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We're back! In unserer 14. Folge geht es mal nicht um ein bestimmtes Thema, sondern um uns. In unserem Team ist einiges passiert - lernt Leonie und Sabrina kennen! Außerdem sprechen wir über die letzten 1,5 Jahre im geist:reich und darüber, wie es weitergehen soll.
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In Folge 13 spricht unser neues Teammitglied Leonie mit Tine über die Beziehungen zwischen den Menschen, die in der Psychiatrie und der Psychotherapie arbeiten und denen, die diese Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Was ist das Besondere an diesen Beziehungen? Sind sie unnatürlich? Sollten solche Sorge-Aufgaben nicht eigentlich von nahestehenden Personen übernommen werden? Wie funktioniert Care-Arbeit in der Psychiatrie, unter welchen Bedingungen findet sie statt und was müsste passieren, damit wir weniger davon brauchen? Außerdem berichtet Tine davon, wie sich psychotherapeutische Beziehungen für sie als Therapeutin anfühlen und wie es ihr nach der Arbeit geht.
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Quellen:
Care-Arbeit, Kritik(en) und Care-Revolution:
Gabriele Winker: Care Revolution. Schritte in eine solidarische Gesellschaft
https://www.akweb.de/ausgaben/679/serotonin-und-revolution-psychiatriekritik-aus-depressiv-kommunistischer-perspektive/
https://welche-gesellschaft.org/care-revolution/
PEPP:
https://www.aerztezeitung.de/Wirtschaft/Friedenssignale-im-PEPP-Streit-285712.html
https://www.springermedizin.de/emedpedia/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/neues-pauschalierendes-entgeltsystem?epediaDoi=10.1007%2F978-3-642-45028-0_108
https://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/krankenhaeuser/psychiatrie/pepp/PEPP-Entgeltkatalog_Version_2022_2021_09_22.pdf
Jugendämter:
https://www.unterstuetzung-die-ankommt.de/de/
In dieser Folge kommen Lea und Svenja ins Gespräch mit Philip Keeler. Sie sprechen über Burnout als gesellschaftliches Phänomen und die Frage, wer eigentlich (warum) ausbrennt – und auch, wer vermeintlich nicht ausbrennen darf. Es geht um das Leiden an gesellschaftlichen Anforderungen, das Scheitern am neoliberalen Ideal der Selbstverantwortung und um internalisierte Schuld- und Schamgefühle über die eigene ›Unzulänglichkeit‹.
Die drei analysieren, wie das mit diesem ›Scheitern‹ verknüpfte Gefühl von Würdeverlust und Ohnmacht mit weit verbreiteten Diagnosen wie Burnouts, Anpassungsstörungen und Depressionen zusammenhängt und sich in nahezu allen gesellschaftlichen Schichten breit macht. Dabei wird deutlich, dass die Auswirkungen dieser Krisen – wie immer – nicht gleich verteilt sind und die Menschen am unteren Ende der Sozialhierarchie besonders hart treffen.
Philip Keeler ist freiberuflicher Referent und Trainer in der Globalen Bildungsarbeit. Im Bereich Anti-Diskriminierungsarbeit widmet er sich Fragen rund um Soziale Gerechtigkeit und regt an, eine kritische und politische Haltung gegenüber dem vermeintlich „a-politischen“ Raum der Psychologie zu übernehmen.
Wenn ihr für diese Folge etwas zurückgeben möchtet, tut das gern mit einer Spende an die Wohnungslosenhilfe an eurem Wohnort oder an den Verein Indro e.V. in Münster: https://indro-online.de
Literatur, über die wir in dieser Folge sprechen:
Der Lesekreis kritsche Psychologie in Münster, über den wir in der Folge sprechen, findet ihr unter [email protected] oder auf Facebook https://www.facebook.com/kritischepsychologiemuenster
Sind Menschen heutzutage einsamer als früher? Liegt das am Individualismus? Sind ältere Personen einsamer als jüngere? Und macht Social Media die Jüngeren einsam? All das sind Erzählungen, die sich in den Medien und in unseren Köpfen immer wieder finden. Auch Tine und Marivi wollten sich diesem Thema annehmen – und sind bei ihren Nachforschungen auf einige Überraschungen gestoßen. Außerdem reden die beiden darüber, warum es oft so schwer ist, über Einsamkeitsgefühle zu sprechen und was helfen könnte.
