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Intervallfasten statt Diät: Was ist der Unterschied?
Intervallfasten unterscheidet sich deutlich von klassischen Diäten. Rüdiger Freund, Chefredakteur von aponet.de und Apotheker, erklärt im Gespräch mit Host Ulli Harraß: Beim Intervallfasten geht es nicht um Kalorienzählen oder strenge Verbote. Entscheidend sind feste Zeitfenster für Essen und Fasten.
Das Prinzip ist einfach: Man isst in einem bestimmten Zeitraum und verzichtet außerhalb dieses Fensters auf Nahrung. Bestimmte Lebensmittel sind nicht grundsätzlich verboten. Dadurch fällt es vielen leichter, langfristig dranzubleiben, als bei herkömmlichen Diäten.
Welche Methoden des Intervallfastens gibt es?
Es gibt mehrere Formen, die sich im Alltag unterschiedlich gut umsetzen lassen:
Freund betont im Podcast: Die beste Methode ist die, die zum eigenen Alltag passt. Schichtarbeit, Familienleben oder sportliche Aktivität spielen bei der Wahl eine wichtige Rolle.
Was darf man beim Intervallfasten trinken?
Während der Fastenphase ist ausreichendes Trinken wichtig. Erlaubt sind Getränke ohne Kalorien, also Wasser, ungesüßter Tee oder schwarzer Kaffee. Sie liefern keine Energie und unterbrechen den Fastenstoffwechsel nicht. Zuckerhaltige Getränke, Säfte oder Milch im Kaffee zählen dagegen als Nahrungsaufnahme und beenden die Fastenphase.
Gesundheitliche Vorteile: Was sagt die Studienlage?
Viele Menschen interessieren sich für Intervallfasten wegen möglicher gesundheitlicher Vorteile. Studien zeigen Hinweise auf:
Intervallfasten beeinflusst den Stoffwechsel. Nach einigen Stunden ohne Nahrung greift der Körper verstärkt auf Fettreserven zurück. Dieser sogenannte metabolische Switch gilt als möglicher Schlüsselmechanismus. Rüdiger Freund ordnet jedoch ein: Die Studienlage ist noch nicht in allen Punkten eindeutig. Viele Untersuchungen wurden mit kleinen Teilnehmergruppen oder im Tierversuch durchgeführt. Wer gesundheitliche Probleme hat, sollte vor dem Start ärztlichen Rat einholen.
Typische Fehler beim Einstieg vermeiden
Ein häufiger Fehler ist ein zu ambitionierter Start. Viele beginnen direkt mit 16:8 und brechen schnell frustriert ab. Freund empfiehlt im Gespräch mit Herr Harras, zunächst mit 12:12 oder 14:10 zu starten und den Körper langsam an längere Essenspausen zu gewöhnen.
Ebenso wichtig ist die innere Haltung. Intervallfasten sollte sich nicht wie Verzicht oder Bestrafung anfühlen. In den Essensphasen kommt es auf eine ausgewogene Ernährung an. Wer Fastfood-Exzesse einplant, wird langfristig kaum profitieren.
Intervallfasten flexibel an den Alltag anpassen
Ein großer Vorteil des Intervallfastens ist seine Anpassungsfähigkeit. Wer gerne frühstückt, legt das Essensfenster in die Morgenstunden. Wer abends mit Familie oder Freunden essen möchte, verschiebt es entsprechend. Diese Flexibilität erhöht die Chance, das Konzept dauerhaft umzusetzen. Genau das ist entscheidend: Nicht Perfektion, sondern Kontinuität bringt langfristig gesundheitliche Effekte.
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Zink: Ein essentielles Spurenelement für den Körper
Zink gehört zu den Spurenelementen, die unser Körper unbedingt braucht, aber nicht selbst herstellen kann. Wir müssen es also täglich über die Ernährung aufnehmen. In der Podcastfolge sprechen Ulli Harraß und Rüdiger Freund darüber, warum Zink so wichtig für viele Prozesse im Körper ist.
Zink spielt eine zentrale Rolle für Haut, Haare und Nägel, unterstützt die Wundheilung und ist notwendig für Zellwachstum und Zellteilung. Außerdem wirkt es bei vielen Stoffwechselvorgängen mit, weil es Bestandteil zahlreicher Enzyme ist. Auch für die Fruchtbarkeit, zum Beispiel bei der Spermienbildung, und für ein starkes Immunsystem ist Zink entscheidend.
