Geldbewusst
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Geldbewusst episodes

  • Folge 183 - Arme Ritter
    Geld kann auch gut schmecken. Und deshalb stelle ich Dir heute die armen Ritter vor. Dabei handelt es sich um eine Süßspeise, die bei Kindern sogar zur eigenständigen Mahlzeit avanciert.

    Arme Ritter werden aus altbackenen Brötchen oder Weißbrotscheiben gemacht.
    Regional gibt es teilweise andere Bezeichnungen. Da ist dann von Rostigen Ritter, Semmelschnitten, Weckzämmädä, Pofesen oder einem Blinden Fisch die Rede.
    In ähnlicher Form waren sie bereits im römischen Reich bekannt. In einem römischen Kochbuch heißt es zu deutsch „Du zerbrichst abgeschabte Winterweizengebäcke und machst größere Stückchen. Du tauchst sie in Milch und röstest in Öl, gießt Honig darüber und bringst dar.“

    Das älteste schriftlich übermittelte deutschsprachige Rezept für Arme Ritter wird im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm zitiert.
    In einem deutschen Kochbuch aus dem Jahre 1606 werden die Armen Ritter als Gueldene Schnitten und Guldenschnitten bezeichnet.  Und sie werden bis heute nahezu unverändert zubereitet.

    Valerius Herberger sagte bereits im Jahr 1601: „arme Ritter backen und Kümmerling schmelzen“
    Arme Ritter essen hebt also die Laune?
    Arme Ritter sind eine gute Möglichkeit, aus hart gewordenen Brötchen und Weizenbrotscheiben noch etwas zu Essen zu zaubern. Und du benötigst wenige und zumeist günstige Zutaten.

    Zur Zubereitung werden die Brötchen halbiert und zusammen mit den Weißbrotscheiben in einer Mischung aus Milch oder Rahm mit Eiern, Zucker, Vanille und Salz eingeweicht und anschließend in Fett oder Öl gebraten. Es gibt auch vegane Rezepte ohne Ei und Kuhmilch.

    In manchen Regionen wird zwischen zwei Brotscheiben Pflaumenmus oder Konfitüre gegeben, was aus den Armen Rittern Reiche Ritter macht.
    Anderenorts wird das eingeweichte Brot vor dem Herausbacken in Paniermehl gewälzt.

    Vor dem Servieren kann man die Armen Ritter beispielsweise mit Puderzucker bestreuen oder mit Vanillesoße übergießen. Es gibt im Internet zahlreiche Rezepte. Einfach mal umschauen und ausprobieren.

    Ich wünsche Dir eine geschmackvolle Woche.

    3 min
  • Folge 182 - Was es dich kostet, nicht an deiner finanzielle Situation zu arbeiten? Ein Vermögen!
    Diese Frage hat mir wirklich mal jemand gestellt. Er sagte: Norman, was kostet es mich denn, wenn ich das alles nicht mache, was du mir erklärst, wenn ich nicht an meiner finanziellen Situation arbeite. Und meine Antwort war ganz kurz aber umso wirkungsvoller: Ein Vermögen! Heute erkläre ich Dir, warum.

    Nicht an deiner finanziellen Situation zu arbeiten bedeutet Stillstand. Stillstand in deiner Vermögensbildung. Und Stillstand ist Rückschritt. Denn Inflation frisst Dein Vermögen auf. Du musst Dich um Dein Geld kümmern. Aus meiner Sicht ist das alternativlos.

    Auf der einen Seite geht es darum, einen Überblick über deine finanzielle Situation zu gewinnen. Einen dauerhaften Überblick. Einen greifbaren Zustand.
    Das wird möglich durch die Verwendung von Bargeld-Budgets wie ich Sie mit meinem Geldverteilungssystem empfehle.
    Im zweiten Schritt geht es um die Auflistung deiner regelmäßigen wiederkehrenden Ausgaben und der Prüfung diese Ausgaben. Denn i.d.R. lassen sich diese reduzieren oder so verändern, dass Sie deine finanziellen Ziele und deine Vermögensbildung besser fördern.
    Drittens spielt natürlich die Erhöhung deiner Einnahmen eine wichtige Rolle. Hier geht es um Einkommensquellen, neue Geschäftsideen, Investitionen in Sachwerte usw.

