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  • Stimmlagen – Girls Can Graffiti, Projekt Ecoality

    Brigitte Temel, Projektleiterin von „Girls Can“ über Graffiti als Ausdruck des Protests und Wut der Mädchen. „Ecoality“ macht Klima- und Geschlechtergerechtigkeit für junge Menschen greifbar.

    Projekt “Girls Can”

    Das Projekt „Girls Can“ in Wien beschäftigt sich mit dem Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Das Umgehen mit Diskriminierung und Gewalt wird in theaterpädagogischen Workshops gelernt. Dort wird Grenzen ziehen und Nein sagen geübt. Selbstbestimmung und Empowerment sind die Ziele von Girls Can. Am Ende werden Forderungen und Sprüche von den jungen Frauen als Graffiti in der Öffentlichkeit verewigt. Zusätzlich gestalten sie selbst noch ein Zine, mit eigenen Fotos und Texten.

    Brigitte Temel, die Leiterin des Projekts findet Graffiti als Ausdruck des Protests und Wut der Mädchen ein sehr passendes Medium. Es würde die Aufmerksamkeit der Teilnehmerinnen bündeln und die Öffentlichkeit rund um das Sprayen der Flächen empowere sie besonders.

    Girls Can besteht seit 2021 und wird mit verschiedenen Schulen und Jugendzentren durchgeführt. 2024 hat Temel mit der Schule OMSi Glasergasse im 9. Wiener Gemeindebezirk gearbeitet. Bei einem Schulsportfest am 20. Juni sind die Graffitis und das dazugehörige Zine präsentiert worden. Temel würde sich freuen, das Projekt auch in anderen Bundesländern anzubieten. In der Vergangenheit gab es schon Kooperationen in Niederösterreich und der Steiermark. Es wäre aber, wie so oft, eine Budgetfrage, vielleicht ergeben sich 2025 neue Möglichkeiten.

    Die Teilnehmer*innen der OMSi Glasergasse waren jedenfalls begeistert vom Projekt, auch weil sie teilweise selbst schon sexistisches Verhalten erleben mussten. Anzügliche Bemerkungen aufgrund des Outfits, oder Eltern, die bei Söhnen weniger streng sind, was das Ausgehen am Abend betrifft. Es gibt viele Gründe, um sich gegen Gewalt an Mädchen einzusetzen.

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    Projekt Ecoality

    Die Stadt Linz nimmt in Kooperation mit dem Verein Südwind an dem EU-Projekt „Ecoality – Youth and Local Authorities together for climate and gender justice“ teil. Darin geht es um insbesondere jungen Menschen die Möglichkeiten zur kritischen Auseinandersetzung mit den Themen Klima- und Geschlechtergerechtigkeit zu bieten. Bei einer Pressekonferenz am 17. Juni ist das Projekt von Klimastadträtin Eva Schobesberger, Nora Niemetz-Wahl von der Abteilung Stadtklimatologie und Umwelt und Julia Weber von Südwind Oberösterreich vorgestellt worden.

    Das Ecoality Projekt wurde entwickelt, um gemeinsame Lösungen für globale Krisen zu finden. Schobesberger sagt, dass die Klimakrise vor allen von denjenigen verursacht wird, die Macht und Geld haben, was in der Regel Männer sind. Frauen hingegen würden durch unbezahlte Sorgearbeit und Geschlechterungleichheiten in der Gesellschaft mehr an Armut leiden. Um diese großen Themen Klima und Geschlechtergerechtigkeit für junge Menschen greifbarer zu machen, wird in 10 Ländern der EU das Projekt Ecoality umgesetzt. In Linz ist dafür Südwind zuständig. Über drei Jahre sollen mit Workshops und Reisen nach Mosambik und Madagaskar Jugendliche die Möglichkeiten bekommen, Lösungsansätze zu erarbeiten und mit lokalen Verantwortlichen in den Austausch zu kommen.

    Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website von Südwind Oberösterreich hier.

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    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Ausgabe wurde von der FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz gestaltet. Mehr Infos unter: stimmlagen.at

    Moderation: Felix Harrer, Radio FRO.

    31 min
  • #Stimmlagen: „Die Enteignung der Bäuer:innen wurde bereits beschlossen“ – Besetzung der Fischa-Au

    „Die Enteignung der Bäuer:innen wurde bereits beschlossen“ – Besetzung der Fischa-Au

    Seit November 2023 wird im Osten von Wr. Neustadt der Auwald der Fischa besetzt. Im Herbst soll dort ein seit Jahrzehnten geplantes Schnellstraßenprojekt gebaut werden, die sog. Ostumfahrung. Das Projekt ist veraltet und es organisiert sich seit vier Jahren eine Bürger:inneninitiative gegen die Straße, die durch ein Naturschutzgebiet führen soll. Vor kurzem wurden nun auch die letzten Bäuer:innen enteignet, die ihre Grundstücke nicht freiwillig verkaufen wollten. Wir haben mit einer Aktivist:in aus Graz gesprochen, die so oft wie möglich vor Ort ist.

    Hier findet ihr mehr Infos zur Bürger:inneninitiative Vernunft statt Ostumfahrung.

    Bild: Vernunft statt Ostumfahrung

    „Demokratie verteidigen“ – aber wie?

    Unter dem Motto „Demokratie verteidigen“ mobilisierte das Solidarische Bündnis für Menschenrechte und Demokratie für den 25. Mai zu einer Großdemo in Graz.
    Von den anfänglich mehreren Tausend Teilnehmer:innen waren nur rund 400 bei der Schlusskundgebung, auch während der Demonstration kam es zu Unstimmigkeiten.
    Im zweiten Beitrag heute hört ihr einen Rückblick auf die Demokratie verteidigen!-Demonstration Ende Mai in Graz.

    „Die Selbstvertretung von Gefangenen war nicht gewünscht, deshalb hat es 7 Jahre gedauert“ – Monika Mokre

    Am vergangenen Samstag dem 15. Juni fand in Graz der erste Anti-Knast-Tag statt. Wir haben darüber im Vorhinein berichtet, den Beitrag könnt hier nachhören.
    Im letzten Beitrag heute hört ihr Monika Mokre, die im Namen von zwei Gefängnisinsassen eine Rede gehalten hat. Sie hat vor neun Jahren gemeinsam mit inhaftierten Menschen begonnen eine Gewerkschaft für die Rechte von Gefangenen in Österreich aufzubauen, vor zwei Jahren ist es schlussendlich gelungen. Hier findet ihr mehr Infos zur Union für die Rechte von Gefangenen in Deutschland.
    Ihr hört einen Redebeitrag von Oliver Ripan, einem Mitgründer der Union für die Rechte von Gefangenen in Österreich.

    30 min
  • IDAHOBIT – Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

    Themen: IDAHOBIT – Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie | Jahresbericht zum antimuslimischen Rassismus | Bericht zum Klimacamp bei Wiener Neustadt | Bezahlkarte für Asylwerber:innen

     

    #STIMMLAGEN 13.6.2024

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

    Koordination: Margit Wolfsberger

    IDAHOBIT – Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

    Zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie am 17. Mai demonstrierten in Wien rund 200 Menschen auf der Mariahilferstraße für die Akzeptanz queerer Identitäten. Dieses Jahr war der politische Rechtsruck unter dem Motto „Queers against Fascism“ besonderes Thema bei der Abschlusskundgebung am Platz der Menschenrechte.
    Beitragsgestaltung: Selma Oestringer und Alicia Kaplan; Aufnahme: Gerhard Kettler

    Jahresbericht zum antimuslimischen Rassismus

    Die Dokustelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus präsentierte den Bericht für das Jahr 2023. Es gab gegenüber 2022 einen starken Anstieg von Übergriffen.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch mit Audiomaterial von Simon Inou

