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.. denn auch Tiere haben was zu sagen!
Sprache wird fälschlicherweise oft als exklusiv menschliche Fähigkeit gesehen. Dabei ist selbst Mehrsprachigkeit ein Faktor im Tierreich. Denn Tiere verfügen über komplexe Kommunikationssysteme, die oft als ihre „Sprachen“ betrachtet werden. Verschiedene Arten, sogar Individuen innerhalb einer Art, nutzen unterschiedliche Kommunikationsformen. Zum Beispiel verwenden Wale und Delfine unterschiedliche Dialekte, um innerhalb ihrer Gruppen zu kommunizieren.
Für den Themenschwerpunkt der Freien Radios ergänzt Christina Prechtl das Spektrum der Mehrsprachigkeit mithilfe von Mag. Dr. Michael Zechmann-Khreis – ein Experte im Bereich “Mensch/Tier-Grenze – Sprache und Bewusstsein“.
In ihrer Sendung sprechen sie über die vielfältigen Kommunikationsformen und kognitiven Leistungen im Tierreich. Michael erzählt Faszinierendes und Berührendes über die Kommunikation von Elefanten und Walen, Meisen und Menschenaffen. Und die beiden fragen sich berechtigterweise: was ist passiert, dass wir Menschen uns so “abheben” von nichtmenschlichen Tieren, die Sprache unser eigen nennen und daher für die Tiere sprechen und über sie entscheiden?
Beim österreichweiten Themenschwerpunkt der Freien Radios erfahren auch nichtmenschliche Tiere endlich mehr Aufmerksamkeit.
Jedes vierte Schulkind in Österreich hat eine andere Erstsprache als Deutsch. Viele Kinder wachsen also mehrsprachig auf. Anstatt dieses Potenzial zu fördern, wird es im öffentlichen Diskurs, in Medien, Politik und in vielen Schulen oft als Problem dargestellt.
Radio FRO in Linz hat Kinder zu einem Workshop ins Studio eingeladen. Sie erzählen von ihren Sprachen, welche schwierigen Laute es gibt und geben einen kleinen Sprachkurs. Sie haben außerdem ihre Lieblingsbücher in den jeweiligen Muttersprachen mitgebracht, aus denen sie ein paar Zeilen vorlesen.
Hunger.Macht.Profite – Interview mit Lisa Rienesl & Naomi Reinschmidt
Von 10. Oktober bis 28. November 2024 finden die österreichweiten Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite.13 statt. Sie präsentieren kritische Dokumentarfilme, die unser Agrar- und Lebensmittelsystem hinterfragen. Bereits zum 13. Mal zeigen die Filmtage in Wien, Niederösterreich, Vorarlberg, Oberösterreich, Tirol, Salzburg und der Steiermark, wie industrielle Landwirtschaft und unser Konsumverhalten weltweit zu Hunger, Landraub und Umweltproblemen führen.
Gleichzeitig erzählen einige Filme von Menschen, die mit Mut und Hoffnung Widerstand leisten. Im Anschluss an die Filmvorführungen laden Diskussionen mit lokalen Initiativen und Expert:innen dazu ein, über Alternativen und Handlungsoptionen vor Ort zu sprechen.
Im November macht das Festival noch Halt in Tirol, Vorarlberg und Oberösterreich. Alle Infos zu den Filmabenden und Diskussionen findet man HIER.
Redakteur*innen: David Mehlhart (Moderation & Technik)
Gerhard Ruiss über die Plattform „Der Wert der Demokratie“ und das „Lexikon der demokratiefeindlichen Begriffe“
Der öffentliche Sprachgebrauch kann zum einen die politischen Zustände widerspiegeln zum anderen zum Motor politischer Bewegungen werden. Politische Kampfbegriffe wie „Systemparteien“ oder „Lügenpresse“ ziehen demokratische Werte und demokratische Einrichtungen in Zweifel. Viele dieser Begriffe haben eine längere Geschichte und wurden etwa von den Nationalsozialisten verwendet. Der zunehmende Gebrauch dieser Begriffe gefährdet die Demokratie. Aus diesem Grund haben mehrere deutschsprachige Autor:innenverbände, darunter auch die IG Autorinnen und Autoren im Mai dieses Jahres die Plattform „Der Wert der Demokratie“ gegründet. Seither werden demokratiefeindliche Begriffe gesammelt und deren Geschichte und Bedeutung auf der HomePage der Plattform mittels Textbeiträgen von unterschiedlichen Autor:innen beleuchtet. Im Interview geht der Geschäftsführer der IG Autorinnen und Autoren Gerhard Ruiss auf den Gebrauch und die Veränderung dieses Vokabulars und die Auswirkungen auf das politische Zusammenleben ein. Das Gespräch fand im Literaturhaus Wien statt.