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Wichtigste Quellen:
Hawkley, L. C., & Cacioppo, J. T. (2010). Loneliness matters: A theoretical and empirical review of consequences and mechanisms. Annals of behavioral medicine, 40(2), 218-227.
Luhmann, M., & Hawkley, L. C. (2016). Age differences in loneliness from late adolescence to oldest old age. Developmental psychology, 52(6), 943.
https://www.spektrum.de/news/werden-wir-immer-einsamer/1701152
Barreto, M., Victor, C., Hammond, C., Eccles, A., Richins, M. T., & Qualter, P. (2021). Loneliness around the world: Age, gender, and cultural differences in loneliness. Personality and Individual Differences, 169, 110066.
Lykes, V. A., & Kemmelmeier, M. (2014). What predicts loneliness? Cultural difference between individualistic and collectivistic societies in Europe. Journal of Cross-Cultural Psychology, 45(3), 468-490.
Heu, L. C., van Zomeren, M., & Hansen, N. (2019). Lonely alone or lonely together? A cultural-psychological examination of individualism–collectivism and loneliness in five European countries. Personality and Social Psychology Bulletin, 45(5), 780-793.
https://www.redcross.org.uk/stories/health-and-social-care/health/lets-talk-about-loneliness-part-one
Schoenmakers, E. C. (2020). Why and how to talk about loneliness. Journal of Social Intervention: Theory & Practice, 29(4).
Song, H., Zmyslinski-Seelig, A., Kim, J., Drent, A., Victor, A., Omori, K., & Allen, M. (2014). Does Facebook make you lonely?: A meta analysis. Computers in Human Behavior, 36, 446-452.
Patulny, R. (2020). Does social media make us more or less lonely? Depends on how you use it.
Ferner:
https://assets.publishing.service.gov.uk/government/uploads/system/uploads/attachment_data/file/949242/Community_Life_Survey_Focus_on_Loneliness_201718_V2.pdf
Beller, J., & Wagner, A. (2020). Loneliness and health: the moderating effect of cross-cultural individualism/collectivism. Journal of aging and health, 32(10), 1516-1527.
Goodwin, R., Cook, O., & Yung, Y. (2001). Loneliness and life satisfaction among three cultural groups. Personal Relationships, 8(2), 225-230.
Hansen, T., & Slagsvold, B. (2016). Late-life loneliness in 11 European countries: Results from the generations and gender survey. Social Indicators Research, 129(1), 445-464.
Rokach, A. (2018). The effect of gender and culture on loneliness: A mini review. Emerging Science Journal, 2(2), 59-64.
Shah, A. (2009). The relationship between elderly suicides rates, household size and family structure: A cross-national study. International Journal of Psychiatry in Clinical Practice, 13(4), 259-264.
Yang, K., & Victor, C. (2011). Age and loneliness in 25 European nations. Ageing & Society, 31(8), 1368-1388.
**Shownotes:
**Hier gehts zu den Projekten von Delila und Lian und dem Filmtrailer: **
Und hier könnt ihr die beiden unterstützen:
Darüber haben wir auch noch gesprochen:
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Das Gefühl, zu wenig Zeit zu haben – das kennen wohl die meisten von uns. Welche gesellschaftlichen Faktoren tragen dazu bei? Ist das eigentlich nötig? Und wie ginge es anders – könnten wir nicht nur materiellen, sondern auch zeitlichen Wohlstand haben? Über diese und weitere Fragen haben Svenja und Tine mit den Wissenschaftler*innen Dr. Sonja Geiger und Gerrit von Jorck gesprochen, die sich zusammen, aber aus unterschiedlichen Perspektiven im Forschungsprojekt ReZeitKon mit dem Thema Zeit beschäftigt haben.