    Bericht zum Klimacamp bei Wiener Neustadt

    Politisches Campen im historischen Rückblick und das Klimacamp im Mai in Lichtenwörth bei Wiener Neustadt
    Beitragsgestaltung: Hannah Krause

    Bezahlkarte für Asylwerber:innen

    Ab 2025 soll die Bezahlkarte für Asylwerber:innen österreichweit anstelle von Bargeld ausgegeben werden. In einigen Bundesländern wird das System derzeit getestet. Lukas Gahleitner-Gertz von der asylkoordination Österreich schildert die Kritik von NGOs an der geplanten Umstellung.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

     

    30 min
  • #Stimmlagen: machtplatz! I Umsorgende Gemeinschaft I Verschwörungstheorien

    Platz für künstlerische Vielfalt in Salzburg

    Plakat der Kampagne (© Daniel Käfer)

    Platz für künstlerische Vielfalt in Salzburg Mehr Platz für Kunst- und Kulturschaffende abseits der Hochkultur in Salzburg, das fordert die Initiative machtplatz!, die seit Anfang März mit einer Videokampange auf sich aufmerksam macht. Teuer, kommerziell und einseitig, sei das kulturelle Angebot der Festspielstadt Salzburg, so die Initiative, und fordert ein Haus für künstlerische Vielfalt, das Raum für Subkultur und Clubformate in Salzburg verfügbar machen soll.

    Diese Lücke in Salzburgs Kulturlandschaft wird derzeit von der alten Kerzenfabrik in der Sterneckstraße gefüllt. Allerdings nur vorübergehend, denn es handelt sich um eine Leerstandsnutzung, und das Gebäude soll mit Ende diesen Jahres der Abrissbirne weichen. Die Kampagne will somit politische Aufmerksamkeit für die kulturelle Raumproblematik erreichen und plädiert für die Schaffung einer langfristigen Lösung. Fiona Költringer hat sich für uns in der Kerzenfabrik bei den InitiatorInnen vom Verein Enorm, der hinter machtplatz! steht, umgehört.

    Umsorgende Gemeinschaft

    Unter diesem QR-Code ist das Programm für den kommenden Monat zu finde (© Stadt Salzburg)
    Umsorgeentwicklerin Elisabeth Vogl mit Teilnehmenden des Handarbeits- und Spielenachmittags der Umsorgenden Gemeinschaft in Gnigl (© Manuela Schnegg)

    unerhört!-Redakteurin Manuela Schnegg hat an einem Handarbeits- und Spielenachmittag der Umsorgenden Gemeinschaft in Gnigl, St. Anna, Grazer Bundesstrasse 6, teilgenommen.

    Mit der diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin Mag. Christine Schneider-Worliczek und mit der Umsorgeentwicklerin Elisabeth Vogl hat sie über Ziele und Herausforderungen des Projekts gesprochen. Während der Veranstaltung hat sie immer wieder die Aufforderung „Weiter!“ gehört. Warum, erfährts Du in diesem Beitrag.

    Weitere Informationen zum Projekt Umsorgende Gemeinschaft erhalten Sie hier: Bewohnerservice Gnigl & Schallmoos: 0662 64 32 52 / [email protected]

    Verschwörungstheorien

    Politikwissenschaftlerin Diana Hofmann beschäftigt sich mit Verschwörungstheorien (© Universität Salzburg)

    Verschwörungstheorien, Verschwörungsmythen oder Verschwörungsnarrative. Gar nicht so leicht, hier den Überblick zu bewahren. In den letzten Jahren, vor allem im Zuge der Coronapandemie, hat sich eine Vielzahl von Begriffen herausgebildet. Gemeint ist aber immer das selbe: Die Vorstellung, das die Geschicke der Welt von im Hintergrund geheim agierenden Menschen gelenkt werden. Nicht selten gibt es einen fließenden Übergang von Verschwörungstheorien hin zu Antisemitismus.