Zinkmangel: Welche Symptome können auftreten?
Ein echter Zinkmangel ist insgesamt selten, zeigt sich aber oft durch eher unspezifische Beschwerden. Genau das macht ihn manchmal schwer zu erkennen. Rüdiger Freund erklärt, dass typische Anzeichen sein können:
Diese Symptome können auch andere Ursachen haben. Wer einen Verdacht hat, sollte deshalb ärztlich abklären lassen, ob tatsächlich ein Mangel besteht.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für Zinkmangel?
Bestimmte Gruppen sind häufiger betroffen, weil bei ihnen die Aufnahme von Zink über den Darm gestört sein kann. Dazu zählen vor allem:
Bei diesen Risikogruppen kann eine gezielte Zinkeinnahme sinnvoll sein, aber am besten nach ärztlicher Empfehlung.
Zink bei Erkältung: Kann es die Dauer verkürzen?
Ein besonders spannender Teil der Folge: die Frage, ob Zink bei Erkältungen wirklich hilft. Die Studienlage ist hier relativ gut. Ulli Harraß und Rüdiger Freund sprechen über eine große Übersichtsarbeit mit rund 30 Studien. Das Ergebnis: Wenn Zink gleich bei den ersten Erkältungssymptomen eingenommen wird, kann es die Krankheitsdauer im Durchschnitt um etwa zwei Tage verkürzen. Für gesunde Erwachsene bringt eine höhere Zinkeinnahme zur Vorbeugung dagegen keinen klaren Vorteil.
Zink richtig einnehmen: Zeitpunkt und Anwendung
Rüdiger Freund empfiehlt, Zink möglichst innerhalb der ersten 24 Stunden nach Beginn einer Erkältung einzunehmen. Dann scheint der Effekt am größten zu sein. Ob als Tablette oder Lutschtablette spielt dabei keine entscheidende Rolle. Wichtig ist vor allem, früh zu starten und nicht über längere Zeit ohne medizinischen Grund hohe Dosen einzunehmen. Bei einem nachgewiesenen Zinkmangel sollte die Einnahme immer mit dem Arzt abgestimmt werden.
Weitere Tipps zur Unterstützung des Immunsystems
Neben Zink gibt es weitere Maßnahmen, die das Immunsystem während einer Erkältung unterstützen können. In der Podcastfolge werden unter anderem genannt:
Diese einfachen Schritte helfen dem Körper, schneller wieder fit zu werden.
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Was ist eine Nahrungsmittelallergie?
Eine Nahrungsmittelallergie entsteht, wenn das Immunsystem eigentlich harmlose Bestandteile von Lebensmitteln als gefährlich einstuft. Der Körper bildet Abwehrstoffe und reagiert oft sehr schnell nach dem Essen. Im Podcast spricht Host Ulli Harraß mit Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de, darüber, wie sich diese Reaktionen äußern und warum eine klare Diagnose so wichtig ist.
Typische Symptome einer Nahrungsmittelallergie
Die Beschwerden treten meist innerhalb von 30 Minuten nach dem Verzehr auf. Häufig sind Magen-Darm-Symptome wie Durchfall, Übelkeit oder Erbrechen. Dazu kommen Hautreaktionen wie Juckreiz, Rötungen, Ausschlag oder Quaddeln. Auch der Mund- und Rachenraum kann betroffen sein, etwa durch Kribbeln oder Schwellungen. In schweren Fällen kommt es zu Atemproblemen bis hin zu Asthmaanfällen.
Häufige Auslöser im Überblick
Zu den bekanntesten allergieauslösenden Lebensmitteln zählen Nüsse, Fisch, Milch und Milchprodukte, Hühnereier sowie Soja. Besonders Nussallergien beginnen oft schon im Kindesalter und bleiben meist ein Leben lang bestehen. In Restaurants und Imbissen müssen Allergenlisten mit den wichtigsten Auslösern gut sichtbar sein, das hilft Betroffenen, Risiken zu vermeiden.
Kreuzallergien: Wenn Pollen und Lebensmittel zusammenhängen
Viele Menschen mit Heuschnupfen entwickeln sogenannte Kreuzallergien. Wer etwa auf Birkenpollen allergisch reagiert, verträgt häufig auch Äpfel, Haselnüsse oder Karotten schlecht. Bei einer Gräserpollenallergie kann sogar eine Reaktion auf Erdnüsse auftreten. Grund sind ähnliche Eiweißstrukturen, die das Immunsystem nicht auseinanderhalten kann. Kinder mit Neurodermitis haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Nahrungsmittelallergien.