In den heutigen Stimmlagen von der FROzine Redaktion von Radio FRO aus Linz: Armutsbetroffene berichtet. Herausforderungen von pflegenden Angehörigen. „Luisa ist da“ soll bei sexueller Belästigung helfen.
Aktion zum Tag gegen Armut
Der 17. Oktober ist der internationale Tag gegen Armut. An diesem Tag steht die weltweite Bekämpfung von Armut im Fokus. Armut zu beenden ist auch das erste Ziel der Nachhaltigkeitsagenda für 2030. In Österreich sind ca. 15 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet. Von Armut betroffen sind vermehrt Frauen, durch Kinderbetreuung und Teilzeitarbeit. Laut Statistik Austria sind 41 Prozent der Ein-Eltern Haushalte von Armut gefährdet. In Linz wurde an diesem Tag mit einer symbolischen Hängematte das Bild, dass sich arbeitslose und arme Menschen “nur in der sozialen Hängematte ausruhen” kritisiert. Auch die Sozialhilfe, die seit 2020 in Oberösterreich die Mindestsicherung ersetzt, wird kritisiert. Die Hilfe sei viel zu gering, für einen Ein-Personen-Haushalt liegt sie deutlich unter der Armutsgrenze. Außerdem solle nicht mehr die Wohnbeihilfe zur Sozialhilfe gezählt werden.
Angehörigenpflege und Berufstätigkeit
In Oberösterreich gibt es etwa 170.000 Menschen im berufsfähigen Alter, die ihre Angehörigen zuhause pflegen. Für viele bedeutet das, in ihrem Beruf kürzer zu treten oder diesen ganz aufzugeben. Warum das so ist, und was es braucht, damit pflegende Angehörige zukünftig ihren Beruf besser mit ihrer Pflegetätigkeit vereinbaren können, erklären Heidemarie Staflinger und Andreas Stangl. Sie stellen eine neue Studie der Arbeiterkammer vor: „Bessere Vereinbarkeit von Angehörigenpflege und Berufstätigkeit – Es gibt noch viel zu tun.“ Hier finden Sie den Bericht über die Studienergebnisse.
Luisa ist da
Um Veranstaltungen sicherer zu machen und Frauen vor sexualisierter Gewalt zu schützen, gibt es die Präventionsmaßnahme “Luisa ist da”. Wenden sich Betroffene an Bar- oder Veranstaltungspersonal mit der Frage: “Ist Luisa da?” wissen diese sofort, dass Hilfe benötigt wird. Diese kann von Taxi bestellen, Freund*innen Bescheid geben bis zu Polizei rufen reichen. Wichtig dabei ist, dass sich Personal nicht selbst in Gefahr bringen soll. Ziel von Luisa ist, dass man diskret nach Hilfe fragen kann.
Ab Herbst 2024 wird in der Linzer Gastronomie und in Veranstaltungstätten “Luisa” umgesetzt. Dazu bietet das autonome Frauenzentrum im Auftrag des Frauenbüros Schulungstermine an. Danach ist der Gastronomiebetrieb offizieller LUISA-Partner. Davor wurden schon Portiermitarbeiter*innen der Rathäuser und Volkshausverwalter*innen geschult.
#Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich.
Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at
„Armut und Ungleichheit sind politische Entscheidungen“ – Marlene Engelhorn
Bild: Lorena Sendic Silvera (Bild wurde bearbeitet)
SOS Balkanroute: „Die Situation wird immer dramatischer, sobald es kälter wird“
„Wir müssen mit FPÖ-Wähler sprechen“ – Anna Slama
Redkin-Gitarrist Heinz Braun und Sänger Wolfgang Karl sind keine Newcomer mehr in der Linzer Musikszene. Gemeinsam haben sie bereits in den 1990er Jahren in der Frank Jonko Band gespielt. Mit dem Song „Water“ schaffen sie es dann 1997 auf den Soundtrack von Michael Hanekes Kino-Hit „Funny Games“.
In jenen Jahren besucht Sohn Clemens mit Freude Konzerte der Frank Jonko Band. Der Grund dafür ist einfach erklärt: Clemens möchte seinem Vater Heinz nahe sein, wenn dieser in der Frank Jonko Band den Bass spielt. Bald ist Clemens dann auch als Musiker bei Konzerten mit Wolfgang und Heinz dabei. In dieser Zeit wird es allerdings immer schwieriger, die Frank Jonko Band am Leben zu erhalten.
Von der Frank Jonko Band zu Redkin
In der Zwischenzeit hat Clemens Braun damit begonnen, Bands zu gründen und Konzerte zu spielen, was Vater Heinz mit großem Interesse beobachtet. Auch er bekommt wieder Lust und mit Spezi Wolfgang Karl wird Redkin gegründet. Redkin entwickelt sich zum generationenübergreifenden Projekt, denn Clemens wird als Bassist für die neue Band engagiert. Zudem ist der aktuelle Schlagzeuger Marcel Hutter einst Heinz Schüler gewesen. Die Chemie stimmt, das Alter spielt dabei keine Rolle, erklärt Clemens.