    Die Politikwissenschaftlerin Diana Hofmann von der Universität Salzburg ist Teil eines internationalen Forschungsprojekts, welches den Zusammenhang zwischen Populismus und Verschwörungstheorien zu ergründen versucht. David Mehlhart hat sich mit Diana Hofmann getroffen, um isch mit ihr über das Projekt selbst zu unterhalten aber auch zu fragen, wie weltweite Krisen und das zunehmen von Verschwörungstheorien zusammenhängen und, ob es ein probates Gegenmittel gibt und ob Menschen, die bereits — so nennt es die Wissenschaft — über eine Verschwörungsmentalität besitzen noch mit inhaltlichen Argumenten erreich werden können.

    Redakteur*innen: Fiona Költringer, Manuela Schnegg, David Mehlhart (Moderation & Technik)

    Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at

     

     

    30 min
  • #Stimmlagen – EU Wahl: Fritz Hausjell über Medienfreiheit in Europa

    #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich, dieses mal aus der Redaktion des Freien Radio Salzkammergut.

    EU Wahl: Fritz Hausjell über Medienfreiheit und Medienverfasstheit in Europa und Österreich

    Wir widmen uns im Hinblick auf die EU-Wahl dem Thema Medienfreiheit in Europa und Österreich und sprechen dazu mit dem Medienhistoriker und Präsidenten der „Reporter ohne Grenzen Österreich“ ao. Univ.-Prof. Dr. Fritz Hausjell über den aktuellen Zustand der österreichischen und europäischen Medienlandschaft.

    Aktueller Anlass war die neuerliche Herabstufung Österreichs im weltweiten Index der Pressefreiheit sowie die drohende Zerschlagung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in der Slowakei.
    Das alles vor dem Hintergrund einer zunehmenden Radikalisierung der öffentlichen Diskurse mit den erschreckenden Nachrichten über Gewalt an wahlwerbenden Politiker:innen in Deutschland und der Slowakei.
    Wie sieht es als am Vorabend der EU-Wahl um die mediale Verfasstheit Europas aus, bei der zu befürchten ist, dass rechtspopulistische und nationale Parteien gestärkt und damit demokratische Kräfte und Institutionen geschwächt werden? Und wie sieht es in Österreich aus, in dem vergangenes Jahr die älteste Zeitung der Welt, die Wiener Zeitung quasi eingestellt worden ist.
    Im diesem gekürzten Interview skizziert Fritz Hausjell auch Vorschläge um diesen beunruhigenden politischen wie publizistischen Tendenzen entgegenzuwirken.

    Dies ist eine gekürzte Version des Interviews, das in seiner Gänze (in zwei Teilen) auf der Homepage des Freien Radio Salzkammergut nachzuhören ist.

    30 min
  • #Stimmlagen: ME/CFS | EU-Wahl

    #Stimmlagen, das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios Österreich wurden dieses Mal von der FROzine-Redaktion von Radio FRO in Linz gestaltet.

    ME/CFS

    ME/CFS kurz für Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom ist eine schwere chronische Multisystemerkrankung, die mit vielen verschiedenen Symptomen auftritt. Je nach Schwere der Krankheit kommt es für Betroffene zu starken körperlichen Einschränkungen, Verlust der Arbeitsfähigkeit und Pflegebedürftigkeit. Am 12. Mai war der Internationale ME/CFS Tag. Damit soll auf die schwere Krankheit und die Situation der Betroffenen aufmerksam gemacht werden. In Wien hat am 12. Mai 2024 eine Protestkundgebung am Heldenplatz stattgefunden. Meine Kollegin Aylin Yilmaz war vor Ort. Astrid Hainzl, stellvertretende Obfrau der österreichischen Gesellschaft für ME/CFS klärt über den Krankheitsweg Betroffener auf. Veronika Kunnert von der Initiative Gesundes Österreich beschreibt, wie sie mit einfach CO2 Messgeräten die Wiederansteckung mit Viruserkrankungen vermeiden möchten, um so eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes von chronisch kranken Menschen vorzubeugen.