Allergie oder Unverträglichkeit: der wichtige Unterschied
Eine echte Allergie ist immer eine Immunreaktion. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen bestimmte Stoffe. Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit funktioniert anders. Bei der Laktoseintoleranz fehlt zum Beispiel das Enzym Laktase, das Milchzucker spaltet. Die Symptome ähneln sich oft, die Ursachen sind jedoch verschieden. Während bei Unverträglichkeiten Enzympräparate helfen können, bleibt bei Allergien meist nur das konsequente Meiden des Auslösers.
Behandlung und Alltagstipps bei Nahrungsmittelallergien
Medikamentöse Möglichkeiten sind begrenzt. Antihistaminika können bei Hautreaktionen helfen, bei schweren allergischen Reaktionen sind Notfallmedikamente lebenswichtig. Manchmal reduziert Erhitzen die allergene Wirkung, etwa bei Haselnüssen im Kuchen. Das gilt jedoch nicht immer und sollte nicht ungetestet ausprobiert werden. Eine ärztliche Abklärung und eine Ernährungsberatung helfen, Mangelernährung zu vermeiden und sichere Alternativen zu finden.
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Warum trockene Haut im Winter so häufig ist
Kälte, eisiger Wind und trockene Heizungsluft setzen unserer Haut im Winter stark zu. Darüber sprechen Sabine Sebald und Natascha Schleif im Podcast von aponet.de. Ein zentraler Punkt: Bei niedrigen Temperaturen arbeiten die Talgdrüsen langsamer. Sie produzieren weniger Lipide, also Fette, die normalerweise wie ein Schutzschild auf der Haut liegen.
Dieser dünnere Schutzmantel sorgt dafür, dass Feuchtigkeit schneller verdunstet. Gleichzeitig ist die Luftfeuchtigkeit draußen und in beheizten Räumen deutlich niedriger. Die Haut trocknet aus, oft schleichend, manchmal aber auch sehr plötzlich.
Zusätzliche Belastungen für die Haut im Alltag
Im Winter waschen wir uns häufiger die Hände, vor allem in der Erkältungszeit. Wasser, Seife und Desinfektionsmittel greifen die Hautbarriere zusätzlich an. Auch häufiges Duschen oder lange, heiße Bäder entziehen der Haut Lipide. All das verstärkt den Feuchtigkeitsverlust, besonders an Händen, Beinen und im Gesicht.
Symptome: So erkennst du trockene Haut
Trockene Haut zeigt sich auf unterschiedliche Weise. Typisch sind raue oder schuppige Stellen, Rötungen und Juckreiz, häufig an den Schienbeinen. Viele spüren auch ein Spannungsgefühl nach dem Waschen oder Duschen.
Auffällig sind feine Trockenheitsfältchen, vor allem um die Augen. Diese haben nichts mit Hautalterung zu tun, sondern entstehen durch Feuchtigkeitsmangel. Mit der richtigen Pflege können sie sich wieder zurückbilden, ein wichtiger Punkt, den die Podcast-Expertinnen betonen.
Die richtige Pflege bei trockener Winterhaut
Regelmäßiges Eincremen ist im Winter das A und O. Ideal sind zwei Anwendungen täglich. Besonders geeignet sind Wasser-in-Öl-Emulsionen. Sie enthalten mehr Lipide und helfen, die Feuchtigkeit in der Haut zu halten.
Bewährte Inhaltsstoffe sind Ceramide, Nachtkerzenöl, Mandelöl oder Jojobaöl. Auf Peelings und alkoholhaltige Gesichtswässer sollte man in der kalten Jahreszeit verzichten. Reinigungsöle sind eine sanfte Alternative, weil sie die Haut nicht zusätzlich austrocknen.
Auch von innen lässt sich die Haut unterstützen. Sabine Sebald und Natascha Schleif empfehlen, täglich etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken. Nach dem Duschen oder Baden sollte die Haut sofort eingecremt werden. Kurzes Duschen ist besser als langes, heißes Baden. Pflegende Badezusätze können helfen, den Fettfilm der Haut zu schützen.