    Basis dafür ist das Gelddreieck aus Einnehmen, Behalten und Vermehren. Aber es steckt natürlich viel mehr dahinter: Es geht um Denkweisen, Gewohnheiten und Handlungsmuster. Und es geht um Strategien, Methoden und Konzepte für einen anderen Umgang mit Geld. Es geht um Selbstvertrauen in deine finanziellen Fähigkeiten, um Mut, um die Überwindung von Angst.

    Und es geht auch um ein Stück Souveränität, um Freiheit, um den Aufbau einer Geldreserve, um ruhigen Schlaf, um Gelassenheit, um Vorbereitung auf finanzielle Unwetter und um erste Hilfe bei finanziellen Verletzungen.

    Über manche dieser Themen habe ich bereits in zurückliegenden Podcastfolgen gesprochen. Aber dies alles im Kontext zu sehen, mit einander zu verknüpfen und daraus ein stabiles Netz zu bauen, das dir Geld sichert, ist eben keine Podcastfolge, sondern ein Jahresprogramm. Und das biete ich auch an. Bei Interesse melde dich einfach über mein Kontaktformular oder per E-Mail an [email protected] unter dem Stichwort: Folge 182

    Ich wünsche Dir den Mut, dich an das Thema Finanzen heranzuwagen. Mache den ersten Schritt. Ein telefonisches Vorgespräch mit mir persönlich ist kostenfrei und gibt Dir die Möglichkeit, zu entscheiden, ob ein Jahresprogramm für dich das Richtige ist.

    4 min
  • Folge 181 - Wessen Brot ich esse dessen Lied ich singe
    Eine Redewendung, die ich bis vor kurzem noch gar nicht kannte lautet: „Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe“. Und damit ein ganz herzliches Dankeschön an Uwe aus dem Schwarzwald. Der hat mir nämlich geschrieben über mein Kontaktformular.

    Hinter dieser Redewendung steht eine gewisse wirtschaftliche Abhängigkeit. Wenn ich zum Beispiel bei einem Arbeitgeber angestellt bin, also in Lohn und Brot stehe, dann muss ich die Interessen, den Standpunkt oder auch die Ansichten dieses Arbeitgebers nach außen hin vertreten. Darin spiegelt sich auch die Erwartung einer gewissen Loyalität wieder.


    Im dreißigjährigen Krieg gab es Landsknechte, die sich für Kriegsdienste anheuern ließen. Je nachdem, wer Sie gerade angeworben hatte, dienten diese Landsknechte mal der einen und mal der anderen Seite. Mit dem Spruch: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing!“ drückten Sie ihre Situation sehr treffend aus. Denn desjenigen, der sie angeheuert und bezahlt hatte, der ihnen Brot gab, dessen Lied bzw. dessen Hymne sangen sie.
    Und diese Redewendung ist heute so aktuell wie zu ihrer Entstehungszeit Die zitierte Redewendung findet sich in verschiedenen Sprichwörtersammlungen des 16. Jahrhunderts und in den Schriften Martin Luthers wieder.
    Der Ursprung jedoch muss noch früher liegen, denn schon in den mittellateinischen Schriften, deren Entstehung zwischen den Jahren 1022 und 1024 liegen soll, gibt es die lateinische Entsprechung dazu.
    Auch in andere europäische Sprachen ist diese Redewendung eingegangen
    Im Englischen heißt es beispielsweise „He who pays the piper calls the tune“
    Die Niederländer drücken es so aus: „Wiens brood men eet, diens woord men spreekt“

    Singst du auch das Lied desjenigen, der dir Brot zum Essen gibt?
    Wie fühlt sich das für Dich an?
    Oder singst du dein eigenes Lied, vielleicht sogar das Lied deiner Seele?

    Es gibt zahlreiche Lieder, die wir in unserem Leben singen können.
    Hast du schon mal bewusst darüber nachgedacht?

    Ich wünsche Dir die Zeit, bei dem Lied, dass du singst, einmal genau hinzuhören und zu entscheiden, ob du an dem Liedtext etwas ändern willst.