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Hier könnt ihr euren Zeitwohlstand ausrechnen:
Quellenverzeichnis
Geiger, S. M., Freudenstein, J. P., von Jorck, G., Gerold, S., & Schrader, U. (2021). Time wealth: Measurement, drivers and consequences. Current Research in Ecological and Social Psychology, 2, 100015.
https://www.rezeitkon.de/wordpress/wp-content/uploads/2020/11/WP_Gerold_Geiger_Corona.pdf
Statista (2021). Anzahl der Personen in Deutschland, die das Gefühl haben in einer gehetzten Zeit zu leben, von 2017 bis 2021. Retrieved from https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171247/umfrage/gefuehl-von-zeitnot/
Zum Weiterlesen:
Rinderspacher, J. P. (2002) Zeitwohlstand: Ein Konzept für einen anderen Wohlstand der Nation Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung: Vol. 39 Berlin: Ed. Sigma.
Rosa, H. (2013). Social Acceleration: A New Theory of Modernity (New Directions in Critical Theory). Columbia University Press. https://doi.org/10.7312/rosa14834
In Folge 8 beschäftigen sich Marivi und Tine mit Themen, die uns sehr am Herzen liegen: Mit Armut und finanzieller Ungleichheit. Wir sehen uns wissenschaftliche Erkenntnisse dazu an, auf welche vielfältigen Arten sich finanzielle Ungleichheit in Gesellschaften auf unsere Psyche auswirkt, wieso arm sein eigentlich so stressig ist und welche politischen Ideen es dazu gibt, dagegen etwas zu tun. Dabei geht's auch um Bullshit-Jobs, Affen auf Koks und das Für und Wider zum Bedingungslosen Grundeinkommen.
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Quellenverzeichnis
Status, sozioökonomischer (2019). In: Markus Antonius Wirtz (eds.) Dorsch - Lexikon der Psychologie. Hogrefe. https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/status-soziooekonomischer [letzter Zugriff am 29.06.2021].
Hradil, S. (2012). Soziale Ungleichheit. Grundbegriffe. In: https://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine- sozialkunde/138437/grundbegriffe [letzter Zugriff: 29.06.2021].
Pollak, R. (2018). Status, sozialer. In: Kopp, J., Steinbach A (eds) Grundbegriffe der Soziologie. Springer VS, Wiesbaden. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/978-3-531-93021-3_17.pdf [letzter Zugriff am 29.06.2021].
Definition Armut: https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52680/armut
Schwelle Armutsgefährdung: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Soziales/Sozialberichterstattung/Tabellen/liste-armutsgefaehrungs-schwelle.html
Median & Mittelwert von Einkommen: https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wirtschaft/einkommensverteilung-in-deutschland-wer-hat-wie-viel-e557028/
Einkommensungleichheit, Armut und psychische Gesundheit:
Layte, R. (2012). The Association between Income Inequality and Mental health: Testing Status Anxiety, Social Capital, and Neo-Materialist Explanations.
Manseau, M. (2014) Economic inequality and poverty as social determinants of mental health
Nettle, D. (2020). "The worst thing about poverty is not having enough money" In: Hanging on to the edges. Essays on Science, Society, and the Academic Life. Cambridge, UK: Open Book Publishers. http://dx.doi.org/10.11647/OBP.0155
Pickett, K. & Wilkinson, R. (2010). Chapter 2 & Chapter 3 In: The spirit Level - why greater equality makes societies stronger. Bloomsbury Press, New York.
Pickett, K. & Wilkinson, R. (2015). Income inequality and health: a causal review. Social Science & Medicine, 128, 316-326.
Pickett, K. & Wilkinson, R. (2017). The enemy between us: the psychological and social costs of inequality.
Ridley, M., Rao, G., Schilbach, F. & Patel, V. (2020) Poverty, depression and anxiety: Causal evidence and mechanisms.
Zahlen depressive Symptome in Deutschland nach SÖS: https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Studien/Degs/degs_node.html
Armut & Sicherheits-Grundbedürfnis: Underlid, K. (2007). Poverty and experiences of insecurity. A qualitative interview study of 25 long‐standing recipients of social security. International Journal of Social Welfare, 16(1), 65-74.
Weitere Auswirkungen von Armut: Haushofer, J. (2013). The psychology of poverty: Evidence from 43 countries. Documento de Trabajo). Disponible en http://web. mit. edu/joha/www.