Wann ärztlicher Rat wichtig ist
Wenn der Juckreiz stark wird, die Haut entzündet ist oder nässt, reicht Pflege allein oft nicht mehr aus. Dann sollte man einen Dermatologen aufsuchen. Menschen mit Neurodermitis oder Psoriasis sind im Winter besonders gefährdet, da ihre Hautbarriere ohnehin geschwächt ist.
Online-Hautcheck als schnelle Alternative
Facharzttermine lassen oft Monate auf sich warten. Deshalb weisen die Podcast-Gastgeberinnen auf Online-Hautchecks hin. Viele gesetzliche Krankenkassen bieten diesen Service an. Über eine gesicherte Plattform können Fotos und eine Beschreibung der Hautveränderungen hochgeladen werden.
Innerhalb von etwa 48 Stunden folgt eine fachärztliche Einschätzung, bei Bedarf auch ein Rezept. Alternativ kann der Hausarzt erste Schritte einleiten und bei dringendem Verdacht eine Überweisung ausstellen. Das spart Zeit und kann Beschwerden schneller lindern.
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Was bedeutet der Säure-Basen-Haushalt im Körper?
In dieser Podcastfolge erklärt Ernährungswissenschaftlerin Kathrin Fastnacht verständlich, was hinter dem Begriff Säure-Basen-Haushalt steckt. Grundlage ist der sogenannte pH-Wert. Er zeigt, wie sauer oder basisch eine Substanz ist. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral, darunter wird es sauer, darüber basisch.
Im menschlichen Körper existieren verschiedene pH-Werte gleichzeitig. Der Magen arbeitet stark sauer, um Nahrung zu verdauen. Die Haut ist leicht sauer und schützt so vor Keimen. Das Blut hingegen ist leicht basisch und liegt stabil bei etwa pH 7,4. Dieser Wert darf sich kaum verändern, sonst kann es schnell kritisch werden.
Warum der pH-Wert des Blutes lebenswichtig ist
Der Körper hält den Blut-pH-Wert mit großer Präzision konstant. Schon kleine Abweichungen können medizinische Notfälle auslösen. Möglich machen das sogenannte Puffersysteme. Dabei handelt es sich um chemische Mechanismen, die Säuren und Basen sofort ausgleichen.
Zusätzlich helfen Lunge und Nieren, überschüssige Säuren loszuwerden. Die Lunge atmet Kohlendioxid aus, die Nieren scheiden Säuren über den Urin aus. Der Körper ist also gut gerüstet und nicht so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Sind säurebildende Lebensmittel wirklich ungesund?
Viele Menschen glauben, dass säurebildende Lebensmittel Krankheiten fördern. Diese Vorstellung stammt vor allem aus der Naturheilkunde. Wissenschaftlich lässt sich das bisher nicht belegen. Es gibt keine überzeugenden Studien, die zeigen, dass eine säurebildende Ernährung Arteriosklerose, Arthrose oder Osteoporose verursacht.
Trotzdem lohnt sich ein kritischer Blick auf bestimmte Lebensmittel. Fleisch, Milchprodukte, Zucker, Weißmehlprodukte und Fisch gelten als säurebildend und sollten nicht im Übermaß auf dem Speiseplan stehen. Der Grund liegt weniger im Säure-Basen-Effekt, sondern in anderen Faktoren wie Arachidonsäure, hohem Zuckeranteil oder ungünstigen Fettsäuren.
Basische Lebensmittel und ihre echte Wirkung
Als basisch gelten vor allem Gemüse, Obst, einige Mineralwässer und auch Kaffee. Diese Lebensmittel sind gesund, aber nicht primär wegen ihres Einflusses auf den pH-Wert. Sie liefern Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die viele Prozesse im Körper unterstützen.
Eine basenreiche Ernährung deckt sich daher weitgehend mit allgemeinen Empfehlungen für eine ausgewogene Ernährung. Viel pflanzliche Kost, wenig stark verarbeitete Produkte, das ist auch aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sinnvoll.
Nahrungsergänzungsmittel für den Säure-Basen-Haushalt
Im Handel finden sich zahlreiche Produkte, die den Säure-Basen-Haushalt unterstützen sollen. Sie enthalten meist Mineralstoffe wie Magnesiumcitrat, Calciumcarbonat oder Zinkverbindungen. Diese Stoffe können die körpereigenen Puffersysteme entlasten.