    3 min
  • Folge 180 - Wenn die Rechnung ohne den Wirt gemacht wird
    Das Sprichwort kennst du sicher auch: „Da wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht“. In diesem Fall wurde jemand oder etwas Wichtiges bei einer Überlegung oder Entscheidung außer Acht gelassen bzw. bewusst übergangen. Das kann sogar so weit gehen, dass eine benötigte Erlaubnis fehlt, z.B. von Amtswegen.


    Wenn jemand beispielsweise anhand eines Bauplans schon erste Schritte unternimmt, bevor dieser Bauplan genehmigt wurde, dann kann es sein, dass er Dinge wieder rückgängig machen muss. In dem Fall wäre die Entscheidung der Stadt oder Gemeinde nicht abgewartet worden.

    Die Rechnung ohne den Wirt machen kann demzufolge bedeuten, dass der eigene Plan nichtig ist oder angepasst werden muss.

    Ein anderes Beispiel wäre die Urlaubsplanung. Wenn der Mann ein schönes Reiseziel raussucht und gleicht bucht, weil das ein Super Schnäppchen ist, dann kann sich das Schnäppchen schnell als Kostenfalle erweisen, wenn die Ehefrau überhaupt keine Lust auf diesen Urlaubsort hat. Hier hat der Mann also die Rechnung ohne den Wirt gemacht, in dem Fall ohne seine Frau.

    Wann hast du schon mal eine Rechnung ohne den Wirt gemacht und was hast du daraus gelernt?

    Ich wünsche Dir eine erkenntnisreiche Woche.
    2 min
  • Folge 179 - Verdrängungskosten
    Gibst du manchmal Geld aus, um etwas zu verdrängen? Dein Alter, den Frust, die Zurückweisung?

    Ich gebe es ja zu, das Wort Verdrängungskosten klingt etwas abstrakt. Aber was ich damit meine, ist ziemlich konkret. Versuchst du, Falten mit Kosmetik-Produkten zu kaschieren? Für wen machst du das? Und warum machst du das? Du verdrängst den natürlichen Fortschritt der Reife deines Selbst.

    Wir altern automatisch, doch wir werden normalerweise auch erfahrener, weiser. Warum kämpfen wir also dagegen an und lassen diesen Kampf unsere Brieftasche austragen?

    Falten sind ein Beweis für deine Schaffenskraft, für deine Lebensleistung, für deine gemeisterten Herausforderungen.

    Was machst du, wenn du frustriert bist, wenn du erschöpft bist? Betäubst du deinen Schmerz? Mit Alkohol, Zigaretten, Tabletten?
    Dein Körper hat ein natürliches Streben nach dem besten Gesundheitszustand. Wenn er Dir Beschwerden schickt, dann damit du in dein Bewusstsein kommst und ihm zuhörst und ihn verstehen lernst. Warum lässt du dein Portemonnaie den Kampf gegen deinen Frust austragen?

    Erschöpfung und Frust sollen dich dazu animieren, über deine Situation nachzudenken und Lösungen zu finden, die dich zufriedener werden lassen. Dein Geist will, dass du zu Dir findest und dich auf deine Wünsche und Bedürfnisse ausrichtest.

    Wie gehst du mit Zurückweisung um, beispielsweise von Deinem Partner oder von anderen Menschen, um deren Zuneigung oder Anerkennung du dich bemühst? Gibst du dann Geld aus, um dich beliebter zu machen, dich anzupassen? Kaufst du Klamotten, Blumen?

    Reagierst du im Außen oder im Innen? Du bist liebenswert, so wie du bist. Nur alleine dadurch, dass du existierst. Vielleicht ist es sinnvoller, an deinem Selbstvertrauen, deiner Ausstrahlung, deiner Beziehungsfähigkeit zu arbeiten. Geld auszugeben, um anderen zu gefallen, führt zu einem unnatürlichen Selbst und zu Beziehungen, die auf materielle Erwartungen begründet sind.

    Zurückweisung ist ein Hinweis an Dich, mit Dir selbst in Klausur zu gehen. Wer bist du und warum handelst du, wie du handelst? Was bewirkt dieses Handeln bei anderen Menschen? Würdest du selbst so behandelt wollen werden?