    Informationen zu der Erkrankung ME/CFS und Hilfe für Betroffene finden Sie auf der Website der Österreichischen Gesellschaft für ME/CFS unter mecfs.at. Mehr Informationen zur Initiative Gesundes Österreich finden Sie unter www.igoe.at

    Zum vollständigen Beitrag

     

    EU-Wahl

    Am 9. Juni finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Für viele Bürger*innen scheint die EU jedoch weit weg zu sein. Bei den letzten Wahlen 2019 haben in Österreich weniger als 60 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Dabei geht Europa uns alle an, und man kann sich auch auf unterschiedliche Weise beteiligen. Welche Möglichkeiten es da gibt, erzählt Erwin Leitner, Sprecher von mehr demokratie!. Die bundesweite Initiative setzt sich für eine Stärkung der direkten Demokratie ein. Sie verfolgt die Vision von mündigen Bürger*innen, die in Sachfragen selbst entscheiden können – auch auf EU-Ebene. Marina Wetzlmaier hat mit Erwin Leitner gesprochen.

    Wer in Bezug auf die EU-Wahl noch eine Orientierung benötigt, kann zum Beispiel auf Online-Wahlhilfen zurückgreifen. Das Europäische Hochschulinstitut in Florenz hat ein Online-Tool namens EU&I entwickelt. Über alle EU-Staaten hinweg werden an alle kandidierenden Parteien dieselben Fragen gestellt. Das Online-Tool ist unter folgender Webseite abrufbar: euandi.eu. Informationen zur EU-Wahl findet man außerdem auf dem Instagram-Kanal von mehr demokratie!

    Zum vollständigen Beitrag

     

    Details zur Sendung finden sie auf der Website stimmlagen.at. Die Sendung zum Nachhören sowie die langen Versionen der Interviews gibt es auf cba.media oder der Website von Radio FRO www.fro.at.

     

    Sendungsmoderation: Veronika Ritter

    30 min
  • #Stimmlagen: „Man will uns ans Leben!“ – 30 Jahre Bombenterror

    „Man will uns ans Leben!“ –  30 Jahre Bombenterror

    Am Dienstag dem 23. April 2024 wurde im Volkskundemuseum Wien eine neue Ausstellung namens „Man will uns ans Leben“ – 30 Jahre Bombenterror eröffnet. Sie arbeitet die Zeit zwischen 1993 und 1996 auf, in der in ganz Österreich insgesamt 25 Personen und Organisationen Briefbomben erhielten. Im gleichen Zeitraum detonierten in einer zweisprachigen Schule in Kärnten und im burgenländischen Oberwart Spreng- bzw. Rohrbomben. Die Anschläge hatten vier Tote, vier lebensgefährlich Verletzte und neun Verletzte zur Folge. Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath und Peter Sarközi kamen in Oberwart ums Leben, als sie eine Tafel mit der Aufschrift „Roma zurück nach Indien!“ entfernten.

    Der Terror adressierte ausschließlich Minderheitenangehörige, Minderheiteninitiativen und ihre Unterstützer*innen.

    Die Ausstellung im Volkskundemuseum arbeitet durch neun Zeitzeug:inneninterviews nicht nur die Zeit während des Terrors auf, sondern beschäftigt sich auch mit der Stimmung die in den Jahren davor durch rechtsextreme Politiker und Boulevardmedien aufgebaut wurde.

    Ihr hört ein Interview mit den Kuratorinnen der Ausstellung Vida Bakondy, Cornelia Kogoj und Gamze Ongan von der Initiative Minderheiten.

    Der Beitrag wurde von Tamara Ussner gestaltet.

