühl, etwas dafür tun zu können, dass die Beziehung bestehen bleibt.
Hörst du damit auf, verlierst du zugleich diese vermeintliche Kontrolle.
Und genau deshalb kann sich das Ende der Selbstaufopferung wie ein massiver Kontrollverlust anfühlen.
In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, warum eine natürliche Grenze sich nicht wie Schutz, sondern wie Zurückweisung anfühlen kann. Warum für dich selbst einzustehen nicht selbstverständlich, sondern egoistisch wirken kann. Und warum es sich manchmal bedrohlicher anfühlt, die Selbstaufgabe loszulassen, als dich weiterhin selbst aufzugeben.
Denn die korrigierende, heilsame Erfahrung lautet:
Ich kann bei mir bleiben, auch wenn ich nicht kontrollieren kann, ob der andere bleibt. Und mein Überleben hängt heute nicht mehr davon ab, wie er sich entscheidet.
Ich nehme dich in dieser Folge auch mit in meine eigene Geschichte. Denn auch ich nahm meine Grenzen lange häufig gar nicht wahr, versuchte, Everybody’s Darling zu sein, wollte Harmonie, beschwichtigte Konflikte und passte mein Verhalten und meine Aussagen an andere an.
Verändert habe ich das nicht, indem ich mir sagte: „Ich setze jetzt einfach Grenzen.“
Veränderung begann damit, mein Verhalten überhaupt erst bewusst wahrzunehmen, Sicherheit zu erfahren und meinem Körper Schritt für Schritt eine neue Erfahrung zu ermöglichen:
Ich kann bei mir bleiben. Ich kann meine Grenze achten. Ich kann nicht kontrollieren, wie der andere darauf reagiert. Und ich bin trotzdem sicher.
Denn nicht die Selbstaufgabe selbst fühlt sich am gefährlichsten an, sondern die Vorstellung, sie aufzugeben.
Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Freude beim Lauschen – und vielleicht auch den ein oder anderen Moment, in dem du dich selbst ein kleines Stück besser verstehst. 🤍
Und wenn du nach dieser Folge merkst, dass du noch tiefer in diese Themen eintauchen möchtest, dann darf auch mein Buch dich ein Stück auf deinem Weg begleiten.
🤍 Mein Buch
Und vielleicht merkst du auch, dass Verstehen allein gerade nicht das ist, was du brauchst. Dass du dir einen Menschen an deiner Seite wünschst, der diesen Weg ein Stück mit dir hält und dich dabei begleitet, deinem Körper die Sicherheit zu schenken, die es braucht, um nicht mehr dich selbst verlassen zu müssen, damit ein anderer bleibt.
Dann ist mein Raum für dich geöffnet und du bist von Herzen eingeladen, dich zu einem Erstgespräch bei mir zu melden.
🤍 Zum Erstgespräch
Denn im wahrsten Sinne des Wortes: Wir brauchen einander. Und wir müssen diesen Weg nicht allein gehen.
Alles Liebe
Jennifer