Allerdings gilt auch hier: Es gibt keine belastbaren Beweise dafür, dass solche Präparate Krankheiten vorbeugen. Bei anhaltenden Beschwerden oder dem Verdacht auf einen Mangel empfiehlt Kathrin Fastnacht, ärztlichen Rat einzuholen und gegebenenfalls eine Blutuntersuchung durchführen zu lassen.
Zitrone und pH-Wert: sauer im Mund, basisch im Körper
Ein bekanntes Beispiel für Missverständnisse rund um den Säure-Basen-Haushalt ist die Zitrone. Sie schmeckt stark sauer, wirkt im Körper aber basisch. Das liegt an ihrem Gehalt an Magnesiumcitrat, das nach der Verstoffwechselung basisch reagiert.
Der Geschmack eines Lebensmittels sagt also nichts darüber aus, wie es den Säure-Basen-Haushalt beeinflusst. Entscheidend ist, was im Stoffwechsel daraus entsteht, nicht das Gefühl auf der Zunge.
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Was kostet ein Rezept in der Apotheke wirklich?
Viele Patienten sind unsicher, wenn sie ihr Rezept in der Apotheke einlösen. Wie hoch ist die Rezeptgebühr. Wann greift eine Befreiung. Und warum kostet dasselbe Medikament manchmal unterschiedlich viel. Im Podcast sprechen Uli Harraß und Apotheker Rüdiger Freund, Chefredakteur von aponet.de, über die wichtigsten Regeln rund um Rezeptgebühren, Zuzahlungen und mögliche Zusatzkosten.
Rezeptgebühr und Zuzahlung - die wichtigsten Grundlagen
Für gesetzlich Versicherte gilt: Die Zuzahlung wird pro Arzneimittel berechnet, nicht pro Rezept. Sie beträgt 10 Prozent des Medikamentenpreises.
Privatversicherte zahlen zunächst den vollen Preis in der Apotheke. Ob und wie viel erstattet wird, hängt vom jeweiligen Tarif der privaten Krankenversicherung ab.
Wann sind Patienten von der Rezeptgebühr befreit?
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren müssen keine Rezeptgebühr zahlen. Für Erwachsene gibt es eine Belastungsgrenze. Wer mehr als 2 Prozent seines Jahresbruttoeinkommens für Arzneimittel und Zuzahlungen ausgibt, kann sich von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Für chronisch Kranke liegt diese Grenze bei 1 Prozent. Voraussetzung ist eine anerkannte chronische Erkrankung und eine entsprechende Bescheinigung der Krankenkasse. Hilfreich: Auf aponet.de steht ein Online-Rechner zur Verfügung, mit dem sich die persönliche Belastungsgrenze einfach berechnen lässt.
Festbeträge und Aufzahlungen: Wann es teurer wird
Krankenkassen legen für viele Medikamentengruppen sogenannte Festbeträge fest. Das ist der maximale Betrag, den die Kasse für ein Arzneimittel übernimmt.
Rabattverträge erklären: Warum Apotheker oft anders abgeben
Viele Krankenkassen schließen Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern ab. Ziel ist es, Medikamente günstiger einzukaufen. Apotheker sind verpflichtet, ein rabattiertes Präparat abzugeben, wenn es verfügbar ist. Auch dann, wenn der Arzt einen anderen Produktnamen aufgeschrieben hat.
Ärzte kennen die aktuellen Rabattverträge oft nicht und verordnen deshalb meist nur den Wirkstoff. Die konkrete Auswahl trifft dann die Apotheke. Ist das rabattierte Medikament nicht lieferbar, darf ein anderes, gleichwertiges Präparat abgegeben werden. Für Patienten bedeutet das. Das Aussehen oder der Name des Medikaments kann wechseln, die Wirkung bleibt gleich.
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Warum Stress nicht gleich Stress ist
Stress entsteht nicht nur durch äußere Belastungen. Entscheidend ist, wie wir eine Situation bewerten. Dr. Frank Schäfer erklärt im Podcast, dass Stress vor allem dann entsteht, wenn wir eine Situation als neu, unkontrollierbar oder nicht bewältigbar empfinden. Zwei Menschen im gleichen Stau reagieren völlig unterschiedlich. Der eine ärgert sich, der andere bleibt gelassen. Der Unterschied liegt im Kopf.