    Wir können viele Ereignisse in unserem Leben durch geschickte Fragestellungen steuern. Verdrängen mag sich manchmal leichter anfühlen. In Wirklichkeit ist es das nicht. Es verschiebt unsere innere Klärung nur in die Zukunft.
    Folgender Satz fasst es für mich sehr gut zusammen: Die Qualität deiner Fragen entscheidet über die Qualität deines Lebens.

    Und deshalb wünsche ich mir für Dich, dass es Dir gelingt zu Dir selbst zu finden und daraus Kraft für die Gegenwart und die Zukunft zu gewinnen.
    Und ganz nebenher kannst du das gesparte Geld zur Seite legen und bei einer guten Gelegenheit in dein Wohlbefinden, deine Gesundheit, deine mentale Stärkung investieren.

    Eine erfolgreiche Woche.

    4 min
  • Folge 178 - zu gleichen Teilen
    Teilen ist Mathematik. Teilen ist aber auch etwas ganz Praktisches. Zu gleichen Teilen teilen ist manchmal aber auch etwas Schweres.


    Wenn zwei Kinder vor einem Sechstel eines Kuchens stehen und dieses Sechstel nun unter sich aufteilen sollen, dann kann es schon sein, dass der eine ein etwas größeres Stück haben will. Und dann kann es zu einem Konflikt kommen.


    Wie können wir solche Konflikte vermeiden?
    Ganz einfach. In dem wir einen Modus für das Teilen finden, der automatisch zu Gerechtigkeit führt. Der Eine von Beiden darf mit dem Messer das Achtel teilen. Und der Andere von Beiden darf entscheiden, welches Stück er selbst bekommt. Und schon ist die Situation ganz von selbst geklärt. Es wird zu gleichen Teilen geteilt.

    Wenn du also mit Deinem Partner gemeinsame Finanzen hast, aber der eine Mehr vom Geld-Kuchen abbekommt, dann nutze jetzt die Möglichkeit, die Prozedur des Teiles neu festzulegen.

    Ich wünsche Dir damit eine erhellende Woche und eine gerechte Geldverteilung in Deiner Partnerschaft. Und wenn Du mein Konzept zur Aufteilung in Budgets noch nicht kennst, dann habe ich Dir eine Grafik vorbereitet.
    2 min
  • Folge 177 - Trägheit
    Hast du Dein Leben unter Kontrolle? Im Finanziellen und auch in anderen Lebensbereichen?

    Wir haben immer die Wahl, wie wir auf verschiedene Gegebenheiten reagieren.

    Das Trägheitsgesetz sagt aus:
    Jeder Körper verharrt im Zustand der Ruhe oder der geradlinig-gleichförmigen Bewegung, solange keine äußere Kraft auf ihn einwirkt.

    Mit einer wesentlichen Änderung lässt sich dieses Gesetzt der Trägheit auch auf unser Leben anwenden:
    Menschen, die erfolgreich sind, sind es in der Regel auch weiterhin.
    Menschen, die glücklich sind, bleiben unter normalen Umständen auch glücklich.
    Menschen, die ihre Ziele erreichen, erreichen diese zumeist auch in der Zukunft.

    Worin besteht nun die wesentliche Änderung?
    Die physische Trägheit wird durch äußere Kräfte bestimmt, also extrinsisch.
    Echte Richtungsänderungen in unserem Leben werden bestimmt durch Kräfte, die von innen heraus wirken, also intrinsisch.
    „Die größte Entdeckung meiner Generation ist die, dass ein Mensch sein Leben verändern kann, indem er seine Geisteshaltung ändert.“
    sagte William James.

    Alles was unser Leben ändert, kommt aus uns heraus. Vielleicht gab es einen Anlass im Außen. Aber die Entscheidung zur Veränderung ist in uns. Wenn wir das begreifen und verinnerlichen, dann können wir alles erreichen, was wir uns vornehmen.

    Also treffe eine Entscheidung zur positiven Veränderung deiner finanziellen Situation:
    Schreibe auf, was Du bis wann erreichen willst
    Schreibe auf, warum es so wichtig ist, dies zu erreichen
    Schreibe auf, was du unternehmen wirst, um deine Ziele zu erreichen
    Schreibe auf, welche Routinen du etablieren wirst, um deine Ziele zu erreichen
    Schreibe auf, wer dir dabei helfen oder dich anleiten kann

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    2 min
  • Folge 176 - Gold
    Nicht alles, was glänzt, ist Gold. Dieses Sprichwort kennst du sicher.

