Die tiefste Angst ist nicht der Tod. Es ist bedeutungslos gewesen zu sein. Nicht gezählt zu haben. Nicht wirklich gesehen worden zu sein.
Die Angst, allein zurück zu bleiben, ist kein persönlicher Makel. Sie ist ein archaisches Echo unseres Menschseins. Wer das verdrängt, wird hart. Wer es überkompensiert, wird laut. Und wer es nicht anschaut, führt - aber nicht bewusst. Der Tod entzieht uns jede Ausrede. Er relativiert Titel, Macht, Rollen, Selbstbilder. Er stellt nur eine Frage, die sich nicht wegmoderieren lässt: Wie echt warst du, als es darauf ankam?