Besonders anfällig für Stress sind Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst. Perfektionismus und ein starker innerer Antreiber verstärken das Gefühl von Druck. Typische Stressauslöser sind Zeitmangel, Kontrollverlust und das Gefühl, immer funktionieren zu müssen.
Positiver Stress und negativer Stress - wo liegt der Unterschied?
Nicht jeder Stress ist schädlich. Dr. Schäfer unterscheidet zwischen Eustress und Distress. Positiver Stress aktiviert uns, steigert die Konzentration und kann sogar Leistung fördern. Etwa vor einer Präsentation, einer Prüfung oder auch einer Podcastaufnahme mit dem Host.
Problematisch wird Stress, wenn er dauerhaft anhält und als Überforderung erlebt wird. Ob Stress als positiv oder negativ empfunden wird, hängt stark von Persönlichkeit, Erfahrung und innerer Bewertung ab. Perfektionisten rutschen schneller in negativen Stress, weil sie sich selbst kaum Pausen oder Fehler erlauben.
Praktische Strategien zur Stressbewältigung im Alltag
Ein zentraler Ansatz ist gute Vorbereitung. Wer weiß, dass eine Situation stressig werden könnte, kann sich mental und organisatorisch darauf einstellen. Genauso wichtig ist es, eigene Schwächen zu akzeptieren. Niemand muss alles perfekt können.
Dr. Schäfer empfiehlt einfache kognitive Techniken, um Stress zu relativieren. Eine hilfreiche Frage lautet. Wie wichtig ist dieses Problem in zehn Jahren? Große Aufgaben lassen sich entschärfen, indem man sie in kleine, überschaubare Schritte teilt.
Für akute Stressmomente helfen kurze Übungen. Bewährt hat sich die 4-4-4-4-Atemtechnik. Vier Sekunden einatmen, vier Sekunden halten, vier Sekunden ausatmen, vier Sekunden Pause. Auch die progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder die Fünf-Finger-Übung bringen den Körper schnell aus dem Alarmzustand. In Prüfungssituationen kann es helfen, um Wiederholung einer Frage zu bitten. Das verschafft Zeit zum Durchatmen und Sammeln.
Warnsignale für chronischen Stress ernst nehmen
Wenn Stress zum Dauerzustand wird, zeigt der Körper klare Warnzeichen. Dazu gehören innere Unruhe, Schlafstörungen, Leistungsabfall, sozialer Rückzug und das Gefühl, nie abschalten zu können. Auch erhöhter Alkohol- oder Kaffeekonsum kann ein Hinweis sein. Manche Betroffene arbeiten zunehmend unkoordiniert oder verlieren die Freude an Dingen, die früher wichtig waren.
Spätestens bei Panikattacken, Vermeidungsverhalten oder anhaltender Überforderung rät Dr. Schäfer, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Verhaltenstherapie, Coaching oder ärztliche Unterstützung können helfen, aus der Stressspirale auszusteigen.
Selbsthilfegruppen: Stress gemeinsam besser bewältigen
Stress entsteht nicht nur durch Arbeit oder Termine. Auch emotionale Belastungen wie Trauer können überwältigend sein. Selbsthilfegruppen bieten hier einen geschützten Raum für Austausch. Der Kontakt mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann entlasten und neue Perspektiven eröffnen.
Gerade nach dem Verlust nahestehender Personen geben Gruppen Halt und Struktur. Sie helfen dabei, Gefühle einzuordnen und Schritt für Schritt wieder Stabilität im Alltag zu finden.
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Wo liegen die Nasennebenhöhlen und wozu dienen sie
In dieser Podcastfolge sprechen Ulli Harras und Apotheker Rüdiger Freund über die Nasennebenhöhlen und ihre Rolle bei Erkältungen. Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume im Schädelknochen rund um die Nase. Dazu gehören unter anderem die Stirnhöhlen oberhalb der Nase sowie weitere Höhlen hinter den Wangen und Augen.
Diese Hohlräume sind mit Schleimhaut ausgekleidet. Sie produzieren Sekret, das normalerweise über enge Verbindungsgänge in die Nasenhaupthöhle abfließt. Genau hier beginnt bei einer Erkältung oft das Problem.
Verstopfte Nebenhöhlen - typische Symptome
Bei einem grippalen Infekt schwillt die Schleimhaut in Nase und Nebenhöhlen an. Der Schleim wird zäh, kann schlechter abfließen und staut sich. Die Folge sind ein Druckgefühl im Gesicht, Kopfschmerzen oder Schmerzen beim Bücken.