    Launischster April seit Beginn der Messgeschichte

    Der April brachte neben dem frühesten Hitzetag der Messgeschichte auch Temperaturstürze von bis zu 30 Grad innerhalb von 48 Stunden mit sich. Sind das Ausreißer, ist das der menschengemachte Klimawandel oder spielen hier noch andere Phänomene eine Rolle? Darüber spricht Lilli von der VON UNTEN Redaktion mit dem Klimawissenschaftler Klaus Haslinger von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
    Der Beitrag wurde von Lilli Frei gestaltet.

    Verschwörungssender Auf1 verschwindet aus dem Fernsehen

    In diesem Beitrag geht es um das rechte Verschwörungsmedium Auf1, und dessen Rückzug aus dem linearen Fernsehen. Nach der 195 000 Euro hohen Strafe gegen Schwarz Rot Gold TV, ein rechtsextremer Fernsehsender, der in großem Ausmaß unkommentierte Auf1 Inhalte ins eigene Programm übernommen hat, kündigten beide Sender ihren Rückzug aus dem linearen Fernsehen an. Während Auf1 selbst von einer groß angelegten Zensur seitens des Establishments spricht, ist der wahre Grund der Strafe recht banal. Laut deutschem Mediengesetz ist es nicht erlaubt, Inhalte von anderen Medien in großem Ausmaß unkommentiert zu übernehmen.
    Der österreichische Sender Auf1 hat außerdem behauptet, die Strafe sei gegen ihn und dessen Inhalte ausgesprochen worden. Allerdings ist es für einen österreichischen Fernsehsender nicht möglich von der deutschen Medienbehörde bestraft zu werden.

    Darüber und über die weiteren Perspektiven von Auf1 spricht Mario von VON UNTEN mit dem Journalsimus – Studeneten und Experten für Verschwörungsmedien, Samuel Marton.

    Der Beitrag wurde von Mario Sasek gestaltet.

    Das gesamte Interview von Mario aus der VON UNTEN Redaktion mit Samuel Marton könnt ihr hier nachhören.

    30 min
  • 25. Todestag von Marcus Omofuma

    Themen: Kärntner Slowen*innenverbände wenden sich an die EU | Kritik an der GEAS-Reform | 25. Todestag von Marcus Omofuma

     

    #STIMMLAGEN 9.5.2024

    #Stimmlagen ist das gemeinsame Infomagazin der Freien Radios in Österreich. Diese Sendung gestaltete die Redaktion von ANDI, dem alternativen Nachrichtendienst von Orange 94.0 in Wien.

    Koordination: Margit Wolfsberger

     

    Kärntner Slowen*innenverbände wenden sich an die EU

    Die Rechte der Slowenischen Minderheit werden von der Republik nicht ausreichend geschützt – das befanden die vier größten Organisationen der Volksgruppe und wandten sich mit einer Petition an das EU Parlament. Am 8. April wurde diese Petition vor dem Parlament diskutiert, Roman Roblek und Rudi Vouk stellten das Anliegen vor. Sie ernteten breite Zustimmung von den Abgeordneten über Staats- und Parteigrenzen hinweg.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

     

    Kritik an der GEAS-Reform

    Am Mittwoch, den 10. April hat das EU-Parlament nach 8 Jahren der Verhandlung der Reform des GEAS, also des gemeinsamen Europäischen Asylsystems zugestimmt. Dieses gibt EU-weit geltende Mindeststandards für die Behandlung aller Asylsuchender vor. Während sich in Brüssel durchaus über diese Einigung gefreut wird, gibt es von vielen Seiten großen Protest gegen die Entscheidung. In vielen großen Städten fanden Demonstrationen statt, so auch in Wien. Über einige der Kritikpunkte fand das Gespräch mit Hannah statt, die in internationalen Vernetzungen gegen die Verschärfung des europäischen Asylsystems aktiv ist.
    Dieser Beitrag wurde gestaltet von Hannah Krause

     