Album „Another Year“
Von Hardrock bis zur Ballade: Sänger Wolfgang, Gitarrist Heinz, Schlagzeuger Marcel und Clemens am Bass haben auf dem Album „Another Year“ einen weiten Bogen gespannt. Gerappt wird allerdings nicht. Mit Wolfgang, Heinz und Clemens sind auf dem neuen Redkin-Album erstmals drei Sänger zu hören, die auch Songs beigesteuert haben. Die meisten Lieder hat allerdings Heinz geschrieben. Aktuell sind vorwiegend Heinz und Wolfgang für das Songwriting verantwortlich. „Das wird sich ändern“, ist Wolfgang überzeugt. Auf dem neuen Redkin-Album befinden sich vorwiegend Lieder mit Texten, die das alltägliche Leben beschreiben. Manches Lied dient dabei auch zur Bewältigung eines Schicksalsschlages. Aber nicht nur persönliche Erlebnisse dienen als Inspirationsquelle, auch politische Themen haben Platz im Songkatalog. Aus aktuellem Anlass ist mit „Stop the War“ ein Lied der Frank Jonko Band reloaded worden.
Gemeinsam mit Florian Wöss ist im Frogmountain-Studio in Wilhering rund drei Monate lang an den neuen Songs gefeilt worden. „Florians Beratung und Mithilfe ist vorbildlich gewesen“, streut Wolfgang Redkins neuem Produzenten Florian Wöss Rosen. Für Wolfgang, Heinz, Clemens und Marcel, ihr bisher bestes Album. „Vielleicht wird es auch auf Vinyl gepresst“, ist Clemens voller Vorfreude. Bald sollen auch wieder Videos entstehen, verrät Heinz, „gerne auch im Rahmen eines Projekts.“ Gemeinsam mit Schülern ist es 2020 bereits gelungen, den Umwelt-Song „The Earth is bleeding“ zu produzieren. Ebenso ist dazu ein Kurzfilm gedreht worden.
Familien geben Rückhalt
„Linz ist ein guter Boden für Künstler“, meint Heinz. Dennoch sei es für ihn und die anderen Bandmitglieder kein Thema, Profimusiker zu werden. Während Heinz und Clemens als Lehrer arbeiten, ist Wolfgang als Manager tätig. Bald soll Redkin auch wieder vermehrt auf Konzert-Bühnen zu sehen sein. Rückhalt, Musik spielen zu können, kommt von den Familien. Besonders stolz ist Heinz auf seine eigene Familie, die bereits zu einer Großfamilie angewachsen ist. Treffen können manchmal dennoch auch anstrengend sein, verrät er. Aktuell proben Wolfgang, Heinz, Clemens und Marcel einmal pro Woche für die anstehenden Konzerte.
Das Album „Another Year“ ist auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu finden. Redkin-CDs gibt es ebenso bei Konzerten zu kaufen. Und im Internet können die Redkin-Alben unter: redkin.bandcamp.com bestellt werden.
Foto: Redkin
Text: Peter Pohn
Diskussion zur Nationalratswahl 2024
Am 29. September wurde in Österreich ein neuer Nationalrat gewählt. Wie Umfragen prognostiziert haben konnte die FPÖ die meisten Wähler*innen von sich überzeugen und erzielten ein historisches Ergebnis. Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne wurden abgestraft und mussten herbe Einbußen hinnehmen. Während die SPÖ stagniert konnten lediglich die NEOS ein kleines Plus verzeichnen.
Ob die FPÖ nun ihre reaktionäre und rechtsextreme Idee von der “Festung Österreich” umsetzten kann und warum die Grünen trotz einiger Erfolge als Juniorpartner der ÖVP merklich verloren, wird in dieser Ausgabe der Stimmlagen besprochen. Zudem wird diskutiert wohin die SPÖ in Zukunft steuern könnte und welche Themen eine künftige Regierung — wie immer sie auch aussehen mag — zu bewerkstelligen hat.
In dieser Ausgabe der Stimmlagen diskutierten im Studio von FS1 die Journalistin Heidi Huber von den Salzburger Nachrichten und der Politikwissenschafter Eric Miklin von der Uni Salzburg mit Natalija Traxler (FS1) und David Mehlhart (Radiofabrik).
Diese Ausgabe der Stimmlagen entstand in Kooperation mit dem Community-TV-Sender FS1. Die Aufnahme kann HIER angesehen werden bzw. wird ab 5.10. im Wochenprogramm von FS1 zu sehen sein. Alle Details hierzu findet man HIER.
Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at
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