Apotheker Freund erklärt im Podcast, dass verstopfte Nasennebenhöhlen den Heilungsverlauf verlängern können. Bleibt das Sekret zu lange in den Höhlen, fühlen sich viele Betroffene tagelang abgeschlagen, obwohl die Erkältung eigentlich schon abklingen müsste.
Schleim lösen bei Erkältung - Mittel aus der Apotheke
Ein zentraler Ansatz bei verstopften Nebenhöhlen ist die Schleimverflüssigung. Freund empfiehlt Präparate mit ätherischen Ölen wie Eukalyptus. Sie sorgen dafür, dass das Sekret flüssiger bleibt und besser abtransportiert wird.
Bewährt haben sich außerdem pflanzliche Kombinationspräparate, etwa mit Enzian, Eisenkraut und Sauerampfer. Für diese Wirkstoffe gibt es Studien, die ihre Wirksamkeit bei Nebenhöhlenbeschwerden belegen. Sie unterstützen die natürliche Selbstreinigung der Schleimhäute.
Inhalieren ist wohltuend, aber nicht belegt
Viele Menschen greifen bei verstopfter Nase zu Inhalationen mit heißem Dampf. Zusätze wie Erkältungssalben oder Kamillenblüten empfinden viele als angenehm. Der warme Dampf befeuchtet die Schleimhäute und kann subjektiv Erleichterung bringen.
Freund weist darauf hin, dass es für diese Methode keine klaren wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweise gibt. Als unterstützende Maßnahme kann Inhalieren dennoch sinnvoll sein, solange man vorsichtig mit der Hitze umgeht.
Nasenspülung richtig anwenden und Nebenhöhlen befreien
Als besonders effektiv beschreibt der Podcast Nasenspülungen mit körperwarmem Salzwasser. Sie helfen dabei, Schleim, Erreger und Schwellungen aus Nase und Nebenhöhlen zu entfernen.
Spezielle Nasenspülkannen sind in der Apotheke erhältlich. Die Technik ist einfach und kann dort auch erklärt werden. Regelmäßig angewendet, können Nasenspülungen die Atmung spürbar erleichtern und den Heilungsprozess unterstützen.
Ein wichtiger Punkt im Gespräch mit Rüdiger Freund ist der Einsatz von Antibiotika. Bei einer normalen Erkältung sind sie nicht hilfreich, da die Ursache fast immer Viren sind. Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien.
Erst wenn sich auf einen langanhaltenden viralen Infekt eine bakterielle Superinfektion legt, kann ein Arzt Antibiotika verordnen. Typische Hinweise sind anhaltend starke Schmerzen, Fieber oder eitriges Sekret.
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Apothekennotdienst - Medikamente auch nachts sicher bekommen
Ob spät abends, nachts oder am Feiertag. Wenn dringend Medikamente gebraucht werden, sorgt der Apothekennotdienst in Deutschland für eine verlässliche Versorgung. Rüdiger Freund, Apotheker und Chefredakteur von aponet.de, erklärt im Podcast, wie der Notdienst funktioniert, was Patienten beachten sollten und warum dieses System so wichtig ist.
Der Apothekennotdienst stellt sicher, dass Menschen auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten Zugang zu Arzneimitteln haben. Er greift abends, nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Organisiert wird der Notdienst von den Apothekerkammern der Bundesländer. So ist garantiert, dass in jeder Stadt und jedem Landkreis mindestens eine Apotheke dienstbereit ist. In ländlichen Regionen kann der Weg etwas weiter sein.
Welche Apotheke hat Notdienst? So finden Sie schnell Hilfe
Viele Menschen fragen sich im Ernstfall. Wo finde ich jetzt eine Notdienstapotheke. Die Informationen sind bewusst leicht zugänglich. Jede Apotheke ist verpflichtet, den aktuellen Notdienstplan gut sichtbar auszuhängen. Zusätzlich veröffentlichen viele Tageszeitungen die diensthabenden Apotheken.
Besonders einfach ist die Suche online. Auf aponet.de, dem offiziellen Gesundheitsportal der deutschen Apotheker, gibt es einen aktuellen Notdienstkalender. Nutzer geben ihre Postleitzahl oder ihren Wohnort ein und erhalten sofort die nächstgelegene Notdienstapotheke. Das spart Zeit und gibt Sicherheit, gerade nachts oder bei akuten Beschwerden.