    Hat Gold eine verführerische Kraft?
    Gold wirkt anziehend.
    Doch woher stammt diese Wirkung?

    Seit seiner Entdeckung hat Gold für Konflikte gesorgt. Menschen suchten Gold und begehrten es. Gold gilt bis heute als Symbol für Reichtum und Macht.

    Bereits in der Antike wurde Gold als Schmuck und Zahlungsmittel verwendet. Ägyptische Pharaonen hatten ein Faible für Goldschmuck. Die ältesten Funde stammen aus dem 5. Jahrtausend vor Christus. Darunter waren ein Zepter und ein goldener Penisaufsatz. Für die Verarbeitung im Werkzeugbau ist Gold nicht geeignet, weil es zu weich ist. Deshalb wurde es eher für dekorative Zwecke verwendet.
    Im 6. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung wurden bereits die ersten Goldmünzen hergestellt. Diese Münzen gehörten dem König Krösus. Dieser war so reich, dass man noch heute sprichwörtlich zu verschwenderischen Menschen sagt, dieses würden wie Krösus leben.

    Gold wurde aber auch zur Finanzierung von Kriegen genutzt. Die Eroberung von Gegenden mit hohem Goldvorkommen oder Territorien reicher Herrscher war das Ziel. Im Mittelalter wurde Gold zur Bezahlung der Krieger verwendet. Wer seine Krieger bezahlen konnte, konnte auch sein Reich schützen und hatte damit Macht und Einfluss.

    Kolonialismus und Sklaverei waren auch eine Folge der Begierde nach Gold. Ganze Völker wurden verfolgt, um an Goldvorkommen heranzukommen. Die Arbeit in Goldminen war hart und gefährlich.

    Europa war schon immer einer der größten Abnehmer von Gold. Aber auch Indien entdeckte das Gold für sich.
    Ende des 19. Jahrhunderts wurde der internationale Goldstandard etabliert. Der Wert des vorhandenen Papiergeldes musste durch reales Gold gedeckt werden. Die Regierungen eines Landes mussten also Goldvorräte anlegen. Dadurch sollte der internationale Handel gestärkt und Währungsschwankungen eingedämmt werden.
    Als der erste Weltkrieg ausbrach, stieg der Geldbedarf. Der Goldstandard wurde aufgehoben und es konnte mehr Geld gedruckt werden, als durch Gold zu decken möglich war. Im zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung gezwungen, privates Gold an den Staat zu verkaufen, um den Krieg zu finanzieren. Privatbesitz von Gold war verboten. Gold eroberter Länder wurde nach Deutschland verbracht.

    Von 1954 bis 1971 war der US-Dollar an den Goldkurs gekoppelt. Andere Währungen waren über einen Umrechnungskurs an den US-Dollar gekoppelt. Somit wurde der US-Dollar zu einer Art Leitwährung. Dies sollte die Wirtschaft stabilisieren. Eine Feinunze Gold war genau 35 US-Dollar wert. Jede Währung war also indirekt in Gold umrechenbar aber nicht direkt an den Goldkurs gekoppelt.

    Aufgrund der hohen Kriegskosten im Koreakrieg und Vietnamkrieg wurde mehr Geld gedruckt, das Vertrauen der Menschen in den US-Dollar nahm ab und Gold wurde wieder stärker nachgefragt. Der Preis für Gold stieg stark an.
    US-Präsident Nixon verkündete im Jahre 1971 die Abkopplung vom Goldstandard. Zwei Jahre nach der schicksalhaften Trennung vom Gold wurden dann sämtliche Wechselkurse zum Dollar freigegeben. Für das gesamte Geldsystem hatte das tief greifende Konsequenzen.

    Gold gilt immer noch als eine der sichersten Anlageformen. In unsicheren Zeiten steigt der Wert. In Sicheren Zeiten sinkt der Wert. Gold zu verschenken und zu vererben ist bis heute eine der besten Formen zur Weitergabe von Vermögen innerhalb der Familie.