Podcast (u.a. über Better-Than-Average-Effekt & lähmende Wirkung von niedrigem sozialen Status) mit Psychologie-Professor Keith Payne: https://open.spotify.com/episode/6c9vhLDvpNXKYoFbzCSjpp?si=pHaULfd5SUujMHpIkmVwMQ
Bedingungesloses Grundeinkommen:
Blattman, C., Fiala, N., Martinez, S. (2020) The Long Term Impacts of Grants on Poverty: Nine-Year Evidence from Uganda's youth Opportunities Program.
Haushofer, J., Mudida, R., & Shapira, J. (2020) The comparative impact of cash transfers and psychotherapy on psychological and economic wellbeing.
Schmitt, W. M., Nyomen, O. (2019): Ep. 14: Das Bedingungslose Grundeinkommen - eine Antwort auf die Digitalisierung? In: Wohlstand für Alle. (Podcast)
In Folge 7 geht es um das Thema Psychotherapie nach der Flucht. Lea und Svenja aus unserem Team haben selbst zu dem Thema geforscht – daher sind sie in unserer „Special Edition“ zu den Interviewpartnerinnen für Tine geworden. Wir sprechen über psychische Belastungen vor, während und nach der Flucht, über die Barrieren, denen geflüchtete Menschen bei der Suche nach einem Therapieplatz begegnen und darüber, was „Sprachmittlung“ bedeutet und wie sie in der Psychotherapie funktioniert.
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Hauptquelle von Laura:
Ansonsten gut für den Überblick:
Gifford & Nielsson (2014). Personal and social factors that influence pro-environmental concern and behaviour: A review. International Journal of Psychology, 49, 141-157. https://doi.org/10.1002/ijop.12034
Fritsche, I., Barth, M., Jugert, P., Masson, T., & Reese, G. (2018). A social identity model of proenvironmental action (SIMPEA). Psychological Review, 125, 245–269. https://doi.org/10.1037/rev0000090
Klöckner, C. A. (2013). A comprehensive model of the psychology of environmental behaviour—A meta-analysis. Global Environmental Change, 23, 1028-1938. https://doi.org/10.1016/j.gloenvcha.2013.05.014
Klöckner, C. A. (2014). The psychologyof pro-environmental communication – going beyond standard information strategies. New York, NY: Palgrave Macmillan. https://doi.org/10.1057/9781137348326
Konkret angerissene Studien
1. Kollektive Wirksamkeit: Jugert, P., Greenaway, K. H., Barth, M., Buchner, R., Eisentraut, S., & Fritsche, I. (2016). Collective efficacy increases pro-environmental intentions throughincreasing self-efficacy. Journal of Environmental Psychology, 48, 12–23. https://doi.org/10.1016/j.jenvp.2016.08.003
2.Wirkung von sozialen Normen: Schultz, P. W., Nolan J. M., Cialdini, R. B., Foldstein, N. J., & Griskevicius, V. (2018). The Constructive, destructive, and reconstructive power of social norms: Reprise. Perspectives on Psychological Science, 13, 249–254. https://doi.org/10.1177/1745691617693325
3.Globale Identität und Mind-Body-Practice: Loy, L. S. & Reese, G. (2019). Hype and hope? Mind-body practice predicts pro-environmental engagement through global identity. Journal of Environmental Psychology, 66. https://doi.org/10.1016/j.jenvp.2019.101340
4.Motivation für Aktivismus: Wallis, H., & Loy, L. S. (2021). What drives pro-environmental activism of young people? A survey study on the Fridays For Future movement, Journal of Environmental Psychology, 74. https://doi.org/10.1016/j.jenvp.2021.101581
5.Angst und Verleugnung: Wullenkord, M., Tröger, J., Hamann, K. R. S., Loy, L. S., & Reese, G. (2021, preprint). Anxiety and climate change: A validation of the Climate Anxiety Scale in a German-speaking quota sample and an investigation of psychological correlates. PsyArXiv. https://doi.org/10.31234/osf.io/76ez2
6.Psychologische Distanz und Klimakommunikation: Loy, L. S. & Spence, A. (2020). Reducing, and bridging, the psychological distance of climate change. Journal of Environmental Psychology, 67. https://doi.org/10.1016/j.jenvp.2020.101388
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