Rezeptpflicht im Apothekennotdienst: Diese Regeln gelten
Auch im Apothekennotdienst gelten die gleichen gesetzlichen Vorgaben wie tagsüber. Verschreibungspflichtige Medikamente dürfen nur mit einem gültigen Rezept abgegeben werden. Ein Notdienst ist keine Ausnahme von der Rezeptpflicht.
Ist ein verordnetes Medikament nicht vorrätig, prüft die Apotheke mögliche Alternativen. Oft kann ein wirkstoffgleiches Präparat abgegeben werden. Falls nötig, hält der Apotheker Rücksprache mit dem verschreibenden Arzt, etwa bei Rezepten aus dem ärztlichen Bereitschaftsdienst oder aus dem Krankenhaus. Ziel ist immer, die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.
Welche Kosten fallen für Patienten im Apothekennotdienst an?
Die Preise für Medikamente ändern sich im Notdienst nicht. Es gelten die gleichen Arzneimittelpreise wie während der regulären Öffnungszeiten. Zusätzlich kann jedoch eine Notdienstgebühr von 2,50 Euro anfallen. Diese wird in der Regel nach 20 Uhr sowie nachts erhoben.
Wichtig zu wissen. Wenn der Arzt auf dem Rezept das Feld „noctu“ ankreuzt, übernimmt die Krankenkasse diese Gebühr, das geht auch bei E-Rezepten. Ansonsten gelten die üblichen Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen, wie man sie auch tagsüber kennt.
Warum der Apothekennotdienst für alle so wichtig ist
Der Apothekennotdienst bedeutet einen hohen organisatorischen Aufwand für die Apotheken. Gleichzeitig ist er ein zentraler Baustein der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Rüdiger Freund betont im Podcast, wie wichtig dieser Dienst für die Versorgungssicherheit der Bevölkerung ist.
Gerade in Notfällen, bei Kindern, älteren Menschen oder chronisch Kranken kann der schnelle Zugang zu Medikamenten entscheidend sein. Die langfristige Sicherung der Apothekenstruktur und des Notdienstes bleibt daher ein zentrales Thema im deutschen Gesundheitswesen.
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Grippe oder Erkältung. So erkennt man den Unterschied
Im Gespräch erläutert Apotheker Rüdiger Freund, wie sich eine Erkältung von einer echten Grippe unterscheidet. Eine Erkältung ist ein häufig vorkommender Atemwegsinfekt. Typische Symptome sind Husten, Schnupfen und ein eher mildes Krankheitsgefühl. Die Grippe dagegen trifft den Körper deutlich härter. Sie beginnt oft plötzlich und zeigt sich mit hohem Fieber, starken Gliederschmerzen und ausgeprägter Erschöpfung. Diese klare Abgrenzung hilft, Symptome besser einzuordnen und die passende Behandlung zu wählen.
Warum die jährliche Grippeimpfung sinnvoll ist
Grippeviren verändern sich ständig. Darum wird der Impfstoff jedes Jahr neu angepasst. Die Grundlage bilden Daten der Südhalbkugel, wo die Grippesaison früher startet. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeimpfung besonders für Menschen über 60, chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal. Auch Menschen in Berufen mit hohem Publikumsverkehr profitieren oft von der Impfung, weil sie ein höheres Infektionsrisiko haben.
Idealer Zeitpunkt. Wann die Grippeimpfung wirkt
Der beste Zeitraum liegt im Oktober, November oder Dezember. Der Körper braucht nach der Impfung etwa 10 bis 14 Tage, um den vollen Schutz aufzubauen. Wer rechtzeitig vorsorgt, startet besser geschützt in die Grippesaison.
Nebenwirkungen der Grippeimpfung einfach erklärt
Die gängigsten Nebenwirkungen sind mild und klingen schnell wieder ab. Dazu gehören Schmerzen an der Einstichstelle, leichte Müdigkeit oder etwas Fieber. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten.
Apotheker Rüdiger Freund erinnert daran, dass auch Apotheken inzwischen Grippeimpfungen anbieten. Alternativ impfen Hausärzte, Fachärzte, Betriebsärzte und Gesundheitsämter. Es lohnt sich, vorher zu klären, ob man einen Termin braucht oder ob bestimmte Impftage angeboten werden.
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