    Ich wünsche Dir goldene Zeiten in deinen Finanzen.

    5 min
  • Folge 175 - Meine Top 5 der dienlichen Geldangewohnheiten
    Heute stelle ich Dir meine Top 5 der dienlichen Geldangewohnheiten vor:

    1. Verteile Dein Geld auf Budgets und halte diese soweit es geht in Bar
    Begrenze Deine Ausgaben und schaffe eine emotionale Beziehung zu Geld.

    2. Nehme Dir einen Tag im Monat Zeit für Deine Finanzen
    Prüfe Deine Kontostände und deine Vermögensentwicklung

    3. Lese jeden Monat ein Buch über Geld und bilde dich finanziell weiter
    Lerne von anderen Menschen, was diese sich über Jahre erarbeitet haben

    4. Verinnerliche, dass Behalten genauso wichtig ist wie Einnehmen und Vermehren
    Sorge dafür, dass sich Geld bei Dir wohlfühlt.

    5. Lasse Dein Geld für Dich arbeiten.
    Investiere Dein Geld in Sachwerte, damit es sich vermehren kann.

    Bitte überlege einmal, wie du diese 5 Punkte in dein Leben integrieren kannst.
    Wenn du Hilfe dabei brauchst, dann melde Dich bei mir. Ich biete auch in diesem Jahr wieder ein Jahrescoaching an. 365 Tage jeden Tag 45 Minuten oder mehr an der eigenen finanziellen Situation hat schon vielen meiner Coaching Teilnehmern entscheidende Veränderungen ermöglicht.

    Schreibe mir einfach eine E-Mail an [email protected] mit deiner Telefonnummer unter dem Stichwort „Jahrescoaching Info“ und ich melde mich bei Dir. Versprochen.

    Für Dich eine erfolgreiche Woche.

    2 min
  • Folge 174 - Geschenke
    Eigentlich ist jeder Tag wie Weihnachten. Wir wissen nicht, welche Geschenke der neue Tag bringt. Die Geschenke mit Begeisterung anzunehmen, jeden Tag aufs Neue, das ist die Herausforderung.

    Welche Gelderfahrung dürfen wir heute machen? Und inwieweit beschenkt uns diese Erfahrung heute für den Rest unseres Lebens?
    Das ist doch eine spannende Frage, mit der man motiviert aus dem Bett kommt. Das finde ich zumindest und ich hoffe, Dir geht es genauso.

    Nicht immer werden wir mit Geld überschüttet. Manchmal geben wir Geld für etwas aus, was uns nachher ärgert. Manchmal stellen wir fest, dass wir draufzahlen. Doch ich versuche es immer positiv zu sehen. Ich danke dem Leben, dass ich diese Erfahrung so früh in meinem Leben machen durfte.
    Das ist eine sehr spezielle Einstellung zu Ereignissen des Lebens. Aber denke doch mal kurz darüber nach. Alles was uns passiert, passiert für uns. Wir können immer etwas lernen. Wenn wir offen bleiben.

    Die größten Geschenke des Lebens sind die, an denen keine Schleife hängt, wo das Geschenkpapier fehlt. Gelderfahrungen machen zu dürfen ist unbezahlbar. Erfahrungen ergänzen unsere Fähigkeiten und unser Wissen. Wir können aus Büchern viel über Geld lernen. Doch erst das Erleben, die Emotion, das Gefühl komplettiert unser inneres Bild.

    Wir müssen auch mal Geld verbrennen um zu erkennen, wie wertvoll es ist und was wir falsch gemacht haben. Finanzielle Krisen sind Geschenke, denn sie sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln.

    Mache daher bitte in dieser Woche in paar kleine finanzielle Fehler und beobachte genau, was das in dir auslöst. Schreibe auf, was du empfindest und welche Handlungsimpulse du verspürst. Und dann ziehe bitte am Ende der Woche ein Resümee, ob sich die Fehler gelohnt haben.

    Lass es mich gerne wissen, als Nachricht über mein Kontaktformular unter geldbewusst.wordpress.com
    Wenn du willst, sende ich Dir dann ein Geschenk: Mein E-Book „Endlich Klarheit über Deine Finanzen“.
    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    3 min

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