    Zum 25. Todestag von Marcus Omofuma

    Vor 25 Jahren, am 1. Mai 1999 wurde Marcus Omofuma bei seiner Abschiebung getötet. Die drei Polizisten, die ihn mit Klebeband eingeschnürt und ihm Mund und teilweise die Nase verklebt haben, wurden nur wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Omofumas Tod löste Proteste gegen den Rassismus und die Gewalt aus, denen Schwarze Menschen in Österreich ausgesetzt sind. Zu seinem 25. Todestag erinnerten rund 250 Personen am Platz der Menschenrechte an Marcus Omofuma und protestierten gegen Polizeigewalt, Abschiebungen und Rassismus in Österreich.
    Beitragsgestaltung: Stefan Resch

    30 min
  • #Stimmlagen: Queere Geschichte Salzburg I Unterwegs mit dem Virgilbus

    § 129 1 B Strafgesetzbuch 120 Jahre Verfolgung in zwei Teilen

    Stolperstein der an Gunther Erlbeck erinnert

    Im ersten Beitrag widmet sich Veronika Aschenbrenner-Zezula dem Paragraf 129 1 B des österreichischen Strafgesetzbuches. Durch diesen wurde queere Menschen fast 120 Jahre lang durchgehend verfolgt – von 1852 bis 1971. Im ersten Teil des Beitrags steht die Verfolgung im Nationalsozialismus im Vordergrund:

    • Weshalb gibt es in Salzburg kaum Akten – im Gegensatz etwa zu Wien?
    • Walter Klappacher (Mitbegründer HOSI Salzburg) & heutige Geschäftsführerin Conny Felice (© Veronika Aschenbrenner-Zezula)
    • Wer wurde überhaupt verfolgt?
    • Und weshalb betraf es mehr Männer als Frauen?
    • Im zweiten Teil beantwortet der Rechtsphilosoph Stephan Kirste die Frage: Wie gehen wir in einer Demokratie mit einem Recht um, das Unrecht ist?

      Außerdem gibt Walter Klappacher Einblicke zur holprigen Vereinsgründung der Homosexuellen Initiative (HOSI) in Salzburg – von Widersachern und einer typisch österreichischen Lösung. Und Wiener Historiker Andreas Brunner erzählt mehr über die historische Entwicklung des Paragrafen 129 1 b Strafgesetzbuch ab 1945 bis zu seiner teilweisen und schließlich gänzlichen Abschaffung seiner Nachfolgeparagrafen.

      Die dazugehörigen Radiofeatures „Almbesuche & Slutwalks“ und „Schlagstöcke & Ochsenziemer“  gibt es als Podcast auf cba.media zoom in. freak out.

       

      Der Virgilbus im Einsatz: medizinische Versorgung am Rande der Gesellschaft

      Leider ist eine öffentliche Gesundheitsversorgen, die alle Menschen erreicht noch nicht Realität (© Pixabay)

      Ob bei Husten, grippalen Infekten, oder Schmerzen. Für die meisten Menschen sind Hausarzt oder Hausärztin die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen. Und oft selbstverständlich. Menschen jedoch, die keinen oder nur erschwerten Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem haben, werden im Krankheitsfall vor große Herausforderungen gestellt. In Salzburg können sie sich an den Virgilbus wenden, eine mobile Ambulanz, die medizinische Grundversorgung niederschwellig anbietet. Fiona Költringer hat einen Einsatz des Virgilbusses für die Radiofabrik begleitet.

       

       

      Redakteur:innen: Veronika Aschenbrenner-Zezula, Fiona Költringer, David Mehlhart (Technik & Moderation)

      Mehr Informationen zum Infomagazin der Freien Radios in Österreich unter stimmlagen.at

      30 min

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    From the publisher's feed

    Produktionen, die im Rahmen von meist projektbezogenen Zusammenschlüssen von Personen und Redaktionen verschiedener Radiostationen entstanden.